Hallo in die Runde - ich war ja froh alles überstanden zu haben...... Nun rief mich vorgestern die Ärztin zu sich.....


    Man will ja alles positiv sehen, wahrscheinlich hatte ich Glück im Unglück.


    Fakt: Es wurde in der Gebärmutter Krebs entdeckt, als diese draussen war. :°(


    Damit hatte keiner gerechnet. Krebs in einer Vorstufe.


    Jetzt bin ich gestern vorläufig entlassen worden - bissl dem Bauch Erholung gönnen und auch bei der Tochter zu Hause sein - und nächste Woche Mittwoch werde ich erneut operiert. Der Gebärmutterhals und die Eierstöcke sollen aus Sicherheitsgründen noch raus.


    Alles ein sehr komisches Gefühl. Normalerweise erhält man ja vor der Op die Diagnose Krebs oder zumindest besteht der Verdacht auf Krebs, ich habs ja erst erfahren, als dieser schon wieder draussen war.


    Muss mich jetzt erstmal neu mit dem ganzen Thema befassen.

    annaretto

    wow, das ist natürlich wirklich nicht so schön :|N


    Aber sieh es positiv(ja ich weiß, ist wieder leicht gesagt) es wurde rechtzeitig entdeckt und wenn Du nun auch noch den GBH und die Eierstöcke entfernt bekommst, ist wenigstens diese Gefahr gebannt und Du kannst in ein neues Leben starten und eben auch für Deine Tochter da sein.


    Ich drück dir alle Daumen die ich habe. :)* :)* :)* :)* :)* :)*


    Versuche Dich zu erholen um Kraft zu sammeln für nächste Woche @:)

    Danke, ja ich versuche es positiv zu sehen. *:) Hätte ich mit der OP wegen dem Myom noch gewartet, hätte es sehr böse ausgehen können. Traurig bin ich halt, dass ich die Eierstöcke nun hergeben muss.

    @ annaretto

    Ich kann gut nachfühlen, wie es dir geht.


    Nach meiner Hysterektomie wurde in der Histologie ein kleines, mikroinvasies Adeno -Karzinom in meinem GMH gefunden. Ich war auch schockiert, auch wenn ich eine längere Vorgeschichte mit mehreren Konisationen und dem Vorbefund " Carzinoma in Situ " hinter mir habe.

    Zitat

    Gebärmutterhals und die Eierstöcke sollen aus Sicherheitsgründen noch raus.

    Ich hatte eine einfache vaginale HE, das heisst mein GMH war gleich samt GM entfernt worden. Dass dein GMH nun auch noch entfernt werden soll, befürworte ich, da ich persönlich der LASH und dem Erhalt des GMH generell skeptisch gegenüber stehe. Aber zur Entfernung der Eierstoecke, was ja eine ganz andere Größenordnung für dich bedeutet (vereinfacht gesagt sofortiger Hormonentzug, Wechseljahre) würde ich unbedingt eine weitere Meinung einholen!


    Wie lautet dein histologischer Befund, hast du dir eine Kopie geben lassen?


    Wo wurde deine OP durchgeführt? Ich wurde in einer Uni -FrauenKlinik operiert, auf der Onkologie, aber meine Eierstoecke mussten nicht entfernt werden, trotz des Mikro- Karzinomes. Die vaginale HE hatte völlig ausgereicht.


    Das ist jetzt vier Jahre her, und mir geht es gut :-)


    Ich möchte dich nicht verunsichern, mich macht nur stutzig, dass bei dir vom vorsorglichen Entfernen der ES die Rede ist- da würde ich dringend nachhaken, da bei dir "nur" eine Vorstufe (Hyperplasie ?) gefunden wurde, wie du schriebst.


    LG

    annaretto, lass Dich mal drücken :°_ Den Schock kann ich mir gut vorstellen.

    Zitat

    Normalerweise erhält man ja vor der Op die Diagnose Krebs oder zumindest besteht der Verdacht auf Krebs,

    Leider bist Du damit nicht allein. Ich habe schon von einzelnen Frauen gehört und gelesen, die ebenso überraschend diese Diagnose bekamen.


    Manchmal entwickeln sich solche Befunde praktisch "im Schatten" (im wahrsten Sinne des Wortes) von Myomen. D.h. im Ultraschall sind Schleimhautveränderungen nicht immer erkennbar, wenn das Myom davor liegt und die Sicht versperrt.


    Die Frage nach der Hyperplasie (mit atypischen Zellen?) stelle ich mir auch gerade, denn das wäre eine Vorstufe eines Endometriumkarzinoms.


    Ich habe mich mit dem Thema Endometriumhyperplasie befasst als in meiner Histologie dieser Begriff aufgeführt war. Allerdings hatte ich nur die Variante davon, die die geringste Wahrscheinlichkeit der Entartung hat.

