Trotz Asthma Sterilisation bei der Frau? Risiko?

    Hallo,


    ich hätte eigentlich schon am 20.02. meinen Steri-Termin gehabt. Ambulant in einer Tagesklinik. Am 15.02. fing es aber plötzlich an, dass ich ständig einen leichten Bronchialkrampf hatte, der ab und zu auch so schlimm wurde, dass ich das Gefühl hatte einen Stein in der Brust zu haben, denn ich nicht abhusten konnte und gegen den mein allmorgendliches Asthma-Spray namens "Foster" auch nichts half. Der Hausarzt verschrieb mir "Salbutamol". Aber auch mit Salbutamol löste sich das nicht richtig.

    Ich habe Asthma Bronchiale seit ca. meinem 11.Lebensjahr aber normalerweise ist das super eingestellt, außer ich bin erkältet. Mit 17 hatte ich Eierstockzysten, während dieser OP hatte ich einen Asthmaanfall, allerdings hatte ich zu der Zeit noch geraucht. Mit ca. 23 Jahren und nikotinfrei hatte ich dann eine Augen-OP, auch in Vollnarkose. Ohne Asthmaanfall.


    Als ich dann also am 20.02. schon mein OP-Hemdchen und Haube auf hatte, kam der Anästhesist und wollte mich nochmal abhören, weil ich zuvor deshalb telefonisch gefragt hatte, ob die OP trotzdem möglich ist. Er hörte mich ab und stellte fest, dass halt ein gewisser Anteil der Atemluft nur wieder raus kam, wenn ich ihn halb hustend aus der Lunge presste. Dann sah er noch in der Akte nach und bemerkte, dass ich schon mal einen Asthmaanfall während einer Narkose hatte. Er meinte, da es jetzt keine dringende OP ist, würde er das Risiko eines Asthmaanfalls während der Narkose lieber nicht eingehen, denn es könne gut sein, dass ich ersticke, während er mich künstlich beatmet. Zudem würden die Mittel, die er mir während der Narkose spritzt, den Bronchialkrampf noch verstärken.


    Das war mir mehr als schlüssig, ging aber trotzdem enttäuscht nachhause.

    Dachte, dass ich mir die Erkältung einige Tage zuvor beim Hausarzt im Wartezimmer zugezogen hatte. Dort war nämlich alles am Husten als ich auf mein EKG und Blutentnahme für die OP gewartet habe.


    Das Problem sieht jetzt wie folgt aus: Ich habe beschwerdefreie Tage, an denen ich erst Reizungen durch bspw. Deo-Spray o.ä. ganz leichtes Asthma habe, was aber nicht so schlimm ist, dass ich Salbutamol nehmen müsste. Dann habe ich wieder Tage wie heute. Merke nach dem Aufwachen schon, dass ich verschleimt bin im Hals. Nehme ganz normal mein Foster-Spray. Gehe mit dem Hund raus, merke ein leichtes Asthma, das aber während meiner kleinen Wanderschaft wieder verschwindet. Jetzt sitze ich hier vorm PC und es ist wieder da.


    Es ist nicht mehr so schlimm wie am 20.02. Ich kann es mittlerweile besser abhusten und Salbutamol hilft mittlerweile auch. Salbutamol knallt mir manchmal ganz schön den Blutdruck runter (85/46 war bisher das niedrigste). Aber ich denke, da könnte man bestimmt irgendwie gegen steuern.


    Ich war bei meinem Hausarzt, weil ich die Steri unbedingt will! Ein Lungenfunktionstest wurde gemacht, der war gut. Er hörte mich ab (es war ein schlechter Tag) und er sagte was von Asthma Status 1 und hyperreagibles Bronchialsystem. Aber es werden auch noch andere Asthma- und sogar COPD-Patienten operiert und das klappt ja auch, meinte er. Als ich ihm dann sagte, dass der Anästhesist wegen einer vorherigen Narkose, die mittlerweile 16 Jahre her ist, wegen eines Astmaanfalls Bedenken hat, meinte er nur: "Da steht dem Narkosearzt natürlich der Schweiß auf der Stirn, wenn er beatmet und nichts mehr durchgeht." Er gab mir eine Überweisung für einen Lungenfacharzt. Bis ich dort einen Termin bekomme dauert es aber ewig.


