Mammograpie oder Ultraschall

    Hallo zusammen,


    ich möchte einfach ein paar verschiedene Meinungen hören: Vergangenes Jahr war ich bei der Frauenärztin zur Krebsvorsorge. (Brust- und Unterleib) Alles war in Ordnung. Beim Gehen bekam ich noch eine Überweisung für die Radiologie zur "Mammografie ggf. Sonografie". Meine telefonische Nachfrage in der Praxis: Ab einem Gewissen Alter (bin jetzt 46) würde die Ärztin generell die Überweisungen mitgeben, weil viele Patientinnen dort hin möchten. Wenn ich nicht will, könnte ich die Überweisung ja entsorgen. Als Diagnose war angegeben "Mastodynie". Dr. google sagte mir, es wären schmerzende Brüste, oder Brustwarzen. Beides hatte ich nicht, (habe überhaupt keine Beschwerden) also habe ich die Überweisung entsorgt. Nun war ich wieder zur Kontrolle. Die zweite Ärztin in der Praxis sprach mich auf die Mammografie an. Als ich ihr erklärte, dass ich nicht war, da ich ja keine Beschwerden hatte, erklärte sie mir, dass so ab 40 man besser schon mal hinsollte, sie würde jetzt einfach in der EDV vermerken "Patientin war noch nicht, da Beschwerden wieder besser" . Ich habe ihr dann nochmal erklärt, dass ich keine Beschwerden/Schmerzen hatte. Sie hat mir jetzt wieder eine Überweisung mitgegeben, falls ich doch gehen wollte...


    Ich bin jetzt am Überlegen, ob ich nun hingehen soll, aber nur den Ultraschall machen lasse.


    Was würdet ihr tun? OHne Beschwerden eine Mammografie machen lassen? Es ist ja doch nicht so angenehm.

  • 26 Antworten

    Nach einem falsch-positiven Befund kommt die Entwarnung - das muss himmlisch sein! Ich hatte einen richtig-positiven Befund und war so dankbar, dass der Krebs im Frühstadium erkannt wurde. Seit den Wechseljahren gehe ich alle 2 Jahre zur Mammographie und hatte immer negative Befunde. Ohne Vorsorgeuntersuchung läge ich jetzt auf dem Friedhof und würde die Blümchen von unten anschauen.

    Ich finde es gut das deine FÄ dich schon so zeitig zur Mammographie schicken da normaler Weise diese Untersuchung erst ab dem 50 Lebensjahr alle 2 Jahre statt findet. Da aber häufig jüngere Frauen schon an Brustkrebs erkranken ist es gut das du so vorsorgliche FÄ hast, kannst du dich wirklich glücklich schätzen, denn frühzeitig festgestellter Brustkrebs ist gut behandelbar.


    Sicher kann es passieren das man mal etwas sieht was dann auch per Ulltraschall und gegebenenfalls per Biobsie abgeklärt wird, wenn sich dann herausstellt das nichts ist, ist es doch umso schöner und du bist auf der sicheren Seite. Also lieber einmal uviel als zu wenig geguckt.

    Gnumsel, oh je. Meine Sorge wäre ein falsch positiver Befund, der dann überflüssigerweise behandelt wird. :-( Im Moment vertraue ich noch auf die Ultraschalluntersuchung beim Frauenarzt. Kann aber sein, dass ich meine Meinung irgendwann ändere.

    Mammographie ist nicht wirklich schlimmer als ein Ultraschall. Ich nehme seit einigen Jahren jährlich meine Mammographie-Untersuchung wahr. Ich bin noch keine 50.


    Das eigentliche Röntgen dauert maximal 10 Minuten - pro Brust einmal horizontal und dann vertikal. Der Druck ist nicht größer als der, den du auf deine Brust ausübst, wenn du deine Brust zwischen beide Handflächen platzierst und normal fest zusammendrückst. Die Radiologin hilft einem meist auch bei der Positionierung, danach heißt es kurz Luft anhalten pro Bild. Fertig.


    Bei meinen Mammographien war der Raum bis jetzt immer sehr schummerig beleuchtet. Ich bekam ein entsprechendes Patentien-Oberteil, das sich leicht öffnen lässt. Ich frage aber immer, ob ich es Röntgenbereich ganz ausziehen kann — ist einfacher und die Radiologin sieht täglich genügend Brüste, um das peinlich zu finden.


    Meist lasse ich mir einen Termin geben, wenn es in der Klinik eher ruhig zugeht: z. B. Samstagnachmittag.


    Wichtig: Vorher kein Deo unter den Achseln Aufträgen oder ein Feuchttuch mitnehmen und vor der Untersuchung, die Achseln sauberwischen (liegt eventuell sogar in der Umkleidekabine bereit).


