Probleme beim Eindringen

    Hallo liebe Forengemeinde,


    ich schreibe hier als Alias, weil mir das Thema peinlich ist. |-o |-o


    Wie es schon in der Überschrift steht, habe ich beim GV das Problem, dass ich starke Schmerzen beim Eindringen habe.


    Ich (Anfang 30) bin schon öfters beim Gynäkologen deswegen untersucht worden, aber es besteht laut seiner Aussage kein körperliches Problem. Er ist der Ansicht, dass mein Problem eine psychische Ursache hat. Das kann gut sein, da ich seit vielen Jahren ein gewisses "sexuelles Trauma" habe.


    Ich bin regelrecht beim GV verspannt und "drücke innerlich quasi gegen das Eindringen", was mit ziemlichen Schmerzen verbunden ist. Und letztendlich breche ich den GV immer ab.


    Sexualität spielt schon lange keine große Rolle mehr für mich aufgrund der Schmerzen und weil mir mein Problem peinlich ist. Aber dennoch würde ich gerne etwas daran ändern. Das Problem belastet mich einfach.


    Mein Gynäkologe hat mir letztens Beckenbodentraining vorgeschlagen, um in dem Bereich entspannter zu werden. Ich bin unsicher, ob mir das etwas bringen würde. ":/ Vor allem, wenn die Ursache anscheinend psychisch bedingt scheint.


    Ich schaffe es beim GV einfach nicht, mich fallen zu lassen und mich auf den Partner einzulassen.


    Hat hier vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? :-/

  • 10 Antworten

    Hey Alias,


    Das trainieren der Beckenbodenmuskulatur könnte dir zumindest dabei helfen, diese bewusster zu kontrollieren. Aber es scheint mir auch sinniger erst dein Trauma aufzulösen. Es gibt schließlich offenbar einen (dir selbst) bekannten Grund, warum du derzeit nicht zu GV bereit bist ... da nutzt es nichts wenn du versuchst die Möglichkeiten dich selbst zu zwingen auszunutzen.


    Wie schaut es ber der SB aus? Also, verkrampfst du dich ausschließlich im Bezug auf GV, oder auch bei eigener Handlung (wie OB einführen oder eben SB)?

    @ Eleonora

    Danke für Deinen Beitrag :-)

    Zitat

    Wie schaut es ber der SB aus? Also, verkrampfst du dich ausschließlich im Bezug auf GV, oder auch bei eigener Handlung (wie OB einführen oder eben SB)?

    Leider habe ich bei der SB das gleiche Problem. Ich bin auch dann total verkrampft. Auch wenn ich versuche mich zu entspannen, es klappt einfach nicht. :|N


    Tampons benutze ich auch nicht. Es ist mir zu anstrengend, einen Tampon einzuführen. Ich bin dafür innerlich einfach zu verkrampft. Binden sind für mich daher natürlich angenehmer.....


    Es fühlt sich an, als ob ein "Widerstand" in meiner Scheide wäre. Ich kann es nicht anders beschreiben.

    Zitat

    Aber es scheint mir auch sinniger erst dein Trauma aufzulösen.

    Da hast Du sicherlich Recht. Ich habe auch schon zwei Psychotherapien hinter mir wegen des Traumas. Ich habe versucht es aufzuarbeiten, aber leider kann ich es nicht vergessen. Das wird wohl das Problem sein.


    Vielleicht ist das Beckenbodentraining tatsächlich eine Möglichkeit, dass ich in Zukunft weniger verkrampft bin. :-/

    Zitat

    Es fühlt sich an, als ob ein "Widerstand" in meiner Scheide wäre. Ich kann es nicht anders beschreiben.

    Der Widerstand geht von deiner Psyche aus, nicht von der Vagina.

    Zitat

    Da hast Du sicherlich Recht. Ich habe auch schon zwei Psychotherapien hinter mir wegen des Traumas. Ich habe versucht es aufzuarbeiten, aber leider kann ich es nicht vergessen. Das wird wohl das Problem sein.

    Ziel einer Psychothetapie ist nicht zu vergessen. Das wäre auch kontraproduktiv.


    Vielleicht solltest du noch einen Therapieversuch starten. Vielleicht hast du noch nicht den richtigen Thetspeut oder die richtige Therapieform für dich gefunden.

    Zitat

    Vielleicht ist das Beckenbodentraining tatsächlich eine Möglichkeit, dass ich in Zukunft weniger verkrampft bin. :-/

    Das wäre reine Symptombehandlung und ich bezweifel, dass das allein ausreicht dein Problem zu lösen. Die Ursache muss behandelt werden.

    Zitat

    Der Widerstand geht von deiner Psyche aus, nicht von der Vagina.

    Natürlich geht er auch von der Vagina aus. Vaginismus ist in den allermeisten Fällen kein rein psychisches Problem und kann nicht nur rein psychologisch geheilt werden. Man muss immer auch den körperlichen Aspekt berücksichtigen und mitbehandeln.

    Zitat

    Das wäre reine Symptombehandlung und ich bezweifel, dass das allein ausreicht dein Problem zu lösen. Die Ursache muss behandelt werden.

    Und Symptome zu lindern ist schlecht, weil... ? Es kann das Problem zumindest soweit lösen, dass es sie nicht mehr in diesem Ausmaß einschränkt.

    Erstmal vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten @:) @:) @:)

    @ Eleonora

    Zitat

    Von deinem Partner stehst du aber nicht unter Druck, oder?

