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    es hat sich aber auch mal ein Freund meiner Mutter an mich rangemacht und mich angefasst und befummelt, da war ich 13, später hat meine Mutter ihn rausgeschmissen und mir Vorwürfe gemacht

    Also, das finde ich persönlich viel übler, als das, was mir passiert ist... Aber immerhin hat sie ihn überhaupt rausgeschmissen!

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    :-o Sehr cool dass es keine Folgen hatte :)z jemand anderes hätte davon durchaus welche haben können.

    Seh ich genauso. Ich wäre wohl nicht so stark.

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    Also, das finde ich persönlich viel übler, als das, was mir passiert ist...

    Also ich finde Dein Erlebnis mit dem Arzt viel schlimmer, da warst Du ausgeliefert, ich konnte mich dem Typen immerhin entziehen. Was mich, neben dieser Aktion, verstört hat war das Verhalten meiner Mutter, sie war wahnsinnig wütend und ich glaube auch gekränkt, naja, und da ist sie eben auch auf mich losgegangen, obwohl ich absolut nichts provoziert hatte. Ich bagatellisiere dabei nichts, aber ich möchte es nicht überbewerten, es hat mir nicht geschadet.


    Jedenfalls möchte ich Dir Mut machen, dieses hässliche Erlebnis einfach als das abzuhaken, was es war: Ein ekeliger Übergriff eines Arztes auf einen unerfahrenen Teenager. Solche widerlichen Typen gibt's leider immer wieder, aber Du würdest Dir das nicht mehr gefallen lassen, weil Du jetzt eine sexuell erfahrene junge Frau bist, die so etwas schnell erkennen und und entsprechend handeln könnte. Nur Mut @:)

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    aber ich möchte es nicht überbewerten

    das ist schon auch richtig so, das muss man aber natürlich individuell entscheiden – und wenn das emotionale abhaken geht sollte man das definitv tun, die Gefahr mehr draus zu machen ist sicher nicht von der Hand zu weisen, die Gefahr es herunter zu spielen ist dagegen leider eher der Standard.


    Ich hab früher oft über das Thema geschrieben und das "also bei mir war's nicht so schlimm wie bei dir" usw kam da übrigens (bei mir und anderen) wirklich total oft vor, insofern hab ich was dazu gesagt, weil's halt wirklich klassisch ist.

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    Nur Mut @:)

    da schließ ich mich an!

    @ wallisii

    Ja, ich verstehe gut, was Du meinst. Es kommt sicherlich auf den Einzelfall an. Aber für mich war der Vorwurf meiner Mutter schlimmer als das Rumgetatsche und Befummeln. Und wenn ich mir mal vorstelle, irgend so ein alter Sack befummelt eine 13jährige im Fahrstuhl und die kann es aber mit ihren Eltern abhaken mit "Pfui, so ein oller Fummel-Opa, wenn der wieder in den Fahrstuhl mit Dir steigt, steige einfach schnell wieder aus", oder selbes Beispiel, die 13jährige erzählt es ihren Eltern, die schleppen sie zu einem Psychologen, der dann - vielleicht noch mit Puppen - dann zeigen oder nachspielen lässt, wo genau der böse Mann denn angefasst hat, was genau er gesagt hat und ob man jetzt Angst vor allen Männern hat etc pp.... ganz ehrlich, da finde ich - in diesem Beispiel - doch die erste Abhandlung der Sache gesünder für das Kind.


    Ich möchte unser TE einfach Mut machen, die Sache als das zu sehen, was es ist, und sie als nicht relevant für die eigene Sexualität zu betrachten. Es war ein ekeliger alter Lustmolch, der die Chance gesehen hat, ein junges, unerfahrenes Mädel auszunutzen und zu betatschen. Solche Säcke gibt's leider immer wieder.

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    Aber für mich war der Vorwurf meiner Mutter schlimmer als das Rumgetatsche und Befummeln.

    kann ich sehr gut verstehen, meine Mutter hat mir (Jahre später) im Affekt erstmal nicht geglaubt, nur kurz und dann doch, aber selbst so kurzes Nichtglauben hat schon extrem reingehaun, da kann ich mir gar net vorstellen was dann sogar Vorwürfe noch mit mir gemacht hätten.

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    Ich möchte unser TE einfach Mut machen, die Sache als das zu sehen, was es ist, und sie als nicht relevant für die eigene Sexualität zu betrachten.

    inzwischen scheint das ja so zu sein, was sich mswhiska aber halt erst erarbeiten musste. Ich auch aber ich hab mir nach dem Missbrauch auch gedacht, ach ist ja gar nichts passiert juhu^^ das war nur weit gefehlt (was aber u.U. auch seinen Sinn haben kann weil man noch nicht zur Auseinandersetzung bereit ist) Aber naja, das hat mit dem Faden an sich alles nicht so viel zu tun und ich neig zur Zeit wohl zum labern^^

    Na mir war schon klar, dass das irgendwie "komisch" war, was da ein erwachsener Mann mit mir gemacht hat, das war eben nicht väterlich sondern "komisch". Und ich habe das meiner Mutter gesagt, weil ich es irgendwie nicht richtig fand, sie flippte völlig aus, hat ihn rausgeschmissen mit den Worten, sie wäre kein altes Handtuch, das man einfach so benutzen und wegwerfen könnte und zu mir meinte sie, ich hätte ihm keinen Alkohol anbieten dürfen, dann wäre das auch nicht passiert??, aber Verkehr hätte er sich sicherlich nicht getraut, höchstens Petting.?? Klang für mich damals logisch, ich hatte also eine Teilschuld, und mehr als Fummelei war auch nicht passiert, bloß gut so. Aber so im Laufe der Zeit ist mir klargeworden, dass Alkohol keine Entschuldigung ist und ich selbst zu dieser Zeit überhaupt nicht einordnen konnte, was er da tat, ich war ein körperlich voll entwickeltes, aber naives Kind.


    Ich habe darüber nicht grübeln müssen, sondern die Lebenserfahrung hat es einfach mit sich gebracht, ganz automatisch. So, wie man Dinge erst im Nachhinein richtig versteht und einordnen kann. Und ich wünsche der TE, dass sie es auch gut verarbeiten kann als ein hässliches, aber sicher einmaliges Erlebnis, an dem sie absolut keine Schuld hat. @:)

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