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    aber dann hätte dir ein Frauenarzt Besuch doch auch nicht viel gebracht.

    Doch. Wenn ich ihr meine Zunge gezeigt hätte, hätte sie erkannt, was da wuchs. ;-) Als sie mich zum ersten mal nach den diversen Therapien sah, berichtete sie mir, daß sie erst vor Kurzem eine Patientin mit einer Vorstufe für meine Erkrankung zu den MKGs oder HNOs gescheucht hätte.


    Das Problem von HPV im oralen Bereich hast du schon richtig erkannt. Besonders gerne betrifft es die Mandeln und den Zungengrund; aber bei Leuten, die lieber alles ignorieren, geht's auch am Zungenäquator. Asche über mein Haupt.

    Der Statistik kannst du entnehmen, dass Daten zum Gebärmutterhalskrebs im Alter ab etwa 15 Jahren vorliegen. Nur mal als Vergleich der Darmkrebs: Hier liegen Daten frühestens ab einem Alter von etwa 35 Jahren vor.


    Ich hoffe, es ist jetzt klarer, was ich mit dem Risiko meine.

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    Doch. Wenn ich ihr meine Zunge gezeigt hätte, hätte sie erkannt, was da wuchs. ;-) Als sie mich zum ersten mal nach den diversen Therapien sah, berichtete sie mir, daß sie erst vor Kurzem eine Patientin mit einer Vorstufe für meine Erkrankung zu den MKGs oder HNOs gescheucht hätte.

    Also ich zeige meinem FA nie die Zunge ":/

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    Ich hoffe, es ist jetzt klarer, was ich mit dem Risiko meine.

    Ja und bei anderen Krebsarten?

    Das kannst du doch selbst nachlesen ":/


    Bauchspeicheldrüsenkrebs in jungen Jahren zu bekommen, hat eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 0%. Da ist deine Freundin die tragische absolute Ausnahme. Gebärmutterhalskrebs ist eben keine tragische Ausnahme, sondern leider tragische Regelfälle.

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    Bauchspeicheldrüsenkrebs in jungen Jahren zu bekommen, hat eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 0%. Da ist deine Freundin die tragische absolute Ausnahme. Gebärmutterhalskrebs ist eben keine tragische Ausnahme, sondern leider tragische Regelfälle.

    puh ich kenne schon 2 Mädels unter 20 die Bauchspeicheldrüsenkrebs hatten die eine hat überlebt die andere nicht während ich keine einzige kenne die in dem Alter Gebährmutterhalskrebs hatte. Aber nunja so können einen subjektive Erfahrungen "täuschen". Allerdings steht doch bei Jugendlichen eine viel höherer Alnteil an Läukemie oder nicht?

    Ich bin immer 1xpro Jahr gegangen:


    Brustabtasten (und ich bin noch keine 30!)


    Chlamydienabstrich


    Und ne Kontrolle auf Pilze und Bakterien wurde immer kostenlos gemacht bei mir.


    Ich bin auch nicht privat versichert oder so und denke mal daher dass das Standard Leistungen sind @:)

    Ganz grundsätzlich:


    An der Vorsorge mögen die Ärzte vielleicht verdienen – aber es sind halt nationale, von Experten entwickelte Leitlinien, die dem zu Grunde liegen. Klar, die Experten sind Ärzte – aber der Kostenfaktor spielt dabei durchaus eine Rolle.


    Und der weibliche Körper ist im Gyn-Bereich nun mal anfälliger. Hormonschwankungen im Zyklusverlauf, best. Erkrankungen,... All das rechtfertigt die Vorsorge, die bei Frauen früher anfängt. Männer erwischt es später und die gehen ja eh viel seltener.


    Aber 2x im Jahr Gyn liegt ja z.T. auch daran, dass mit der Pille ein Medikament verordnet wird und man dementsprechend Kontrollen durchführen muss.


