Ich hatte beides - einen Wunschkaiserschnitt mit 16 und eine spontane Geburt mit PDA mit 20.


    Meine Gründe für den Wunschkaiserschnitt damals waren ganz klar die Angst vor den Schmerzen, vor den Veränderungen im Intimbereich/Sexualleben und auch die Planbarkeit des Geburttermins.


    Beim zweiten Mal war es die Neugierde, wie eine "richtige" Geburt wohl so ist. Hatte aber dennoch mächtig Angst und durch die PDA hab ich währendessen echt GAR NICHTS gespürt, war also praktisch kein Unterschied zum Kaiserschnitt ;-)


    Die Schmerzen danach waren bei beiden Malen die Hölle, aber auch nur kurze Zeit. Die Kaiserschnittnarbe tat beim ersten Mal aufstehen höllisch weh und ich hatte noch 3-4 Tage Kreislaufprobleme. Die Wunde vom Dammschnitt tat auch verdammt weh und die ersten Tage war aufstehen, hinsetzen genauso schlimm wie die Kreislaufprobleme und Wundschmerzen vom Kaiserschnitt.


    Der Unterschied ist aber definitiv der Ort des Schmerzes und im Intimbereich fand ich es unangenehmer.


    Das Geburtserlebnis bei der Spontangeburt ist allerdings wirklich konkurrenzlos schön! x:)


    Werd zwar kein drittes mehr bekommen, aber wenn, wüsste ich wirklich nicht, wie ich mich entscheiden sollte!!


    Viel Glück euch allen bei der Entscheidungsfindung!!!

    Also ich hatte damals zwar keinen WKS aber immerhin einen KS, obwohl ich mein Kind lieber spontan hätte auf die Welt bringen wollen, weil ich unheinmliche Angst vor den Schmerzen nach dem KS hatte. Aber da waren gar keine. Klar ziepte es an den ersten Tagen mal hier und da aber immerhin war ich schon am 1. Post-OP Tag im Klinikpark spazieren. Ich konnte schon nach 3 Tagen wieder auf der Seite und nach einer guten Woche sogar auf dem Bauch schlafen. Es geht also auch anders.


    Dennoch würde ich immer eine "normale" Geburt einen WKS vorziehen. Denn jede Art von Geburt hat Vor- und Nachteile.

    Mit Hebammen über KS reden ist wohl wirklich sinnlos.


    Welche Hebamme empfiehlt denn bitte einen KS? Die hätte wohl ihren Beruf verfehlt. Wobei ich sogar Hebammen kenne, die einen Wunschkaiserschnitt hatten.


    Würde eher - wenn Redebedarf besteht - einen neutralen Gynäkologen um Rat fragen. Einen, der selbst keine Sectiones durchführt. @:)

    Zitat

    – Ich möchte keine Geburtsverletzungen und demnach meine Sexualität unverändert wissen (Ich möchte Mutter werden und Frau bleiben)

    Das ist so oder so nicht der Fall. Behaupte ich. Es verändert sich Gebärmutter und Beckenboden allein durch das Tragen des Kindes. Nicht nur durch die Geburt. Daher ist für Kaiserschnittgeburten die Rückbildung ebensowichtig!


    Ich finde Du machst Dir hier irgendwie Gedanken über ungelegte Eier. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers verändert sich in der Schwangerschaft extrem. Da kommt man zu schlüssen, zu denen man unschwanger sicher nicht käme – sonst würden nicht Schwangere seltsame Dinge essen oder sich nichts mehr merken können. ;-D


    Hast Du mal mit einer Hebamme über deinen Wunsch zum geplanten Kaiserschnitt gesprochen? Sicher nicht, Du bist ja noch nicht schwanger, oder? Das ist die richtige Adresse!


    Mir persönlich ist befremdlich wie man mehr Angst vor einem vom Körper vorgesehen und somit auch irgendwie geplanten natürlichen Vorgang haben kann als vor einem zwar planbaren aber externen Eingriff. Das ist aber nicht als Umstimmung zu verstehen.


    Ich finde keinen echten Grund für einen Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation. Geht denn das eigentlich so einfach? Das sind ja auch wesentlich höhere Kosten, die die Kasse da zu tragen hat, als bei einer vaginalen Entbindung. :=o ???

    Zitat

    Natürlich hat man viel mehr Privatsphäre bei einem KS. Da greift dir keiner ständig in deine Vagina. Es stehen auch nicht mehrere Leute drum herum und gucken hinein.

    Haha wenn du wüsstest wieviele Leute da hinter dem Vorhang stehen und was die da alles mit dir machen während du betäubt von der Spinalanästhesie bist ]:D


    Da wird z.B. der Bauch mit der roten Desinfektionslösung abgewaschen, aber nicht nur der Bauch, die Scheide wird von innen auch mit so einem großen Wattebausch an 'ner Klemmschere desinfiziert. Außerdem kriegst du einen Urinkatheter usw.

    ich hatte beide arten der geburt, also die schmerzhafte langwierige 2x und dann einen kaiserschnuitt, der sein musste. ich hatte nach dem kaiserschnitt extreme schmerzen und das fast 4 tage lang. da war die normale geburt doch schöner und nach der geburt waren die schmerzen sofort weg und beim anblick der kinder waren die schmerzen auch sofort vergessen. nach dem kaiserschnitt habe ich mein kind nicht sofort gesehen.alles was ich hatte war ein bild vom kind.erst stunden später hielt ich es in meinen armen.sdas war dann auch schön, aber nicht mit der normalen entbindung zu vergleichen.

