• Scheidensenkung: Petros-/ Goeschen-Verfahren

    Hallo, nach meiner GB Entfernung 1990 habe ich seit einiger Zeit fest gestellt, dass sich meine Scheide gesenkt hat. Dadurch kann ich schlecht sitzen, habe starke Schmerzen beim GV und muss beim Niesen aufpassen, dass ich keinen ungewollten Harnverlust habe. Nun habe ich mich im Internet nach einer entsprechenden OP umgesehen und das Petros/Goeschen…
  • 819 Antworten
    emely31 schrieb:

    ich denke wenn der defekt da ist - bringt physio Viell nicht mehr viel. Verhindert höchstens noch schlimmeres vielleicht 🤷‍♀️

    ja, so ist es, wurde mir bei meinem letzten Termin auch gesagt - bei meiner Senkung kann ich mit Training nichts mehr bewirken, aber ich soll trotzdem täglich etwas für den Beckenboden tun.

    Die Empfehlungen gehen von zweimal täglich eine halbe Stunde bis 20 mal am Tag für sechs Sekunden.


    Letzteres ist wirklich machbar.

    Bei 2 mal täglich einer halben Stunde habe ich schon gar keine Lust, überhaupt anzufangen. Das ist einfach zu viel.

    Oh man aber die Motivation hält sich auch in Grenzen wenn man nicht mehr viel bewirken kann 😒jeri, danke für dein Update. Das ist bestimmt für viele hier interessant.

    Ja das finde ich auch. In den letzten Jahren hat man angefangen sich mehr mit dem Thema Levatorabriss zu beschäftigen, der wohl bei ca 20 % der vaginal Gebärenden reisst. Vor allem nach Zange/Saugglocke, schweren Kindern , Frauen über 35. Angeblich Hauptfaktor für spätere Senkungen. Bei mir wurde der Abriss per Tastbefund gestellt, weil der Muskel aufgrund eines Scheidenabriss frei lag.mich interessiert nun folgendes : eine Op mit Netz kann die ehemalige Anatomie herstellen, aber passiert wirklich eine Besserung des Beckenbodens wenn die Muskulatur darunter nicht intakt ist? Nehme schon an dass einige von den ehemalig hier Schreibenden u Operierten neben ihren Senkungen auch ( unentdeckte?) Muskelabrisse hatten . Da diese nicht reperabel sind interessiert mich sehr, warum viele schrieben dass nach der Op alles gut war? Nicht falsch verstehen ich möchte die Ergebnisse nicht runterziehen und freue mich für jeden dem es nach einer Op gut geht. Ich selbst stelle allerdings an mir fest wie sehr der Beckenboden meinen Alltag noch beeinträchtigt trotz Ops und Beckenbodentraining.

    Würde mich freuen wenn Antworten kommen. Gern auch von den bereits operierten Frauen. Ach noch was mein Physio sieht trotz meiner Beschwerden kein sehr großes Problem in einem Abriss vorausgesetzt man trainiert den Beckenboden sehr stark, über lange Zeit u am besten ein Leben lang . Denn laut ihm vernarbt der Abriss und die Muskulatur drum herum fängt mit auf . Überlege schon dazu einen neuen Faden zu öffnen. Aber erstmal hier. Liebe Grüße, Co

    Das befürchte ich auch. Habe einen neuen Faden eröffnet.. wer mag bitte schreiben. Wobei ich wohl nicht viel erwarten kann wenn sich deutschlandweit nur eine Handvoll Ärzte damit beschäftigen 🤨deshalb fände ich ja eigene Erfahrungen toll. Ich kann vaginal deutlich tasten dass mir Muskulatur fehlt. Eher Haut u Knochen. Sozusagen auf 9 Uhr alles ok auf drei Uhr nix da 😒

    Nanu, hier hat sich ja doch noch einiges getan, seit ich hineingeschaut habe ...

    Meine OP ist nun etwas über 6 Wochen her und ich soll nächste Woche mit Krankengymnastik, leichtem BB-Training beginnen. Ich hoffe, das ist nicht zu früh.

    Ganz beschwerdefrei bin ich noch immer nicht. Ein gewisser Druck oder Zug ist mittig quer über den Bauch zu spüren, vor allem links ist eine Stelle, die tat auch nach der OP immer weh. Nun ist es nur noch, wenn ich vom Sitzen aufstehe oder auf der Toilette bei leichtem Druck.
    Die FÄ weiß nicht, woher das kommt, sie vermutet, dass es ein leichter Zug vom eingesetzten Band sein könnte. Die Nähte sind lt. ihrer Meinung gut verheilt, die Fäden teilweise noch drin.

