PMS <---> ADHS

    Moin,


    ich habe bestätigtes ADHS ... wie auch mein Vater und alle aus der Familie väterlicherseits... bitte spart euch die Diskussion über "Modekrankheit" etc. es kann natürlich sein dass bei vielen Kindern fälschlicherweise aus Bequemlichkeitsgründen ADHS angenommen wird, um einen Namen für ihr zappeliges Verhalten zu haben, die Legitimation diese ruhigzustellen oder oder sonstiges... oder dass die Diagnose allgemein oft zu leichtfertig gestellt wird.


    Ich möchte an dieser Stelle nochmal ererinnen, dass ADHS bei Erwachsenen eine nachweisbare neurobiologische Grundlage aufweist, nämlich eine Störung des Transmittersystems... und dass es bei mir bspw. auch familiar bedingt ist... bei mir in der Familie kann niemand zuhören, hat Geduld, kann sich konzentrieren.. etc.


    ich arbeite jetzt ganz stark an mir (ohne Medikamente, Ritalin kommt nicht mehr in Frage, ich habe davon noch mehr Angstgefühle und Panik bekommen...), aber ich habe immer das Gefühl, dass es bei mir schlimmer wird in der zweiten Zyklushälfte und ganz schlimm gegen Ende des Zyklusses... immer drei Tage vor und während der Periode bin ich mental einfach nur ausgeknockt, mein Gehirn wie im Nebel... ich schaffe NICHTS in der Zeit, null Fokus... Außerdem immer wieder starke Depression und Angstgefühle, die ich in der Zyklusmitte so nicht habe.


    ich möchte einfach diese hormonbedingten kognitiven/emotionalen Schwankungen jetzt eindämmen.


    Gibt es hier noch jemanden, der diese Problematik an sich festgestellt hat... und ein Mittel gefunden hat, das PMS besser in den Griff zu kriegen?


    Oder ganz allgemein, was gibt es noch für Möglichkeiten, hormonbedingte Schwankungen zu regulieren? vllt. haben hier auch Frauen, die mit der Wechseljahresproblematik Erfahrungen gesammelt haben, einige Tipps... einfach um natürlich Art und Weise dem Hormonabfall...dem Geringerwerden des Östrogens entgegenzu wirken?

    @ :) @:) @:)

  • 14 Antworten

    keiner stellt adhsler ruhig.


    die bekommen den stoff, der ihnen fehlt und könen sich dann endlich focussieren.


    schade, dass du als betroffener es so ausdrückst.


    unter der pille fallen die hormonellen schwankungen weg.


    sie sind eben HORMONELL, d.h. wenn was weg fällt, muß es ersetzt werden für das gleichgewicht.


    wie bei dopamin und adhs.


    insofern würde ich zum gym deines vertrauens gehen bzw. vielelicht zum endokrinologen.

    danke für die Antwort.


    Ruhigstellen klingt zugegenermaßen etwas salopp. in dem Zusammenhang habe ich das allerdings auf die Eltern von Kindern bezogen, die kein ADHS haben sondern einfach extrem lebendig sind...was manchmal zu elterlicher Überforderung und dem Wunsch nach einer "einfachen" Lösung, am besten noch in Form einer "ruhigstellenden" Pille führt.... also das war auf keinen Fall auf die ADHS-Betroffenen bezogen @:)


    In-Kog Nito, hast du denn die ADHS Problematik bei dir selbst auch festgestellt, wenn dein Sohn davon betroffen ist?


    also durch die Pille wird der Hormon, insbesondere Östrogenspiegel auf konstanten Niveau gehalten und Schwankungen vermieden? ich weiß nicht, inwiefern ein hormonelles Gleichgewicht wirklich durch die Pille erzeugt werden kann.


    Zumal ich z.b. von hormoneller Verhütung stärker ausgeprägte depressive Phasen bekomme als ohne... also unter der Pille reicht bspw. ein emotionales Lied im Radio, dass mir die Tränen kommen und ich verwandle mich in eine weinerliche überemotionale Person.


    die meisten Gynäkologen raten natürlich zur Pille, aber beachten einfach die Nebenwirkungen nicht so, zumindest nicht nach meiner Erfahrung.