    Bitte nicht die Wunschkaiserschnitte mit Kaiserschnitten nach dem Versuch einer vaginalen Geburt vermischen!


    Das ist ein ziemlich großer Unterschied!

    @ kleines

    Meist drücken die dir nur im Vaginalbereich herum, wenn das Baby zu tief im Geburtskanal steckt. Normal ist das also nicht!

    @ voeckselchen,

    der Kleine lag schon etwas tief für einen Kaiserschnitt und musste wieder nach oben gedrückt werden. Dabei ist ihm eine Schädelplatte eingedrückt worden und die Haswirbelsäule wurde schwer gestaucht. Ob das auch unter einer spontanen Geburt auch passiert wäre, ist schwer zu sagen, da er ja bereits vor Beginn geholt wurde.


    Der Große ist vermutlich etwas zu zeitig geholt worden und konnte nach der Abnabelung den Blutzucker nicht halten. Er ist so stark abgesackt, dass es hieß, er schwebe in Lebensgefahr und wir müssten mit einem Hirnschaden rechnen. Eine Ursache wurde dafür nicht gefunden (kein Diabetes der Mutter oder eine Neugeboreneninfektion). Zum Glück ist heute alles soweit in Ordnung.


    viele Grüße

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    Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation. Geht denn das eigentlich so einfach?

    Das würde mich auch mal interessieren. Meinen Frauenarzt hätte ich auf allen vieren anbetteln können und auch die Ärzte in unserem Klinikum. Da gibts keinen WKS – nur med. Indikation.

    Natürlich macht es Sinn mit einer Hebamme darüber zu reden! Sie macht die Vor- und Nachsorge und ist bei den Geburten dabei. Sie hat realistische Erfahrungswerte.


    Und sie hat immer das Beste für Mutter und Kind im Blick – wird dich aber zu nichts drängen!

    @ Borderline

    Das weiß ich. Sehr genau sogar. ;-)


    Trotzdem ist die Anzahl des "Rumfummelns" um einiges geringer. Die Desinfektion ist nicht schlimm und erträglich.


    Der Katheter ist einmalig. Was man bei der vaginalen Geburt ja nicht gerade behaupten kann. (Im Schnitt) Unterschied: beim KS bleibt der Katheter ein paar Stunden liegen.

    Zitat

    Der Katheter ist einmalig. Was man bei der vaginalen Geburt ja nicht gerade behaupten kann. (Im Schnitt)

    Den Satz verstehe ich nicht?


    Man kann doch sagen man will keinen Dammschnitt. ":/ Oder meinst du nicht den Dammschnitt? ???

    Zitat

    Kann sein, dass das in Dland so ist. Hier in Ö braucht man keine Hebamme. Weder Vor- noch Nachsorge.


    Was spricht gegen einen Arzt?

    Voecksi, gibts in Ö keine Nachsorge? Krass. Gerade beim Ersten find ich das toll ;-D und beim Zweiten irgendwie auch. Fragen hat man ja immer. Oder kleine Problemchen mit nicht abfallenden Näbeln oder so. %-| Arzt finde ich da übertrieben.


    Aber in der Kaiserschnittfrage ist sicher auch eine Beratung durch den Gyn sinnig. Der musses ja immerhin machen ]:D

    Zitat

    Trotzdem ist die Anzahl des "Rumfummelns" um einiges geringer.

    Ich frag mich wie ihr euch ne normale Geburt vorstellt? Wer soll denn da rummfummeln? :-o


    Da kommt alle Stunde mal ne Hebamme und guckt wie weit der Muttermund ist – nicht mehr und nicht weniger. Isser auf hilft sie dem Baby auf die Welt – der Arzt steht meist nur daneben und guckt (greift nur ein wenns Probleme gibt) – isser noch nicht ganz auf geht sie meist wieder nach nem Blick ob die Herztöne des Babys ok sind.


    Oder denkt ihr sie hat Zeit, während der ganzen Wehen neben euch zu sitzen und ggf. rumzufummeln? Da liegen noch mehr die ihre Babys bekommen.

    In Ö kann man sich eine Wahlhebamme nehmen und dann "fummelt" nur sie rum. Und wenn man auch am Schluss ungestört sein will (normalerweise kommt dann ja ein Arzt dazu) kann man in ein Geburtshaus gehen oder eine Hausgeburt machen wo überhaupt nur die Hebamme dabei ist.

    @ flowerli

    Die Wahlhebamme zur Nachsorge zahlt man sich aber selbst. (?)

    @ Brombeerküchlein

    Genau dieses Muttermund schauen entfällt. (Nur eines von vielen Sachen.)


    Es gibt da noch Blut vom Kopf des Babies nehmen, Geburtsgriffe falls das Baby steckt, Saugglocke, Zange (ja, es gibt sie noch!! Obwohl sie nicht mehr benützt werden sollte!), usw.

    Zitat

    Einweg-Katheter werden bei der vaginalen Geburt oft genützt.

    Also jetzt hab ich zwei Kinder und davon noch nie was gehört :-/ Ich weiss nichtmal was das ist.




    Nachsorge beim Kinderarzt. Na prima. Mit Neugeborenem da hin :-/ Dann hab ich lieber meine Hebamme und dazu noch nette Gespräche und außerdem die Beratung die ICH will und nicht die für die der Kinderarzt gerade Zeit hat, oder eher nicht. %-|


    Bin ich dankbar in D zu leben, auch wenn ich auf Eure Berge neidisch bin ;-D :-p ]:D