Wie gefährlich sind Mikrokalkablagerungen in der Brust?

    Hallo,


    ich wurde wg. Schmerzen im Brustkorb vorgestern zum Röntgen der BWS geschickt. Heute dann war ich beim Orthopäden nochmal zur Besprechung. Dabei stellte er mir dann diesen Nebenbefund.


    Als er so anfing, dass ihm da was nicht gefällt und er nun kein Gyn ist, habe ich noch gedacht: "Hä? Die haben doch meine BWS geröntgt, was hat denn das mit dem Gyn zu tun? Die Bauchorgane sieht man doch da gar nicht?" ":/ Nie im Leben wäre ich darauf gekommen, dass was mit meiner Brust oder Brüsten nicht stimmt. Er fragte mich dann, wann ich zum letzten Mal bei der Mammografie war. Na ja, ich war noch nie, bin ja erst 47. Ich soll nun zur Gyn gehen u. dann zur Mammografie. Blöd, dass ich die Gyn eigentlich schon längst wechseln wollte, da ich nicht so richtig mit ihr warm werde. Sie ist nicht unfreundlich, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nicht passt. Aber vllt. liegt es auch daran, dass ich jahrzehntelang immer bei nem Mann war u. ich gar nicht mehr an ne Frau als Gyn gewohnt bin. ;-)


    Mich wundert es - trotz anderen Stress, den ich die letzte Zeit massiv hatte u. trotzdem ich da auch die ganze Zeit so aufgewühlt war - dass ich heute so ruhig bin. Irgendwie scheint das noch nicht so richtig bei mir angekommen zu sein. Allerdings weiß ich auch nicht, was solche Mikroablagerungen bedeuten. Aber wenn der Orthopäde von Mammografie spricht, wahrscheinlich nicht unbedingt was dolles.


    Wie soll ich weiter verfahren? Am besten gleich (natürlich mit Überweisung von der Gyn) in ein Brustkrebszentrum? Das Gute ist, ich habe hier eins direkt in einer Klinik in meiner Nähe, was auch sehr gut sein soll. So könnte ich mir zumindest einen Weg ersparen, wenn irgendwas Blödes sein sollte.


    Vllt. kann mir hier mal jemand berichten, der selbst Mikrokalkablagerungen in der Brust hatte. Würde mich freuen.

  • 15 Antworten

    Ich kann da nur von meiner Mutter berichten (62). Bei ihr wurde das vor drei Jahren festgestellt. Das bleibt unter Beobachtung, aber gefährlich ist es bei ihr nicht. Es sind halt Ablagerungen in der Brustdrüse. Ich weiß auch gar nicht, ob es sich hierbei um Kalk handelt.


    Festgesetllt wurd das bei einer Mammografie.

    Ach, war n Schuss in den Ofen heute. Gyn meinte, sie kann mit den Bildern nichts anfangen, sie braucht den schriftlichen Befund vom Radiologen. Meinte dann, dass die Mikrokalkablagerungen ja aber der Orthopäde gesehen hat. Ja, aber der Radiologe wäre der Fachmann dafür. Tja, auf dem Befund von ihm stehen aber nur die Diagnosen der BWS. Jetzt weiß ich wieder nichts. So schickt mich die Gyn doch nie zur Mammographie! %-| Dabei hat der Orthopäde mir ja die kleinen weißen Pünktchen gezeigt. Sind auch gut auf dem Röntgenbild zu erkennen. Überlege nun, ob ich mal ins Brustkrebszentrum gehe u. frage, ob die die Bilder mal deuten können. ":/

    Kalkablagerungen in der Brust gehören auf jeden Fall kontrolliert, weil sie nicht selten auf einen beginnenden Brustkrebs hindeuten. Je früher ein Mamma-Ca entdeckt wird, desto einfacher kann es therapiert werden.


    Auch bei mir war der Brustkrebs ein zufälliger Nebenbefund (Untersuchung der Speiseröhre). Nach weiteren Untersuchungen (u.a. Stanzbiopsie) stellte sich die Bösartigkeit heraus, zudem war bereits ein Lymphknoten befallen. Ich habe jetzt also das volle Programm mit Chemo, OP, Bestrahlungen und Hormongaben.

    Erstmal ganz vorneweg - wenn der Verdacht auf Brustkrebs im Raum steht, würde ich eine Mammografie wollen oder zumindest ein ausführliches Gespräch mit einem Brustkrebszentrum haben, das mir genau erklärt, warum das nicht nötig ist. Aber eigentlich die Mammografie. Ruf mal in der Klinik an, frag nach, ob die vielleicht sogar offene Sprechstunden haben oder wer die Überweisung ausstellen muss.