    Endokrinologe ist aber ein super Tipp, werde ich mal anrufen!! vllt. weiß der auch mehr wegen der passenden Pille :)^

    hallo,


    ich bin nicht getestet,


    aber adhs hat eine starke genetische komponente und ich durch die konfrontation mit sohnis problemen erkenne ich, wieviel ich kompesniert bzw. welche hilftsstrategien ich entwickelt habe für den alltag.


    ich habe viele jahre die pille durchgenommen und man fühlt sich immer "gleich",


    also hormonelle schwankungen werden gut ausgeglichen.


    mein gym meinte damals, dass genau deshalb viele frauen die pille von ihm auch wollen, eben, damit sie nicht so ihrem zyklus unterworfen sind, eben in arbeitsleistung, sexualität, körperlicher veränderung.


    es geht ja um hormone, deshalb denke ich schon, dass die lösung auch in den hormonen liegt.


    ein endo kann aber auch sonst noch abchecken, was dem körper fehlt.


    es gibt tausende von tests ;-)

    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Frau sich unter der Pille eher wie in der 2. Zyklushälfte fühlt und dass das für die TE wohl nicht so ideal ist, wenns ihr da eher schlechter geht.


    Ich würde es da eher grundsätzlich mit Entspannungsmethoden, Yoga, Sauna etc. probieren. Es gibt z.B. auch das sog. Hormonyoga. Vielleicht schaust du mal, was es im Netz dazu gibt.

    Zitat

    ich möchte an dieser Stelle nochmal ererinnen, dass ADHS bei Erwachsenen eine nachweisbare neurobiologische Grundlage aufweist, nämlich eine Störung des Transmittersystems...

    Naja, es ist einfach, von einer "Störung" zu reden... aber im Grunde ist es nichts anderes als eine Beobachtung, die in Zusammenhang mit der Diagnose steht. Das erklärt aber noch lange nicht, was der eigentliche Auslöser dieser "Transmitterstörung" ist. Depressionen kann man auch mit biochemischen Vorgängen im Gehirn, und gewussen Mustern von Gehirnaktivitäten in Verbindung bringen. Allerdings bietet eine psychische Krise auch das Potential, an ihr zu reifen und sich als Mensch weiterzuentwickeln. Solche Aspekte werden leider oft ausgeblendet und alles, was nicht der "Norm" entspricht, als "krankhaft" bezeichnet...


    Du vermutest, dein ADHS sei "vererbt". Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung... nur findet diese "Vererbung" nicht zwangsläufig auf einer genetischen Ebene statt. Sondern auf einer psychologischen: Kleine Kinder gehen mit ihren Eltern in Resonanz, sie "spiegeln" die Unterschwelligen Gefühle und unverarbeiteten Themen ihrer Eltern in ihrem eigenen Körper wieder. So bekommen sie ein Gefühl von Nähe... und für Kinder ist Nähe bzw. Aufmerksamkeit ein Überlebensinstinkt.


    Lange Rede kurzer Sinn: Ich sehe zumindest das Potential, dass man sich durch geistige Arbeit und konsequenter Beschäfigung mit seinen Gefühlen/Emotionen von ADHS "befreien" kannn (ich sage jedoch nicht, dass dies einfach und schmerzfrei möglich sein muss). Und dass, wenn man diesen Schritt hinter sich gebracht hat, auch keine "Vererbung" mehr stattfindet. Wie gesagt, ich sehe das Potential... ich sage nicht, dass es jeder schaffen wird.

    @ In-Kog Nito:

    Zitat

    die bekommen den stoff, der ihnen fehlt und könen sich dann endlich focussieren.

    Ahja... dieser "Stoff", den sie bekommen, den kaufen andere für teures Geld als Drogen oder Aufputschmittel. Mit betreffenden Nebenwirkungen.

