**Liebe Grauamsel,**


    auch von mir alles Gute für die Op.


    Das geht ja recht flott bei Dir. Bei uns wartest Du ohne Dringlichkeit ca. 7 Monate auf ein Bett. Bei mir, mit Dringlichkeit hat es 4 Wochen gedauert. Ich war sozusagen auf Abruf, aber da es zwischendurch immer wieder richtige Notfälle gab, die "von der straße" kamen, blieb es bei meiner 4 wöchigen Wartezeit.


    Heute, 15 Monate nach der Op kommt es mir alles sehr weit weg vor.


    Viele liebe Grüße und ein paar :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)* für Dich

    Danke für Eure guten Wünsche.

    Zitat

    Bei uns wartest Du ohne Dringlichkeit ca. 7 Monate auf ein Bett

    Bist Du aus Deutschland? Dann können wir uns hier in der Schweiz freuen! Denn ab Januar 12 übernehmen "wir" weitgehend das "deutsche Modell" - die Versicherer freuts, denn die versprechen sich Kosteneinsparungen - die Versicherten freuts gar nicht... eben wegen der "Begleiterscheinungen", als da sind Wartezeiten für Operationen, Knatsch wegen jeder Therapie, und die Aussicht auf noch weniger Pflegepersonal, welches noch mehr am Anschlag arbeiten muss...

    Zitat

    das du dich gut erholst und schnell wieder auf die Füße kommst

    ich hoffe, dass das so ist. Bisher war es immer so; ich bin eine Stehaufamsel.

    Alle Voruntersuche sind erledigt und die Befunde in Ordnung... Meine Taschen sind gepackt; morgen rücke ich ein und am Donnerstag werde ich operiert. So, wie die Sachlage jetzt ist, werde ich eine Woche bleiben müssen - macht auch nichts, ich lasse mich gerne verwöhnen...

    @ ALLE

    Hallo beisammen! Es gibt Neuigkeiten: ich konnte schon am Samstag nach Hause - und bis heute habe ich quasi durchgeschlafen und war ein "pflegeleichtes Baby": essen + schlafen + ab und zu ein bisschen bespasst werden...


    Es gab eine Spinalanästhesie und gleichzeitig wurde mir auch eine Schmerzmittel-Leitung gelegt. Nach der Op konnte ich - wenn die Schmerzen überhand nahmen - auf einen Knopf drücken und bekam eine "Extraladung" Schmerzmittel. Ansonsten floss ständig ein gelbes Rinnsal eines Schmerzmittelmix durch ein haardünnes Schläuchlein in meinen Rücken. Auf den "Alarmknopf" musste ich innerhalb von 24Stunden nur 1x drücken.


    Am Freitagmorgen kam zuerst der Schmerzmittelkathether raus und der Urinkathether ein paar Stunden später, als feststand, dass ich nicht inkontinent* bin und die Resturinmenge nach dem Wasserlösen 3x nur 1dl war. Dieser Kathether kam oberhalb des Schambeins heraus, und nicht mehr aus der Harnröhre, wie bei meiner ersten derartigen Op. vor 36Jahren. Das Herausziehen vom Kathether war kaum zu spüren, was mich SEHR erstaunte.


    Wieder ein paar Stunden später kam die Infusion raus und ich durfte am Samstagmorgen nach Hause. Ich hatte - gemäss Arzt - einen "Bilderbuchverlauf" dieser Operation, deshalb der frühe Entlassungstermin.


    *Es kann vorkommen, dass nach der Operation eines Blasenvorfalls, eine Inkontinenz erst manifest wird, und zwar deshalb, weil es möglich sein kann, dass der Blasenverschluss durch den Blasenvorfall entsteht und nicht mehr auf normale Weise.


    Zur Narkose möchte ich noch sagen, dass ich keinerlei Opiate und deren Abkömmlinge vertrage und deshalb eine etwas unkonventionelle Anästhesie hatte. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die "Schmerzmittelleitung" nicht üblich.


    Und jetzt? Ich habe kaum noch Schmerzen - ausser beim Niesen und Husten und beim Stuhlgang. Das lästige Gefühl, dass mir die "Innereien" unten rausfallen ist verschwunden und die nächsten 6Wochen darf ich nicht mehr als 4kg tragen. Das lässt sich gut machen, habe ja keine kleinen Kinder mehr und meine Meeris wiegen je bloss 1kg...