    Was bei dir ein bisschen komisch ist: ein BWS-Röntgen ist nicht dafür gedacht, Mikrokalk zu sehen - ich will nicht sagen, dass es nicht möglich ist, aber per Definition sind das Ablagerungen <0,5mm - Makrokalk, also größere Ablagerungen, ist eher ein Zeichen für Gutartigkeit. Auf dem Bild scheint ja irgendwas gewesen zu sein - du hast es ja auch gesehen. Es kann auch sein, dass das Artefakte waren und der Radiologe hat das so eingeordnet und deshalb nichts dazu geschrieben.


    Mit 47 bist du nicht so abwegig weit weg vom Mammografie-Alter, da würde ich dem Gynäkologen mal auf die Zehen steigen. Und Montag im Brustzentrum anrufen, was die davon halten.

    Danke euch. Ich hatte jetzt sehr viel um die Ohren u. viel Stress, da wusste ich nicht, wo mir der Kopf steht. Und dann kam noch das mit meiner Brust dazu. Werde mich da jetzt nicht so verrückt machen. Ich gehe morgen oder übermorgen erst mal zur Gyn

    und werde sie darauf ansprechen, ob sie mich nicht trotzdem ins Brustkrebszentrum überweisen kann, dass die die Bilder zumindest mal deuten. Wenn die da keine Veranlassung sehen, muss ja keine Mammo gemacht werden. Aber ich will zumindest, dass da mal drauf geschaut wird. Wenn sie sich weigert, versuche ich es über den Orthopäden, der die Mikroablagerungen ja schließlich gesehen hat.

    Zitat

    Was bei dir ein bisschen komisch ist: ein BWS-Röntgen ist nicht dafür gedacht, Mikrokalk zu sehen - ich will nicht sagen, dass es nicht möglich ist, aber per Definition sind das Ablagerungen <0,5mm - Makrokalk, also größere Ablagerungen, ist eher ein Zeichen für Gutartigkeit. Auf dem Bild scheint ja irgendwas gewesen zu sein - du hast es ja auch gesehen. Es kann auch sein, dass das Artefakte waren und der Radiologe hat das so eingeordnet und deshalb nichts dazu geschrieben.

    Davon habe ich überhaupt keine Ahnung. Der Orthopäde hat es als Mikrokalkablagerungen gedeutet u. da man da wirklich auch als Laie was sehen kann, kann ich natürlich nicht beurteilen, ob es wirklich welche sind oder nicht. Da muss ein Fachmann ran. :)z

    Weiter bin ich nicht wirklich.


    War heute wieder bei der Gyn. Sie geht weiterhin nach dem Befund des Radiologen u. meinte wieder, dass sie mit den Bildern nichts anfangen kann. Habe sie ihr aber trotzdem gezeigt. Darauf hin meinte sie dann, wo der Orthopäde denn meine Brust auf den Bildern gesehen haben will, die wäre doch gar nicht drauf! ":/ Keine Ahnung, ob man auf einem Röntgenbild der BWS die Brust sieht oder nicht. Für mich als Laie sieht das ja auch nicht nach Brust aus, eher Brustkorb. Aber ich habe ja auch keine Ahnung. Bin also nicht schlauer als vorher. Beim Orthopäden war ich heute nicht nochmal, am Freitag ist da ja eh keiner lange da.

    Ich würde vielleicht versuchen, in der Radiologie-Praxis anzurufen, wo du zum Röntgen warst. Der Arzt, der die Bilder befundet hat, wird ja am besten beurteilen können, was das sein könnte. Wobei es sicher im Befund gestanden wäre, wenn es irgendeine Bedeutung hätte, denn natürlich schreibt der Radiologe auch zufällige Nebenbefunde in den Bericht.


    Abgesehen davon würde ich ehrlich gesagt nichts darauf geben, was der Orthopäde da gesehen haben will. Mich hat ein Orthopäde mal notfallmäßig an einem Freitag Nachmittag ins Krankenhaus geschickt, weil ihm da was am rechten Eierstock "gar nicht gefallen hat" (auf einem Bild der LWS). Der Gyn im Krankenhaus meinte dazu nur, dass der Kollege wohl nochmal einen Anatomie-Kurs besuchen sollte, er hatte den Eierstock nämlich locker eine Handbreit zu weit oben gesehen. Das hat sich dann einfach als ein Artefakt auf dem Bild herausgestellt.

