Periodenprobleme - Wie geht Ihr im Beruf etc. damit um?

    Würde mich einfach mal interessieren, wie andere Frauen, die unter Periodenproblemen leiden, damit im Berufs- / Studienalltag umgehen. Wenn es Euch nicht gut geht, sagt Ihr was zu Kolleginnen oder gar Kollegen? Wurdet Ihr an diesen Tagen schonmal drauf angesprochen, dass Eure Leistung "zu wünschen übriglässt"? Habt Ihr auch Angst, dass die Tage zum "falschen" Zeitpunkt (wichtige Prüfung, wichtiger beruflicher Termin etc.) kommen?


    Die letzten Jahre habe ich vorwiegend im Home Office gearbeitet, und da ging es schon irgendwie, im schlimmsten Fall mit Wärmeflasche am Bauch und eben etwas "langsamer". Nur jetzt habe ich seit kurzem daneben eine neue Tätigkeit angefangen, wo das nicht mehr geht. Dazu bin ich selbstständig, d.h. eine schlechte Leistung oder Fehler können sich recht schnell negativ auf meine weitere Karriere auswirken....


    PS: Mir geht es hier nicht um Behandlungsmethoden etc. (dazu gibt es schon genügend Threads), sondern ich möchte einfach einen Erfahrungsaustausch, wie andere Frauen, die unter Dysmenorrhoe und/oder PMS leiden, damit im Berufsalltag umgehen. Denn alle 4 Wochen krankschreiben geht ja wohl auch nicht (und so schlecht geht es mir auch nicht).

  • 74 Antworten

    da hab ich in der schule auch oft richtige Probleme mit, die Schmerzen sind manchmal so schlimm dass ich mich dann eh auf nichtsmehr konzentrieren kann... eine freundin schwört ja auf dieses.. dolormin war's glaub ich.


    Ansonsten bin ich während meiner Tage auch meistens recht warm angezogen un mit Thermoskanne unterwegs^^ Irgendwie hat warmer Tee immer sowas entspannendes^^

    Hallo,


    Ich habe sehr mit Problemen während meiner Periode.Ich bin seeeeeeeeeeeeeeehr sensibel,könnte immer los weinen.Oder sehr schlimme Bauchkrämpfe,dass ich fast zusammen breche.


    Werde sehr oft darauf angesprochen,dass ich schlapp wirke und unkonzentriert!


    Bei mir hilft nicht Dolormin für Frauen! ich muss dazu noch Tabletten nehmen,wenn du schlimme Schmerzen hast,versuche wirklich langsamer zu arbeiten!mache alles in Ruhe,scheiss drauf was andere sagen,es geh um deinen Körper und der ist wichtiger.Das sage ich mir auch immer!


    Ich nehme eine Dolormin für Frauen und zusätzlich 2Tabletten Buscopan!


    die helfen sehr schnell..wenn ich schlimmer Schmerzen habe,ist es auch schon vorgekommen,dass ich zu Hause geblieben bin,weil ich kaum aushalten konnte!


    Musst also selbst für dich wissen was du machen musst,mir ist meine Gesundheit wichtiger,als die Arbeit.


    Ich arbeite als Florstin und stehe dem nach sehr viel!! es ist kaum auszuhalten,also setze ich mich einfach manchmal,wenns gar nicht mehr geht!


    Meine Chefs haben dafür kein Verständnis,aber das ist mir echt egal,denn solche Schmerzen wünscht man ja wirklich keinem!

    Zitat

    versuche wirklich langsamer zu arbeiten!mache alles in Ruhe,scheiss drauf was andere sagen,

    Das habe ich die letzten Jahre als Übersetzerin im Home Office gemacht, aber jetzt geht es eben nicht mehr. Arbeite seit kurzem verstärkt als Dolmetscherin (was immer schon mein Traum war), und tja, da kann ich nicht langsamer denken und reden als der Redner ;-D Und das auf einer Ebene, wo eigentlich keine Fehler erlaubt sind. Bzw. Folgen haben können.... Und das ist eben meine Angst, dass mir das mal während meiner Tage passiert, weil ich da wirklich nicht so ganz leistungsfähig bin.


    Und da würde ich eben gerne wissen, was andere Frauen machen. Ich kann doch nicht die einzige Frau sein, die in einem Beruf arbeitet, wo "Halbheiten" nicht gehen..... Oder auch bei Prüfungen, etc. Ich selber nahm im Abiturjahr und letzten Unijahr aus diesem Grund die Pille, habe sie nur sehr schlecht vertragen. Mein letzter Versuch im Mai endete in kompletter Unverträglichkeit....