    Danke Euch allen, die Anteil genommen haben.


    MUT machen möchte ich zwei Userinnen, die mir eine PN geschrieben haben, dass sie die fällige Operation auch machen lassen. Es war "ein Klacks" - vor allem, wenn ich mit der Op. von vor 36 Jahren vergleiche.

    Amselchen,


    schön dass Du an uns denkst!


    Kommst Du zurecht? Schonst Du Dich auch ausreichend?


    Ja es ist eine wunderschöne Gegend, dass muss ich als Zugezogene schon zugeben.


    Im September sind wir dann hoffentlich fit wie Turnschuhe!


    Mich plagt meine Blase sehr, trotz Antibiose ist immer Blut im Urin und das Senkungsgefühl stoppt mich aus.


    Liebe Grüße!!

    @ Nixe

    Du WOHNST im Schwarzwald - das ist wie ein 6-er im Lotto!


    Ja, ich komme gut zurecht, weil mein x:) pensioniert ist und gut zu mir schaut. Ausreichend schonen tue ich mich deshalb, weil ich dermassen müde bin, dass ich freiwillig viel liege.


    Und beruflich habe ich sowieso einen "Schokoladenjob", wie ich an anderer Stelle schon schrieb.


    Wie geht es DIR??? Ich vermute (und hoffe, die Vermutung bewahrheite sich nicht), dass es mir womöglich besser geht als Dir. Magst Du schreiben, wie es weiterging bei Dir?

    Amselchen.....


    grüße Deinen braven Mann von mir!


    Was haben wir doch Glück mit unseren "Kärls" !!


    ich habe gerade kurz etwas im anderen Faden geschrieben.... da kannst Du mal drüberlesen...


    morgen bin ich dann wieder in der Uni, ich kämpfe noch immer...


    Abends tippere ich dann wieder :-)


    *winke *

    @ Nixe

    ich habe den "anderen Faden" gefunden und Deinen Beitrag gelesen. Lass Dich drücken, Ärmste :°_


    Weil Du jetzt an einer Uniklinik bist, hoffe ich, dass Du endlich von kompetenten Fachleuten ernst genommen und kompetent behandelt wirst.@:)

    Amselchen..


    heut war ein recht guter Tag!


    Ich kam zwar gewaltig in den Regen und musste barfuß laufen (Um meine geliebten Schuhe zu schonen), aber ich war 5 Stunden am Stück auf den Beinen und hab es überlebt.


    Ich hoffe sehr, dass ich nun an der richtigen Adresse bin.


    Zumindest die Physiotherapeutin macht einen ganz tollen Job!!


    Das ist den weiten Weg jede Woche schon wert!


    Nächste Woche ist dann das MRT-dann wird sich Zeigen was die Strolche alles "Kaputtrepariert" haben.


    Vor der Uro – Diagnostik im Juli habe ich aber jetzt schon eine große Angst.


    Ich werde nur meine Blase hinsenden und mich selber unterm Bett verkriechen!!!!


    Ich schreib dir noch eine PN


    Nixi

    **Hallo Grauamselchen,**


    erst einmal ein paar @:)@:)@:) für Dich zur Begrüßung. Du bist ja schneller, als die Polizei erlaubt!


    Nun schone Dich aber auch wirklich! Auch Akten sind oft viel zu schwer, um sie zu heben. Ich habe mir damals meine Akten, welche ich voraussichtlich am Tage brauchte an den Schreibtisch stellen lassen. Zumindest diese, die ganz oben im Regal stehen. Diesen Hinweis hatte ich von "meinem Prof." im Kh bekommen. Dieser meinte zu mir: "Lebenalter in Jahren, davon die Zehner = jeweils eine Woche + Einzeljahre = Tage zuzüglich 6 Wochen."


    Deutsches Beispiel: Patientin 52 Jahre macht 5 Wochen und zwei Tage zuzüglich 6 Wochen = 11 Wochen und zwei Tage, wo Du keine Lasten aus einer Höhe über dem Brustkorb heben sollst. Mit Last ist hier bspw. eine dicke Akte gemeint.


    Nixe,


    Dir drücke ich die Daumen, dass man Dir endlich fachlich korrekt hilft.