    Eigentlich bin ich am 20.02. mit dem Anästhesisten so verblieben, dass ich einfach einen neuen Termin mache, wenn ich nicht mehr von dem Salbutamolspray abhängig bin. Ich brauche es nicht unbedingt aber an manchen Tagen ist es halt so, dass ich noch leichte Beschwerden habe. Die Beschwerden sind nicht mehr so arg, dass ich es nehmen müsste.

    Kennt sich jemand aus mit Asthma und Anästhesie oder hatte vielleicht das gleiche Problem? Soll ich einen neuen Termin machen? Ich will unbedingt meine Steri aber ich möchte danach auch gerne wieder aufwachen! Ich war so glücklich, dass das alles so reibungslos geklappt hat und ausgerechnet kurz vor dem Termin so ein Mist, wo ich doch sonst das ganze Jahr nichts habe!


    Sorry, für den langen Text aber mir liegt das wirklich sehr am Herzen. Habe mir die Steri schon seit meiner Jugendzeit gewünscht und träume mittlerweile schon von der OP, die dann kurz vorher nicht stattfindet, weil der Arzt mich doch nicht für mündig genug hält, das zu entscheiden. Und ja, ich habe Angst, dass ich dort rüberkomme, wie eine Drückebergerin - immerhin wäre der Termin am 20.02. gewesen und jetzt haben wir schon April. Ich bin verzweifelt ":/

  • 4 Antworten

    Hallo Mel,


    ich habe auch seit vielen Jahren Bronchialasthma. Bei mir ist es allergisch bedingt, habe aber auch Belastungsasthma.

    Ich bin gut eingestellt mit Viani und Salbutamol bei Bedarf. Das bedeutet aber nicht, dass ich beschwerdefrei bin. Ich leide überwiegend unter einem trockenen Reizhusten.


    Ich habe schon einige Vollnarkosen gehabt. Es gab aber nie Probleme.

    Nur einmal spürte ich Atemnot, als ich in einen Dämmerschlaf versetzt wurde. Ich wollte noch sagen, dass ich keine Luft bekomme, aber in der nächsten Sekunde war ich schon "weg".


    Versuch dich zu entspannen, denn Angst führt oft zur Hyperventilation und damit auch zu Atemnot.


    Liebe Grüße,

    Liandrah

    Hallo Liandrah,


    danke, für deinen Beitrag.


    Dachte mir anfangs auch, dass die das dann in Vollnarkose schon "managen" werden. Was mir aber Sorgen macht, ist halt die Aussage des Anästhesisten von wegen Verstärkung des Bronchialkrampfs durch die Narkosemedis und die Tatsache, dass das Foster-Spray (zwei Wirkstoffe) und Salbutamol (noch ein anderer Wirkstoff) erst gar nichts geholfen haben und selbst jetzt nur unzureichend wirken, um das gänzlich in den Griff zu kriegen. Salbutamol wirkt auch nicht sofort bei mir. Dauert einige Minuten.

    criecharlie schrieb:

    Wie kann man denn während der OP ersticken, wenn man einen Tubus gelegt bekommt?

    Das Bronchialsystem kann schon zumachen bevor der Tubis drin ist, was der ultimative Super-GAU der Anästhesie ist und auch mit Tubus kann es zu Bronchospasmen kommen, die kaum zulassen, dass noch Luft in die Lungen geht.


    Letzten Endes hat der Anästhesist das letzte Wort und deshalb solltest du deine Probleme und Bedenken wohl am besten mit eben diesem Arzt besprechen. Ich würde auch die Ergebnisse der Lungenfunktionsuntersuchung mitnehmen.