Wir hatte früher Kinder in der Klinik, die Nägel, Reißzwecken und andere Gegenstände verschluckt haben. Das Zeugs kam immer auf natürlichem Weg wieder raus. Näge. Reißzwecken drehen sich sogar, so dass die stumpfe Seite Richtung Ausgang weist.


    Der Körper weiß sich selbst zu helfen. Die Natur wird dafür sorgen, dass der Splitter rausgeht. Im Notfall rauseitert. Dann geht der Splitter in den Magen und hat durch Nahrungsmittel eben die besten Chancen, eingewickelt zu werden und schwupss ist er wieder draußen.


    Alles andere ist Kopfkino, sonst hätte jeder Arzt ein Drama draus gemacht und alle zusammengetrommelt, um das Leben zu erhalten.... Haben sie aber nicht, weil sie wissen, das sich das Problem selbst lösen wird.


    Und es kann durchaus schon sein, dass die Stelle, wo der Splitter lag sich entzündet hat, so was macht natürlich auch Schmerzen, ob der Splitter dort wirklich noch sitzt, kann eine fehlgedeutete Annahme sein.

    Ahornblatt


    Sehe ich grundsätzlich auch so. Meine Tochter hat mal ein 50-Cent-Stück verschluckt (mit 8 Jahren, frag mich nicht, wie sie das gemacht hat ;-D). Da wurde mir auch gesagt: Kaka beobachten, wenn's nach drei Tagen nicht wieder rausgekommen ist, wieder melden.


    Nur kann ich aber die Panik bei einem Glassplitter schon eher verstehen. Für Fachleute mag das harmlos sein, weil sie es eben kennen und Erfahrungswerte haben. Für Jemanden der damit nie zu tun hatte sieht das anders aus.

    Zitat

    Beim Suchen dann halt wenn möglich, mit den eigenen Händen drüberfahren. Wenn man sich geschnitten hat, dann war dort der Splitter...dann ziehen!

    wie soll das in der Speiseröhre funktionieren?

    Zitat

    Man muß für Notfälle immer mehrere tausend Euro parat halten ,um eine Bestechung für die sofortige Notaufnahme


    und die Behandlung nach Privathonorar tatsächlich einkalkulieren.Und dies ,ob und weil wir die höchsten Krankenkassenbeiträge zahlen,die überhaupt denkbar sind....

    Das ist doch Käse....... es ist nunmal so, dass ein winziger Glassplitter schwer zu finden ist. Eigentlich hat man nur Chancen, wenn er so liegt, dass er Licht reflektiert. Nun ist die Speiseröhre ja kein glattes Rohr, sondern ist etwas faltig, mit kleinen Unebenheiten. Und man kann eben nur von einer Seite her gucken / beleuchten. Liegt der Splitter so, dass er sich hinter einer Unebenheit versteckt oder sich in eine kleine Falte schmiegt, oder von Essensresten, Fettschicht vom Essen, Spucke, Schleim etc verdeckt ist, sieht man ihn einfach nicht! Und dass Ärzte nicht so begeistert davon sind, es überhaupt zu versuchen--den Grund sieht man doch schon anhand der Reaktionen hier im Forum. Da überlegt man sich wirklich, ob man etwas versucht, was vermutlich nicht erfolgreich ist-oder ob man es gleich sein läßt.


    Es ist eine besch... Situation für die TE, keine Frage. Aber obgleich man heute Herzen transplatieren kann und abgerissene Gliedmaßen replantiert--an einem winzigen Glassplitter kann man scheitern.

