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    Was schreibst Du noch? Lass bitte schnellstens eine Mammografie machen. Vorsorge rettet Leben und mit Abtasten kommt man gar nicht weiter!

    Eine Mammographie hilft da auch nicht unbedingt. Abtasten ist durchaus der erste Schritt, zumal sie ihn selbst ja bereits tasten kann. Dann Ultraschall und ggf. eine Mammographie, aber nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen. Allerdings: Ich wäre auch beim ersten Fühlen gegangen. Gut, ich bin vorbelastet durch Brustkrebs in der Familie, aber auch ohne dies sollte das abgeklärt werden. Es können auch schlicht Zysten sein. Bei mir war es übrigens ein Lymphknoten in der Brust. Ich hatte nicht mal gewusst, dass man da welche haben kann, geschweige denn dass sie so schwer von anderen Ursachen unterscheidbar sind. Ich kam dadurch in eine Diagnosespirale, die letzten Endes mehr Kummer verursacht hat als notwendig. Trotzdem ist Abklärung immer die bessere Wahl als abwarten.

    Eine Mammographie bei einer so jungen Frau ist meist nicht besonders aussagekräftig und das Gewebe ist zudem sehr strahlenempfindlich. Nur Ultraschall kann aber ein Fibroadenom nicht von Krebs unterscheiden. Aber der erste Schritt wäre Ultraschall und dann ggfls. MRT. Letztlich rate ich grundsätzlich bei einer kleinen Restunsicherheit immer zur Biopsie unter Ultraschallkontrolle. Damit hat man dann wirklich Sicherheit.

    Du hast schon seit "einigen Monaten einen Knubbel in der Brust" - und machst dir keine Gedanken?


    Donnerwetter, das nenne ich mal mutig ... oder nein, eher uninformiert! Noch nie was von Brustkrebs gehört - 1 von 10 Frauen ist hierzulande davon betroffen.


    Auch wenn es was ganz harmloses ist, was ich dir natürlich wünsche, so musst du das doch sofort abklären lassen!


    Besser einmal zuviel zum Gyn als einmal zuwenig!

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    Die Fibroadenome grenzen sich stark vom Fettgewebe ab und lassen sich gut mit den Fingern verschieben! Wäre also noch ein Indiz dafür. Bei bösartigem Gewebe ist das nämlich nicht der Fall.

    ...mein Brustkrebs, der vor 1Monat operiert wurde, liess sich BESTENS verschieben - und wurde zum Glück durch die routinemässige Mammographie im Frühstadium entdeckt. Wenn ein Brustkrebs TASTBAR ist, hat er das Frühstadium meist schon hinter sich und ist zu Kirschengrösse gewachsen.


    Nimm' Dir zu Herzen, was Dahliengarten schrieb.

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    Ich kam dadurch in eine Diagnosespirale, die letzten Endes mehr Kummer verursacht hat als notwendig. Trotzdem ist Abklärung immer die bessere Wahl als abwarten.

    Finde ich auch. In meinem Fall hätte ich bestens mit einem "falsch-positiven" Resultat umgehen können und wäre niemandem gram gewesen wegen "Diagnosespirale".

    Ich schließe mich Grauamsel an.


    Im übrigen war mein Fibroadenom nicht verschiebbar und unscharf begrenzt. Erst die OP brachte hier Klarheit.


    Der Brustkrebs bei meiner Mutter dagegen war gut verschiebbar.


    Darauf sollte man sich also nicht verlassen.

    Abtasten, Ultraschall? Für eine Bekannte fühlte sich vor 2 Jahren ihre eine Brust "irgendwie anders" an. Also ging sie zum Gyn, der abtastete - ohne Befund. Weil ihr das komisch vorkam ließ sie in der Uniklinik eine Mammografie machen. 7 Knoten in beiden Brüsten, ein Jahrhundertbefund, wie die Ärztin an der Klinik sagte und ihr eine sofortige OP anbot. (Die Frauenärztin meiner Frau meinte dazu, dass die Brust mit 7 Tumoren schon am Faulen gewesen sein muss). Doch sie hatte davon immer noch nicht genug und ließ sich in einer kleinen Klinik ohne gültiges Brustkrebszertifikat weiter behandeln. Nach Biopsie nahmen die ihr dort in 4 Operationen beide Brüste ab (zuerst jeweils brusterhaltend, dann beidseits Totaloperation) und jedesmal mit "blutiger Entlassung" nach 3 Tagen. (Das Krankenhaus rechnet pro Entlassung ab und kann somit 4 Fälle berechnen.) Jetzt ist sie wieder bei ihrem alten Gyn mit business as usual.


    Warum soll eine Frau - hier die TE - etwas anderes probieren und damit Zeit verlieren, als es die Uniklinik oder ein Brustkrebszentrum machen würde? Krebs ist nur bei der allerbesten Therapie heilbar!

    Auch ich kann mich dem nur anschließen, mein Brustkrebs war auch verschiebbar. Über einen falsch positiven Befund und die Untersuchungsspirale hätte auch ich mich nicht geärgert, aber ich hätte Gewissheit gehabt das wirklich nichts ist, aber es hat nicht sollen sein.


    Finde es auch ganz schön fahrlässig zu raten lass es sein mit den Untersuchungen, frei nach dem Motto du bist zu jung und da kann nichts sein, im Zweifelsfalle würde ich da eine Zweitmeinung einholen und zwar spätestens da in einen zertifizierten Brustzentrum, denn die kennen sich damit bestens aus. Dann mal Daumen drücken für einen langweiligen Befund das alles gut ist. Wie hast du dich denn nun entschieden und welche Schritte unternimmst du zur entgültigen Abklärung?

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    Auch ich kann mich dem nur anschließen, mein Brustkrebs war auch verschiebbar.

    Hmm ok, das wusste ich nicht. ??? Drei verschiedene Ärzte haben mir das so erklärt, aber danke für die Korrektur. :-)

    Das kann man nicht pauschal sagen. Meine Oma hatte einen recht großen gut in der Sonographie sichtbaren Tumor. Das war dennoch ein brusterhaltend operierbarer Krebs, der nicht gestreut hatte.


    Bei meiner Mutter war der Krebs weder bei Sonographie noch Mammographie sichtbar. Trotzdem hatte er schon Lymphknoten befallen und die Brust musste samt Brustmuskel entfernt werden.

    Da der Knoten Tastar ist aber nicht sichtbar ist in der Bildgebenden Darstellung, könnte es sich evtl. um ein lobulären Tumor handeln, deshalb wurde ich ein 2. Mal brusterhaltend operiert und man sagte mir das die Tumorausbreitung weit größer war als in der Mammo und Sono sichtbar. Dies soll wohl für diese Art von Tumor nicht ungewöhnlich sein das man ihn nicht so gut sehen kann, da dieser Tumor sich iwie versteckt.


    Ob der Tumor sich im Frühstadium befindet wird sich nach der so genannten Tumorformel entschieden, das kann man so pauschal nicht sagen.


    Wie geht es deiner Mama? Wie wird sie behandelt?