Zitat

    Zauberfee, das hat mit dem Alter durchaus etwas zu tun.


    Gib mal einer Sechstklässlerin einen Tampon und einer Elftklässlerin.

    Wie meinst du das? Ob das Einführen und Tragen eines Tampons schmerzfrei und angenehm funktioniert hat doch nichts mit dem Alter eines Mädchens/einer Frau zu tun.

    @ TanjaliebtWinter

    Zitat

    Für jemanden, der Umgang mit Kindern hat, sind deine Antworten nicht sozialer. Man sollte als Erwachsener gerade die Aufgabe haben Kinder und Jugendliche aufs Leben vorzubereiten. Das tut man aber nicht, indem man sich gegen alles auflehnt. Solche Eltern, die wegen jedem kleinen Zeug zur Schulleitung rennen sehe ich besonders gerne. Ich habe in Bezug auf das Problem mehrere Alternativen dargelegt, während von dir nur Protest kam. Wo sind deine Vorschläge, stella?

    Ich unterrichte jedenfalls bisher sehr erfolgreich, ohne Probleme und ohne Eltern, die wegen mir zur Schulleitung rennen müssen. Du auch?


    Ich bereite Kinder und Jugendliche aufs Leben vor. Dazu gehört auch, ihnen beizubringen, ihre Grenzen wahrzunehmen und gegenüber anderen Menschen zu wahren. Das Verhalten der Sportlehrerin greift in die Privatsphäre der TE ein und überschreitet eine ihrer Grenzen. Das hat sie gespürt und deshalb fragt sie hier um RAT.


    Ich lege keine Alternativen dar. Denn die TE muss sich dafür, dass sie während ihrer Periode nicht schwimmen will oder kann, nicht rechtfertigen. Ich setze dabei voraus, dass sie ehrlich ist und nur nicht am Schwimmunterricht teilnimmt, wenn sie tatsächlich ihre Periode hat. (Das nehme ich grundsätzlich mal bei allen meinen Schülern an, solange sie mir nicht das Gegenteil beweisen).


    Wenn die Sportlehrerin eine normale Entschuldigung von Seiten der TE nicht akzeptiert, muss sie ein ärztliches Attest vorlegen, was aus meiner Sicht kein Problem sein sollte. Ärzte sind in der Hinsicht nämlich meist feinfühliger und verständnisvoller :=o


    Abgesehen davon...die TE ist volljährig. Sie muss selbst wissen und entscheiden, war für sie das Richtige ist. Erziehungsversuche von Seiten der Sportlehrerin find ich allein schon deshalb unangemessen.


    So...und jetzt bin ich weg hier.... *:) *:)

    Zitat

    Ist im Arbeitsleben nicht anders. Da hilft es auch nicht, mit ner selbst geschriebenen Entschuldigung beim Chef rumzuwedeln.

    Nicht ganz richtig. Der Chef KANN ein ärztliches Attest verlangen. Er kann aber auch für die ersten zwei Tage darauf verzichten.


    Und außerdem kostet eine Krankmeldung den Arbeitnehmer nix. Ein Attest für eine/n Schüler/in kostet aber meist was. Wenn also eine Schule nicht wenigstens bis zu einem gewissen Grad Entschuldigungen von Eltern akzeptiert dann ist das imho :-X :-X

    Silbermondauge - dann muß frau aber sicherstellen, daß sie ein Attest vorlegen kann, wenn sie an einzelnen Aktivitäten aus irgendwelchen Gründen auch immer, nicht teilnehmen kann.


    Im Fall der TE sehe ich maximal eine Lehrerin, die auf die Begründung "Ich kann nicht schwimmen, weil ich menstruiere" keinen Bock hat. Muß sie ebenfalls nicht.


    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo das Problem liegt? Dann holt man sich eben ein Attest und dann ist gut. Das ist auch kein Eingriff in irgendeine Privatsphäre.

    Zitat

    06.09.15 11:53


    [...]Es ist nun mal ein beschissener Teil des Lebens einer Frau, genau wie Geburt oder Hausarbeit.[...]