    .....hm,es ist schon ein Unterschied ob man etwas Glattes ,wie eine Münze verschluckt oder einen abgeplatzten,


    sehr spitzen und scharfkantigen ! Glasspiltter eines Flaschenhalses / Verschlusses! Ich denke,es kann nicht ausgeschlossen


    werden,es ist sogar nicht unwahrscheinlich,daß dieser Splitter schwere,innerliche Verletzungen erzeugt,welche durch


    innere Blutungen / oder gar Perforation einer Schleimhaut /Magen – Darmtrakt eine lebensgefährliche Sitution


    erzeugen kann.Da die TE umgehend das Richtige getan hat,kann sich der Splitter auch kaum eingenistet und überdeckt


    haben.Er wurde eben nicht "mitgerissen",ansonsten könnte die Symtombeschreibung eben nicht so ,und so exakt


    beschrieben worden sein.Man möge also die Gratwanderung:lieber einmal zuviel einen Notfall annehmen (Geldfrage!)


    als einmal zu wenig (Schmerzen,Komplikation,etc.) richtig,menschlich und dem hyppokratischen Eid (richtig geschrieben?!)


    entsprechend würdigen ! Da das abgeplatze Stück am Flaschenhals sichtbar ist....kann man auch nicht sagen,er ist winzig.


    Winzig wären bei mir,ein,zwei Millimeter,dieser wäre tatsächlich kaum in der Lage Schleimhäute zu zerschneiden!


    Warum etwas an einem Beispiel relativieren,verharmlosen,wenn es da ein paar Fälle zu viel von gibt?


    Man muß auch nichts aufbauschen um zu erkennen,daß wir uns in einer sehr bedenklichen und gefährlichen Situation


    im Gesundheitswesen befinden.Die Kosten stehen als Damoklesschwert über allem...nur so meine Meinung!


    Und die begründet sich aus Erfahrungen und sachlichen Beobachtungen und Berichten,von wirklich vielen Menschen.

    Zitat

    Die Kosten stehen als Damoklesschwert über allem...nur so meine Meinung!


    Und die begründet sich aus Erfahrungen und sachlichen Beobachtungen und Berichten,von wirklich vielen Menschen.

    ich kann nur von der Klinik sprechen, in der ich arbeite: bei uns wurde noch kein Patient aus wirtschaftlichen Gründen abgewiesen.


    Die ärztliche Ethik verlangt jedoch auch, dass bei der Entscheidung, ob ein Eingriff durchgeführt werden sollte, die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs des Eingriffs berücksichtigt wird und das Risiko des Eingriffs dem Risiko des Nichts-Tuns gegenüber gestellt werden muss.


    bei einer sonst gesunden Patientin, die einen Fremdkörper im Hals hat und dieser unter Vollnarkose gesucht werden soll, entsteht dem Haus kein finanzieller Schaden, da die Krankenkasse den Eingriff nicht schlecht vergütet. Daher gehe ich mal davon aus, dass es hier nicht um eine wirtschaftliche Überlegung ging, dass sich die Klinik so geziert hat, die TE aufzunehmen.

    Zitat

    Da die TE umgehend das Richtige getan hat,kann sich der Splitter auch kaum eingenistet und überdeckt


    haben.

    woran lag es deiner Meinung nach, dass die Ärzte den Splitter beim ersten Eingriff unter Vollnarkose nicht gefunden haben?

    Nun,ich will mich vor einer Antwort nicht drücken...kann aber auch nur allgemein annehmen,daß eine widerwillige


    Behandlung...ein Grund für eine etwas weniger prompte,weniger gründliche und damit nicht erfolgreiche Behandlung


    geführt haben könnte.Die Untersuchungsmethoden,zur Auffindungs und Sichtbarmachung kann ich weder quantifizieren


    oder qualifizieren.Ob z.B.eine Computertomographie zur Lokalisierung erfolgversprechend sein könnte,weiß ich nicht


    zu sagen,da es mir schlicht an jeglicher fachlichen Qualifikation mangelt.


    Die Frage,was wäre,wenn der Splitter einen ganzen cm.groß gewesen wäre...hätte man ebenso reagiert oder dann ?


    oder ab welcher Größe und Gefährlichkeit eine finale Entfernung angestrebt und auch realisiert?

