Bei Männern gibt es in dem jungen Alter einfach keine BASIS, weswegen eine Krebsvorsorge sinnvoll wäre. Ist bei Frauen ja auch gestaffelt, Abstriche gibt's schon lange vor Brustkontrolle. Vorsorge bei Männern fängt halt erst später an, weil die potenziellen Krebserkrankungen erst in höherem Alter auftreten. Und Fakt ist, dass prozentual betrachtet nun mal viel weniger Männer zur Vorsorge gehen als Frauen. Ob es daran liegt, dass sie Jahrzehnte nicht mussten und in höherem Alter dann nicht dran gewöhnt sind: Keine Ahnung. Es gibt halt keinen Grund, einen 17jährigen zur Krebsvorsorge zu schicken. Und davon reden wir hier. Sowie von Kontrollen, mit denen mögliche Nebenwirkungen eines frauenspezifischen Medikaments entdeckt werden sollen. Wäre sicherlich bei Männern auch so, wenn die die Pille nehmen würden.


    Wenn wir über andere Dinge als Krebsvorsorge reden: Das sind inviduelle Gesundheits-Probleme, und mit denen sollte MANN halt zum Arzt gehen. Wenn ich aber hier so manche Fäden zu "Hilfe, ich muss zum Urologen lese"... ;-)

    Zitat

    Tatsächlich? Wieso leben Frauen dann durchschnittlich länger als Männer?

    Das Argument kann man zwar noch anführen, es ist aber bereits grenzwertig, denn seitdem Frauen so leben "dürfen" wie Männer, verläuft die Scheere der Altersdifferenz beim Todeszeitpunkt immer weiter zusammen. Also in einigen wenigen Jahrzehnten wird der Unterschied wohl kaum noch vorhanden sein, außer es gibt mal wieder Krieg. Dann sterben die Männer natürlich wie die Fliegen.


    Davon einmal abgesehen, schau dir mal an, wie die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern und Frauen war, bevor es medizinische Versorgung gab: Da war die Sterblichkeit von jungen Frauen deutlich höher als die der Männer. Vor Allem durch das Risiko von Schwangerschaft und Geburt.

    Zitat

    Das Argument kann man zwar noch anführen, es ist aber bereits grenzwertig, denn seitdem Frauen so leben "dürfen" wie Männer, verläuft die Scheere der Altersdifferenz beim Todeszeitpunkt immer weiter zusammen. Also in einigen wenigen Jahrzehnten wird der Unterschied wohl kaum noch vorhanden sein, außer es gibt mal wieder Krieg. Dann sterben die Männer natürlich wie die Fliegen.

    Auch ohne Krieg sehe ich mehr alte Witwen (deren Männer nicht im Krieg gestorben sind) als alte Witwer.


    Ich selbst meide Ärzte, wo es nur geht.


    Arbeiten im Krankenhaus ist für mich okay, aber als Patient bekommt mich da keiner rein. ;-)

    Zitat

    Weil er kein Facharzt ist um solche hormone zu verschreiben – dafürm gibts ja spezialisten in dem Fall der Frauenarzt der auch richtig untersucht

    Ist es denn ärztliche PFLICHT die Frau richtig zu untersuchen bevor ein Rezept für hormonelle Verhütung ausgestellt wird?


    Beziehungsweise ist es VERBOTEN hormonelle Verhütungsmittel ohne vorherige und regelmäßige Untersuchung zu verschreiben?


    Die Pille ist ja nur verschreibungspflichtig, nicht untersuchungs+verschreibungspflichtig, oder?


    Ich frage das deshalb, weil du ja vorher geschrieben hattest, dass Ärzten die dauerhaft und ohne Untersuchung die Pillen verschreiben die Praxis dicht gemacht gehört.

    Zu Arztbesuch und Pillenrezept

    Ich ließ mir vor jahren von einer Gynäkologin (die einzige hier vor Ort und mit der ich gar nicht klarkam) ein Rezept über 6 Monate ausstellen und bestelle über dieses eine Rezept online in Holland.


    Mein Gynäkologe in der nächsten Großstadt (bei dem ich früher vor diversen Umzügen war), ist damit einverstanden. Zu ihm gehe ich nur alle paar Jahre mal.

    Zitat

    Vorraussetzung für die Verordnung ist eine umfassende gynäkologische Untersuchung einschließlich der Kontrolle der Brüste und ein Vaginalabstrich.


    Unter der Pilleneinnahme sollte ein regelmäßiger halbjährlicher Besuch beim Frauenarzt erfolgen. Dabei wird unter anderem der Blutdruck kontrolliert, da ein erhöhter Blutdruck einen Risikofaktor z. B. für den Herzinfarkt darstellt.

    http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_pille-kontrolluntersuchungen_678.html

    Zitat

    Die Pille ist ja nur verschreibungspflichtig, nicht untersuchungs+verschreibungspflichtig, oder?

    Ich hoffe sehr, du kritisierst genauso die ganzen anderen med. Untersuchungen, um ein Nachfolgerezept zu bekommen, wie mehrfach schon von mir geschrieben. Du beziehst das sehr einseitig auf die Frauen bzw. auf die Pille. Das ist mir schlicht und ergreifend zu einseitig und zu wenig (wenn man sich schon darüber aufregen kann, dass Frauen dort erpresst werden).

    Da das Zitat von mir stammt: Nein, ich kritisiere es nicht dass bei Folgerezepten in der Regel auch eine Untersuchung statt findet.


    Ich denke auch, dass jeder verantwortungsbewusste Arzt das so handhaben sollte. Trotzdem gibt es nun mal Ärzte (und Apotheker) die das nicht so genau nehmen und Menschen denen eine Untersuchung egal ist oder die eine Untersuchung sogar umgehen wollen.


    Meiner Meinung nach findet man für ziemlich alles Ärzte, die das mit den Untersuchungen und Rezepten nicht so genau nehmen. Oder wenn man einen guten Draht hat, auch Apotheker die das mit den Rezepten nicht so genau nehmen.


    Wenn eine Frau hormonell verhüten will und sich aber dafür nicht untersuchen lassen will, dann wird sie auch einen Arzt finden der ihr das Rezept einfach so ausstellt. In deinem Zitat steht ja auch nur ein "sollte ein regelmäßiger halbjährlicher Besuch beim Frauenarzt erfolgen". Kein muss erfolgen.


    Wie gesagt, von 8 Jahren Pilleneinnahme habe ich mich nur 4 Jahre lang tatsächlich gynäkologisch untersuchen lassen. Im Nachhinein finde ich das auch nicht gut, inzwischen nehme ich die Pille nicht mehr und lasse mich, weil ich das so will, regelmäßig durchchecken.

    Zitat

    In deinem Zitat steht ja auch nur ein "sollte ein regelmäßiger halbjährlicher Besuch beim Frauenarzt erfolgen". Kein muss erfolgen.

    sicherlich kann das jeder Frauenarzt für sich entscheiden und auch jede Frau. Ein Frauenarzt der auf eine halbjährliche Untersuchung besteht wird logischerweise auch nur Patientinnen haben, die davon ebenso überzeugt sind oder es über sich ergehen lassen.


    Ich gehe, trotz das ich die Pille nicht nehme, halbjährlich zur Untersuchung. Das geht schnell und kostet im Endeffekt weniger, als würde eine schwerwiegende Erkrankung zu spät festgestellt werden.


    Vorsorge ist besser als Nachsorge – aber das muss logischerweise nicht jeder so sehen.