Kaiserschnitt - Narbe empfindlich, Druckschmerz, Brennen

    Hallo zusammen,


    ich bräuchte mal ein paar Erfahrungswerte, denn ich bin mir unsicher, was "normal" ist. Kurze Zusammenfassung bei mir: Notkaiserschnitt 28 SSW, danach praktisch null Schonung, da kontinuierliches Rumgerenne auf Intensiv und auch leider Schieben von schweren Stühlen etc.. Außerdem hatte ich ein dickes Hämatom über der Narbe, sodass die Narbe vier Wochen offen blieb, damit Blut abfließen konnte. Gelegentlich (sorry, wird eklig) stocherten die Ärzte auch sehr tief in der Wunde rum, um das Hämatom zu verflüssigen. Darüber hinaus teilte mir die operierende Ärztin mit, dass sie noch nie so eine feste Bauchdecke gehabt hätte - dementsprechend wurde da unten auch rumgezogen und -gerissen.


    Der Spaß ist jetzt knapp vier Monate her. Ich habe folgende Problem:


    1) Die Narbe brennt, als würde man Haare gegen den Strich abrasieren. Daher kann ich keine normalen Hosen tragen {:(


    2) Ich bin druckenempfindlich.


    3) Teilweise tut mir auch die Bauchdecke von innen weh


    Was mir keine Probleme bereitet, sind leichte Pilatesübungen, bei denen auch der Unterbauch eingesetzt wird. Tja, und jetzt frage ich mich: Stelle ich mich an? Meine Psychologin (bei der bin ich, um die ganze Schwangerschaft und auch die Frühchen-Geschichte ein wenig aufzuarbeiten) kommt jetzt um die Ecke, dass die Schmerzen psychisch sein. Mein Bauchgefühl sagt aber, dass da nix psychisch ist. Was sind eure Erfahrungen?

  • 12 Antworten

    Ich hatte vor 6 oder 7 Wochen einen Shunt eingesetzt - dafür wird auch ein Bauchschnitt gemacht und die Schlach wird im Bauchraum eingesetzt . Es gab keine Komplikationen. Trotzdem tut die Narbe immer wieder sauweh. Fühlt sich manchmal wie Messerstiche im Bauch an. Druck vertrage ich auch nicht.


    Es wurde kontrolliert - liegt wie es sollte. Ich habe aber von mehrere Leute die das gleicher Problem haben. Psychisch ist es nicht. Wir hatten alle kein Trauma. Die Bauch hat wahnsinnige viele Nerven.


    Deswegen verstehe ich Menschen nicht, die Wünschkaiserschnitte wollen. Ich habe von viele Frauen die auch Notkaiserschnitte hatten, dass die ewig lang das gleiche Problem wie du haben.


    Nur eine Lösung gibt es nicht. Bei manche ist es nach 1 Jahr gut.

    Zitat

    1) Die Narbe brennt, als würde man Haare gegen den Strich abrasieren. Daher kann ich keine normalen Hosen tragen {:(


    2) Ich bin druckenempfindlich.


    3) Teilweise tut mir auch die Bauchdecke von innen weh

    Die Narbe ist aber so gut verheilt, oder? Oder ist sie stark gerötet und geschwollen? Hast du auch Fieber?


    Das wären Hinweise auf eine Entzündung. Halte ich aber nach vier Monaten für unwahrscheinlich. Aber man weiß ja nie. Deswegen frag ich.


    Möglich wäre auch ein Narbenbruch. Oder die Nerven sind einfach beleidigt. Letzteres lässt sich durch eine Unterspritzung der Narbe mit Procain beheben. Hilft aber nicht bei jedem. So oder so sollte da mal ein Arzt drauf schauen.

    Bei mir ging es etwa ein Jahr, bis ich die Narbe nicht mehr gespürt habe. Die Schmerzen wurden so nach und nach immer weniger. Ich hatte allerdings keine Probleme bei der Wundheilung. In Deinem Fall könnte ich mir vorstellen, dass es eben etwas länger dauert.


