Oh mein Gott, jetzt bin ich echt geschockt.


    Ich hab auch das Problem, dass alles ziemlich fad schmeckt. Deswegen hab ich gar keine Lust etwas zu essen, weils sowieso nicht schmeckt.


    sonst gings mir die erste woche richtig richtig schlecht mit erbrechen und schlimmer nachblutung und üblen schmerzen. jetzt gehts. nur eben das mit dem geschmack macht mir kummer. dauert das wirklich so lange, bis man wieder alles normal schmeckt?


    Liebe Grüße

    Auch wenn das Thema hier schon uralt ist, ich geb jetzt auch noch meinen Senf dazu.


    Ich bin vor genau 7 Wochen operiert worden und kam eigentlich ohne Probleme aus dem Krankenhaus raus – hier in der Schweiz wirst du schon am zweiten Tag nach der OP entlassen. Auf gut deutsch, montags op, mittwochs nach Hause.


    Donnerstags fing meine Leidensgeschichte an. Plötzlich schmeckte alles verschimmelt, vergammelt kurz gesagt einfach nur noch zum kotzen. Freitags hatte ich dann einen Kontrolltermin beim Hausarzt. Ich habe ihm das gesagt, aber was kam bei raus: Das geht schon wieder weg. Ab diesem Zeitpunkt habe ich quasi nichts mehr gegessen und Sonntags habe ich dann sogar das trinken eingestellt. Zumgenfarbe: weiß und pelzig.


    Montags der nächste Kontrolltermin. Medikation: Kurzinfusion mit Kochsalzlösung, Cortison und 2g Antibiotikum.


    Dienstag Kontrolltermin. Zumindest konnte ich wieder ein wenig trinken – essen immer noch nicht.


    Donnerstag Notfalltermin beim HNO da 6 Tage nichts gegessen und täglich gerade 500ml getrunken. Diagnose: Schimmelpilz auf der Zunge – Medikation: Amphotericin B plus weiteres Antifungizid.


    Freitags hatte ich dann den Auftrag mind. 3 l zu trinken (Gemüsebrühe, Wasser, Tee, Milch waren die Hauptmahlzeiten)


    Von Essen wollte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht viel wissen – aber Samstags hab ich tatsächlich angefangen wieder Kartoffelbrei und Erbsen und Möhren zu essen, natürlich schön gestampft und schön gesalzen. Am liebsten gab es noch ein Spiegelei drüber. Das macht schön satt. Nach kompletten zwei Wochen im Bett blieb ich dann eine dritte Woche komplett zu Hause und peppelte mich wieder langsam auf. Die vierte Woche durfte ich dann mit 50% arbeit anfangen ... was echt gut war, so konnte ich nämlich zu Hause weiter meinen Brei essen.


    Was die Schmerzen anging – der Geschmack ist definitiv schlimmer. Schmerztabletten hab ich mir so gut eingeteilt das ich max. am morgen nachm schlafen schmerzen hatte weil ich da einfach garnichts getrunken habe und alles so trocken war. Nach 7 Wochen könnte ich wieder alles essen, wenn der Geschmack nicht wäre.


    Geblieben ist mir nach 7 Wochen nur noch ein verirrter Geschmackssinn – alles schmeckt eher bitter und süßes extrem süß. Hinzu kommt, das ich keine Kohlensäurehaltigen Getränke zu mir nehmen kann – das ganze schmeckt bitter :-( Milch kann ich fast keine mehr sehen, aber ich bin fest der überzeugung, dass es bald besser wird.


    Nebenbei habe ich mittlerweile den Tipp bekommen, dass ich es mit hochdosiertem Vitamin B probieren soll, das hilft bei der Neubildung von den Nerven.


    Auch ich hatte von meinem Arzt zu hören bekommen das ihm sowas noch nie passiert ist bei über 2000 Ops. Gut, das mit dem Schimmel glaub ich ihm, aber dem Geschmackssinn wirklich nicht.


    Derzeit kann ich nur hoffen und drücke allen anderen die Daumen, dass es euch besser ergeht wie mir.

    Hey auch wenn das Thema schon so alt ist .. und ich weniger denke das ich antworten bekomme, versuche ich es einfach mal, ich habe leider genau das selbe Problem wie einige hier beschreiben, einen dauerhaften mettalischen insbesondere bitteren Geschmack im Mund und beim Essen schmecke ich kurz was an der Zungenspitze und Dann verwandelt sich einfach alles wieder zum mettalischen ekligen geschmack ...bin am verzweifelen