Urealplasmen - bakterielle Vaginose

    Hallo ihr Lieben,


    ich habe mich heute hier angemeldet, weil ich mit meinem Latein am Ende bin und mir von euch den einen oder anderen Rat erhoffe.


    Im Jahr 2008 begann meine Odyssee mit ständig rezidivierenden Harnwegsinfekten. Damals habe ich meinen Mann kennengelernt und ich bin in den folgenden 3 Jahren 46mal mit Harnwegsinfekten behandelt worden, es gab meist Cotrim forte, Nitrofurantoin oder Ciprofloxacin. Da die Infekte nie weg gingen und unmittelbar nach dem GV auftraten, hat meine Ehe starke darunter gelitten, so dass mein Mann am Ende mehrfach fremd ging. Im letzten Jahr habe ich mich auf den Verdacht hin auf sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen und mein Gynäkologe fand heraus, dass ich an einer Ureaplasmeninfektion leide, aber er konnte mir nicht sagen, ob ich diese bereits länger habe oder erst im Laufe meiner Beziehung eingefangen habe. Ich habe daraufhin 3 Tage lang Azitromycin genommen, da nach einem erneuten Abstrich die Symptome noch da waren, habe ich auch noch 20 Tage lang Doxycyclin bekommen. Ich bin mir sehr sicher, dass mein Mann seine Einnahme nicht befolgt hat, aber wir haben uns am auch am Ende des Jahres getrennt.


    In den folgenden Monaten hatte ich keinerlei Beschwerden, das Brennen in der Harnröhre war vollkommen weg und auch der ständige Harndrang hat nachgelassen.


    Nun habe ich seit einigen Monaten einen neuen Freund. Schon nach dem 2. Sex waren die Beschwerden wieder da. Haben beide Azithromycin genommen und die Symptome waren sofort weg, allerdings hatte ich im Anschluss dann zur Abwechslung mal einen Pilz, der auch noch ein weiteres Mal auftrat. Habe beide Male Biofanal genommen, da der Pilz resistent gegen Clotrimazol ist.


    Letzte Woche Sonntag haben wir GV gehabt und am Mittwoch war das Brennen am Scheideneingang und in der Harnröhre so massiv, dass ich vor Schmerzen weder Sitzen, Stehen noch liegen konnte. Da ich berufsbedingt in einer anderen Stadt war, bin ich dort in die Gynäkologie des Krankenhauses, wo man mir erneut Azithromycin und auch Fluomizin gegen eine bakterielle Vaginose verschrieben hat.


    Bin nun mit beiden Medikamenten durch - aber die Symptome sind noch da: es brennt, als hätte ich mich in Tabasco gesetzt, ich habe das Gefühl, der komplette Scheideneingang ist geschwollen und ich muss ständig auf das Örtchen. Manchmal habe ich auch stechende Schmerzen und ein Ziehen im Unterleib wie bei der Periode.


    Sowohl mein Gyn als auch der Arzt im Krankenhaus sagten mir, dass die Ureaplasmeninfektion immer dann auftreten kann, wenn ich Stress habe oder mein Immunsystem im Keller ist und dass es keinerlei Prophylaxe gäbe. Zusätzlich zu meinem stressigen Job stresst mich allerdings auch die bloße Tatsache, dass ich Schmerzen habe und dass ich mir langfristig Sorgen mache, welcher Mann damit leben kann, wenn ständig der Matratzenspaß ausfällt. Ich meine, mein eigener Ehemann ist deshalb fremdgegangen und hat mich anschließend verlassen! Und ich merke jetzt schon, dass meine Libido aus bloßer Angst vor den zu erwartenden Schmerzen wieder abnimmt, obwohl mein neuer Freund der einfühlsamste Partner ist, den ich mir wünschen kann.


    Ich habe das Internet rauf und runter gelesen und kann einfach nicht glauben, dass die Ureaplasmen und auch die ständigen Vaginosen etwas sind, das man so hinnehmen muss. Gerade behelfe ich mir mit Wobenzym, das bislang ganz gut hilft, zumindest die größten Schmerzen zu lindern. Und Vagisan, aber es liegt nicht an mangelnder Feuchtigkeit.


