Myomentfernung, Medikamente vorher

    Hallo,


    kann mir jemand was zu einer Myomentfernung und die Medikamente, die man vorher nehmen muss, sagen?


    Ich soll 3 Monate lang etwas nehmen, damit das Myom kleiner wird. Wenn ich mich richtig erinnere, meinte der Arzt, es wäre der Pille ähnlich, die ich nehme, nur eben höher dosiert (ich nehme Velafee bzw. Valette).


    Haben diese Medikamente Nebenwirkungen? Werde ich in der Zeit Blutungen bekommen (nehme die Pille zur Zeit im Langzyklus). Habe bald den Termin beim Frauenarzt und wollte mich vor Beginn der Behandlung nochmal umhören. Der Frauenarzt meinte, wahrscheinlich werde ich keine Blutungen während der Einnahme haben und Nebenwirkungen meinte er, wären auch nicht so schlimme zu erwarten... Hat hier jemand Erfahrung damit?


    Wie läuft es dann, wenn die OP stattfindet. Medikament wird abgesetzt und dann bekommt man direkt die Blutung? Kann ich dann direkt die Pille weiternehmen? Die Pille nehme ich wegen starker Stimmungsschwankungen, ich habe eh schon mit Depressionene zu kämpfen und die Schwankungen sind somit nicht bzw. kaum vorhanden.

  • 12 Antworten

    Wenn du den Namen noch zusammenbekommst (kannst ja den Arzt zwischendurch anrufen) kannst du die Packungsbeilage googlen und in Ruhe durchlesen. Da stehen alle potentiellen Nebenwirkung inklusive Häufigkeit aufgeführt.

    Ich denke auch, dass es um Esmya geht.

    Zitat

    Wenn ich mich richtig erinnere, meinte der Arzt, es wäre der Pille ähnlich, die ich nehme, nur eben höher dosiert (ich nehme Velafee bzw. Valette).

    Esmya unterdrückt nur die Produktion von Progesteron. Aus diesem Grund darf es nur über einen Zeitraum von 3 Monaten am Stück genommen werden. Unter diesem Medikament baut sich die Schleimhaut in der GM stärker auf, weil weiterhin Östrogen gebildet wird und die Blutungen im Allgemeinen völlig ausbleiben.


    Diese Schleimhaut muss nach den 3 Monaten abbluten. D.h. Du kannst anschließend nicht gleich wieder mit der Pille draufhauen.

    Zitat

    Wie läuft es dann, wenn die OP stattfindet. Medikament wird abgesetzt und dann bekommt man direkt die Blutung?

    Die Blutung setzt oftmals erst nach einem Zyklus ohne Esmya ein.

    falls es sich um esmya handelt, kann man hier erfahrungsberichte lesen: http://www.sanego.de/Medikamente/Esmya/


    die erfahrungen reichen von kaum nebenwirkungen bis hin zu starken nebenwirkungen, ebenso die wirksamkeit: bei manchen schrumpfen die myome deutlich, bei anderen gar nicht.


    der wirkstoff der esmya ist der gleiche wie bei der ella one, der pille danach:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Ulipristalacetat


    mit welcher methode sollen denn deine myome entfernt werden, bzw. wie groß sind sie? hat der arzt das irgendwie begründet, warum du vorher medikamentös behandelt werden sollst und nicht gleich operiert wird?

    Ok, danke schonmal.


    Das Myom ist ca. 4x4 cm und es soll endoskopisch entfernt werden.


    Mein Arzt meint, dass es fast immer so gemacht wird, erst Medikament, dann OP. Zumindest rät er es mir, damit es ein möglichst kleiner Eingriff bleibt... Bei der Größe ist es ja sonst nicht mehr per Endoskopie möglich oder?


    Wollte jetzt nicht unbedingt nochmal den Arzt wechseln, meine Ärztin zuvor hat mir immer nur gesagt, da müsse nichts gemacht werden %-|


    Da ich aber nicht zu 100% ausschließen kann, dass ich nicht vielleicht doch noch schwanger werden möchte, hat mir mein neuer Arzt geraten, es entfernen zu lassen. Und im Bekanntenkreis hab ich jemanden, bei der ein lange unauffälliges Myom plötzlich extrem gewachsen ist, so dass die komplette Gebärmutter raus musste... Daher habe ich mich eigentlich schon für die Operation entschieden, allerdings vor der Medikamenteneinnahme Respekt. Nächste Woche kann ich mehr zu dem Medikament sagen. Ich meine, dass der Arzt von Gestagen sprach...

    das myom macht derzeit also keine probleme (schmerzen, starke blutungen)?


    dann finde ich den ansatz deiner vorherigen ärztin gar nicht so falsch, muss ich sagen.


    ok, falls du schwanger werden möchtest besteht durch die schwangerschaftshormone die gefahr, daß das myom dann stark wächst.


    wenn du es operativ entfernen lassen möchtest würde ich auf jedenfall dazu raten eine zweitmeinung von einem gynäkologen einzuholen, der auch operiert. immerhin ist das schon ein eingriff mit narkose und allen damit verbundenen risiken.


    endoskopisch können auch größere myome entfernt werden, wobei es da auch etwas auf die lage ankommt. daß man vorher immer esmya bekommt stimmt so nicht (oft wird probiert, damit einen operativen eingriff ganz zu verhindern, oder riesige myome soweit zu schrumpfen, damit sie ohne gebärmutterentfernung operiert werden können- bei dir ja beides nicht der fall)- und ehrlichgesagt würde ich mir, nachdem du schreibst, daß du zu stimmungsschwankungen/depressionen neigst die einnahme von esmya auch sehr genau überlegen (ist immerhin eine nebenwirkung, die von vielen frauen berichtet wird). bzw. genau vorher fragen, was der arzt sagt, was du tun sollst, wenn nebenwirkungen auftreten.