    Ich hatte unter anderem auch eine Rektozele. Darf ich fragen, wie man bei Dir diese festgestellt haben will? Ich hatte vor meiner Op nur die Urodynamik, wegen der damaligen Stressinkontinenz. Ob ich zusätzlich eine Rektozele habe/hatte, sagte man mir, würde man sicher erst unter der Op sehen können. Ich musste vor der Op unterschreiben, dass wenn ich eine Rektozele habe, diese dann gleich "mitgemacht" werden kann.


    Bei mir ist GsD wirklich alles optimal gelaufen. Ich bin im Gegensatz zu damals endlich schmerzfrei und auch dicht (wenn auch nicht im Kopf ganz dicht).


    Ich wünsche Euch allen ein schönes We und sende viele liebe Grüße

    @ Nixe

    Zitat

    barfuß laufen (Um meine geliebten Schuhe zu schonen),

    ... solange wir noch solche "Hobbies" aus unseren jungen Jahren beibehalten, bleiben wir jung! Ich habe kürzlich, als ein Riesenplatzregen niederging, auf den Schirm verzichtet, damit ich meine uralte, heissgeliebte Lederhandtasche unterm T-Shirt "in Sicherheit" halten konnte. Meine zerzausten Federn trocknen immer wieder – die Handtasche hätte sich in ihre Bestandteile aufgelöst.


    Danke für Deine PN. Werde sie beantworten, sobald ich etwas "Luft" habe. Bin wieder am beruflich arbeiten und mache jetzt bloss ein "Päuschen".

    @ Mama Lischen

    Zitat

    Du bist ja schneller, als die Polizei erlaubt!

    Ja, und das in meinem Alter! Ich bin froh und dankbar darüber. Gestern war Kontrolle beim Chirurgen und auch er war des Lobes voll über die rasche Heilung. Die grössten Schmerzen bereitet mir eigentlich nicht mal die Blasensache, sondern die Naht in der Scheide. Der Arzt musste auch noch Neurome und Verwachsungen entfernen – aber das ist eine andere Geschichte, die mit dem Blasenvorfall nichts zu tun hat.


    LEIDER (aber ich sehe das vollkommen ein!) hat er mir das Radfahren noch weitere 7 Wochen verboten. Für mich ist das hart, denn ich bin täglich mit dem Rad unterwegs. Ein Auto haben wir nicht.

    Zitat

    Auch Akten sind oft viel zu schwer

    Da hast Du recht! Scheffe ist schon lange mein Aktenträger, denn seit einer Rückenoperation darf ich (seit Jahrzehnten) keine schweren Dinge mehr heben und seit meinem Infarkt nichts Schweres mehr über Brusthöhe. Das tönt nach Einschränkung, aber ich kann sagen, dass man sich gewöhnt – und die Umwelt auch. Wenn ich Deine Rechnung richtig nachvollziehe, wären das bei mir 20Wochen. Da komme ich ja mit dem Radfahrverbot für 7 Wochen gut weg...


    Habt einen schönen Tag, obwohl schwülwarm*:)

    **Amselchen,**


    nein, es wären bei Dir 12 Wochen und zwei Tage. ;-)


    Wie bitte hast Du Dir Deinen Chef erzogen? Dieses Rezept brauche ich dringend.


    Wir haben am Dienstag und Mittwoch eine Einbauküche abgeholt. Das hat bedeutet, dass wir sie in einer Dachgeschosswohnung abbauen mussten, dann die Treppen runter schleppen u. s. w.


    Es hieß immer: "Hier, nimm mal. Das ist leicht (?)!"


    Selbstverständlich habe ich teilweise gestreikt, aber trotzdem habe ich mich geärgert, weil alle eigentlich wissen, dass ich nicht so schwer heben soll.


    An diesen beiden Tagen habe ich wirklich Angst um meine operierten Bandscheiben und um meine BB-Plastik gehabt.


    Ich dachte immer, dass ich selbst Schuld bin, weil ich mir Krankheiten nicht so anmerken lasse, aber wenn ich Dich sehe, bist Du auch mit Deinem Job verheiratet und trotzdem achtet Dein Umfeld auf Dich.