    Die bloße Tatsache, dass mein Problem wieder da ist und ich ununterbrochen "da unten" eine Baustelle habe, macht mich echt fertig. Und ich brauche dringend eine Lösung, da ich beruflich bedingt Reisetätigkeit habe und wirklich Angst habe, in den wenigen Tagen daheim mit meinem Freund intim zu werden, denn dann ereilt mich das Problem unter Umständen wieder, wenn ich irgendwo im Nirgendwo bin.


    Es muss doch irgendwas geben! Ich bin wirklich bereit, jede Menge auszuprobieren. Das habe ich auch, als ich noch davon ausging, einfache Harnwegsinfekte zu haben. Da es sich aber vermutlich auch damals schon um Ureaplasmen handelte, würde es erklären, warum sämtliche Mittelchen keinen Erfolg zeigten. Aber die Enttäuschung und das Entsetzen, wenn es wieder kommt, werden von Mal zu Mal größer und ich bin wirklich verzweifelt, da ich befürchte, es könne bei mir auch eine depressive Episode auslösen.


    Vielleicht habt ihr ja ein paar gute Tipps von Betroffener zu Betroffener?

  • 22 Antworten

    Ja, hier. Ich hab die Probleme in den Griff bekommen.


    Erstmal einige Fragen:


    1. Wie verhütet ihr?


    2. Benutzt du Multi Gyn Actigel oder wie baust du deine Vaginalflora auf? Nach so viel Antibiotika lebt da unten nix mehr, was da eigentlich leben sollte.


    3. Welche Unterwäsche trägst du? Synthetik, Baumwolle, Tangas, Slips, etc


    4. Trägst du Strumpfhosen oder enge Hosen?


    5. Nimmst du Medikamente?


    6. Wie wäschst du deine Unterwäsche, Handtücher, etc?


    7. Hast du dich schon mit Gynatren oder Lyseen impfen lassen?


    8. Wurde mit Stovac geimpft?


    9. Wurden die Erreger der Blasenentzündung mal per Kultur bestimmt und waren das nur die Ureoplasmen oder auch andere?


    10. Hat sich dein Partner auch mal testen lassen? Viele Männer stecken sich bei der Frau an und haben dann aber keinerlei Symptome. Auch über Jahre. Sie sind dann aber Überträger und die Frau bekommt es immer wieder.


    11. Wurde eine Vaginalkultur angelegt und nach dem Verhältnis der guten Bakterien geguckt?


    12. Wie wäschst du dich? Welches Duschgel, ...etc.


    13. Hast du schon eine Kur mit D-Mannose versucht?

    Hallo kleine Hexe, danke für deine zahlreichen Fragen. ich wette, meine Antworten bieten jede Menge "Angriffsspielraum" - und das meine ich Nichtmals negativ, aber ich kann mir ein paar Antworten schon denken, bin aber trotzdem sehr gespannt, denn vielleicht liegt ja genau DA der Hase im Pfeffer!


    1. Ich verhüte mit der Marvelon, sonst nicht. Allerdings bekomme ich 24 bis 48 Stunden nach dem GV auch MIT Kondom die gleichen Beschwerden, es fühlt sich einfach gereizt an, als hätte ich zu viel des Guten gehabt, es ist alles geschwollen, ich habe auch mit Kondom Schwierigkeiten, überhaupt z.B. die Biofanal-Tabletten einzuführen.


    2. Ich habe bisher gar nichts benutzt, was die Vaginalflora wieder aufbaut. Das war in der Vergangenheit vermutlich schon der Fehler. Akut ist das Problem ja jetzt wieder seit Ende Juli da. Also rätst du zu Multi Gyn? Ich habe allerdings keine Probleme mit Trockenheit, auch nicht bei Erregung. Im Gegenteil. Ausfluss habe ich übrigens auch nie.


    3. Unterwäsche trage ich einfache Baumwoll-Panties


    4. Strumpfhosen trage ich nie, allerdings sind meine Jeans wohl ziemlich eng. Wenn ich Home Office habe und nach Feierabend trage ich daher immer Yogahosen oder weite Stoffhosen.


    5. Außer der Pille nehme ich gelegentlich ein Aspirin-Paracetamol-Kombiprodukt bei Migräne.


    6. Unterwäsche und Handtücher wasche ich mit wechselnden Waschmitteln sowie Impressen Hygiene-Weichspüler. Und das natürlich regelmäßig, Handtücher allerdings auch nicht täglich.


    7. Davon habe ich noch nie gehört. Allerdings habe ich jetzt im Juli zum allerersten Mal seit bestimmt 2005 überhaupt einen Pilz gehabt. In den letzten Jahren haben mich immer nur die Symptome einer Harnwegsinfektion geplagt.