    Mein Bauch sieht immer noch ziemlich aufgebläht aus, aber ohne Blähungen. Lt. FÄ wäre das normal, da ja in mir "herumgeschnippelt" wurde und nicht zu knapp. Ich bezweifle, dass das noch normal ist, nach 6 Wochen.

    Die Straffung der hinteren Scheidenwand wg. der Rektozele hat noch keine absolute Beschwerdenfreiheit gebracht. Ich nehme an der Darm selbst hat sich so ausgedeht, so dass dies nun die Beschwerden macht, sobald ich nicht für weichen Stuhlgang sorge. Der Damm selber wurde auch nicht gefestigt, da spüre ich dann den Darm ...
    Mit der Blase hatte ich vorher kaum Probleme, aber irgendwie kommt mir es vor, als hätte sich da etwas mehr gesenkt. Das kann aber eigentlich nicht sein, denke ich. Lt. Untersuchung war es eine Zystozele Grad I, bei der keine OP notwendig war und die jede Frau, die geboren hat, mehr oder weniger hat.
    Nun bin ich ja 61 und mit den WJ durch, was auch ungünstig ist.

    Ich hoffe, dass sich alles noch etwas gibt. In 3 Wochen habe ich die Abschlussuntersuchung des Arztes, der mich operiert hat. Ich war hier im Ort (Kleinstadt) im KH, welches seit einigen Jahren das Beckenbodenzentrum hat.

    Mit einer Raffung der hinteren Scheidenwand, hatte er mir letztens gesagt, wäre es nicht gemacht gewesen. Es war gut, dass zusätzlich das Band eingesetzt wurde und der Scheidenstumpf (Hysterektomie 2007) gerichtet wurde. Das hatte er erst während der OP gesehen.


    Schlimm, wenn relativ junge Frauen schon derartige Probleme haben. Meine FÄ hatte das aber auch jahrelang bei mir ignoriert.

    Biri, wo genau wurde dein Band fixiert?

    Estriol (Creme, Ovula) nimmst du ja sicherlich?

    Das Senkungsgefühl sollte man schon im Auge behalten. Wenn du irgendwelche Zweifel hast, hol dir eine weitere Meinung ein.

    Oder auch zwei.


    Sechs Wochen sind noch keine Zeit, sprich mit dem Physiotherapeuten, ob du schon loslegen sollst.

    Das Band wurde hinten fixiert, am Kreuzbein.

    Ja, Hormonzäpfchen nehme icvh. Nun nur noch 2x/Woche.

    Die FÄ hat mir jetzt 6x Krankengymnastik aufgeschrieben, in Form von leichtem Beckenbodentraining.
    Sonderbar fand ich heute, beim 2.Mal, dass ich den Bauich bei den Übungen kräftig mit einziehen sollte. Eigentlich soll man doch den Bauch bei Beckenbodengymnastiuk nicht anspannen?! Habe mich gerade nochmal gelesen, die Übungen erinneren eher an Pilates-Übungen für Bauch und Beckenboden. Ich glaube das ist noch nicht gut für mich nach 7 Wochen, denn der Bauch sollte m. E. noch nicht so beansprucht werden. Andererseits kenne ich mich da zu wenig aus.

    Am 14.8. ist die Abschlussuntersuchung im KH, nächste Woche noch einmal eine Untersuchung bei meiner FÄ.
    Mal sehen, was sie sagt. So ganz in Ordnung scheint alles noch nicht zu sein, aber man sagt ja, das dauert 3 Monate.

    Hallo Biri, mein Rückbildungskurs nach der Geburt war auch mit viel Bauchmuskelübungen verbunden und auch jetzt nach meinen Op s ist es mit Gras rupfen und anspannen nicht getan sondern laut Physio soll ich eher Bauch -Beine-Po und Rückentraining betreiben.

    Aber meine letzte Op ist vier Monate her. Ich denke übertreiben solltest du nicht. Alles Gute

    Hallo Co82,

    danke für deine Antwort.

    Nun ja, reines Beckenbodentraining ist ja eher ohne Bauchanspannung. Zumindest steht fast überall gechrieben, dass man gerade dabei den Bauch nicht anspannen soll. Ich kann mich an Jahre zuvor erinnern, da wurde uns auch eingetrichtert, dass dabei der Bauch nicht angespannt werden sollte.

