Angst vor erneutem Cholesteatom - Was meint ihr?

    Hallo zusammen,


    bei mir wurde 1997 das erste Mal ein Chloesteatom rechts festgestellt. Ich wurde im Städt. Klinikum Solingen (Sehr zu empfehlen!) operiert und bekam eine Prothese aller drei Gehörknöchelchen. Mein Gehör ist für diese OP allerdings relativ gut (10db schlechter als das linke).


    Bei der "second look" OP, die etwa 1,5 Jahre später stattfand wurde erneut ein Cholesteatom festgestellt. Das wurde entfernt und seit dem hatte ich Ruhe.


    Mittelerweile bin ich 24 Jahre alt und die OP liegt ca. 10 Jahre zurück.


    Im letzten Urlaub (Jul 07) hatte ich meine seit der OP erste Mittelohrentzündung. Ich wurde zunächst mit Antibiotikum behandelt. Die Packung war zu Ende aber es wurde nicht besser. Nach dem ich eine Packung Schleimlöser gefuttert hatte ging es dann doch weg.


    Ich meine aber eine - wenn auch minimale - Hörminderung dadurch erlitten zu haben.


    Jetzt habe ich wieder ein "volles Gefühl" im (Mittel-)Ohr. Je nach Kopfbewegung fühlt sich das Ohr taub an. Schnupfen o.ä. habe ich nicht. Ich fühle mich aber ein bisschen krankheitsmäßig schwach.


    Wann gibt es wirklich Anzeichen dass man einen Cholesteatom-Rückfall erlitten hat?


    Wie ich lesen konnte, kann heutzutage mit einem CT der Befund abgeklärt. Ist das gesichert und eindeutig? Oder funktioniert das nur unter bestimmten Konstellationen?


    Ich habe das Gefühl dass mein aktueller Ohrenarzt (sind umgezogen) nicht wirklich der Bringer ist und mache mir daher Sorgen erneut mit einem Cholesteatom kämpfen zu müssen.


    Grüße


    Daniel

    re 19daniel82

    sei grgrüsst leidensgenosse,


    also zu deinen fragen: es gibt keine sichere oder 100 % ige Möglichkeit ein chole. festzustellen, ausser in einem operativen eingriff. wenn das chol. schon sehr weit fortgeschritten ist, kann man es durchaus au einem ct-bild sehen. Unter umständen kann dein hno-arzt es aber auch von aussen sehen. kommt immer auf seine erfahrung an. aber die sicherheit über deinen Verlauf wird dir nur eine op ermöglichen.


    Gruss marcel

    Ich bin dran....

    Hallo Leute,


    Ich glaube es wird mir helfen wenn ich euch einfach erzählen kann das ich morgen ins Uniklinikum Münster zu meiner 2. Chole. OP. die erste hate ich 2003 an derselbiegen Klinik. Damals hatte ich meine Lehre nocht nicht zum Krankenpflegerabsolviert, jetzt weiß man was alles schief gehen kann! :-(. Ich hoffe das es nicht so komplikationsreicht wie beim letzen mal wird. Schwindel, Schmerz etc. Aber vorher kann man es halt nicht sagen. Also Münster ich komme...


    ... hoffentlich auch zurück

    hallo.


    ich hab ein lästiges problem mit meinem gehör, ich höre mich seit 3 jahren verstärkt nach innen.


    symptome:


    - augenbewegung, das reiben des augapfels im fett (vielleicht ist das auch normal keine ahung)


    - kopfbewegung, knarzen der wirbelsäule


    - beim laufen und springen ein wummerndes geräusch, als würde etwas im ohr stecken


    - mein puls höre ich sehr deutlich, und wenn er steigt noch extremer


    - eine leise hohe frequenz, wie tinitus (die mich aber eigentlich am wenigsten stört)


    - ich höre allgemein etwas gedämpft


    nach angaben meines hno arztes sei mein trommelfell leicht nach innen gewölbt und ich hätte ein schlechtes belüftungssystem. was ich ihm auch gesagt habe, ich hätte mal zu laut musik gehört und dann ist im mittelohr eine flüssigkeit ausgelaufen, hab bemerkt wie sie immer mehr mein ohr überflutet. dann habe ich kurze zeit fast nichts mehr gehört und merkte dann wieder wie die flüssigkeit verschwand. und ich von stunde zu stunde besser hörte


    am nächjsten tag hab ich mich doppelt gehört beim sprechen und noch etwas schlechter als vor dem trauma. bin zum arzt und hat in der ohrmuschen sehr viel rotes dickes sekret rausgeholt. ich glaube, dass mein trommelfell einen kleinen riss hatte, sonst wär das zeugs ja nicht in vom mitteloh in meine ohrmuschel gelaufen.


    wenn ich z.b. ins tal fahre, kommt es ganz selten vor, dass ich perfekt höre, also auch die hohen frequenzen sind wieder optimal da. nach ner weile isses dann wieder schlechter.


    weiß jemand viellecith was das sein könnte?


    ich tippe auf unterdruck, der von alleine nie mehr weggeht.


    könnte ich auch ein cholesteatom haben? durchs zu laute musikhören?

    re: o_o

    also zu deinen fragen:


    in der tat, kann es bei chronischen Retraktionstaschen ( fachbegriff für ein eingzogenes Trommelfell) zu Wechselwirkungen mit dem atmosphärendruck kommen, dh. im tal bei unerdrcuk oder auf bergen sprich überdruck kommen, die das Hören kurzzietig beinflussen können. Durch den druck gleicht sich dein druck im Belüftungskanal nämlich aus...


    Also ich kann dich beruhigen, durch zu laute musik wird niemand ein chol. bekommen, es handelt sich hierbei um eine krankheit und nicht um die folgen zu lauter umwelt. Typische schäden hierfür wören kannltrauma, tinnitus etc.