    8. Die Strovac-Impfung lasse ich jedes Jahr auffrischen.


    9. Von 2009 bis 2011 wurde immer mal wieder versucht, eine Bakterienkultur zu züchten, aber durch Dauerantibiose war nie eindeutig zu erkennen, welche Bakterien meine Beschwerden verursachen. Beim letzten Abstrich hat mein Gyn neben den Ureaplasmen auch E-Coli entdeckt, allerdings in einer geringen Häufigkeit, die laut seiner Aussage normal sei und nicht zu den Beschwerden führt.


    10. Mein neuer Freund hat sich nicht testen lassen. Wir sind davon ausgegangen, dass wir Beie "clean" sind, wenn wir beide das Azithromycin genommen haben. Er hat kürzlich seinen Urin auch testen lassen, aber dies nur ganz normal, vermutlich wurde da keine Kultur angelegt. Mein zukünftiger Ex war da übrigens nicht sehr kooperativ, er hat kein Antibiotikum genommen, weshalb er mich vermutlich immer wieder angesteckt hat, auch wenn er keinerlei Symptome hatte.


    11. Vaginalkultur... gute Frage, das werde ich am Freitag meinen Gyn fragen, wenn ich ihn sehe. Über das Verhältnis der guten Bakterien zu den schlechten wurde ich weder im akuten Fall noch in der Vergangenheit aufgeklärt.


    12. Ich habe sämtliche Duschgels weggelassen und versuche es, soweit möglich nur mit lauwarmem Wasser, habe allerdings auch Vagisan und Sagella zum Testen aus der Apotheke bekommen. Ich bade allerdings relativ häufig und habe dann bisher immer Bübchen Babywaschlotion im Badewasser gehabt.


    13. D-Mannose musste ich jetzt erst einmal googeln. Ich bin mir nicht sicher, ob das hilft, ich habe auch in der Vergangenheit andere Produkte ausprobiert, die gegen Blasenentzündung wirken, aber offensichtlich habe ich nie eine klassische Blasenentzündung (Blase war bei jeder Spiegelung übrigens immer tiptop), sondern es sind die Ureaplasmen, die die Beschwerden wie bei einem HWI verursachen.


    Ich hoffe, das war so ausführlich wie möglich! Ich danke dir schon einmal für deine Mühe!

    Hallo!


    Danke für deine ausführlichen Antworten, da kommen wir vermutlich dem Problem schon näher ;-)


    1. Du musst die Pille absetzen. Da liegt meistens der Hund begraben. Die Pille führt, vor allem bei langjähriger Einnahme, oft zu einem lokalen Östrogenmangel an der Schleimhaut. Das wiederum führt dazu, dass die Schleimhaut (dazu gehört vaginal- und Blasenschleimhaut) extremst anfällig für Infektionen wird. Außerdem wird sie unmerklich trocken, was die Anfälligkeit für Infektionen noch verstärkt. Dann kann die natürliche Abwehr "da unten" nicht mehr funktionieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man erstens schneller eine Infektion bekommt und diese dann aber zweitens auch nicht abgewehrt werden kann. So kommt es zu diesen rezidivierenden Dauerinfektionen. Der Östrogenmangel ist auch daran schuld, dass sich die Schleimhaut nach antibiotischen Behandlungen nicht mehr wirklich von selber erholen kann. Was bedeutet, dass die guten Bakterien, also die natürliche Flora nicht mehr gut genug aufgebaut werden kann. Dadurch wiederum steigt die Anfälligkeit für Infektionen noch mehr und du bist in einem Teufelskreis gefangen.


    Das

    Zitat

    es fühlt sich einfach gereizt an, als hätte ich zu viel des Guten gehabt, es ist alles geschwollen, ich habe auch mit Kondom Schwierigkeiten, überhaupt z.B. die Biofanal-Tabletten einzuführen.

    und das

    Zitat

    Ausfluss habe ich übrigens auch nie.

    ist übrigens der Beweis dafür, dass diese Trockenheit und dieser lokale Mangel Höchstwahrscheinlich schon lange bei dir vorhanden sind. Eine normale Frau hat Ausfluss. Oft sogar ziemlich viel. Nicht umsonst gibt es eine riesen Industrie für Slipeinlagen in allen erdenklichen Stärken. Dass es sich bei dir nach dem Sex geschwollen und gereizt anfühlt, ist auch eine Folge dieser Trockenheit. Außerdem sollten diese Biofanal Tabletten (ich kenne die) sehr einfach einzuführen sein.


