Hilfe * Habe Riesen Hinterwand Myom 13x10cm mit Beginn Nekrose

    Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier im Forum und habe direkt eine Frage.


    Bei mir wurde irgendwann mal ein Myom festgestellt, welches nun seit Mai bis jetzt von 8 auf 13 cm angewachsen ist. Noch dazu beginnt es zu nekrotisieren (es erweicht und löst sich auf?) Ich bin 50 Jahre alt, hatte vorher noch nie mit Myomen zu kämpfen und habe auch keine Beschwerden, außer unregelmäßiger Blutung, teils zwar sehr stark aber dann auch wieder kaum merklich. Etwas störend ist es für mich, dass ich ausschaue, wie im 5. Monat schwanger. Es ist halt kindskopfgroß und mit den Fingern gut tastbar, unterm Bauchnabel liegend und die Bauchdecke teils dadurch hart. Ich war nun bei verschiedenen Ärzten und jeder will mich aufschneiden und auch die Eileitern direkt mit entnehmen (warum?). Erschreckend ist, dass ich wohl um einen Bauchschnitt nicht herumkomme und dieser längs unterm Bauchnabel verlaufen soll (ich dachte, dass sei heute nicht mehr üblich?) Meine Frauenärztin, die jetzt halt den Wachstumsschub festgestellt hat, wollte mit mir nicht *rum experiementieren* und hat sofort auf eine Einweisung gedrängt. Vor allem auch weil es schon nekrotisiert. Was ist an dieser Nekrotisierung so schlimm? Ist es nicht ein Zeichen von Rückbildung und Zerfall? Brauche ich nicht eigentlich nur die Wechseljahre abzuwarten und gut ist? Ich habe so eine Panik vor Operationen, dass ich mich einfach nicht dazu durchringen kann, aber mir wurde gesagt, ich setze damit mein Leben aufs Spiel ":/ . Wer hat ähnliche Erfahrungen und kann mir etwas dazu sagen? Ich bin so desolat mittlerweile und ausgelaugt, dass ich auch die Kraft für weitere Ärztegespräche momentan nicht habe {:(

  • 30 Antworten

    Hinter so einem Myom mit Wachstumstendenz kann sich in manchen Fällen auch ein Sarkom verstecken. Das kann der Arzt weder durch Tasten, noch durch Ultraschall oder sonstige Bildgebung feststellen. Nur der Pathologe kann diese Diagnose stellen. Und da der Pathologe dieses im Ganzen braucht, muss das Myom im Ganzen raus. Das funktioniert bei so großen Myomen nur durch Bauchschnitt. Anderenfalls müsste man das Myom und die Gebärmutter zerstückeln und dann stückeweise durch die Vagina entfernen. Dabei könntest du dann auch verbluten, denn Myome könnten stark bluten.


    Kein verantwortungsvoller Arzt würde das machen.


    Da Sarkome sehr aggressiv sind, würde ich dir schnellstmöglich zu diesem Eingriff raten. Genau so wie deine Ärztin ihn vorgeschlagen hat, wäre er richtig.

    Zitat

    Was ist an dieser Nekrotisierung so schlimm? Ist es nicht ein Zeichen von Rückbildung und Zerfall?

    Wenn Du Dich nicht operieren lässt, verfault diese Stelle quasi innerlich. Um eine OP kommst Du nicht drum herum, hör auf Deine Ärzte!

    Hallo kleine Hexe, danke für dein feedback...aber wie groß ist die Warscheinlichkeit, dass aus einem Myom ein Sarkom wird..ich war auf Seiten, wo geschrieben steht, dass es gar nicht entarten kann und die Verbreitung dieses Irrglaubens vergangenen Zeiten angehört X- . Ich bin in den Wechseljahren und der Schub macht mir eigentlich keine Angst, wobei da sicherlich auch eine Gewebeprobe schnell Gewissheit geben könnte. Wenn es doch so dringlich ist, warum stellt man dann vorab keinen histologischen Befund auf und bzgl.der Größe gibts doch auch Alternativen. Mich wurmt, dass immer sofort zur Op geraten wird. Ok, wenn es sich mit Nekrosen tatsächlich so verhält, dass sie zu Vereiterungen führen, ist das eine fiese Sache, aber wenn sie absterben nach den Wechseljahren, sind sie dann nicht ebenfalls nekrotisch? 8-)

    Genau, nekrotisch heißt nicht, dass es sich zurückbildet / resorbiert, sondern dass es abstirbt, zerfällt und unter Umständen"vergammelt". Das kann wirklich lebensgefährlich werden.