    TanjaliebtWinter

    Wusste gar nicht, dass man Hausarbeit mit den "Problemen" Periode und Geburt, in dem Leben einer Frau, gleichsetzen kann ;-D


    Wäre schon ziemlich altmodisch, wenn du vermuten würdest, dass alle Frauen sich um den Haushalt kümmern müssen und alle Männer die Kohle in Haus bringen würden. Wären wir auch wieder beim Thema "Nicht alle sind gleich"

    Zitat

    Nicht ganz richtig. Der Chef KANN ein ärztliches Attest verlangen. Er kann aber auch für die ersten zwei Tage darauf verzichten.


    Silbermondauge

    Muß er aber nicht. Und wenn AN diese Regelung gnadenlos ausnutzen, dann wird für diese eben Attest vom ersten Tag an eingeführt. Gibt es auch einige Kandidaten in meinem Arbeitsumfeld.

    Zitat

    Und außerdem kostet eine Krankmeldung den Arbeitnehmer nix. Ein Attest für eine/n Schüler/in kostet aber meist was. Wenn also eine Schule nicht wenigstens bis zu einem gewissen Grad Entschuldigungen von Eltern akzeptiert dann ist das imho :-X :-X

    Eben - bis zu einem gewissen Grad. Weißt du denn, wie oft der "gewisse Grad" schon überschritten wurde?

    @ stella;:

    Ob du unterrichtest kann hier niemand nachprüfen.


    Ob der Beitrag den die TE verfasst sich hier wirklich so ereignet hat können weder du noch ich nachprüfen.


    Wir können nur vage annehmen, dass das was hier geschrieben wird auch so gesagt wurde. Wissen tun wir es nicht, da niemand dabei war.


    Und das sind keine Unterstellungen sondern Fakten.


    Deshalb sollte man die Sache vielleicht auch nicht hoch bauschen.


    Mir persönlich kommt die ganze Sache eher merkwürdig vor und wenn die Lehrerin das wirklich so gesagt hätte wäre sie mit Sicherheit nicht mehr im Schuldienst. Ich glaube eher, dass die Tampons ein Beispiel neben zahlreichen anderen Verhütungsmethoden waren.

    Zitat

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo das Problem liegt? Dann holt man sich eben ein Attest und dann ist gut.

    Würde ich zwar um Diskussionen aus dem Weg zu gehen auch "einfach so" machen, aber angesichts der Überlastung vieler Praxen, finde ich es ehrlich gesagt alles andere als sinnvoll, wenn schulpflichtige junge Frauen "gezwungen" werden, einmal pro Monat einen Arzt aufzusuchen, um sich ein fadenscheiniges Attest ausstellen zu lassen, wenn es eigentlich darum geht, keine Tampons nutzen zu wollen. (Was m.E. das gute Recht einer jeden Frau ist, auch wenn ich persönlich schon immer Tampons nutze).


    Und sich generell für ein halbes Jahr schwimmuntauglich schreiben zu lassen, kann ja auch nicht Sinn der Sache sein.

    Im Gegenteil: An der Stelle der TE wäre ich mal froh, wenn ich mir für Fehltage in der Schule selbst Krankenscheine schreiben dürfte.


    In Folge vom damaligen Amoklauf in Thüringen, woraufhin das so eingeführt wurde, da sich besagter Schüler die Entschuldigungen selbst schrieb, wirst du da auch vorm Schulamt keine Chance haben, wenn du dich beschwerst, dass die Schule Atteste verlangt.

    @ edge:

    Es ist aber so. Frag mal wie es mich früher angebrochen hat, wegen jedem Schnupfen und wegen einem Fehltag zum Arzt zu rennen. Vorm Arzt hat man sich dann meist gefühlt wie ein Schwerverbrecher, da man einen Krankenschein für die Schule und ein Attest für den Sportunterricht wollte.


    Und mit K Schein durfte man auch nicht eher wieder zur Schule, da kein Versicherungsschutz.


    Letztendlich hat das dann dazu geführt, dass man sich entweder mit 40 Fieber in die Schule schleppte oder mehrere Tage zu Hause blieb.