    Psychische Ursachen sehe ich da keine, 4 Monate sind ja nicht sooo lang. Es ist ja doch eine seh grosse Wunde.

    ich kenne das auch und hatte insgesamt 7 Monate Probleme. Allerdings wurde bei mir irgendwann auch mal der Verdacht auf eine leichte Entzündung der Narbe innerlich geäußert und ich bekam Cortison da rein gespritzt. Das hat zumindest in meinem Fall den Durchbruch an der Narbe direkt gebracht.


    Dass dir die Bauchdecke von innen weh tut, liegt sicher an deiner harten Bauchdecke und den ganzen inneren Verletzungen vom Kaiserschnitt. Das können zum Beispiel auch Muskelfasern sein, die da arg schmerzen, die eben verletzt wurden. Sowas heilt man normal mit konsequenter Schonung, was auch schon lange dauert und am Bauch ja eigentlich kaum umsetzbar ist. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass das einfach echt lange dauert, bis es geheilt ist.

    Ich würde Traumeel einmal versuchen. Sowohl als Tabletten als auch als Creme, da beides entzündungshemmend und gegen Hämatome hilft.


    Und brennende Narben - da kann auch ein Nerv verletzt sein. Hatte ich nach einer Leistenoperation auch einmal. Da half nur Tarantula gequaddelt. Jegliche schmerztherapeutischen Maßnahmen in der Uniklinik einschließlich Neuroleptika waren für die Katz, das Brennen war unerträglich. 3 x Quaddeln in umgebende Triggerpunkten im Hüftbereich haben es dann gebracht. Das ist über 10 Jahre her und es ist nie wieder Thema gewesen.

    Hallo zusammen, vielen Dank für eure Anworten.


    Also, Narbe sehe lt. Frauenarzt sehr gut aus, also nicht entzündet. Leicht keloid, aber ich habe eine furchtbare Narbenbildung, da sieht auch ein entfernter Leberfleck aus, als wäre ich an der Stelle groß operiert worden. Das habe ich inzwischen akzeptiert %:|


    Das Brennen kommt eigentlich "nur", wenn Stoff mit Druck drüber reibt - also leider fast immer bei normalen Hosen ohne Gummizug. Aber ist halt sehr unangenehm. mit der Tarantula werde ich mal googeln, das klingt interessant

    Hallo,


    ich schließe mich der Meinung an, dass ganze wäre psychisch; vor allem nachdem durch die FÄ bestätigt wurde wie gut die Narbe aussieht.


    Ich hatte in SW 42 einen Notkaiserschnitt und mehrere Monate danach noch Schmerzen. Mein Schwägerin hatte 3 Monate nach mir einen geplanten Kaiserschnitt, sie konnte nach 6 Wochen schon wieder auf dem Bauch schlafen, für mich undenkbar. Ich war bei einer psychologisch versierten Heilpraktikerin. Diese war auch der Meinung, mein Körper war durch den Not KS geschockt, der meiner Schwägerin darauf "Vorbereitet" Mir hat die psychologische Arbeit gut getan.


    Wie gesagt, auf die ärztliche Abklärung sollte keinesfalls verzichtet werden, aber das ist bei die ja geschehen.


    VG und baldige Heilung :)*

    Nun ja, von außen sieht die Narbe gut aus. Aber ob es Verwachsungen gibt, ob Nerven beschädigt wurden - das sieht man doch nicht mit einem Blick auf die Narbe? Korrigiert mich, wenn doch. Und gerade beim Thema Verwachsungen: Wenn ich zu keloiden Narben neige, wie ist dann sichergestellt, dass innen alles tip top aussieht? Mir ist das "das ist psychisch" irgendwie ein bisschen zu pauschal und schnell geschossen, wenn ich ehrlich bin. Auf dem Bauch kann ich übrigens schlafen, was die Narbe angeht, aber nicht mit den gefüllten Milch-Brüsten.