    Dolormin vertrage ich magenmäßig nicht, nehme Paracetamol. Wobei ich neben den Schmerzen (die bei mir jetzt meist nicht so schlimm sind) v.a. mit Übelkeit, Schwindel und Schlaflosigkeit kämpfe. Was sich leider auch auf meine Konzentrationsfähigkeit auswirkt..... Meine letzten Tage fielen zum Glück aufs Wochenende, und Montag habe ich mich nach den schlaflosen Nächten halt mit Kaffee einigermaßen durch den Tag gerettet. Nur immer werde ich dieses Glück nicht haben.....

    Zitat

    und wenn du mal mit deiner Frauenärztin redest?

    Habe ich schon x mal gemacht. Und auch schon alles mögliche probiert... Organisch ist alles in Ordnung, Hormonspiegel auch... Kommentar der FA meist: Manche Frauen haben das einfach..... Fakt ist: Gegen die Schmerzen nehme ich Paracetamol (womit sie nicht ganz weggehen, aber meist erträglich sind), gegen die Übelkeit, Schwindel und Schlaflosigkeit kann ich nichts machen....


    Daher geht es mir in diesem Thread ja auch nicht um Behandlungsmethoden, sondern eher um Erfahrungsaustausch, wie andere Frauen damit im Alltag umgehen. Also insbesondere bei Prüfungen, in anspruchsvollen Berufen (wo man eben nicht mal etwas langsamer arbeiten kann.....). Bzw. auch, ob sie etwa zumindest unter weiblichen Kollegen sagen, wenn es ihnen nicht gut geht und damit auf Verständnis stoßen. Ich hätte da eher Angst, dass das als Ausrede gesehen werden würde, um eine schlechte Leistung zu entschuldigen :-/ Muss dazu sagen, dass man mir nie ansieht, wenn es mir schlecht geht..... Weshalb ich wahrscheinlich erst recht unglaubwürdig erscheinen würde :-/

    Ich werf mir 2 Dolormin ein und hoffe, dass die Schmerzen nicht zu schlimm werden. Wenn ich's gar nicht aushalte schließ ich mich auf dem Klo ein und warte, dass es besser wird (vom pinkeln wird's weniger, schon das drücken hilft, auch wenn nichts mehr kommt). An ganz schlimmen Tagen bleib ich lieber gleich zu Hause, ist in der Uni kein Problem, bei der Arbeit sieht das anders aus, je nach Job.

    kennst du diese kleinen wärmkissen, wo man so ein metallscheibchen umknicken muss? Oder diese wärmepflaster? ne freundin hat letzens so eins als wärmflaschenersatz benutzt, weil so eine wärmflasche in der Schule schon etwas drollig aussieht^^


    Also okay, ich geb dann auch jetzt Ruhe, denn ausser Problembehandlung hab ich nichs beizupflichten^^ :)*

    Also ich habe solche Probleme niht mehr, da ich aufgund einer Krankheit permanent eine best. Pille nehmen muss. (ohne Pause) ;-D


    Aber früher wars sehr schlimm, ich konnte kaum gehen, teilweise schon eine Woche vorher,.. aufgrund der Krankheit... Da gings nur mit relativ starken Schmerzmitteln,.. Mein damaliger Arzt meinte, dass das normal sei ;-) Schwachkopf


    Inzwischen weiss ich es besser,.. Seit der OP die ich hatte, hatte ich keine Schmerzen mehr, und mein neuer Arzt meinte, dass wohl Krämpfe normal seien, aber Schmerzen definitv nicht. Schmerzen sind ein Signal des Körpers, dass etwas nicht in Ordnung ist.


    Das einzige Problem, dass ich später noch hatte war, dass ich permanent geheult habe und extremst emotional war, sehr zum Leidwesen meines Freundes;-);-D;-D

    Zitat

    und mein neuer Arzt meinte, dass wohl Krämpfe normal seien, aber Schmerzen definitv nicht.

    Also starke Schmerzen habe ich ja meistens nicht (bzw. nicht mehr, als Teenie hatte ich das auch extrem), auch keine Krämpfe, sondern einen dumpfen Dauerschmerz, verbunden mit Übelkeit, Schwindel, und dadurch bedingter Schlaflosigkeit.


    Meine letzte FA meinte, dass ich einfach auf den veränderten Hormonspiegel während dieser Tage sehr stark reagiere, was ja auch meine Pillen-Unverträglichkeit erklären würde. Na ja, ansonsten kommen die üblichen Kommentare wie ich solle an diesen Tagen etwas zurücktreten... Gerade von Ärzten hätte ich da etwas mehr Verständnis erwartet. Wie macht das denn beispielsweise eine Ärztin? Die kann doch auch nicht hinterher dem Patienten sagen, "Sorry, die OP ist schiefgelaufen, mir ging es nicht gut, weil ich meine Tage hatte.....".