    Zitat

    .kann aber auch nur allgemein annehmen,daß eine widerwillige


    Behandlung...ein Grund für eine etwas weniger prompte,weniger gründliche und damit nicht erfolgreiche Behandlung


    geführt haben könnte

    ich gehe mal davon aus, dass, wenn man sich für einen Eingriff in Vollnarkose entscheidet, der ärztliche Ehrgeiz geweckt ist, denn man will Erfolg haben. Für nix und wieder nix einen Patienten in Narkose legen, um dann als unfähig da zu stehen – das widerstrebt zumindest allen Ärzten, die ich kenne.

    Zitat

    Die Frage,was wäre,wenn der Splitter einen ganzen cm.groß gewesen wäre...hätte man ebenso reagiert oder dann ?


    oder ab welcher Größe und Gefährlichkeit eine finale Entfernung angestrebt und auch realisiert?

    naja, je größer das Ding, um so besser ist es auffindbar. Das Problem ist doch, dass man kaum andere Möglichkeiten hat, als sich mit einem Endoskop auf die Suche zu machen. Insofern wurde ja mit dem ersten Eingriff bereits die finale Entfernung angestrebt. Oder sollte man tatsächlich eine offen-chirurgische Lösung anstreben? DANN könnte man der Klinik vorwerfen, mit einem großen Eingriff Geld machen zu wollen und den Patienten unnötig in Gefahr zu bringen. Oder unter Ultraschall eine Drahtmarkierung machen, denn im Ultraschall war das Ding ja darstellbar. Ob die Patientin davon begeistert wäre und ob es adäquat wäre, ihr bei Lokalanästhesie einen Draht von außen bis zum Splitter zu schieben, um die Position zu markieren?


    Ich denke, der Punkt ist der: Ein Arzt kann in der Regel gut einschätzen, wann ein Patient akut in Gefahr ist und wann welches Mittel zur Abwehr der Gefahr adäquat ist.das sollte er zumindest sein, denn bei Fehleinschätzung droht eine Klage. Manchmal ist das subjektive Empfinden des Patienten gegenteilig. ICH möchte auch keinen Glassplitter im Hals stecken haben und wäre maximal frustriert, wenn es den Ärzten nicht gelungen wäre, ihn zu finden. Und natürlich denkt der Patient, dass Ärzte das Ding doch wohl entfernen können müssen.... scheint jedoch eben nicht so einfach zu sein, sonst hätten sie es ja gemacht.


    wie gesagt, ich verstehe die TE, dass sie panisch ist, dass sie das Ding einfach loswerden will und dass sie Hilfe will. Und ich hoffe, ihr konnte nun in der Uniklinik geholfen werden. @:)

    So erstmal danke das hier soviele geschrieben haben ...Vorgestern kam ich zuerst in die Ambulanz zur Vorstellung und danach ging alles ratz fatz ...wurde gleich in Narkose gelegt und es wurde eine Fremdkörper-Panendoskopie gemacht heisst es wurde mit einem starren "metal?" Rohr bis zum Kehlkopf geschaut.Leider auch wieder ohne Erfolg.Seit Montag konnte ich nichts mehr essen aus Angst ,dann 2 Narkosen innerhalb einer Woche ,war doch ein bisschen zuviel und mein Körper ist nun extrem geschwächt.Nach dem jetzt langsam die Schmerzen von diesen Eingriff nachlassen ,spühre ich auch wieder den Fremdkörper ( den Splitter) Einige sagen ich bilde das mir ein ,die anderen glauben mir ..langsam bin ich an der Stelle ,wo ich selbst nicht mehr weiss ob ich verrückt werde...jetzt wurde 2x reingeschaut ,nichts gefunden aber ich spühre es immernoch ??? Sie meinten im Krankenhaus ich solle jetzt 3-4 Wochen abwarten ,da mein Hals jetzt ausgereizt ist und Ruhe braucht.Falls ich dann immernoch etwas spühre ,muss ich eben nochmal in Narkose :-( Also kein Happy End !!!