    Meine Laparoskopie ist jetzt gerade mal knapp 8 Wochen her. Fahrrad fahren darf ich noch nicht, Sport, der den Bauch stark beansprucht, soll man auch noch meiden. Meine FÄ hatte gemeint, ich soll leichte Beckenbodengymnastik machen. Die Physiotherapeutin hatte, so kam es mir vor, keine wirkliche Ahnung von meiner OP, was da gemacht wurde und da mein Bauch immer noch recht dick ist, will sie wohl auch dafür sorgen, dass sich da etwas tut. Nur "während" man den Beckenboden anspannt, den Bauch so stark das möglich ist einziehen... das finde ich ehrlich gesagt nicht gut. Aber ich habe auch nicht wirklich Ahnung davon, werde übermorgen mal fragen.

    Nach einer Entbindung ist es vielleicht etwas anderes, wenn man innen nicht geschnitten und genäht wurde und wenn deine OPO schon 4 Monate her ist, auch.


    VG Biri

    Ganz ehrlich, nach der kurzen Zeit wäre ich noch vorsichtig mit Bauchspannung.

    Vor allem, wenn du meinst, dass er noch geschwollen ist.

    Hallo Ihr Lieben, ich bin neu hier und hatte vor 10 Wochen eine vordere- und hintere Scheidenplastik-Op (mit Netz). Ich bin 59 Jahre alt und obwohl mein operierender Arzt auf diesem Gebiet hier am unteren Niederrhein sehr erfolgreich operiert, lief bei mir leider nicht alles rund, was aber an meiner Empfindlichkeit lag. Der Arzt ist super und hat sich auch nach der Entlassung um mich sehr gewissenhaft gekümmert.


    Meine Senkungsprobleme waren extrem. Blasen und Darm drückten auf die Scheide. Ich muss dazu noch sagen, dass ich mit 38 die GM herausbekommen habe. Ich habe damals 3 Riesenbabys zur Welt gebracht und hatte schon mit 38 eine arge Senkung und Knoten in der GM.


    Ich war immer sehr agil und habe gerne schwere Gartenarbeit verrichtet - das Ergebnis war dann die Senkung in beiden Richtungen seit 5 Jahren.


    Da ich kein Mensch zum Rasten bin, habe ich mich zur OP entschlossen. Da ich ein Instrument spiele (oft im Stehen und Gehen - was zu guter Letzt kaum noch möglich war) und diese Belastung enorm auf den Unterleib geht, habe ich mich fürs Netz entschieden.


    Tja und jetzt sitze ich hier und weiß nicht, was ich denken soll.


    Die Op war schon heftig - ich bin anscheinend sehr anfällig für Blutergüsse geworden.

    Nach der Op war mein gesamter Scheidenbereich grün und blau. Die Fäden an der hinteren Scheidenstraffung schmerzten bis in den Po. Ich konnte nur liegen oder stehen.


    Ich bin nicht zimperlich und eigentlich war ich schnell wieder dabei .... nur Sitzen ging gar nicht.


    Meine Blase funktionierte gut - mein Darm (ich habe oft Darmprobleme - Blähbauch mit Krämpfen und Blähungen, verbunden mit Durchfall) machen mir zu schaffen. Wenn ich Blähungen hatte drücke es auf alles. Pupsen war wie Gewitter bzw wie Erdbeben!


    Aber es ging aufwärts. Ich wurde entlassen und mein operierender Arzt sagte mir bei der Abschlussuntersuchung, dass ich einen kleinen Bluterguss im Bauch habe, der sich aber bald zurück bilden werden. Ich habe mich wirklich geschont, weil auch nichts ging!

    Nach 4 Wochen (nach der OP) hatte ich eine Blasenentzündung. Bei meiner Frauenärztin stellte ich mich deswegen vor. Sie untersuchte mich - schaute mit Ultraschall mal nach und schickte mich sofort zur Klinik zurück, weil ich ein 8 x 4 cm großen Bluterguss zwischen Scheidenwand und Blase hatte.


    In der Kinik wurde ich auf den Kopf gestellt - ich sollte am kommenden Tag dann operiert werden. Mein operierender Arzt entschied sich dann aber gegen einen Eingriff mit Vollnarkose und punktierte von der Scheide aus den Bluterguss. Er holte mehr als 200 ml geronnenes Blut heraus und ich dürfte mit strickten Anweisungen, seiner Telefonnummer und Mailadresse nach Hause.

    Er sagte mir, dass der Bluterguss sich über mind 2 Wochen weiter entleeren wird und dass ich jetzt besonders darauf achten muss, dass keine Keime in die Scheide kommen dürfen.