    Meine Nähte in der Scheide haben mir damals auch böse Überraschungen beschert. Schlagartig hatte ich ein fürchterliches Stechen, so dass ich bspw. auf der straße keinen Schritt mehr gehen konnte. Bei mir lag es daran, dass ich 3 Fäden hatte, die nicht kurz genug abgeschnitten waren. Zur Krönung haben diese sich dann auch nicht aufgelöst. Als ich nach 6 Wochen zu meiner Abschlussuntersuchung ins Kh musste, hat man sie mir dort gezogen.


    Meine Gyn hatte mir davon rein gar nichts gesagt. Sie meinte nur, dass es die Fäden seien.


    Weiterhin gute Besserung für Dich und liebe Grüße


    Viele liebe Grüße zu Dir

    @ Mama Lischen

    Zitat

    Wie bitte hast Du Dir Deinen Chef erzogen?

    Es soll nicht arrogant oder überheblich rüberkommen – nichts liegt mir ferner, als den Eindruck zu erwecken. Er wollte mich unbedingt haben und wusste von allem Anfang an von meinen diversen Krankheiten / Bresten. Er versprach, darauf Rücksicht zu nehmen – und hielt Wort! Natürlich gebe ich mein Bestes und arbeite auch klaglos Abends (Protokolle von Eigentümerversammlungen) und will nicht Überstundenzuschlag oder so etwas. Noch nie habe ich Überstunden aufgeschrieben oder einziehen wollen. Ich denke, dass "eine Hand die andere wäscht" und bin dankbar über diesen Schokoladenjob.

    Zitat

    weil ich mir Krankheiten nicht so anmerken lasse

    Ich auch nicht. Weil ich ein paar "sichtbare" Krankheiten habe, nehmen die Leute eher Rücksicht.

    Zitat

    Selbstverständlich habe ich teilweise gestreikt, aber trotzdem habe ich mich geärgert, weil alle eigentlich wissen, dass ich nicht so schwer heben soll.

    DAS gehört zu den "unsichtbaren Krankheiten" und ich denke mir immer: "Grauamsel, WEHRE Dich! Die Schmerzen (oder Schäden) nachher nimmt Dir keiner ab; die Schmerzen hast DU über Wochen, also sieh zu, dass es nicht soweit kommt..."

    Zitat

    weil alle eigentlich wissen

    NATÜRLICH wissen sie es – verdrängen/vergessen es aber gerne! Ist bei meiner Familie auch so. Dann müssen sie halt daran erinnert werden.


    Kürzlich stand in der Verwandtschaft ein Umzug an und jede Hand wurde gebraucht. -Hilfst Du auch?, wurde ich gefragt. -Aber sicher doch, war die Antwort, ich koche für die ganze Mannschaft. Die Lifttüre offenhalten kann ich, Euch hinterher wischen geht auch und das Verpackungsmaterial ordentlich zum Abtransport bereitstellen. TRAGEN tue ich nichts, was schwerer als 4kg ist. Sie waren froh um meine Hilfe im Hintergrund – denn die braucht es ja auch.

    Zitat

    Meine Gyn hatte mir davon rein gar nichts gesagt. Sie meinte nur, dass es die Fäden seien.

    Mein FA hat mich anlässlich der Kontrolle gestern darauf angesprochen, ob es irgendwo "piekst" oder "schikaniert". Ich wünschte Dir auch so einen feinfühligen FA. Er benutzt auch ein vorgewärmtes Spekulum und crèmt sich die Hände ein, dh. die Gummihandschuhe, wenn er untersucht. Und er SAGT immer, was er sieht oder was er macht.


    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und erhole Dich vom (Umzugs?)-Stress.


    Liebgruss Grauamsel

    Hallo Ihrs!

    Ich weiss wieder nicht wie ich liegen soll und der Regen prasselt auf die schrägen Fenster.

    @ Mama

    Ich bin ausschliesslich wegen der Rektozele zum Arzt gegangen. Der Stuhl blieb immer irgendwie stecken und ich dachte schon ein Tumor würde "zu" machen. Ich musste also innerhalb von Minuten etliche Male aufs Klo und bekam kaum etwas raus wenns schlecht lief.


    Das ging im Dienst natürlich nicht. (wer kann schon dort Stunden auf dem Klo verbringen?)


    Schlau wie ich war nahm ich Abführmittel, aber das gab Durchfall und Krämpfe und ich war auch nicht arbeitstauglich.


