Schmierblutungen, Schwindelgefühle

    Ich, 22 Jahre alt, habe seit über einem Jahr mit Schmierblutungen zu tun. Ich nehme NICHT die Pille und auch sonst keine hormonellen Verhütungsmittel.


    Ich war bereits zwei Mal bei einer Frauenärztin, diese hat ein genaues Blutbild während meiner Periode von meinen Hormonen machen lassen, alles war im Normalbereich. Der Krebsabstrich war negativ.


    Als Schlussfolgerung sagte sie mir dann, das meine Beschwerden bei manchen Frauen einfach normal seien.


    Ich habe meine Periode seit ich 14 bin und seitdem sehr unregelmäßig. Alle 2 - 6 Monate kommt sie und dann für 5 - 7 Tage, stark, schmerzhaft mit Übelkeit und Schwindel.


    Seit etwas über einem Jahr kamen dann auch die Zwischenblutungen/Schmierblutungen hinzu. Sie kommen unregelmäßig, aber bleiben dann auch einige Tage, das Längste waren 14 Tage am Stück.


    Ich kann ausschließen, dass es sich um die Periode handelt, da sich meine Periode ganz anders äußert und viel stärker ist.


    Meine Zwischenblutungen sind meistens dunkelbraun, es muss sich um altes Blut handeln. Was könnten die Ursachen sein, dass mein Blut so lange da drin bleibt?


    Ich bin definitiv nicht schwanger, habe auch seit langem keinen GV mehr, weil es mir weh tut. Auch Tampon/Finger einführen ist nicht mehr möglich, dann schmerzt es. Letztens habe ich es wieder versucht, danach war mir sehr schwindlig und mein Blutdruck war 90 zu 60. (Ich habe normal etwas Höheren)


    Ich weiß einfach nicht, ob das alles nur psychischer Natur ist oder ob doch eine körperliche Ursache dahinter stecken könnte?


    Irgendwie kommt mir das alles sehr komisch vor, aber die Frauenärztin meinte, das kommt manchmal vor.


    Wie sehr ihr das? Habt/Hattet ihr ähnliche Beschwerden?

  • 11 Antworten

    Ist das genauer?


    Bei mir wurde damals das alles getestet:


    FT3


    FT4


    Östradol (E2)


    Gesamt - Testosteron


    Bioverfügbares Testosteron


    TSH


    FSH


    LH


    Prolactin


    Sexualhormone bindendes Globulin


    Eine Freundin die im Gesundheitsbereich tätig ist, sagte mir, dass dieses Blutbild sehr genau war.


    Was würde der Endokrinologe noch testen lassen?


    Danke und liebe Grüße

    Zitat

    Als Schlussfolgerung sagte sie mir dann, das meine Beschwerden bei manchen Frauen einfach normal seien.

    Ich möchte mich nicht über eine Fachärztin erheben aber Schmierblutungen die regelmäßig vorhanden sind finde ich nicht normal sondern weisen oft auf eine Gelbkörperschwäche hin oder Endometriose. Eine vollständiges Hormonscreening plus Zyklusmonitoring kannst du bei einem Endokrinologen machen. Ich denke nicht, dass eine Gynäkologin in der Hinsicht die richtige Ansprechperson ist.

    Zitat

    Als Schlussfolgerung sagte sie mir dann, das meine Beschwerden bei manchen Frauen einfach normal seien.

    Das durfte ich mir auch anhören von einer Gynäkologin, die um meine Schilddrüsenerkrankung wußte. Aber bei mir war das gerade nicht normal und Folge einer unzureichenden Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion. Bei endlich guter Einstellung der Schilddrüse sind diese Zwischenblutungen dann auch verschwunden.


    Ich würde der Ärztin da nicht einfach glauben, dass das normal ist bei Frauen und generell den Arzt wechseln, da offensichtlich kein sonderliches Interesse an dir als Patient besteht und die Aussage zeigt, dass der Arzt von seinem Fachgebiet (!) keine ausreichende Ahnung hat.

    Danke für die Einschätzung, mir kam die Frauenärztin auch seltsam vor, obwohl sie so gut bewertet ist. (Auch von einer Freundin) Das hat mich stutzig gemacht.

    Zitat

    Primose, hast du auch noch die Werte zu den getesteten Positionen?

    FT3: 3,45 pg/ml


    FT4: 1,25 ng/dl


    Östradol (E2): 40,4 pg/ml


    Gesamt - Testosteron: 0,368 ngml


    Bioverfügbares Testosteron: 0,083 ng/ml


    TSH: 3,95 uU/ml


    FSH: 5,73 mU/ml


    LH: 4,0 mU/ml


    Prolactin 27,35 ng/ml


    Sexualhormone bindendes Globulin: 81,15 nmol/l


    Das Blut wurde mir am dritten oder vierten Tag meiner Periode abgenommen, das wurde mir von der Frauenärztin vorgeschrieben.


    Ich hatte früher eine leichte Schilddrüsenunterfunktion und habe lange Zeit 25mg Thyrex genommen. Als mir das Blut abgenommen wurde, waren die Tabletten schon ca. 1 Jahr abgesetzt.