    Du hast aber recht: Vielen Frauen fällt das nicht auf weil sie sich sehr sehr schnell an diesen Zustand gewöhnen. Es ist ja auch ein schleichender Prozess und häufig kommen die Beschwerden dadurch erst, wenn mal eine Infektion da war.


    Du solltest deshalb übrigens nie, nie, nie ohne Gleitgel Sex haben. Momentan zumindest nicht. Denn Reibung auf zu trockener Schleimhaut führt dazu, dass du dir Mikroverletzungen zuziehst (deshalb auch das gereizte Gefühl danach) und die Bakterien, die bei jedem Sex zwangsweise mit rein kommen, da ein nettes Zuhause finden, in dem sie sich wunderbar vermehren können.


    2. Ja, das war und ist ein großer Fehler. Du musst nach jeder antibiotischen Therapie aufbauen. Dafür kommen Döderlein Kapseln oder Vagiflor in Frage. Mein Arzt rät dazu, zuerst zwei Wochen jeden Abend, dann eine Woche jeden zweiten, dann jeden dritten, ....etc. Und bei rezidivierenden Infekten langanhaltend, gerne ein Leben lang.


    Bei vorhandenen Problemen hat mir immer Multi Gyn Actigel oder das Flora Plus oder die Kombination aus Beidem (Flora nachts, Acti tagsüber) gut geholfen. So konnte ich mir auch manches Antibiotika sparen. Zum Aufbau ist aber oben genanntes besser geeignet. Man kann aber tagsüber trotzdem Multi Gyn benutzen. Das Actigel eigenet sich auch als Gleitgel.


    3. - 6. Klingt super ;-)


    7. Diese Imfpung stimuliert das Immunsystem, wieder mehr körpereigene, gute Laktobazillen zu bilden. Es ist also keine direkte Prävention gegen bestimmte Erreger. Da Blasenentzündungen nach dem Sex und eine schlechte Flora oft eng zusammen hängen, würde ich dir diese Impfung empfehlen. Vor allem auch deshalb, weil du deine Flora nie aufgebaut hast. Mir hat das sehr geholfen.


    8. Strovac ist gut, hilft aber nur gegen E.coli. Insofern hilft es dir nicht gegen deine Ureaplasmen.


    9. Doch, bei Frauen, deren Schleimhaut schon angegriffen ist, können auch geringste Konzentrationen von Bakterien zu Beschwerden führen. Es gibt da irgendwo Studien dazu, ich hatte die mal ausgedruckt, aber wohl weg geworfen.


    10. Schade mit deinem Ex, aber so sind halt manche. Das ist ja jetzt vorbei.


    11. Das mit der Vaginalkultur frage ich deshalb, weil es nämlich auch die Abwehr da unten schwächt, wenn das Verhältnis zwischen den guten Bakterien innerhalb der Flora nicht stimmt. Es gibt da mehrere Stämme, die in bestimmten Verhältnissen zueinander da sein müssen. Ist der Stamm, der eigentlich weniger da sein sollte, vermehrt da, kann das die Abwehr sehr schwächen. Dieses Ungleichgewicht bekommt man meiner Info nach nur mit der Gynatren oder Lyseen Impfung wieder kuriert. Denn alles was du unten einführst an Bakterien, wird dort nicht heimisch. Es sorgt nur für eine gute Ausgangsposition für die körpereigenen Bakterien, damit die sich regenerieren können.


    12. Lass alle Duschgels, sowie Sagella und auch andere Intimwaschsachen erstmal weg. Das ist im Endeffekt alles nicht gut wenn man Probleme hat. Auch beim Baden reicht Wasser. Gerade bei so starken Beschwerden würde ich da momentan nix riskieren. Bio-Kokosöl ist gut für die Intimpflege, das kannst du ja auch ins Badewasser machen.


    Sind die Ureaplasmen denn dann auch in der Vagina? Konstant oder nur manchmal?


    Das ist jetzt ziemlich viel Text geworden :)_ , ich hoffe, da war irgendwas dabei, mit dem du ansetzen kannst.

    Ich werde bekloppt. Seit Sonntag ging es stetig besser, gestern war ich vollkommen beschwerdefrei.