    Aber die tasche in deinem trommelfell kann sich zu einem chol. bilden, da sich dort abgestorbene Hautschuppen sammeln und eitern können. dadurch wird die tasche immer tiefer ( in verbindung mit dem nicht vorhandenen druckausgleich ) und legt sich irgendwann an die köchelkette an, wo das chol. wachsen kann.


    hoffe ich konnte dir ein wenig helfen, stehe aber gerne für weitere fragen zur verfügung


    mfg marcel

    Re: 19Daniel82, Jackhammer

    Hallo Ihr Zwei,


    es gibt sehr wohl eine neue Diagnosemöglichkeit und zwar einen Volumentomographen, der in der Zahnmedizin eingesetzt wird. Ich habe darüber hier schon berichtet. Wir sind sehr damit zufrieden und bekommen dadurch Sicherheit. Unser Sohn wird zweimal im Jahr so kontrolliert. Somit muss nur noch bei Verdacht operiert werden.

    Frage an alle

    Hallo liebe Mitleidende,


    Ich bin jetzt insgesamt 6mal wegen cholesteatomen operiert worden; jedes mal eine sanierende op. Beim letzten Mal (Dezember 2001) wurden keine Rezidive mehr festgestellt.;-D und ein Total-Titan-Implantat eingesetzt.


    Nun habe ich aber das Problem, dass ich seit etwa 4 Monaten merklich schlechter höre. Letzte woche entschloss ich mich denn dazu, zu meinem Hörgeräteakustiker zu gehen, um mein Gerät zu überprüfen.


    Das ist abre leider vollkommen in Ordnung, nur der Akustiker fragte mich, ob ich ein Implantat habe. Nachdem ich dies bejahte, meintte er, dass diese werrutschen oder versteifen können. Er sagte mir, dass dies operiert werden muss, um wieder ein gutes Gehör zu erreichen.


    Hat da jemand Erfahrung mit?


    Kann sich nach 6 Jahren wieder ein Rezidivcholesteatom gebildet haben, aber ohne Symptome(Ohrenlaufen). Nur die hörverschlechterung fiel mir auf.


    Ich bin wirklich verzweifelt, weil OP nummer 7 mit 20(!!!!) natürlich eine Belastung ich.


    Vielen Dank schon mal im Voraus


    Liebe Grüsse Carina

    @ jackhammer und calli

    Hi!


    Ihr hattet gefragt, wie lange so ei Ti-Implantat funktioniert bzw. hält?


    Ant: Es ist auf lebenslang ausgelegt; wenn die Krankheit fern bleibt, dann hält es sicher sehr lange - die Implantate gibt es jetzt seit 13 Jahren ohne Probleme - ich denke, 30, 40 Jahre oder gar 70 sind gut drin. Es muss aber drumherum alles stimmen und das ist ja eher das Problem, wie ihr leider wisst!

    Re : Carina aka Geschädigte10

    Hallo Carina,


    ich nehem einmal stellung zu deinen fragen:


    ein Chol. rez. kann sich immer bilden, leider auch ohne dass man es spüren könnte...


    Es gibt zwar Symptome, die darauf schliessen lassen, aber leider gibt es keine 100% ige sicherheit.


    Ich hatte bereits ein chol rez. bei dem ich gar keine symtome hatte und das nur durch zufall entdeckt wurde. ( das hören hatte sich sogar komischerweise verbessert)


    gruss marcel

    Grad der Behinderung?

    Hallo,


    nach langer Zeit (auch eine Zeit der Verdrängung meiner Krankheit) habe ich mich heute wieder eingeloggt.


    Schön zu sehen, dass ich mit meinen Beschwerden und Beeinträchtigungen nicht alleine bin, schrecklich zu wissen, dass so viele das gleiche Schicksal haben.


    Ich habe folgende Frage:


    Wenn ich Freunden von meiner Krankheit erzähle (kommt nur im Ausnahmen vor) dann werde ich immer wieder gefragt ob ich auch einen Grad der Behinderung habe.


    Auf der einen Seite wegen des Cholesteatoms und den damit verbundenen Einbußen in manchen Lebensbereichen (tauchen, schwimmen, fliegen ect.) und auf der anderen wegen des immer wieder keherenden Schnupfens.


    Leider wechseln sich die Ohren- und die Nasenbescherden bei mir ab.


    Hat jemand von euch schon einmal daran gedacht den Grad der Behinderung feststellen zu lassen?


    Wenn ja, welche Erfahrungen bzw. Ergebnisse sind dabei rausgekommen.


    Ich persönlich habe keine Ahnung im Schwerbehindertenrecht.


    Gruß an alle und einen beschwerdefreien Tag.


    Nicole

    Hallo zusammen,


    ich bin auch einer derjenigen gewesen, der sich vor der OP (31.10) einen Wahnsinnigen Kopf um die Problematik Cholesteatom, Radikalhöhle, Gesichtslähmung, usw. gemacht hat.


    Ich hatte wahnsinnige Angst vor der OP, wahrscheinlich auch aufgrund der vielen Negativbeiträge im Internet.


    Nun von mir mal ein positiver Beitrag: wie gesagt ich wurde am 31.10. um 19 h aus dem aufwachraum geschoben und saß am 02.11.07 putzmunter (natürlich noch mit ohrklappe) zuhause am Laptop. Also wenn ihr so eine OP vor eucht habt macht euch nicht verrückt, ca. 1 % der Bundesbürger haben ein Cholesteatom und lassen dieses dann auch operieren, und im Verhältnis zu den fast 900.000 Bundesbürgern die unser Schicksal teilen, sind die vielleicht 100 negativ Beiträge doch fast nix.


    ALSO Kopf hoch!!!!