    Also war zuletzt in Basel (Schweiz ) Wohnen genau an der Grenze ...und muss sagen TOP ,dort wird man nicht behandelt wie eine Nummer !! Der Arzt hat sich paar Stunden Zeit genommen und mich von A-Z untersucht und mir erstmal meine Angst genommen die mir vorab gemacht wurde.Auch er konnte Verletzungen sehen bzw feststellen.Die Untersuchung war ohne Narkose und ohne Schmerzen ,komisch das konnte man ja vorher im Deutschen NICHT machen bevor man mich 2x in Narkose gelegt hatte ...naja !! Er meinte es sei zu 99 % jetzt nichts mehr drin ,es sei wohl beim letzten mal bei der Panendoskopie in Freiburg mit abgegangen aber ich solle doch jetzt 2-3 Wochen warten und wenn die Schmerzen bleiben ,soll ich auf jedenfall wieder kommen und es wird ein CT gemacht worauf man es anscheinend sehen kann.Na und was soll ich sagen ich bin zufrieden Heim gegangen und war danach erstmal beruhigt ohne Ende ..es wurde sich Zeit genommen ,die Angst genommen und genau nachgeschaut !! Jetzt verspühre ich nichts mehr ,denke der Splitter wird wohl wirklich weg sein ...eins habe ich gelernt NIE NIE wieder werde ich in ein deutsches Krankenhaus gehen !!! Habe nun schon mehrfach sehr schlechte Erfahrungen gemacht ,bei dem einen Klage ich schon mehr als 8 Jahre !! Schweiz ist und bleibt für mich die einzigste Lösung falls (was ich nicht hoffe ) nochmal was sein sollte ;-) Danke an alle die hier fleißig mit geschrieben und sich auch Gedanken gemacht haben :)^

    hallo, also bei mir ist es fast genau so


    ich laufe nun schon seit 2 jahren mit dem ding im hals rum..


    zich ärzte,in verschiedene städte erbrachten immer das selbe Ergebnis..


    denn fingen sie an,als ob ich einen an der waffel hätte..


    bin teilweise durch das teil lustlos, mutlos und in akuten Situationen panisch aufgebracht, kann dadurch keine arbeiten mehr nachgehen und habe das gefühl das stück für stück die welt an mir vorbei geht...


    gibt es nicht, ein fähigen arzt der sich damit schon mal auseinander gesetzt hat..?


    danke

    Zitat

    eins habe ich gelernt NIE NIE wieder werde ich in ein deutsches Krankenhaus gehen !!! Habe nun schon mehrfach sehr schlechte Erfahrungen gemacht ,bei dem einen Klage ich schon mehr als 8 Jahre !! Schweiz ist und bleibt für mich die einzigste Lösung falls (was ich nicht hoffe ) nochmal was sein sollte ;-) Danke an alle die hier fleißig mit geschrieben und sich auch Gedanken gemacht haben :)^


    Whatsii

    Gute Ärzte - schlechte Ärzte...das kann man nicht am Land festmachen, obwohl ich, nur deutsche Erfahrungen, zustimmen muß, dass man hier zumeist schlechte Erfahrungen macht.


    Aber von der Schweiz habe ich erst gestern wieder absoluten, aber wirklich absoluten Horror gelesen, sogar hier im Forum. Hier ist der Link:


    http://www.med1.de/Forum/Gesundheitswesen/697393/

    Whatsii,


    verrätst du uns auch wie das mit der Kostenübernahme war ?


    Zumindest bei nicht-Notfällen: man kann nicht einfach in eine ausländische Klinik/Arztpraxis. Es gibt wohl Sonderregelungen im "kleinen Grenzverkehr" wo die Kassen das erstatten was sie auch bei einem deutschen Arzt zahlen würden, aber den Rest darf man normalerweise selbst blechen.


    Oder bist du privat versichert bzw hast eine Auslandskrankenversicherung ?

    Hallo Whatsii


    Dein Eintrag ist ja nun schon etwas her?


    Wie ist es ausgegangen?


    Hast du Hilfe bekommen? Und wenn ja wo oder von wem???


    Meinem Freund ist nämlich genau das gleiche passiert. Wir waren bei vielen Ärzten. Und werden weiter und weiter immer nur an andere verwiesen... :�(


    Deswegen meine Fragen an dich.


    Wäre schön von dir zu hören :)^


    LG