    Das ist kompletter Schwachsinn. Unter der Pille werden PMS-Beschwerden zum Dauerzustand, da der Körper gerade in den Zustand versetzt wird, bei dem das PMS auftritt. Und oft werden die Beschwerden auch noch stärker.


    In einem Gleichgewicht ist der Körper durch die Pille ganz sicher nicht. Die Pille ist ein massiver Eingriff in die Körperfunktionen, sie ist stark gesundheitsschädlich und verändert den Hormonhaushalt der Frauen sogar dauerhaft (zum Negativen versteht sich). Nicht selten dauert es ein Jahr und länger, bis sich der Körper wieder einigermaßen erholt hat und man nach dem Absetzen wieder fruchtbar ist bzw. einen einigermaßen stabilen Zyklus hat. In seltenen Fällen haben Frauen selbst anch zwei Jahren noch keinen Zyklus wieder.


    Dass Frauenärzte ein großes Interesse daran haben, die Pille an die Frau zu bringen, ist ein offenes Geheimnis und hat seine Gründe. Fachliche Kompetenzen haben sie was die Pille angeht jedenfalls nicht, zumindest nicht über ihre Ausbildung. Hab schon die haarsträubendsten Dinge (die komplett falsch waren) gehört, nur um die Pille in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

    übrigens kostet eine 30 packung 25.-


    auf dem schwarzmarkt pro tablette 2.-, laut stern.


    und es ist ehrlich vollkommen egal,


    WARUM man sich unter der pille gleichgeschaltet fühlt, ob man sich eher der 1. oder 2. hälft annähert oder gar symtome der meopause hat....


    tastsache ist,


    dass man sich GLEICH fühlt.


    nur darum ging es. nebenwirkungen etc.. sind eine ganz andere baustelle.

    Zitat

    gleich im sinne von neutral

    Das ist eine Beobachtung, die du an dir feststellen konntest. Leider lässt sich daraus keine allgemeingültige Regel ableiten, die für alle Frauen gilt. Ich z.B. hab mich unter der Pille immer gleich schlecht gefühlt. Ohne Pille fühle ich mich nur an wenigen Tagen im Zyklus so (kurz vor der Mens), die restliche Zeit über fühle ich mich sehr gut.

    Du könntest mal probieren, obs dir besser geht, wenn du für ein paar Zyklen die Zyklustees für 1. und 2. Zyklushälfte trinkst. Manchmal kommt PMS auch durch ein hormonelles Ungleichgewicht und möglicherweise könnten dir die Tees da gut tun.


    http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/516368/14046471/


    Manchen Frauen hilft es auch, in der 2. Zyklushälfte ein Vitamin-B-Präparat einzunehmen.


    Ich persönlich nehme seit längerer Zeit körperidentes Progesteron in der 2. Zyklushälfte und bin damit viel ausgeglichener. Bei mir ist das Problem nämlich der schwache Gelbkörper, der zu schnelle Progesteronabfall. Progesteron wirkt stimmungsaufhellend und entspannend und wenn davon nicht genug da ist, wird PMS häufig schlimmer. Allerdings funktioniert es nicht bei allen Frauen so. Falls du sowas ausprobieren willst, müsstest du dir allerdings einen Arzt suchen, der sich mit natürlicher Hormontherapie auskennt, v.a. auch in Verbindung mit ADHS.


    Ansonsten...ich habe mich mittlerweile von dem Anspruch verabschiedet, zu jedem Zeitpunkt im Zyklus gleich leistungsfähig sein zu müssen. An den ersten zwei Tagen der Mens gehts mir einfach schlecht, da bin ich nicht fit und lasse alles etwas ruhiger angehen.

    Mein Hausarzt macht natürliche Hormontherapie. Wir haben vorher die Hormone getestet...und dann Progesteron ergänzt, weil das zu wenig war.


    Ja, mit den Tees hab ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei mir haben sie sehr schön dazu beigetragen, dass der Zyklus stabilisert und die Hormone ausgeglichen wurden. Man sollte sie aber schon 3-4 Zyklen trinken, sofort wirken sie nicht.