    Zitat

    Mein Arzt meint, dass es fast immer so gemacht wird, erst Medikament, dann OP.

    Mir wurden 2013 zwei große Myome entfernt. Das Eine (7x4 cm) musste komplett vom Bauchraum her aus der Gebärmutterwand geschält werden; die Gebärmutter wurde dazu komplett gespalten. Selbst das ging endoskopisch. Das andere war mit 4x4 cm kleiner und konnte im Rahmen der ergänzenden Ausschabung entfernt werden.


    Eine Hysterektomie stand trotz meiner 41 Jahre nicht nur Diskussion. Und ich hatte extrem heftige Blutungen (Endometriose wiurde bei der OP auch noch erkannt...).


    Wichtig wäre m.M.n., dass der Eingriff von einem erfahrenen Chirurgen vorgenommen wird. Also nicht ein Gyn, der einen Tag pro Woche mal ein paar OP's macht, sondern jemandem, der täglich operiert.

    Das Myom liegt wohl sehr günstig, so dass er meint, es wäre ein kleiner Eingriff, wenn das Myom dann noch kleiner geworden ist, wäre es sehr unkompliziert.


    Ich bin gerade echt unsicher. Ich mache mir schon seit einem Jahr Gedanken darüber und habe mich letztendlich zur Entfernung entschieden. Eigentlich. Gerade bin ich mir nicht mehr so sicher.


    Schwangerschaft ist eigentlich momentan kein Thema, nur möchte ich es nicht vielleicht in zwei Jahren bereuen... Ich gehe auch auf die 40 zu, also wäre dann auch nicht mehr viel Spielraum... Der Arzt meinte, es könnte durch das Myom zur Fehlgeburt kommen, muss aber nicht. Er hat mir halt zur Entfernung geraten, wenn ich eventuell doch noch mal schwanger werden möchte. Aber aufgrund meiner psychischen Verfassung und momentan partnerlos, weiß ich eben nicht, ob das überhaupt in Frage kommt. Wie gesagt, nehme ich die Pille auch nur um die zyklusbedingten Schwankungen zu vermeiden (und auch wegen erhöhter männlicher Hormone und Zysten, wobei sich das wohl auch gebessert hatte).


    Der Arzt macht zwar selber auch ambulante Operationen, dies würde aber ein anderer Arzt in einer Klinik machen. Er hat mir mehrere Kliniken empfohlen, dort habe ich mich noch nicht erkundigt. Ich möchte jobmäßig nicht ausfallen, daher bin ich an die Schulferien gebunden und da muss ich halt dann wegen der drei Monate Einnahme etwas planen. Ich schätze meinen Arzt schon als sehr erfahren ein, zumindest, das was ich von ihm gehört habe und im letzten Jahr selber erlebt habe bei ihm.


    Meine Ärztin vorher hat halt wohl ungenau gemessen, sie hat mir immer gesagt, dass das Myom nur ca. 1,5 - 2 cm groß ist. Der Doc meint, es ist unwahrscheinlich, dass es innerhalb der kurzen Zeit zwischen letztem Termin bei ihr und erstem Termin bei ihm soviel gewachsen ist. Im letzten Jahr hat es sich auch nicht mehr verändert.


    Ich glaube, ich warte den Termin jetzt einfach nochmal ab nächste Woche. Habe gerade so meine Zweifel. Möchte nicht durch die Medikamenteneinnahme meine gerade recht stabile psychische Verfassung gefährden... Werde das nochmal mit ihm besprechen. Lieber wäre mir eine Entfernung ohne die Medikamente vorher, sonst lass ich es vielleicht doch lieber bleiben..

    Dann frag' kritisch nach, ob es nicht auch ohne Medikation ginge - und welche Risiken OP-technisch damit verbunden sind. Wie gesagt, bei mir ging es gebärmuttererhaltend mit zwei Myomen auch recht problemlos. Einzige Konsequenz ist, dass im Falle einer Schwangerschaft die Gebärmutternaht überwacht werden muss und ein Kaiserschnitt indiziert ist. Schwangerschaft war für 6 Monate tabu im Anschluss.


    Daher: Auch wenn momentan partnerlos: Das kann sich schnell ändern! (Ich hatte mit 41 aufgeben und dann kam der "Traumpartner"!) Wenn man dann erst die OP angeht und dann noch warten muss, ist es vielleicht auch ungünstig.


    Die Hormonskepsis kann ich nachvollziehen. Ich bin absolut nicht anti eingestellt, aber ich reagiere mit massiver Überlkeit auf viele Hormone, so dass eine längere Behandlung ggf. auch problematisch geworden wäre.

    ich würde das auf jedenfall auch mit dem operierenden arzt besprechen, wenn es ein anderer ist, als der, bei dem du jetzt bist. die haben oft eigene vorstellungen und vorgangsweisen.