    Und ich kann mich irgendwie nicht überwinden, zu einem Heilpraktiker zu gehen. Eher noch zu einem Arzt, der traditionelle chinesische Medizin macht. Und bei einer Psychologin bin ich ja, allerdings schulmedizinisch.

    Zitat

    Nun ja, von außen sieht die Narbe gut aus. Aber ob es Verwachsungen gibt, ob Nerven beschädigt wurden - das sieht man doch nicht mit einem Blick auf die Narbe?

    Nein, kann man nicht. Und Vernarbungen können auch noch Jahre nach dem Kaiserschnitt auftreten. Vernarbungen können übrigens extrem schmerzhaft sein, vor allem wenn diese mit irgendwas verwachsen sind.


    Ich kann mir so kurz nach der Geburt nicht vorstellen, dass das psychomatisch ist.

    Meine Narbe hat mich auch sehr lange gestört, so dass ich fast 1 Jahr lang noch hauptsächlich die Schwangerschaftshosen getragen habe. Normale Hosen hab ich höchstens für ein paar Stunden ertragen.


    Von außen sah die Narbe übrigens immer gut aus, weil sie gut genäht war, aber das sagt überhaupt nichts aus. Es hat mir auch nicht wirklich weh getan, aber ich hatte starke Missempfindungen wenn Druck drauf kam. Heute sind noch ein paar Bereiche taub, aber mehr ist zum Glück nicht.


    Mir hilft übrigens das Narben Gel von Wala immer ganz gut. Ich neige leider extrem zu Verwachsungen und habe aber das Gefühl, dass das Gel das Gewebe zumindest etwas geschmeidiger macht.

    ich bekam durch einen pieks an einem Rosendorn Rheuma bzw. halt eine Autoimmuneerkrankung, die sich in Athritis aufzeigte. Neben der normalen Schulmedizin habe ich auch sonst alles probiert, was geht,


    u.a. war ich bei einer Zahnärztin, die meine Narben entstört hat, voll Voodoo... anscheinend gibt es diverse Narbenstörfelder, emotionale... und weiß der Kuckuck...


    sie hatte sich gewundert, dass meine Kaiserschnittnarbe kein Störfeld war. Ein großes Feld war eine Handnarbe, Brotmaschine; das war in der Zeit, in der ich die Infektion hatte, die zum Rheuma führte und auch sonst alles blöd lief.... viel Krankenhaus, Krücken gehen etc...


    auf jeden Fall war die Handnarbe eigentlich okay, also medizinisch, aber iwie habe ich sie immer gemerkt und geschmerzt hat sie auch. Ich hatte durch das Erlebnis und die heftige Wunde, die Behandlung danach etc.. einfach ein Trauma weg, was sich da iwie manifestiert hat.


    Die Ärztin meinte, die Narbe würde stören und hat sie entstört, einige andere auch. Ich weiß nicht, ob es letztendlich daran lag, dass die Arthritis besser wurde (kam nocih viel anderes dazu), aber der Narbe an der Hand ging es tatsächlich danach besser und heute weiß ich gar nicht mehr, wo die überhaupt war.....


    Meine Kaiserschnitte waren Wunschkaiserschnitte und ich habe mich danach super gefühlt.


    Meine natürlichen Geburten waren der Horror mit Dammschnitt, der mich monatelang außer Gefecht gesetzt hat und Scheidenrissen und -nähten.... allein der Gedanke an die Geburt bzw. die Zeit danach hat mir regelmäßig das Wasser in's Auge getrieben....


    rate mal, welche Narben noch entstört werden mussten?


    Eben die emotional schlecht besetzten - und NICHT der Kaiserschnitt, der eine Verletzung mit meinem Einverständnis dargestellt hatte... der sauber verheitle und mich nicht auf die Bretter geschickt hatte, im Vergleich zu den Spontangeburten.


    Vielleicht geht es Dir mit Deiner Narbe auch so?