    Die Blaseninfektion wurde mit Antibiotika behandelt.


    Da ich seit der App immer noch über starke Schmerzen an der Straffungsnarbe litt, untersuchte er diese vor dem Eingriff am Bluterguss und stellte fest, dass die Fäden eingewachsen waren. Da ich kaum gesessen habe, haben sie sich nicht selbst gelöst. Er zog sie alle und ich erfuhr eine Erlösung!


    Durch das Öffnen des Blutergusses und das Ziehen der Fäden wurde ich von allen schlimmen Schmerzen und Irritationen der letzten Wochen auf einmal erlöst.


    Tja - und dann ging es mit mir langsam bergauf. Das Antibiotika mischte zwar meinen Darm arg auf und mein gesamter Darm schmerzte und blähte. Diese Blähungen drückten jetzt anders - ich spürte plötzlich das Netz. Es ist präsent - es ziept und pickst.


    Meine Blase ist seit des Verschwindens des dicken Blutergüsse wie ausgewechselt - aber es schmerzt immer mal mehr mal weniger bei der Entleerung (besonders zum Schluss). Jeder Pupser schmerzt leicht zum After hin - es zieht eigentlich unterm Beckenboden, da wo ich das Netz vermute.


    Wenn ich Kneifübungen machen, oder bewusst den Beckenboden feste anspanne - spüre ich nichts.


    Die lahmen Beine nach Spaziergängen werden auch immer seltener!


    Ich bin vor 2 Wochen beschwerdefrei gewesen.


    Da meine Ärztin mich vor 1 Woche gesundgeschrieben hat und mir auch sagte, dass nichts mehr verboten sei, mit einigen dauerhaften Einschränkungen, wie schweres Heben und Garten umgraben! -


    ... bin ich Rad gefahren - mit dem eBike und es ging gut.


    Wir sind dann in der Urlaub mit Räder, Wohnwagen und Hund.

    Alles war super und

    wir haben auch 2 x versucht uns sexuell zu nähern, was aber total in die Hose ging! Wir müssen wohl noch viel Geduld haben - nicht so meine Stärke! 🙈


    2 Tage später sind wir wieder so 14 km mit den eBike gefahren.


    Tags drauf sind wir spazieren gegangen und wurden leider von einem Gewitter überrascht. Wir sind zügiger gelaufen als mir lieb war, aber wir mussten aus dem Waldstück raus!

    Tja und dann sieht mein bekloppter Hund (den ich kurzzeitig an der Leine führte) einen Hasen und rast los und ich bin fast gestürzt. Und zu guter Letzt setzte bei mir noch einen Tag später - während der Heimfahrt - Durchfall ein. (Ich hatte abends vorher etwas FRUSTESSEN).


    Da wir aber auf der Autobahn waren, musste ich mind. 10 Minuten krampfhaft innehalten - ich konnte mich kaum halten vor Krämpfen. 🤣 - es ist aber !!! gut gegangen! 🥴.


    Seitdem ich habe aber das Gefühl, dass ich mich total mit allem übernommen habe. Das Netz ärgert mich seitdem. Es schmerzt leicht ganz unten - an den Stellen, an denen es fixiert wurde ... es ist irgendwie präsent und fühlt sich alles etwas gereizt an.


    Gott-sei-Dank habe ich noch 1 1/2 Wochen Urlaub.


    Zur Beruhigung: ich habe Dienstag einenTermin bei meiner Ärztin. Sie ist noch im Urlaub ..



    Mir geht es aber gut, von Tag zu Tag besser - außer ein Ziepen.


    Laufen und Beckenbodenkneifen sind wie vorher schmerzfrei. Die Scheide schmerzt auch nicht.


    Natürlich mache ich mir Gedanken, ob das die richtige Entscheidung war ... aber es ist zu spät! Ich hoffe, dass sich mein Körper daran gewöhnt.


    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Ganz liebe Grüße

    Illa

    ich glaube tatsächlich auch, dass du dich total übernommen hast. Drei Monate sind keine Zeit nach so einer doch eher umfangreichen OP.

    mir fällt noch ein, mein Frauenarzt hat mir zur Einnahme von Vitamin B-Komplex geraten, das hilft den Nerven, sich zu regenerieren, was zwei Jahre und meiner Erfahrung nach auch noch länger dauern kann. Bekommst du Estriol Zäpfchen? Auch sinnvoll in unserem Alter. 😃