    Aktuell bin ich in keiner Beziehung. Aber mein Ex hatte schon ein großes Problem mit der Situation. Für ihn hat Sexualität in einer Beziehung eine große Bedeutung. Ich konnte ihm leider nicht das geben, was er sich gewünscht hat. :-( Ich habe mich in unserer Beziehung selbst ziemlich unter Druck gesetzt, bis ich mich irgendwann verweigert habe. Ich habe bis heute, sagen wir "Minderwertigkeitsgefühle". Ich fühle mich schlecht und ich sehe in mir keine vollwertige Frau mehr. :-|

    @ Springchild

    Dankeschön für den Link zu Deinem Faden. :)* :)* Die Informationen dort haben mir weitergeholfen.


    Ich habe von meinem Frauenarzt auch Dilatoren in unterschiedlichen Größen verschrieben bekommen, um für mich quasi zu "üben". Aber leider ist es natürlich auch mit Schmerzen verbunden und es kostet mich inzwischen ziemlich Überwindung die Dilatoren anzuwenden.


    Das Hauptproblem ist meine Psyche. :(v


    Bei gynäkologischen Untersuchungen bin ich auch direkt angespannt und kann nicht locker werden, damit der Arzt die Untersuchung machen kann. %-|

    @ _parvati_

    Zitat

    Vielleicht solltest du noch einen Therapieversuch starten. Vielleicht hast du noch nicht den richtigen Thetspeut oder die richtige Therapieform für dich gefunden.

    Das kann gut sein. Ich habe zwar schon öfters über eine weitere Therapie nachgedacht, aber ich befürchte, dass sich nichts ändern wird. Während der Sitzungen hört sich alles immer so einfach an und wenn ich dann Zuhause bin, ist das Problem auch wieder da. :(v


    Ich habe auch schon über andere Wege, wie Hypnosebehandlungen oder EMDR zur Traumabehandlung nachgedacht. Vielleicht wäre das mal ein Versuch wert. :-/

    Zitat

    Ich habe zwar schon öfters über eine weitere Therapie nachgedacht, aber ich befürchte, dass sich nichts ändern wird.

    Auf der anderen Seite hast du dadurch aber ja auch nichts zu verlieren. :)z


    Es ist leider häufig so dass es dauern kann, bis man 'seinen' Therapeuten gefunden hat. Hat deine Gyn da nicht vielleicht eine Empfehlung für dich?


    Ich stelle es mir extrem hart vor etwas verarbeiten zu müssen, dass kaum in Worte zu fassen ist und nicht wirklich verständlich gemacht werden kann. Vielleicht ist der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe für dich ja geeignet - um einen Austausch mit und Kontakt zu Menschen zu haben, die ähnliches Erlebt haben.


    Mit Hypnose und EMDR kenne ich mich nicht aus. Aber warum nicht? :)z

    Mit der psychischen Problematik kann ich nicht weiterhelfen, aber ich kann es sehr gut verstehen, dass Du sagst, dass Du Dich nicht als vollständige Frau fühlst. Dieses Problem haben mehr, als Du denkst, Du bist nicht alleine! :)_


    Lass Dir dennoch gesagt sein, dass Du genauso Frau bist wie andere Frauen, da kommt es nicht nur auf eine "funktionierende" Vagina an. Klar ist man eingeschränkt und kann bei vielem nicht "mitreden" und mitempfinden. Aber das ist doch nicht alles, was eine Frau ausmacht. Ich empfehle Dir das Buch "Weiblichkeit leben".


    Du bist jedenfalls ganz sicher liebenswert! @:)

    Zitat

    Ich habe von meinem Frauenarzt auch Dilatoren in unterschiedlichen Größen verschrieben bekommen, um für mich quasi zu "üben". Aber leider ist es natürlich auch mit Schmerzen verbunden und es kostet mich inzwischen ziemlich Überwindung die Dilatoren anzuwenden.

    Das ist ebenfalls verständlich - Schmerzen sollte es absolut nicht bereiten, und gerade deswegen ist es ja so wichtig, langsam, sanft und geduldig vorzugehen.


    Viele denken auch, sie müssten sich pro Sitzung durch alle vier Dilatoren durcharbeiten. Dabei ist es vollkommen ausreichend, nur die erste Größe zu benutzen. Habe ich auch gemacht.


    Wichtig ist auch, sich nicht unter Druck zu setzen, und nicht zu machen, wovon man denkt, das man es machen müsste, sondern das zu machen, was man möchte. Es ist DEIN Körper und Du entscheidest, was Du wann wie machst.


    Möchtest Du vielleicht schildern, wie genau Du übst bzw. geübt hast? Vielleicht habe ich noch den ein oder anderen Tipp für Dich.


    Mich hat das unglaubliche Überwindung gekostet, und deswegen habe ich damit angefangen, mir nur vorzustellen, wie ich etwas erfolgreich einführe. Das hat mich so entsetzt, dass die Dilatoren erstmal im Schrank gelandet sind und ich sie wochenlang nicht angefasst hatte. Ist auch völlig okay.


    Ich habe immer noch furchtbare Angst vor einer Untersuchung beim Frauenarzt, weil mein persönliches Trauma damit zu tun hat. Ich habe sogar ein eigenes Spekulum, um mir selbst die Angst davor zu nehmen. Aber solange es im Schrank liegt, wird es mir nicht weiterhelfen. Und wenn ich es kann, heißt das immer noch nicht, dass ich es ertragen kann, wenn der Frauenarzt damit ankommt.