    Und heute morgen wache ich auf und seitdem ist das Brennen wieder da und wird immer schlimmer.


    Ich weiß nicht, woran es liegen könnte. Der einzige Unterschied zu gestern ist, dass ich 6 Stunden durchgeschlafen habe ohne auf die Toilette zu müssen und heute morgen im Büro Kaffee getrunken habe.


    Aber das kann es ja nicht sein.


    Habe jetzt hier auch bloß Wobenzym und Vagisan.

    Hallo kleine Hexe, so, jetzt kann ich wieder uneingeschränkt ins Internet und nochmals die Fragen beantworten.


    Wobenzym sollte laut der Apothekerin im Urlaubsort auch bei Entzündungen und Abschwellen im Intimbereich helfen. Zumindest 3 Tage lang dachte ich auch, dass es geholfen habe. Als ich am Mittwoch die unangenehmen Schmerzen hatte, half es jedoch gar nicht. Kurioserweise ging das Brennen weg, nachdem ich ein kleines Bier getrunken hatte.


    So, nun zu den Fragen und Hinweisen.


    1. Pille absetzen... was ist denn die Alternative? Ich denke, hormonelle Verhütung fällt komplett aus, weil sich das Problem nicht erledigen würde oder? Meine Odyssee fing übrigens an, nachdem ich 2005 angefangen hatte, mit der Dreimonatsspritze zu verhüten, damals war ich nur die ersten Jahre Single und vermutlich war ich dann später schon so "ausgetrocknet", dass alles seinen lauf nahm. Meine damalige Ärztin hatte es auch erst 2009 für notwenig gehalten, mich darüber aufzuklären, dass die Spritze das Scheidenmilieu austrocknet und ich bin daraufhin zurück zur Pille.


    Es macht Sinn, was du bezügliche des Ausflusses schriebst, so hatte ich das nie gesehen, ich habe einfach immer nur gedacht, ich hätte Glück und habe keinen... aber tatsächlich hatte ich das früher auch. Ich hatte immer den Eindruck, dass ich beim Sex nicht trocken bin, immer nur, dass alles geschwollen ist, aber du wirst Recht haben, auch was das Einführen der Tabletten angeht - bei Tampons übrigens noch schlimmer, allerdings habe ich gelesen, dass ich die wohl auch weglassen sollte, weil sie noch zusätzlich austrocknen.


    Bei Gleitgel habe ich übrigens immer das Gefühl, es wird irgendwann klebrig und noch unangenehmer, daher habe ich ein ölbasiertes Produkt (Pjur), es war auch immer besser damit als ohne.


    2. Die beiden Gels werde ich mir heute mal zulegen, habe gleich auch einen Termin bei meinem Gyn, da werde ich ihm ein paar Dinge noch einmal um die Ohren hauen. Schmiert man damit einfach die Schleimhäute ein?


    7. Das werde ich auch ansprechen. Ist allerdings gerade auch ein Kostenfaktor bei mir, ich arbeite diesen Monat das erste Mal wieder Vollzeit seit 1,5 Jahren und finanziell war es bisher eher mau. Aber ich werde auch das gleich ansprechen.


    8. Macht auch Sinn, dass mich auch wenige Erreger schon schwächen. Allerdings wüsste ich auch da nicht, wie ich es verhindern kann, außer indem ich jetzt daran arbeite, die Scheidenflora wieder aufzubauen. Meine alte Ärztin hatte allen Ernstes doch gefragt, wie herum ich mich abputze, aber gut, dass soll es auch geben, dass falsche Hygiene dazu führt, dass e-coli in die Scheide gelangen.


    11. werde ich auch gleich ansprechen!


    12. Mache ich auch schon seit geraumer Weile. Bio-Kokosöl ist noch ein guter Hinweis, das habe ich eh immer daheim und nutze es vielfältig.


    Die Ureaplasmen werden nicht im Urin entdeckt sondern im Abstrich aus der Scheide. Ich bin mal gespannt, wie der Doc gleich reagiert, denn normalerweise hatte ich den Termin heute, um zu sehen, ob das Azythromycin kürzlich angeschlagen hat, aber dann hatte ich ja vergangene Woche erneut eine Antibiose damit.


    Hab mir übrigens D-Mannose gekauft und gestern damit angefangen, denn die Rezensionen waren ja auch unglaublich toll, kann auch nicht schaden.