    Und daher interessiert es mich eben, wie andere Frauen damit im Beruf umgehen (gerade in Berufen, wo volle Leistungsfähigkeit gefordert ist und man nicht einfach mal so "zurücktreten" kann).


    Oder auch Studentinnen bei Prüfungen. Denn da kann ich ja auch nicht einfach zu Hause bleiben. Und starke Schmerzmittel (also meinetwegen Novalgin, was ich früher bei starken Schmerzen genommen habe), beeinträchtigen ja auch die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit.


    Und was macht Ihr, wenn Ihr seht, dass Ihr an einem wichtigen Termin (Abschlussprüfung, Führerschein, wichtiger beruflicher Termin etc.) Eure Tage haben werdet? Versucht Ihr, irgendwie zu verschieben? Aber das geht ja auch nur mit Pille oder anderen Hormonen.....

    hallo anonyma1,


    da ich die pille nehme, habe ich einen sehr regelmäßigen zyklus. ich nehme die pille so ein, dass ich meine tage immer samstags bekomme, d.h. die schlimmsten 2 tage sind am wochenende. das erleichtert die sache enorm. wenn ich wirklich mal einen sehr wichtigen termin habe, dann verschiebe ich meine tage je nach situation um 1-2 tage.


    das ist wirklich blöd, dass du die pille nicht verträgst! :°_

    Kaefer,


    Als ich die Pille nahm, hatte ich überhaupt keinen Grund mehr, die Tage zu verschieben, da meine Periodenbeschwerden weg waren. Eine leichte Blutung, die ich überhaupt nicht spürte. Dagegen hat die Pille wirklich geholfen. Nur dafür ging es mir die übrigen drei Wochen, die ich die Pille nahm, ähnlich schlecht, wie sonst während der Tage (Übelkeit, Schwindel, Ödeme..... ). Nur die Periodenschmerzen blieben mir erspart, aber die sind mittlerweile wie gesagt nicht mehr mein Hauptproblem....

    B-rain


    Meinst Du Gestagene während der 2. Zyklushälfte? Die hat mir meine FA auch als eine weitere Möglichkeit genannt. Vielleicht werde ich das jetzt im August, wo ich "nur" im Home Office arbeite, mal ausprobieren. Allerdings hat sie mir gesagt, dass die - im Gegensatz zur Pille - nicht für die langfristige Einnahme geeignet wären, sondern maximal sechs Zyklen. Wäre also bestenfalls eine vorübergehende Lösung.


    Dazu weiß ich eben nicht sicher, ob meine starken Pillennebenwirkungen (und damit meine ich, dass ich kaum mehr essen konnte, ohne mich übergeben zu müssen, nachts schweißgebadet aufwachte und nicht mehr schlafen konnte....) wirklich nur von den Östrogenen kommen.


    Ich habe nichts gegen Medikamente, nur mit Arbeitsunfähigkeit auf Grund von Pillennebenwirkungen oder auf Grund von Benommenheit durch Schmerzmittel ist mir nunmal auch nicht geholfen. Und Paracetamol nehme ich ja auch immer, was in der Regel gegen die Schmerzen einigermaßen nützt.


    Aber trotz Schmerzmittel etc.: Die dennoch bleibende etwas eingeschränkte berufliche Leistungsfähigkeit ist für mich ein Problem. Wo ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Wie z.B. schon die Frage, ob ich, sollte es mir mal wirklich schlecht gehen, was sagen soll.

    Ich bin sehr froh, dass ich während meiner Periode keinerlei nennenswerte Probleme habe. Klar, sie ist lästig, aber sie gehört halt zu einer Frau dazu!


    Ich habe dann oft ein leichtes Ziehen im Bauchbereich - ist aber auszuhalten.


    Die Kollegen merken mir nicht unbedingt etwas an.


    Ich muss alle 2 bis 2 1/2 Stunden den Tampon wechseln, das nervt, ist aber in Ordnung.


    Ich nehme sog. "Frauen-Vitamine", von Tetesept.


    Damit kann man nichts falsch machen, denke ich. Vitamine und Spurenelemente sind wichtig, vor allem vor und während der Mens.

    Starke Schmerzen bei der Menstruation, die einen evtl. arbeitsunfähig machen (oder schlimmeres) sind n i c h t normal. Laßt euch das bloß von keinem Frauenarzt einreden und nehmt das nicht so hin.

