PAP IIID seit einem jahr

    nun habe ich schon seit bald einem jahr pap IIId. bin alle 3 monate zur kontrolle bei meinem gyn gewesen. habe sooooo viel probiert (frauenmanteltee, 2Lpapi, zäpfchen mit rosenholzöl, tampons mit rosenholzöl, regenerierende zäpfchen, vagic-zäpfchen, döderlein).


    offenbar hat alles nichts genutzt :(. am 08.11. habe ich termin bei meinem gyn um die weitere vorgehensweise zu besprechen. hat hier jemand sonst noch ideen, was ich tun kann?

  • 21 Antworten

    Bei mir wurde damals intensiv mittels Medikamenten (tägliches Betupfen beim Gyn) sowie mit Elektrokoagulation unter Narkose das Gewebe verödet. Letztlich wurde eine Konisation geplant, als die Werte sich schlagartig besserten. Interessanterweise, als ich wg. Knie-OP die Pille längerfristig abgesetzt hatte.

    Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich hatte nie wieder Probleme. Glück gehabt.


    Lass' Dich beraten, ob man - falls Konisation diskutiert wird - nicht erst eine Verödung versucht werden kann.

    Sunflower_73 schrieb:

    Letztlich wurde eine Konisation geplant, als die Werte sich schlagartig besserten. Interessanterweise, als ich wg. Knie-OP die Pille längerfristig abgesetzt hatte.

    Oh. Bei mir auch (nach einem Dreivierteljahr), aber ich habs nie mit dem Absetzen der Pille in Verbindung gebracht. Kann ja auch Zufall sein. Trotzdem interessant. Ich hab gar nichts versucht, sondern einfach abgewartet, mir war gar nicht klar, dass man da irgendwas aktiv machen kann.


    Sonne, ich drück die Daumen, dass sich das bei Dir wieder hinreguliert, das ist ein echt stressiger Mist, so was.

    @ Shojo:

    Meine Gyn hat halt alles probiert. Mit gerade mal 20 zu jung für Koni. Das tägliche Betupfen war ätzend, zwei Wochen lang. Und am Ende fiel irgendeine komische verödete Hautschicht ab. Spooky.

    Bzgl. Pille würde ich jetzt auch keinerlei Behauptung aufstellen... Bei mir ging das Drama über fast 2 Jahre mit bem Betupfen, Veröden, OP,...

    @ sunflower

    danke, ich werde beim nächsten termin wegen der verödung nachfragen


    soho

    vielleicht wäre einfach nichts zu tun auch mal eine option. ich muss halt immer etwas tun, dann ist mein feeling besser, von wegen ich bin aktiv und versuche aktiv was gegen das "schlechte" zu tun

    Versuchs mal mit nichts tun, wenn du es schaffst. Ich hatte auch mal über ein Jahr lang pap3D und musste alle 3 Monate zur Kontrolle. Da ich auch nicht wusste, dass man da ggf was unternehmen kann, hab ich nix gemacht. Und beim 6. Termin nach 18 Monaten waren wir wieder bei pap 2


    Alles Gute.:)^

    sonne181 schrieb:

    ich muss halt immer etwas tun, dann ist mein feeling besser, von wegen ich bin aktiv und versuche aktiv was gegen das "schlechte" zu tun

    Ich finds auch vernünftig, wenn das Maßnahmen sind, denen vernünftigerweise ein Nutzen zugeschrieben wird. Ich bin damals einfach nicht auf die Idee gekommen, ich dachte, aha, ist ja letztlich auch eine Immunsache, und hab auf genug Schlaf und gesunde Ernährung und viel frische Luft geachtet und abgewartet. Und dann hab ich gedacht, die Pille verändert ja die Hormonlage, womöglich wirkt sich das auch auf die Immunabwehr ab, und sei es nur über das Scheidenklima, und hab sie abgesetzt. Dass es danach besser wurde, kann, muss aber nichts heißen, immerhin haben auch Frauen Pap3, die die Pille nicht nehmen oder nie genommen haben, insofern muss es da keinerlei Zusammenhang geben. Ich halte es für sehr gut möglich, dass es genauso gekommen wäre, wenn ich einfach gar nix gemacht hätte.

    Einen PapIIId würde ich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich habe eine längere Geschichte mit auffälligen Pap-Werten hinter mir, die wegen Rezidiven in 3 Konisationen und letztendlich der Hysterektomie mündete. Hinter meinem letzten PapIIId verbarg sich bereits ein mikroinvasives Zervixkarzinom, das erst durch die Histologie ans Tageslicht ;-) kam.


