Hörsturz: Besserung und Verschlechterung nach langer Zeit

    Hallo,


    ich bin neu hier und darf hoffenlich kurz meine Krankengeschichte erzählen: Ich hatte vor 8 Jahren einen einseitigen Hörsturz rechts (damals 32J). Infusionstherapie half nichts, auch Yoga, Akupunktur etc. nicht. Das hat mich unfassbar und nachhaltig gestresst. Seit damals hat sich mein Hörvermögen rechts gebessert, ist aber noch lange nicht so gut wie links. Nachdem ich Musiker bin, höre ich die Unterschiede immer gnadenlos heraus.


    Nun hatte ich eine Nasenebenhöhlenentzündung und daher hat mir mein HNO Arzt Clarinase verschrieben. Ich bekam Schwindel und Tinnitus davon (ist als häufige Nebenwirkung angeführt). Bekam Betahistin gegen den Schwindel, aber das bewirkte gar nix das habe ich auch sofort wieder abgesetzt. Das Ganzer war sehr stressig und unangenehm, besserte sich aber nach dem Absetzen des Medikaments recht rasch wieder.


    ca. eine Woche nach Absetzen habe ich aber wieder starken Tinnitus (wahrscheinlich Stress, denn er war auch links) wach ich in der Früh auf (mit Schwindel, der sich dann wieder legt) und höre wieder! Fast wie auf dem guten Ohr, nach 8 Jahren. Ich gehe zum HNO Arzt, der mir das mittels Hörtest bestätigt (99% Hörleistung), aber keine Erklärung hat.


    Leider währt das Glück nicht lange, nach 3 guten Tagen habe ich wieder die gleich schlechte Hörleistung. Doch wieder wach ich am nächsten Tag auf (wieder leichter Schwindel, der dann weg ist) und ich höre perfekt (was für ein Glücksgefühl). Das geht so weiter ein paar Tage hin und her bis seit einer Woche wieder alles beim Alten ist. Und so sitze ich nun hier vor der Tastatur und habe wieder meine übliche Höreinschränkung, leider.


    Ich weiß, dass das Hören extrem von Stress beeinflußt wird. Ich weiß auch, dass ich mit meinem momentanen Stress die Situation nicht bessere, bin deswegen auch in Therapie.

    Dennoch meine Frage: Kann da doch was somatisches sein, immerhin hatte ich bis dato nie Schwindel (ist aber kein Morbus Menière, das wurde abgeklärt, mir ist auch nicht schlecht und es ist eher ein Lagenschwindel)? Hat das Antihistamin der Clarinase was bewirkt? Alles Einbildung und purer Stress? Mir kam es so vor, als ob der Hörnerv sich im Hirn neu verschaltet hat nun aber zur alten (eingeschränkten Bahn) zurückgegangen ist.


    Danke für das Lesen des langen Textes!


    LG David


    P.S.: Ich gehe noch zu einem zweiten HNO Arzt, habe aber dort noch keinen Termin bekommen, daher in der Zwischenzeit die Frage hier. Danke!

  • 2 Antworten
    Gizmo2008 schrieb:

    Ich weiß auch, dass ich mit meinem momentanen Stress die Situation nicht bessere, bin deswegen auch in Therapie.

    So schaut es aus.


    Reduziere deinen Stress, dann kann es vielleicht sein das sich dein Hören auch dauerhaft bessert.

    Hyperion schrieb:
    Gizmo2008 schrieb:

    Ich weiß auch, dass ich mit meinem momentanen Stress die Situation nicht bessere, bin deswegen auch in Therapie.

    So schaut es aus.


    Reduziere deinen Stress, dann kann es vielleicht sein das sich dein Hören auch dauerhaft bessert.

    Lieber Hyperion, danke für deine Antwort. Soetwas dachte mir das bereits. Komisch dass die HNO Ärzte hierzu kaum eine Ahnung haben. Die These "Ohrinfarkt" und Durchblutungsstörung kann es ja definitiv nicht sein.


    Ich werde versuchen, mich zu entstressen.