    Danke Katha! :-x


    Ich denke auch manchmal, ob ich den falschen Orthopäden habe, denn es ist nicht das erste Mal, dass er mich wegen was verrückt macht. Bin erst seit Sommer letzten Jahres bei ihm. Als erstes war es mein Leistenbruch, wo er zu mir meinte, dass der bei der Größe operiert werden muss u. ich ins Kh zum Chirurgen soll. Habe dann erst mal meinen HA gefragt (der früher selbst Chirurg war) und er meinte, dass der nur klein wäre, wie der Orthopäde darauf kommt, dass der operiert werden muss. Hat aber gemeint, ich könnte mir ja trotzdem noch eine Meinung im Kh anhören. Der Chirurg dort hätte den Leistenbruch (den ich übrigens schon Jahrzehnte unoperiert habe) gar nicht gefunden, wenn ich nichts gesagt hätte. %:| Jetzt war ich ja eigentlich dort, weil mir der Brustkorb immer so extrem schmerzt, wie, als würde es einen zerreißen. Da fing er erst an, dass das nicht von der BWS kommen kann, ich sollte möglichst noch den gleichen Tag zum Internisten im gleichen Haus - und das, obwohl ich ihm gesagt habe, dass mein Kardiologe da von der BWS ausgeht u. ich einmal im Jahr beim Kardiologen bin... %:| Der "Internist" dort war dann gar keiner, sondern Allgemeinmediziner. Aber zumindest sah er auch kein Herzproblem, sondern BWS. Der hat mich dann zum Röntgen geschickt. Sollte dann aber nochmal zum Orthopäden zu ner Zweitmeinung. So und das hat er nun daraus gemacht. Keine Rede mehr vom Herz. %-| Eigentlich war ich ansonsten ganz zufrieden mit dem Orthopäden, soll angeblich auch ein sehr guter sein. Aber jetzt kommen mir immense Zweifel, da er fast jedes Mal wg. irgendwas so eine Panikmache macht. Vllt. liegt es auch daran, dass bei mir der Verdacht auf Ehlers-Danlos-Syndrom besteht, dass er so übervorsichtig ist. Denn damit kennen sich die wenigsten Ärzte aus. Wenn der Gentest in der Humangenetik positiv ausfallen sollte, werde ich mir dann wohl überlegen müssen, ob ich überhaupt bei ihm noch gut aufgehoben bin. Wollte eigentlich nicht schon wieder gleich wechseln ??(mein alter Orthopäde hat im letzten Jahr aufgehört u. da musste ich zu nem neuen)??, aber wird wahrscheinlich nicht anders gehen.

    @ Katha:

    Ich wollte mich nochmal für deinen Tipp mit der Radiologiepraxis bedanken. Heute nun war ich nochmal dort. Und: Die Gyn hatte Recht, meine Brust ist auf den Röntgenbildern überhaupt nicht zu sehen! Das, was der Orthopäde gesehen hat, ist ein Teil der Lunge u. die Gefäße u. das ist alles in Ordnung! Die Brust muss geschützt werden vor Röntgenstrahlen, deshalb ist sie auf den Bildern auch gar nicht drauf. So langsam zweifle ich wirklich, ob ich bei dem Orthopäden noch so gut aufgehoben bin. ":/ Eigentlich dachte ich, es wäre ein guter Arzt. Aber das ist ja nun schon das 3. Mal, dass der mich wegen irgendwas so verrückt macht.


    Ich bin jetzt jedenfalls erst mal froh, dass das geklärt ist! :)^

    Super, dass sich das geklärt hat und du erst einmal aufatmen kannst! Wenigstens eine Sorge weniger für dich!

    Zitat

    So langsam zweifle ich wirklich, ob ich bei dem Orthopäden noch so gut aufgehoben bin. ":/ Eigentlich dachte ich, es wäre ein guter Arzt.

    Kennst du den Witz?


    An den Ecken eines Feldes stehen vier Ärzte: ein guter Orthopäde, ein schlechter Orthopäde, ein Chirurg und ein Radiologe. In der Mitte des Spielfelds liegen 50 000 Euro - nach dem Startschuss können alle losrennen, wer es zuerst erreicht, bekommt das Geld. Wer gewinnt? Antwort: Der schlechte Orthopäde. Und warum? Ein Radiologe rennt nicht los für 50 000 Euro, dem Chirurgen waren die Regeln zu kompliziert und gute Orthopäden gibt es nicht.