    In der Zeit wo ich die Schilddrüsenmedikamente genommen habe, hatte ich zwar keine Zwischenblutungen, aber die Tage habe ich trotzdem nur alle 2 - 6 Monate bekommen. (Damals tendenziell sogar noch seltener)


    Die Frauenärztin und meine Hausärztin meinten unabhängig voneinander, dass ich keine Schilddrüsenhormone nehmen müsse.

    Zitat

    TSH: 3,95 uU/ml

    Das wäre mir persönlich zu hoch und damit hatte ich typische Unterfunktionsbeschwerden, eben auch Schmierblutungen. Aber es ist ja jeder anders. Manche fühlen sich damit auch gut.

    Zitat

    Die Frauenärztin und meine Hausärztin meinten unabhängig voneinander, dass ich keine Schilddrüsenhormone nehmen müsse.

    Das kenne ich und das hat sich als - an sich imho vermeidbare - ärztliche Fehleinschätzung herausgestellt.


    Hausärzte können bzgl. der Schilddrüse durchaus kompetent sein, evtl. auch der ein oder andere Gynäkologe, aber ich würde es mal mit einer 3. ärztl. Meinung von einem Endokrinologen versuchen. Bei dir funktioniert bei deinem Körper ja eh irgendwas auf hormoneller Ebene nicht, wie es soll:

    Zitat

    Ich habe meine Periode seit ich 14 bin und seitdem sehr unregelmäßig. Alle 2 - 6 Monate kommt sie und dann für 5 - 7 Tage, stark, schmerzhaft mit Übelkeit und Schwindel.


    Seit etwas über einem Jahr kamen dann auch die Zwischenblutungen/Schmierblutungen hinzu. Sie kommen unregelmäßig, aber bleiben dann auch einige Tage, das Längste waren 14 Tage am Stück.

    Zitat

    22 Jahre

    Bei einer sog. latenten Unterfunktion sind die beiden Werte noch im Normbereich, der TSH-Wert aber schon deutlich erhöht.


    Das ist keine Garantie, dass deine Beschwerden daher kommen und ich bin auch kein Freund davon, jedes Zipperlein auf eine Unterfunktion zu schieben, so man sie denn hat. Aber du könntest in der Richtung schon nochmal weitersehen, ob es vielleicht die Lösung deines Problems sein könnte.


    Frauenärztin und Hausärztin verheben sich da mMn, wenn sie irgendwelche Entscheidungen meinen treffen zu können. Es ist nicht ihr Fachbereich.

    Ich weiß nicht, ob das auch für latente Unterfunktionen der Schilddrüse gilt, ohne dass derjenige Hashimot hat, aber zumindest bei Hashimoto ist eine Behandlung mit L-Thyroxin bereits einer latenten Unterfunktion indiziert, vgl:

    Zitat

    Anders sieht es bei subklinischer Hypothyreose mit erhöhten Werten an Thyreoidea-stimulierendem Hormon (TSH) und normalen Werten des freien Tetrajodthyronins (T4) und Trijodthyronins (T3) aus: Bei erhöhtem TSH und gleichzeitig hohen TPO-AK-Werten sei eine Behandlung mit L-Thyroxin in der Regel indiziert, sagte Derwahl. Bei solchen Patienten kommt es gehäuft zu einer manifesten Unterfunktion, die durch eine Therapie teilweise abgefangen werden kann.


    Außerdem können typische Hypothyreose-Symptome - Müdigkeit, Depressionen und Gedächtnisprobleme - bereits bei latenter Unterfunktion auftreten. Die Medikation sollte also auf den TSH-Wert und die Beschwerden der Patienten abgestellt werden. Zusätzlich sind das erhöhte kardiovaskuläre Risiko und eine Hypercholesterinämie zu beachten. So wurden für subklinisch hypothyreote Patienten in mehreren Studien signifikant erhöhte Cholesterin- und LDL-Werte ermittelt.

    https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/hormonstoerungen/schilddruesen-erkrankungen/article/527384/behandlung-l-thyroxin-schon-latenter-hypothyreose.html


    Ich schreibe das nur, weil mich das echt nervt, dass es pauschal immer heißt, dass man mit einer latenten SDU keine davon kommenden Beschwerden haben könnte. ??Ich hatte davon z. B. neben chronischer müdigkeit und Abgeschlagenheit, kalten Händen und niedrigem Blutdruck, Schmierblutungen sowie eine Art depressive Verstimmung mit (grundlosen) passiven Todeswünschen. Das ging alles sehr rasch weg nach der Zufuhr von L-Thyroxin.??

    Danke für die Infos.


    Vor ein paar Jahren wurde bei mir ein Schilddrüsenulltraschall gemacht, als ich die leichte Unterfunktion hatte. Von Hashimoto war damals keine Rede, aber von einer leicht vergrößerten Schilddrüse. (Wirklich nur sehr leicht, von außen auch nicht sichtbar)


    Vermutlich werde ich nochmal so einen Ulltraschall machen lassen und mich wohl besser zum Endokrinologen begeben. Danke für die Tipps und Infos :)^