    Ich hatte anfänglich auch Manschetten vor der Untersuchung, weil ich mich noch an die Horrorgeschichten, die ich vor 20–30 Jahren von Frauen über ihre Mammographie gehört habe. Umso angenehmer war ich überrascht, als es überhaupt nicht wehtat und die Radiologin so nett war.

    Nachtrag: Die Radiologen, die hier die Mammographien durchführen, haben mir gesagt, dass man im Falle einer augenscheinlichen Auffälligkeit, umgehend einen Termin zu einem erneuten Mammogramm bekommt. Der nächste Schritt wäre wohl eine Biopsie, wenn das Mammogramm immer noch auffällig ist.

    Die meisten(nicht alle) gesetzlichen Kassen zahlen die vorsorgliche Mammografie ab 50. Da du erst 46 bist, muss deine Ärztin ggf. den Kniff mit der Mastodynie (oder einer anderen Diagnose) anwenden, um dir diese Untersuchung zu ermöglichen. Kann man gut finden oder unangebracht, aber es war vermutlich einfach nur nett gemeint.

    Ich bin 45 und habe relativ grobes Drüsengewebe; meine Gyn hat mir daher neulich auch diese Überweisung gegeben (nach Ultraschall, wo sie nur die altbekannte Zyste fand). Soll heißen, dass sie sich den Ultraschall nicht gespart hat, aber einfach noch die Mammographie vorschlug. Ich soll mich da auch nicht stressen und sie sagte klar, dass sie das ab 45 häufiger veranlasst. Aber es ginge nur mit der "Mastodynie" auf der Überweisung, weil die Kassen die Kosten erst ab 50 übernehmen.


    Ich werde wohl demnächst mal gehen; habe mich aber auch noch nicht gekümmert.

    @ Jeri

    Bei mir war der Ablauf so:


    1.Mammographie... die der Radiologe unmittelbar begutachtete und "etwas Seltsames" (=schonendes Vokabular ;-) ) feststellte.


    Dann folgte, gleich danach,


    2.Ultraschall... wo der Radiologe sagte, dass es "etwas Übles" sein könnte. Er zeigte mir die Stelle, sagte, was an dem Winzling auf "Übles" hindeutete - und da sah sogar ich als Laie, dass da etwas ganz Anderes ist, als das übliche Geknote (wie bei Sunflowerchen) in der Brust.


    Der Radiologe machte mir gleich die


    3.Biopsie. Weil ich schon Biopsien hatte (wegen dem Geknote), fragte ich, warum er DIESEN Aufwand betreibt. Die Antwort war: -Wenn wir ein Karzinom VERMUTEN, machen wir die Biopsie auf die Weise. Damit nichts streut, wenn wir die Nadel rausziehen.


    Zwei Tage später kam der Befund: Mammakarzinom, Frühstadium, Krebs östrogenabhängig.


    Eine Woche später war ich operiert.


    Dann Bestrahlungen und nun Therapie 5 Jahre lang mit Östrogenhemmer.


    Der Pathologe hatte im Operationsmaterial Zellen von ZWEI verschiedenen Krebsarten gefunden. Auch das gibt es!


    Inzwischen fühle ich mich gesund und fit - aber es dauerte...

    Ach ja: und seitdem missioniere ich, dass sich möglichst alle Frauen dem (relativ unangenehmen) Mammographieprozedere unterziehen. Dank dem Zufallsbefund kann ich mich noch des Lebens erfreuen.


    Das ist auch der Grund, warum ich hier mitschreibe.

    Trotz des Nutzens gibt es aber trotzdem Nachteile. Einer sehr jungen Frau würde ich nicht aus reinen Sicherheitsgründen dazu raten, sich jahrzehntelang alle 2 Jahre aus reinem Sicherheitsbedürfnis röntgen zu lassen.

    Schon richtig, man muss Nutzen und Risiken abwägen. Dazu kommt noch, dass nicht jede Brust für die Mammographie geeignet ist. Ich z.B. hatte winzige und sehr dichte Brüste. Mein Brustkrebs z.B. wurde im CT (im Zuge einer Ösophagus-Untersuchung) und im Ultraschall erkannt, nicht aber bei der anschließenden Mammographie.

    Ich kann Gnumsel nur zustimmen und bestätigen ohne Mammographie würde ich heute wahrscheinlich auch nicht mehr leben.

    @ Mutterseit2007

    Ich denke du hast eine gute Entscheidung getroffen. Ich wünsche dir von ganzem Herzen das alles in Ordnung ist. Danach kannst du auch entscheiden ob du bis zu den regülären Untersuchungen wartest oder doch schon vorsorglich jährlich die Untersuchung in Anspruch nimmst. :)* @:)