    Ich melde mich später mal! Danke dir schon einmal vielmals für alles... so viel Zeit hat sich kein Arzt bisher genommen, mal verschiede Ansätze zu finden!

    So... Gynatren wird gleich geimpft, Oestro/Gynaedron bekommen... überlege noch, ob ich nicht statt dessen Multi Gyn benutze.


    Pille soll ich jetzt zwei Monate absetzen um zu sehen, wie ich damit klar komme.


    Urikult und Vaginalkultur werden angelegt.


    Döderlein hole ich auch gleich.

    Zitat

    Pille soll ich jetzt zwei Monate absetzen

    Es dauert mindestens 6 Monate, bis sich der Hormonhaushalt nach absetzen hormoneller Verhütungsmittel wieder normalisiert hat. 2 Monate bringen da garnichts!

    Ja, gerade fühle ich mich auch sehr gut. Die Beschwerden waren unmittelbar nach der Gynatren-Impfung in Kombination mit Mannose weg. ich hoffe, das bleibt so. Heute nehme ich meine letzte Pille und dann warte ich mal, was mein Körper so sagt.


    Und ja, Schwarz666, das weiß ich wohl. Es geht erst einmal darum, zu sehen, wie mein Körper generell reagiert. Habe die Pille nun 20 Jahre genommen bzw, sogar mal 6 Jahre dazwischen die Dreimonatsspritze.


    Wenn ich merke, ich komme gar nicht klar ohne die Pille, dann müssen wir eine Lösung finden.

    Ohje da hast du ja einiges mitgemacht. Ich hatte früher auch ständig Probleme mit Harnwegsinfekten. Pille wurde nach langem hin und her damals abgesetzt und MulitGyn Actigel wurde mein ständiger Begleiter. Hab ich sicher einige Monate täglich benutzt, besonders nach dem Sex. Ganz ganz wichtig: Sofort auf die Toilette nach dem Sex und generell viel trinken.


    Heute habe ich keinerlei Probleme mehr, was ich mir damals gar nicht mehr vorstellen konnte.


    Ich wünsch dir alles Gute!

    Danke, Phenolphtalein. Es ist zwar erst zwei Wochen her, dass ich die Maßnahmen ergriffen habe, aber bisher bringt nichts. Beim Sex nicht und danach auch nicht. Ich bin wirklich zum ersten Mal zuversichtlich.

    Es ist mal wieder soweit. Seit über einer Woche bestialische Schmerzen. Ich führe nun schon Tagebuch, um mal ein Muster erkennen zu können.


    Trotz Mannose und Multi Gyn und Milchsäurebakterienkur Könnte ich die Wände hochgehen. Das Kuriose ist, das brennen in der Harnröhre ist immer präsent, aber einmal am Tag wird es für ein bis 2 Stunden so schlimm, dass ich einfach nur noch weinend auf der Toilette sitzen kann.


    Ich habe gleich einen Termin bei meinem Gynäkologen, aber ich weiß jetzt schon, dass er einfach wieder eine Antibiose anordnen wird.

    Jetzt haltet euch mal fest - nachdem ich letzte Woche jeden Tag gelitten habe, das Brennen sogar wie in Schüben auftrat und ich manchmal 1-2 Stunden lang nur heulend auf dem Pott saß, hat mich am Dienstag ein Spezialist aus MUC angerufen, da ich viele Spezialisten in meiner Verzweiflung angeschrieben habe.


    Er fragte, ob ich einen Beckenschiefstand habe - ja - und meinte, ich habe keine bakteriellen Infekte, ich habe eine Verspannung der Beckenbodenmuskulatur. Es erscheint sehr schlüssig, denn seit ich Yogaübungen mache und die Wärmflasche benutze und mich davon frei gemacht habe, dass ich etwas Hochansteckendes und Chronisches habe, hab ich nichts mehr!!!


    Ich werde jetzt noch zum Osteopathen gehen und das Becken mal wieder richten lassen, was ich schon seit zig Jahren nicht gemacht habe... Und ich bin ehr zuversichtlich, der Doc sagte, er habe haufenweise Patienten wie mich, die nicht mehr ein noch aus wissen und denen so einfach geholfen werden kann. Zumal ich nach all den Dosen Azythromycin und Doxy gar nicht mehr haben dürfte. Das wäre ein Knaller... ich halte euch mal auf dem Laufenden!