    An so ein Sarkom würde ich gar nicht denken, aber für mich wäre es, egal, was es ist, klar, die Gebärmutter baldestmöglich entfernen zu lassen.


    Allerdings das mit dem senkrechten Schnitt finde ich auch merkwürdig. Würde ich nicht haben wollen, wenn's irgendwie anders machbar wäre. Um den Bauchschnitt an sich kommst du nicht herum. Die GM samt Myom muss bei dir am Stück entfernt werden. Ich würde nicht wollten, dass das Myom in meinem Körper zerteilt wird und sein Inhalt nebst nekrotischem Gewebe sich überall verteilt.


    Außerdem musst du wirklch hartnäckig nachfragen, warum die Eierstöcke entfernt werden sollten.


    Notfalls Zweitmeinung!!!!


    Da musst du dich jetzt zwingen und aufraffen - es ist dein Körper, deine Gesundheit. Vielleicht kann dich jemand zu den Terminen begleiten? Dann ist's ein bisschen leichter.


    Deine Angst vor der OP kann ich gut verstehen. Habe auch eine Hysterektomie hinter mir und vorher sehr sehr viel gegoogelt. Die Sterblichkeit bei dieser OP liegt bei null. Ich habe keinen Bericht über einen Todesfall im Internet gefunden. Und glaube mir, ich habe wirklich lange gesucht.

    Zitat

    Hallo kleine Hexe, danke für dein feedback...aber wie groß ist die Warscheinlichkeit, dass aus einem Myom ein Sarkom wird..ich war auf Seiten, wo geschrieben steht, dass es gar nicht entarten kann und die Verbreitung dieses Irrglaubens vergangenen Zeiten angehört X- .

    Das stimmt, aber ob es jetzt ein Myom ist oder ein Sarkom, das kann keiner feststellen. Und wenn es so gewachsen ist, besteht die Chance, dass da kein Myom, sondern ein Sarkom wächst.


    Eine Biopsie wird nicht gemacht weil ein Sarkom nicht 100% aus entarteten Zellen besteht. Es kann also trotz Biopsie auch gut sein, dass keine bösartigen Zellen erwischt werden. Außerdem muss es mit Nekrose bei einem so großen Gewebestück sowieso raus. Also wozu operieren und dann gleich nochmal operieren?

    Ui, ok....puh-ich warte grad auf den Rückruf einer Gynäkologin und erhoffe mir von ihr weitere Aufklärung...desweiteren muss ich dann wohl doch unters Messer-shit. Danke Jeri, ich werde mir deinen link mal anschauen und mich später nochmal zu Wort melden @:)

    Ich versteh das schon. Mit einem waagerechten Schnitt hätte ich weniger Probleme als mit einem senkrechten.


    Eine Narbe, die quer über den Bauch geht, sieht besser aus als ein Längsschnitt genau in der Mitte, oder??

    Zitat

    Eine Narbe, die quer über den Bauch geht, sieht besser aus als ein Längsschnitt genau in der Mitte, oder??

    Das ist natürlich richtig, aber letzten Endes werden die Ärzte doch wissen, was geht und was nicht.


    Ich hatte eine Zyste, die um einiges größer war als das Myom von Löwenmut. Diese wurde auch durch einen senkrechten Bauchschnitt entfernt. Meine Narbe geht von ziemlich weit unten über den Bauchnabel bis auf Rippenbogenhöhe. Das ist nicht wirklich schön und die erste Zeit nach der OP ist übel. Aber das Ding muss da raus.


    Sicher möchte jeder solche Narben vermeiden. Aber manchmal ist das eben nicht möglich, wenn man andere Risiken ausschließen muss.


    Ich wünsche der TE alles gute für die OP.

    Gut, vielleicht bin ich für so was einfach zu pragmatisch ":/ , aber als bei mir vor fast vier Jahren ein 14 cm im Durchmesser großes nekrotisierendes Hinterwandmyom und noch zwei kleinere festgestellt wurden und mir der Arzt die verschiedenen Aufschneidmethoden erklärte, hab ich gesagt "Und wenn ihr ein Kreuz schneiden müsst, Hauptsache, ihr kriegt sie raus :-) ".


    Ende vom Lied war, sie haben es erst mit der Schlüssellochmethode versucht (keine Ahnung wieso), da aber das große Myom schon am Darm festgewachsen war, haben sie dann doch quer aufgeschnitten. Ist gut verheilt, das einzige, was geeitert und mir Beschwerden bereitet hat, war das Loch, dass sie vorher in dem Bauchnabel gepiekst hatte 8_) .


    Ich drück dir die Daumen, dass die OP gut verläuft, alles andere ist nebensächlich.