    Auch deshalb rate ich von einer Verödung dringend ab, da hierbei keinerlei Material gewonnen wird, das histologisch untersucht werden kann. Meines Wissens wird heutzutage auch nicht mehr verödet, aus eben diesem Grund. Man weiß danach nicht, was eventuell noch unter der Oberfläche brodelt, oder ob die Dysplasien im Gesunden entfernt worden sind.


    Bei der Konisation dagegen wird der gewonnene Konus gründlich histologisch untersucht, so dass man genaue Befunde erhält.


    Der Pap-Abstrich selbst ist ja auch mit einer gewissen Fehlerquote behaftet, da er nur oberflächliche Zellen "erwischt".

    Vor einer Koni wird zumeist erst eine Knips - Biopsie durchgeführt, die auch genaue Befunde liefert. Sonne, du könntest dafür eine Dysplasie-Sprechstunde aufsuchen. Die gibt es mittlerweile in fast jeder Stadt. Besprich das mit deinem Gyn.


    Dass hormonelle Verhütung schlechte Pap-Werte begünstigen kann, erfuhr ich gleich, als ich den ersten auffälligen Pap-Werte hatte; das war 2007. Ich wurde u. a. in einer Uni-Frauenklinik behandelt.


    Weiterhin gelten Rauchen, Stress und ein schwaches Immunsystem als Risiko-Faktoren. Naja, ich habe noch nie geraucht, lebe gesund und hatte trotzdem jahrelang mit den schlechten Pap-Werten zu kämpfen. Aber seit der Hysterektomie ist der Spuk vorbei, seit mittlerweile 8 Jahren habe ich gute Werte.

    Allerdings war ich HPV-positiv mit den High-Risk-Typen 16 und 18. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit leider gering, dass sich der Pap-Wert von allein bessert. Hast du schon einen HPV-Test durchführen lassen? Das ist durchaus wichtig für die Prognose über den weiteren Verlauf.


    Viel Glück sonne, und berichte doch mal, wie es bei dir weitergeht. Die allermeisten Frauen haben nach einer Konisation (wenn es denn dazu kommt) Ruhe. Lass dich am besten in einer Dysplasie-Sprechstunde zum weiteren Vorgehen beraten.

    @ malika - ich versuche es, auch wenn es mir sehr schwer fällt. danke jedenfalls. Wieviele PAP IIID hattest du in den 18 Monaten?


    @ soho - danke auch dir, nur die spirale möchte ich nicht unbedingt rausnehmen lassen, zumal ich sie dafür bekommen habe, dass meine blutungen nicht mehr so sintflutartig sind und da hat sie geholfen.


    @-blizza: eine knips-biopsie hatte ich bereits vor 3 Monaten, diese war unauffällig. mein HPV ist zwar positiv, aber nicht mit Typ 16 oder 18, drum meint mein gyn, dass wir eventuell noch mal etwas abwarten können vor einer konisation. ich habe am 08.11. wieder einen termin bei ihm. Ich lebe sehr gesund, rauche nicht, trinke nicht, nur meine pubertäre tochter treibt mich so richtig in den wahnsinn, sodass ich permanent unter stress stehe. diesen stress kann ich aber leider nicht "abschalten" oder minimieren :(

    also da ich in diesen 18 Monaten alle 3 Monate zur Kontrolle musste waren es insgesamt 6x Pap3D. Und dann wieder Pap3 bzw Pap2 ohne jegliches dazutun (genauer wurde mir nix gesagt). Meine Ärztin hat mich aber auch nicht so richtig aufgeklärt, was das eigentlich bedeutet, nur dass wir's eng kontrollieren müssen bis der Wert wieder besser wird.


    Ich drück dir die Daumen dass es bald wieder gut ist.

    @mailka


    vielen dank für die info. offenbar ist dann doch eine ärztin, die nicht soooo viele tipps gibt besser, als mein arzt, der mir alle möglichen alternativen aufzählt, was ich nicht alles selber tun kann dagegen ":/

    ich bin im jänner wieder zur kontrolle, wenn der pap dann nicht besser ist, lasse ich die konisation machen, denn für mich ist das alles zu belastend.

    mache zur zeit eine immuntherapie, die mir der Gynäkolge empfohlen hat, damit meine Immunabwehr sich selbst gegen den pap IIId wehren kann. Mal abwarten, ich mache mir ehrlich gesagt keine großen Hoffnungen …..