    Bei mir wurde von Stufe 1 gesprochen.....


    Ich werde heute mal diesen Krebsinformationsdienst anrufen, was die zu meinem Bericht meinen.


    "...offensichtlich inzidentelles hochdifferenziertes Adenokarzinom des Corpusendometriums mit geringer plattenepithelialer Differenzierung...... ein myoinvasives Karinom lässt sich nicht abgrenzen."


    Diese Schlüsselnummer steht nicht drauf, vielleicht, weil es ja ein vorläufiger Bericht ist und ich in ein paar Tagen wieder ins KKH gehe.


    Vielen lieben Dank an die helfendes Leser.


    Ich hoffe, neue Leser des Fadens bekommen keine Angst, so ein Überraschungsbefund soll jetzt eher selten vorkommen!!!

    annaretto


    Stufe 1 bzw Stadium pT1a1 hatte ich auch, das


    ist zum Glueck ein sehr fruehes Stadium, wenn auch leider keine Vorstufe mehr im Sinne einer Hyperplasie, sondern ein (hormonabhaengiges) Endometriumkarzinom.


    Ich denke auch, dass die endgueltige histologische Klassifizierung nach der zweiten OP erfolgt.


    Mit deiner Folge-OP wie geplant bist du dann auf der sicheren Seite :)*

    Zitat

    Ich hoffe, neue Leser des Fadens bekommen keine Angst, so ein Überraschungsbefund soll jetzt eher selten vorkommen!!!

    Ach Angst muss niemand haben ;-), es ist doch gut, dass solche Einzelfaelle "aufgedeckt" werden durch die histologische Befundung.


    Nochmal kurz zur Erklaerung fuer eventuell betroffene Mitleser - ich selbst hatte kein Endometrium-, sondern ein mikroinvasives Zervixkarzinom, fuer das eigene Behandlungsleitlinien gelten. Eine Eierstockentfernung war nicht notwendig, da das kleine Karzinom mit der GM komplett entfernt war.


    Beim Endometrium- Karzinom kenne ich es auch so, dass die Eierstoecke entfernt werden muessen. Waere es wirklich noch eine Vorstufe gewesen, haette ich persoenlich nachgehakt und weitere aerztliche Meinungen eingeholt. Ich finde es aber sowieso generell hilfreich, verschiedene Meinungen zu haben und fuer sich daraus die beste Entscheidung abzuleiten.

    Zitat

    Ich hoffe, neue Leser des Fadens bekommen keine Angst, so ein Überraschungsbefund soll jetzt eher selten vorkommen!!!

    Ich persönlich finde es wichtig dass auch weniger schöne Befunde angesprochen werden. Zudem ist es super, dass doch immer wieder jemand da ist der gleiches/ähnliches erlebt hat und man somit auch nicht allein ist. @:)

    annaretto, ich wollte nicht den Eindruck erwecken, solche Befunde kämen häufig vor. Nein, es ist wirklich selten, wenn Frauen VOR der Menopause damit konfrontiert werden . Deshalb schrieb ich von

    Zitat

    einzelnen Frauen

    Wie Blizza schon schrieb, ist das leider keine Vorstufe mehr, aber zum Glück noch in einem Anfangsstadium.


    Das Problem beim Endometriumkarzinom ist in fast allen Fällen (99%) die Hormonabhängigkeit. Deshalb stimme ich Blizza in vollem Umfang zu

    Zitat

    Mit deiner Folge-OP wie geplant bist du dann auf der sicheren Seite

    :)*

    Einen guten Tag an alle, gibt es noch ein Plätzchen in Eurer Runde?


    Ich bin 52, und meine Op war am 15.12.14. Ich hatte eine LAVH - mit Komplikation - Harnleiterverletzung. Op-Tag war ein Montag, Mittwoch wurde die Verletzung bemerkt, (Riesen Dank an die Nachtschwester), Donnerstag befand ich mich in einer anderen Klinik in einer anderen Stadt - Klinikverbund - seitdem trage ich eine Ureterschiene in der Hoffnung dass sich der Harnleiter erholt.


    Nun muß ich wieder auf Station - die Schiene kommt raus, ich werde nochmal in Vollnarkose gelegt - und es ist 8 Wochen her und wieder ein Montag - Kopfkino und Depriteufel haben sich verabredet!


    Von der Gbm-entfernung habe ich mich recht gut erholt - das Sofa war meine - trotzdem hab ich wieder Angst. Mein Mann sagt ich soll mich nicht verrückt machen, die Gedanken hören jedoch nicht auf ihn.


    Es tut gut, dass Frau hier Angst und Sorgen loswerden kann - ich hab hoffentlich nicht zuviel gejammert.


    Einen schönen Samstag von Tamra 24.