Was passiert beim Gyn?

    Hallo,


    ich bin schon viele Jahre mit meiner Freundin zusammen und sie geht regelmäßig zum Gyn.


    Ich habe sie schon des öfteren gefragt, wie das so abläuft und was da alles passiert, aber sie möchte darüber nichts erzählen. Mich interessiert das aber schon, muss ich zugeben.


    Ist das "normal"?


    Mark

  • 11 Antworten

    das kann ich irgendwie nich verstehen,wenn ich da war,dann freu ich mich immer schon ganz arg darauf wenn mein freund mich frägt wies dort war und ich dann alles in details erzählen kann ..


    wundert mich jetzt doch einwenig..hat sie irgend ein besonderes aurgument warum sie dir nichts darüber erzählt,ich mein da is ja eigentlich nichts schlimmes dabei..?!

    hi Mark,


    das es einem Mädchen unanenehm ist darüber zureden was beim FA passiert. Aber im kurz gefassten, sie wird erst nach ihrem empfinden gefragt, dann wird in der regel die brust untersucht, und dann muss frau auf den stuhl. und das kann sehr oft unangenehm sein und es ist jemand fremdes und niemanden den FRAU näher kennt.


    wenn ich mich irre dann kann man mich gerne korrigieren:)z

    Vorgespräch (Auffälligkeiten, besondere Vorkommnisse, Datum und Stärke der letzten Periode)


    Untersuchung: sichtbare Veränderungen?, Tastuntersuchung, Abtasten der Eierstöcke, Abstrich vom Gebärmutterhals,


    Zusätzlich machen viele Frauenärzte auch noch eine Tastuntersuchung der Brust.

    Naja, aber viele gerade junge Mädels haben da eben ein Problem mit. Sex haben ist das eine aber über "da unten" reden ist dann etwas ganz anderes. Und nun weiß man auch nicht, wie lang die 2 zusammen sind, das ist wie ich finde auch noch ein Punkt. Ich würde auch sicher nicht meinem Freund, mit dem ich grad erst zusammen bin meine Frauenarzttermine erläutern.


    Andererseits stellt sich mir grad die Frage, warum Mann das eigentlich alles so genau wissen will? Würde eben dieser Mann seiner Freundin groß über nen Besuch beim Urologen mit Tastuntersuchung der Prostata erzählen oder wäre ihm das nicht auch vielleicht doch etwas peinlich??

    Ich kann verstehen, dass Mark da neugierig ist. Und viele Frauen vor dem Erstbesuch natürlich auch.


    Nehmen wir mal an, frau kommt zur Krebsvorsorge.


    Also zuerst gibt es ein Vorgespräch (es soll ja Gyns geben, wo frau direkt auf den Stuhl gebeten wird, womöglich sogar schon, bevor der/die Gyn den Raum betritt, aber da würde ich direkt die Praxis wieder verlassen), beim ersten Mal mit Anamnese, letzte Regel, Beschwerden, Fragen? Wenn eine Frau zum ersten Mal beim FA ist, sollte sie das spätestens jetzt sagen, besser schon vorher bei der Terminvereinbarung. In der Regel wird dann mehr Zeit eingeplant, oder wenn ein Mädchen/eine junge Frau sich vor der vaginalen Untersuchung sehr fürchtet, diese erstmal ausgelassen.


    Dann folgt die Untersuchung der Brüste (bei Vorsorge ab 35 Jahren), wobei die Brüste angeschaut werden, und beide einschließlich der Achselhöhlen sorgfältig und systematisch abgetastet werden. Ich habe gefunden, dass der "Griff" der Gyns da sehr unterschiedlich ist (ich kenne 3 weibliche), bei meiner aktuellen finde ich das angenehm sorgsam, bei den beiden vorigen war mir die Berührung irgendwie unangenehm, einmal zu fest und einmal zu zögerlich.


    Anschließend (manchmal auch zuerst) zieht frau sich obenrum an und untenrum aus, setzt sich auf den Untersuchungsstuhl, legt die Unterschenkel in die entsprechenden Schalen oder stellt die Füße auf eine Art Pedale, jenach Ausführung, und rutscht mit dem Po nach vorne an die Kante. Mich so einer praktisch Fremden zu präsentieren ist für mich der unangenehmste Moment des Ganzen.


    Mir ist es angenehm, das da sonst niemand dabei ist - männliche Gyns brauchen wohl immer eine anwesende weibliche Sprechstundenhilfe, um sich vor Misbrauchsvorwürfen zu schützen.


    Eine gute Gyn erklärt nebenbei oder spätestens auf Nachfrage, was sie gerade tut und warum.


    Die Gyn inspiziert den äußeren Schambereich auf irgendwelche Veränderungen, sucht danach das in der Größe passende Spekulum aus (in der Regel auch für Jungfrauen möglich, mindestens, wenn sie Tampons benutzen können), das normalerweise angewärmt und leicht mit Wasser befeuchtet ist, führt es vorsichtig in die Scheide ein und öffnet es. Und fragt normalerweise auch, ob das so geht oder irgendetwas unangenehm ist.


    Sie beguckt Muttermund und Scheide und nimmt mit einem Wattestäbchen o.ä. einen Abstrich vom Muttermund; das drückt ein bisschen unangenehm, ist aber nicht schlimm. Danach wird das Spekulum wieder geschlossen und vorsichtig herausgenommen.


    Dann folgt die Tastuntersuchung, wobei zwei Finger der einen Hand mit Gel befeuchtet und in die Scheide eingeführt werden. Sie tastet erst die Scheidenwände ab, und nimmt danach die andere Hand von der Bauchdecke aus dazu. So tastet sie zwischen ihren Händen nach Form und Lage der Gebärmutter und der Eierstöcke.


    Normalerweise war's das dann.


    Ab einem gewissen fortgeschrittenen Alter gehört, glaube ich, noch eine anale Untersuchung dazu.


    (Es kann auch sein, dass aus irgendeinem Grund noch ein Ultraschall nötig ist, z.B. um nach Zysten an den eierstöcken zu gucken; der wird dann, soweit möglich, mit einem schmalen langen Gerät von der Scheide aus gemacht, weil man da näher an den entscheidenden Organen dran ist. Das dauert auch höchstens 2-3 Minuten und ist überhaupt nicht wild.)


    Fertig. Frau kriegt noch ein Tuch, um sich eventuelle Reste vom Gel abzuwischen und zieht sich wieder an. Das Ergebnis des Abstrichs bekommt man gleich, falls es um eine Infektion ging, weil er direkt unter dem Mikroskop angeschaut wird, das Ergebnis der Vorsorge nach ca. 2 Wochen.


    Wenn außer "alles ok" noch etwas zu besprechen ist, wird frau nochmal an den Schreibtisch gebeten.


    Frau bedankt sich, wenn sie freundlich und geschickt behandelt wurde ... und tschüs bis zum nächsten Mal.:)^