    Zitat

    Starke Schmerzen bei der Menstruation, die einen evtl. arbeitsunfähig machen (oder schlimmeres) sind n i c h t normal. Laßt euch das bloß von keinem Frauenarzt einreden und nehmt das nicht so hin

    Aber die Frage ist doch, wo sind die Grenzen? Darüber hinaus ist "Arbeitsunfähigkeit" doch auch stark vom Beruf abhängig. Als Verkäuferin an der Supermarkt-Kasse oder in einem Standard-Bürojob (nur als Beispiele....) kann ich mit leichten Schmerzen und Übelkeit relativ problemlos arbeiten. Wohingegen beispielsweise bei einer Fluglotsin oder einer Chirurgin oder jemanden, der an gefährlichen Maschinen / in großer Höhe / in einem körperlich sehr anstrengenden Beruf etc. arbeitet bereits geringe Beeinträchtigungen, kleine Unkonzentriertheiten etc. zum Problem werden können.


    Und gerade das ist es bei mir. Die letzten Jahre habe ich normal im Home Office meine Übersetzungen gemacht, vielleicht etwas langsamer und gelegentlich mit Wärmeflasche am Bauch. Aber ich war nie völlig arbeitsunfähig. Nur jetzt fürchte ich eben, Probleme zu bekommen.


    Es geht mir hier also nicht bzw. nicht nur um starke Probleme und komplette Arbeitsunfähigkeit (wie sie wohl wirklich nicht normal ist). Aber in manchen Berufen sind nunmal bereits geringe Einschränkungen (wie sie ja wohl durchaus normal oder zumindest nicht ungewöhnlich sind ???) ein Problem. Und da frage ich mich eben, wie andere Frauen in ähnlichen Situationen damit umgehen :-/

    Kleinere Befindlichkeitsstörungen (schlecht geschlafen und todmüde, angeschlagen durch Erkältung o.ä.) hat man ja auch so gelegentlich im Beruf und muss den Tag trotzdem halbwegs gerade durchstehen.


    Sagt sich natürlich leichter "Dud mir neid, ich beko-e ei-e Erkähtu-g u-t bi- heude nich ganz so fid." als "Sorry, ich hab meine Regelblutung, deshalb geht es mir nicht gut."


    Und mit einer fetten Gripe bleibt man guten Gewissens im Bett, nicht aber 1-2 Tage regelmäßig jeden Monat wegen einer "banalen" schlimmen Regelblutung.


    Ich finde es eigentlich schlimm, die Arbeitsfähigkeit durch Tabletten herstellen zu müssen.:°(


    Ich habe mit der Regel selbst zum Glück (fast) keine Probleme, bin aber PMS-mäßig vorher oft ziemlich angeschlagen von der Stimmung her. Ich hoffe halt immer, dass nicht gerade besondere Termine, an denen ich 120% frisch sein müsste, in diese Tage fallen. (Aber siehe ganz oben, man kann es sich nicht aussuchen.)


    Gegenüber netten Kolleginnen ist es kein Problem, Zyklusbeschwerden auch mal anzusprechen, aber gegenüber dem Vorgesetzten würde sich das schon komisch machen. Da jammert man ja auch nicht wegen Halsschmerzen rum, das ist halt Privatkram. Und erst recht nicht wegen unvermeidlich wiederkehrenden Zyklusproblemen.


    Arbeitnehmer müssen halt funktionieren :(v, "Frauenbeschwerden" legen immer den Verdacht der Hysterie und Unausgeglichenheit nahe, und frau will ja nicht das schwache Geschlecht und hypersensibel und hormongesteuert sein und so ... :-/

    Zitat

    Frauenbeschwerden" legen immer den Verdacht der Hysterie und Unausgeglichenheit nahe,

    Genau das fürchte ich eben auch. Oder als "faule Ausrede", um eine schlechte Leistung oder Fehler zu entschuldigen... Außerdem sind sie frau eben nicht anzusehen (zumindest mir nicht).


    Wobei ich schon sagen muss, dass es mir während meiner Tage doch schlechter geht, als nach einer schlaflosen Nacht oder bei einer Erkältung....


    Na ja, vielleicht sollte ich wirklich mal hoffen, dass es in der Arbeit schon irgendwie gehen wird, wenn es gehen muss....

    Und wenn es mal ganz schlimm kommt, kannst Du doch wirklich auch mal krank sein, nur eben nicht jeden Monat. Dann bist Du doch tatsächlich arbeitunfähig, oder?


    Allein dieser Ausweg im Hinterkopf macht doch schon einiges leichter zu ertragen und entspannt - geht mir jedenfalls bei anderen Beschwerden so, z.B. einer fiesen Erkältung aber ohne richtiges Fieber oder dergleichen.


    Oder musst Du wegen eines Tags eine AU-Bescheinigung vorlegen? Dann gehst Du halt zum Hausarzt.