Sooo... ich habe die Tasse da und da ich gerade am 3. Tag der Blutung bin (dh es läuft kaum was; morgen oder übermorgen kommt immer nochmal ein letzter Schwupp hinterher), habe ich direkt einen Praxistest gestartet.


    Ich habe eine Lunette 1. Da ist unten ein recht langer Stiel dran.


    Zunächstmal setzte ich sie ein und war irritiert über die Geräusche. Von denen hatte noch keiner gesprochen. Sie matschte und quatschte bei mir ziemlich laut umher. Dann fiel mir auf, daß fast der gesamte Stiel unten rausschaute und ich pulte sie mir lieber nochmal raus, weil das meiner Meinung nach auf eine zu tiefe Position hindeuten müßte (?).


    Beim erneuten Einsetzen ("matsch quatsch mompf") ging sie erstmal neben den Muttermund und nach etwas mehr Herumgeprokele setzt sie sich auf ihn drauf. Momentan hängt sie quasi an dem Gebärmutterausgang fest. Das ist nicht so ganz die richtige Position, oder? Ich meine... das Blut wird so zwar gut aufgefangen, aber auf den Bildern sah es eher aus, als solle sie weiter unten an den Vagina-Wänden andocken als dort oben. Ach ja... der Stiel schaut weiterhin ca 1cm weit hinaus.


    Sollte ich sie nochmal umbauen? Stiel abschneiden?

    Zitat

    Das ist nicht so ganz die richtige Position, oder?

    Wenn das Blut reinläuft und Du keine Schmerzen oder unangenehmen Empfindungen hast, würd ich das mal als die optimale Position beschreiben. Auf Schaubilder u.ä. würd ich da nicht zu viel geben.


    Geräusche beim Reinmachen gibts bei mir gar nicht. :-D Manchmal fühl ich innerlich das Aufploppen, aber das ist halt mehr Gefühl als Geräusch. Beim Rausmachen manchmal, wenn ich einfach nur Stur am Stiel ziehe. Aber wenn ich dabei mit dem Beckenboden "drücke" (weiß nicht, wie ich das beschreiben soll), gibts eig. keine Geräusche mehr. Hast Du mal versucht, die Tasse beim Rausnehmen zusammenzudrücken? Dann dürfts ja nicht mehr schmatzen. ;-D

    Ich schieb meine Tasse immer über den Mumu drauf, das passt mir am besten. Wenn du die Tasse so nicht merkst, isses doch super. Wenn der Stil dir zu lang so ist – einfach kürzen.


    Beim Einsetzen hab ich weniger Geräusche, aber beim rausziehen (weil ich eben nur ziehe und drehe ^^) höre ich wie sich der Unterdruck löst...

    Es ziept ein bisserl im Bauch, vermutlich weil jetzt halt ein paar Gramm Silikon unten an der Gebärmutter hängen. Weh tut es aber nicht. :-)


    Gut, dann stimmen die Schaubilder also nicht. Auf dem Schaubild in der Gebrauchsanleitung sieht es fast so aus, als solle das untere Ende der Tasse unten rausschauen. Oder vielleicht wird dort einfach auch nur ein Fingerhut-großes Tässchen eingesetzt, damit es besser ausschaut. Hmm. Oder ich bin einfach etwas kleiner gebaut als das Schaubild.


    Das Unterdruckszischen bei der Entnahme hatte ich auch. Sie "spricht" aber auch beim Einsetzen, während sie sich eine ihr genehme Position sucht oder ich sie nochmal umherschieben muß, damit der Muttermund nicht daneben sitzt. ??? Hihi. :-)

    Hm, der erste Klogang mit Tasse war gewöhnungsbedürftig. Ich traute mich nicht so recht, mich zu entspannen, also dauerte das Pischen ziemlich lange. (Kam mir schon vor wie mein Struvitchen-Kater, der tröpfelt manchmal auch nur...). Trotzdem wanderte die Tasse ein wenig nach unten und ich mußte sie also neu einsetzen.


    Das Problem ist also, daß das Blut/Schleimgemenge ja noch am Muttermund herumhängt, aber auch schon in der Tasse angekommen ist. Dh. es gibt einen roten Schleimfaden, der an die Finger pappt.


    Gewöhnungsbedürftig, daß man also ein paar Stücke Klopapier zum Entfernen eines Mens-Gerätes braucht.


    Ansonsten finde ich es bisher prima. :)^

    Achso ^^ Also ich mach das einfach immer während ich auf dem Klo sitze. Wenns dann kleckert, gehts auch direkt ins Klo, wo ich mir keine Gedanken drum machen brauch. Da zieh ich dann einfach die Tasse etwas schräg raus und kipp den Kram dnan weg wenn sie ganz draußen ist. Falls noch ein Schleimfaden dranhängt wische ich den wie gesagt am Scheideneingang ab.

    Wenn ich das richtig sehe, dreht sich die Diskussion inzwischen eher um Erfahrungsberichte und die Handhabe im Detail und weniger um allgemeine Vorbehalte. Man könnte sagen, die Menstruationstasse ist bei med1 inzwischen etabliert. Finde ich an sich prima, da umweltfreundlich und für die Schleimhaut sicher gesünder als Tampons. Ich sehe die Vorteile! Wenn es euch nicht stört, würde ich aber gerne nochmal auf das Thema Ekel zu sprechen kommen, weil es mich beschäftigt.


    Kann es mir selbst nicht recht erklären, da ich bislang der Meinung war, ein ziemlich gutes Verhältnis zu meinem eigenen Körper und dem weiblichen im Allgemeinen zu haben. Ekel kannte ich bis dato nicht, sogar Oralverkehr während der Menstruation stehe ich offen gegenüber. Und trotzdem, ich weiß nicht warum, wird mir irgendwie schwummrig bei dem Gedanken, das Menstruationsblut in einem kleinen Cup zu sammeln und dann auskippen zu müssen. Ich schwächle sonst nicht, wenn ich Blut sehe, schaue sogar bei Blutabnahmen direkt zu und kann Wunden versorgen, Nasenbluten etc. alles kein Problem. Aber so gerne ich das mal testen würde mit den Tässchen, irgendwie bringe ich es nicht über mich, mir wird ganz flau.


    Hatte eine von euch anfangs ähnliche Gefühle und haben die sich mit der Zeit bzw. nach der ersten Anwendung vielleicht gelegt? Würde mich wirklich ehrlich interessieren!