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    Die Valette hat eine anti-androgene Wirkung und kann die Scheidenschleimhäute austrocknen.

    Andi-androgen heißt nicht austrocknend i.S.v. Reduzierung des Wassergehalts von Haut und Schleimhaut. Eine antiandrogene Substanz mindert aber die Sebum-Produktion, darum die segensreiche Wirkung auf fettige, unreine Haut. Die Schleimhaut sollte davon unberührt bleiben.


    Eine trockene Vagina deutet eher auf einen Östrogenmangel hin, da sollte der/die Gyn mal einen Blutprobe nehmen und gegebenenfalls medikamentös gegensteuern, z.B. mit einer Creme, die Östrogen enthält.

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    Eine trockene Vagina deutet eher auf einen Östrogenmangel hin, da sollte der/die Gyn mal einen Blutprobe nehmen und gegebenenfalls medikamentös gegensteuern, z.B. mit einer Creme, die Östrogen enthält.

    Östrogenhaltige Creme parallel zur Pille? Schon mal an das erhöhte Thromboserisiko gedacht?:-/

    also ich würde ja an deiner Stelle nicht einfach die Pille wechseln, ohne das vorher mit dem Arzt zu besprechen, ich würde nochmal mit ihm ( oder einem anderen?) drüber reden und ihm nochmal deine Beschwerden schildern.


    Und für die trockene Scheide würde ich das Multigyn Actigel nehmen, das hat bei mir super gewirkt, wenn ich Probleme mit trockener Scheide hatte ( und ich nehm keine Pille, muss also nicht unbedingt davon kommen)

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    Wie ich schon schrieb: Es muss vorher ein Hormonspiegel erstellt werden, und falls der einen zu niedrigen Östrogenwert ergibt, könnte man medikamentös gegensteuern, entweder durch eine andere Pille oder eben eine weitere Ö-Quelle, aber das zu entscheiden ist Gyn-Aufgabe.

    Ein Hormonspiegel unter der Pille ist relativ sinnlos, zumal gerade die hormonelle Verhütung oftmals Ursache für Östrogenmangel ist.


    Zusätzlich nochmal Östrogen in Form von künstlich hergestelltem Östrogen zuzuführen (Creme, Gel etc.) erhöht das ohnehin schon durch die Pille erhöhte Thromboserisiko nochmal und sollte eigentlich so nicht ausprobiert werden. *:)

    Du nimmst die Valette wegen Endometriose. Ein Pillenwechsel wäre da nur auf Cerazette möglich und da wirst du das gleiche Problem haben. Bei Endometriose muss man eine Pille nehmen mit einem geringen Östrogenanteil, da dieser sonst das Wachstum der Endometriose fördert. Eine Pille mit niedrigem Östrogenanteil führt zu einem trockenen Intimbereich. Abhilfe schaffen da wirklich Östrogencremes oder Ovulas. Da diese nur in der Scheide angewandt werden und nicht geschluckt werden, führt dies auch NICHT zu einem erhöhten Östrogenspiegel im Blut, also kein Problem für die Endo.Allerdings sind alle diese Sachen rezeptpflichtig. Aber dein FA wird dir das schon aufschreiben.....

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    Da diese nur in der Scheide angewandt werden und nicht geschluckt werden, führt dies auch NICHT zu einem erhöhten Östrogenspiegel im Blut, also kein Problem für die Endo.

    Doch.


    Das Östrogen wird über die Vaginalschleimhaut aufgenommen und erreicht messbare Spiegel im Blut, somit ist Endometriose eine relative Kontraindikation.

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    Absorption


    Estriol wird auch bei intravaginaler Anwendung systemisch resorbiert, erkennbar an einem deutlichen Anstieg der Plasmaspiegel von unkonjugiertem Estriol. Maximale Plasmaspiegel werden 1–2 Stunden nach Verabreichung erreicht.

    http://www.kompendium.ch/Monographie.aspx?Id=b55ba3ac-c38f-4808-bb9a-c32889a0547d&lang=de&MonType=fi

    Also ich habe Endometriose und habe Estriol auch vaginal angewandt. Über die Vaginalschleimhaut gelangt so wenig davon in den Körper, so dass dies zu keiner Erhöhung des Östrogenspiegels im Blut führt, wurde bei mir mehrfach gemessen. Das sind mikromäßige Spuren, ganz anders als bei der Pilleneinnahme!!!!!. Zu wenig Estriol führt auf Dauer auch nicht nur zu Trockenheit in der Scheide sondern auch zu Scheideninfektionen und Harnwegsinfektionen, da die Schleimhäute von Scheide und Blase trocken werden. Hatte alle 4 Wochen eine Scheiden-und Blaseninfektion. Durch das Estriol als Creme alle 2-3 Tage konnte ich alles wieder in den Griff bekommen.

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    Über die Vaginalschleimhaut gelangt so wenig davon in den Körper, so dass dies zu keiner Erhöhung des Östrogenspiegels im Blut führt,

    Wenn es über die Vaginalschleimhaut kaum in den Körper gelangt, dürfte der Nuvaring als Verhütungsmittel ja auch nicht funktionieren, da er seine Hormone genau dort abgibt... :|N

    @ Girlsweety:

    buddleia hat ja bereits den wichtigen Teil aus der Fachinfo gepostet. Noch als Info: Die Resorption über Schleimhäute kommt von der Effektivität her gleich nach i.v. Gabe und ist weit besser als oral.


    Östrogenhaltige Präparate sind unter der Pille anwendungsbeschränkt, sie sollten nicht länger als 2 Monate angewandt werden, um das Thromboserisiko nicht über Gebühr zu steigern.

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    Eine antiandrogene Substanz mindert aber die Sebum-Produktion, darum die segensreiche Wirkung auf fettige, unreine Haut. Die Schleimhaut sollte davon unberührt bleiben.

    Sollte ist das richtige Wort-leider sind trockene Schleimhäute eine NW, die gerade unter antiandrogenen Pillen vermehrt auftritt. Ob möglicherweise eine zusätzliche Wirkung des Gestagens auf die Östrogenspiegel eine Rolle spielt, ist natürlich auch möglich.