    Also bin ich zum Proktologen wegen Defäkationsstörungen (ausschliesslich).


    Spiegelung – alles ok, MR Defäkografie – Rektozele gesehen.


    Nachdem ich wusste was ich hab, konnte ich die Rektozele oft von der Scheide ausdrücken – was aber im Dienst auch nicht so prikelnd ist, denn man benötigt dazu Zeit und....naja ein Bad wär nicht schlecht......ne?


    Der doc meinte dann man könne das gut "reparieren" und ich war heilfroh. Er überwies mich zu einer Klinik, dort wunderte ich mich dass ich zum Gyn sollte (ich war diesbezüglich völlig beschwerdefrei). Der Gyn meinte die GM solle raus da sie auf den Darm drückt und zeigte das auch im MRT. Ich stimmte allem zu um nur wieder funktionieren zu können. Die Rektozele sollte dann mit Rektopexie ausgezogen werden. Klang eigentlich alles einfach. Nach einigen Wochen sollte alles gut sein.


    Weil ich meine Angst (fast TodesAngst) vor einer OP bezwingen wollte hab ich nicht gegoogelt :-( und zwar wirklich nicht!!


    Die hysterektomierten Frauen die ich kenne berichteten alle nichts Schlimmes- im Gegenteil.


    Nun scheint mein BB im Eimer (der im Aufnahmebefund "gut" bezeichnet ist).


    Das Wort Beckenboden fiel übrigens nie vor OP, ich hielt die Sache für eine isolierte "Darmbeule" .

    @ Amselchen

    ich glaub es ja fast nicht!! du hast ja den Genesungsturbo eingeschaltet??


    Ich hoffe dass Du das Tempo gut verträgst!


    Bitte schalte rechtzeitig zurück.....ja?


    Das Radeln fehlt mir auch so sehr :-(


    Wir sind so gern mit Zug und Rad am Wochenende an den Bodensee und dort lang geradelt.....bis in die Schweiz, Stein am Rhein.....


    Und nun purzeln die Tränen :-(


    Nachti Ihrs

    Liebe Nixe,


    Du weinst bitterlich und keiner ist mehr da, Dich in den Arm zu nehmen, weil alle schlafen. Mir tut so leid, dass Du dermassen leiden musst – und nichts dafür kannst. Weil ich selber vor vielen Jahren Opfer eines Ärztepfuschs war, weiss ich um diese ganz spezielle Dimension des Schmerzes (körperlich) und des Leidens (seelisch). Ich vermute stark, dass an Dir viel gepfuscht wurde. Meine Vermutung hilft Dir zwar nicht weiter, aber vielleicht denkst Du darüber nach, "etwas" zu unternehmen und deshalb möchte ich Dir zu bedenken geben, dass (möglicherweise) weiterer Frust und Ärger vorprogrammiert ist.


    Der Genesungsturbo... da musste ich herzlich lachen. Ich bin schon dran, den Turbo zu bremsen, denn die Familie gewöhnt sich gerne an das Tempo. Zum Beispiel gehe ich jeden Mittag 2 Stunden lang liegen und oft schlafe ich wie ein Murmeltier. Manchmal lese ich auch oder höre eine CD... Hausarbeit hätte ich übergenug, aber diese Verschnaufpause gönne ich mir, auch dann, wenn es nicht "bitter nötig" ist. Denn, wie ich Mama Lischen schon missionierte, wenn's mir wieder schlechter geht und die Schmerzen mehr werden, habe ICH das alles und nicht die Familie.


    Auch DU fährst gerne Rad und für Dich sind Radeltouren noch weiter weg als für mich! Radeln ist so ein bescheidenes, zufriedenes Vergnügen – und nicht einmal das kannst Du vorläufig geniessen. Ich hoffe, dass Du zu irgend einem Spezialist an einer Uniklinik überwiesen wirst, der erkennt, WAS bei Dir operiert werden muss, und WIE das zu geschehen hat, damit Du wieder schmerzfrei wirst und alle – ALLE – Freuden des Lebens wieder geniessen kannst. (Bei mir war es so. Ich schreibe nicht von einer Utopie.)


    Ich wünsche Dir einen guten, schmerzarmen Tag und dass Du etwas machen kannst, was Dich freut und tröstet. Bei mir ist klassische Musik eine grosse Trösterin z.B.)


    :)*