    Mein erster Gyn-Termin mit 21 (war vorher nie, kein Bedarf) resultierte in Not-OP mit großem Bauchschnitt wg. sehr großer Eierstockcyste. Hätte mich fast einen Eierstock gekostet. Weitere Termine (noch ohne sexuelle Erfahrungen, Spätzünder) führten dann Gewebeveränderungen am Gebärmuttermund zu Tage. Umfangreiche Behandlung, u.a. 2 OP's. Beschwerden hatte ich keine, Risikofaktoren auch nich. Hätte auch nach hinten losgehen können.


    Ansonsten:


    Man MUSS ja nicht. Es zwingt einen keiner zu gehen, es gibt keine Geldstrafen wenn man nicht geht. Jeder ist frei, Risiken einzugehen, seine Gesundheit zu vernachlässigen. Leider darf dann (überspitzt formuliert!) die Allgemeinheit die Kosten tragen, wenn Krankheiten zu spät entdeckt werden, deren Behandlung bei Vorsorge und früher Erkennung deutlich billiger gewesen wäre. Vom individuellen Leid mal ganz zu schweigen.


    Bei meiner Ma ist ihr Darmkrebs nur durch diesen (umstrittenen und nicht sonderlich zuverlässigen!) Test auf Blut im Stuhl im Rahmen der Vorsorge beim Gyn gefunden worden. Sie hatte keinerlei Beschwerden und rechnete auch nicht damit, dass ihre Gyn Darmkrebs findet. Aber auch hier: Der Tumor war mehrere Zentimeter groß, es musste ein halber Meter Darm entfernt werden. Aber die OP hat gereicht: keine Metastasen, keine Lymphknoten befallen, keine Chemo erforderlich. Meine Ma ist gesund, hat trotz der OP keinerlei Probleme mit Darm/Verdauung. Ohne Vorsorge wäre auch die Geschichte anders ausgegangen.


    Mein Fazit daher:


    Mit diesen regelmäßigen Terminen (die nicht weh tun, nix kosten,...) kann eine Menge Schlimmeres verhindert werden. Warum die Chance nicht nutzen?


    Die meisten gehen ja allein schon wg. Bonusheft auch regelmäßig zum Zahnarzt... Hoffentlich! ;-)

    Zitat

    Inwieweit hängen denn Lymphknotenmetastase und HPV zusammen?

    Ganz normale Tumorentwicklung.


    Erst hast du deine Gewebsveränderung, beispielsweise durch HPV verursacht, AKA "Vorstufe.".


    Der gibst du dank schlechter Vorsorge-Mentalität genügend Zeit zum Entarten, und du hast deinen Krebs vor Ort. ("Stadium I" und "Stadium II" – differenziert wird hier nach Tumorgröße und ob er schon vor Ort in benachbartes Gewebe gewuchert ist.)


    Dem gibst du nochmal ein paar Wochen und die Krebszellen wandern im Körper umher, bevorzugt erstmal in den Lymphbahnen. In den Lymphknoten machen sie dann eine Party und bilden Lymphknotenmetastasen. ("Stadium III")


    Gib ihnen noch mal etwas mehr Zeit und die Krebszellen erreichen andere Organe, bevorzugt wohl Lunge und Leber. ("Stadium IV")


    Dann gibt's noch "Stadium V" = Gänseblümchen von unten betrachten.

    Aber mein FA hat echt noch nie meine Zunge begutachtet ":/


    Dieser Zusammenhang war mir nicht bekannt. Wäre es nicht auch sinnvoll das im Rachenraum (auch bei Männern) untersuchen zu lassen?? und was ist jetzt der Unterschied zu dem sogenannten "streuen"? Sorry ich kenne mich damit nicht so gut aus

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    Gut, im Normalfall wird von 0-14 ja eh nur gesprochen bzw aufgeklärt, mehr nicht.

    ja aber warum macht man sowas?? Sollten das nicht die Eltern übernehmen oder objektive Berater?? Finde es äußerst merkwürdig wie man auf die Idee kommen kann Ärzte sind für die Aufklärung zuständig.