Frohes Neues allen ^^


    *zum ersten Mal hier im Forum ist* ich habe den "Fehler gemacht" und mir am 28. Dezember, etwa sechs Stunden vor meiner Mandel-OP (bin knapp 21), die Beiträge hier mit grausiger Faszination durchgelesen, da diese OP für mich Premiere war, abgesehen von meiner Geburt war ich noch nie im Krankenhaus ;-)


    Ich bin, was Schmerzen angeht, ein kleines Weichei und dachte kurzzeitig daran, mir lieber einen Strick zu nehmen, als ich hier die gar nicht rosigen Erfahrungsberichte gelesen habe *lach* aber was musste, das musste, ich hatte in einem Dreivierteljahr sechs saftige Mandelentzündungen, die Dinger waren zerklüftet, sehr groß und eitrig.


    Also, der OP-Termin war am 28. für etwa 7:45 Uhr vorgesehen. Ich hab mir natürlich nix anmerken lassen, als meine Freundin und meine Eltern mich ins Diako fuhren, aber ich glaube, mein Blutdruck war zu dem Zeitpunkt nicht ganz normal und die Finger bestanden aus Eiszapfen vor Angst :P


    Pünktlich im Diako angekommen, gingen wir noch einmal meine Allergien und regelmäßigen Medikamentekonsum durch, dann wurde mir das Zimmer gezeigt, in dem ich ein paar Tage bleiben sollte und irgendwann kam dann eine Schwester, gab mir dieses tolle offene Hemd und Thrombose-Strümpfe, zusammen mit einer kleinen Beruhigungstablette- nach deren Genuss hat mich eigentlich schon nichts mehr wirklich geschockt *g*


    Als das Bett dann rausgefahren wurde, kam die Furcht doch zurück und ich fing haltlos an zu zittern *hust* :-) die Ärzte waren aber sehr nett und beruhigend. Von der Kanüle, die mir in den Handrücken gejagt wurde (auch hier schwärmten Freunde, wie weeeeehhh das tun würde) habe ich gar nichts gemerkt, da die gerissenen Docs mich gerade mit einer Frage abgelenkt haben, und ehe ich wusste, wie mir geschah, saß die Nadel fest ;-)


    Das Narkosemittel hat sehr schnell angefangen zu wirken, der Raum drehte sich, mir wurde ein bisschen schwindelig, jemand sagte, ich solle an etwas Schönes denken, und dann war ich weg.


    Im Aufwachraum war mir zuerst einmal bitterlich kalt, Schmerzen hatte ich keine. Dafür einen Wadenkrampf beim Strecken, den die Ärztin mir nett wegmassiert hat ^^


    Die ersten Schmerzen, wobei ich sagen muss, dass "größeres Unwohlsein" angebrachter ist, kamen am Abend, als die Mittel, die mir schon während der OP gegeben wurden, langsam die Wirkung verloren.


    Die Narkose selbst habe ich, im Gegensatz zu einer Zimmergenossin, die den ganzen Tag reihern musste (stelle ich mir schlimm vor bei den offenen Stellen im Hals *grusel*) gut weggesteckt, ich war nur den ganzen Tag müde.


    Die erste Nacht war wie gesagt ein bisschen unangenehm, die Schmerzen waren aber eigentlich nicht schlimmer als die, die wir Geplagten auch von einer Mandelentzündung kennen :-) ich hab etwa alle 4-6 Stunden ein Schmerzmittel bekommen, was auch gut geholfen hat.


    Essen ging in der Tat die ersten zwei, drei Tage so gut wie gar nicht, ich hatte aber auch keinen Hunger, obwohl man ja essen und trinken soll. Eis empfand ich persönlich als unangenehm "schleimend", ich empfehle, Eiswürfel zu lutschen oder kaltes, stilles Wasser zu trinken, war immer eine Wohltat.


    Suppe habe ich nicht bekommen, es gab schon eine Bratenscheibe, Kartoffeln mit Soße, gekochtes Gemüse, einen Keks und einen Pudding ;-)


    Nach der ersten Mahlzeit wurde mir ürigens auch übel, nachdem ich die ganze Zeit auf nüchternen, medikamentenverseuchten Magen was runtergewürgt habe. Ein Zäpfchen gegen Übelkeit bereitete dem ein jähes Ende.


    Am zweiten Tag bekam ich ein anderes flüssiges Schmerzmittel, das hat allerdings etwas gebrannt und als Nebenwirkung chronische Müdigkeit und kurzzeitige Übelkeit hervorgerufen, habe ich so selten genommen wie möglich.


    Erwähnenswert ist noch, dass mein Geschmackssinn ziemlich im Eimer ist, ich hoffe, der kommt bald wieder, und ich durch die Beläge leichten Mundgeruch und ein leichtes Kloßgefühl im Hals hab, ebenfalls hat die Nahrung immer einen etwas abstoßenden Nachgeschmack.


    Mit Erlaubnis durfte ich am dritten Tag lauwarm duschen, hatte schon ein bisschen Angst vor der Nachblutung, aber der Ekel vor fettigem Haupthaar war größer ;-)) dazu mit H2O2-Lösung und Salbeitee gurgeln, um Beläge auszuspucken (das tat übrigens nicht weh)


    Hmm. Und sonst...auf eigenes Risiko bin ich gestern frühzeitig nach Hause gegangen, ich hab gestern kein flüssiges Schmerzmittel mehr genommen, sondern zwei bis dreimal am Tag eine Ibuprofen-Tablette und ab und an so ein nettes Kühlpad für den Nacken.


    Jetzt geht es mir eigentlich gut, ich bin also schon nach sehr kurzer Zeit praktisch schmerzfrei gewesen, habe nur noch ein leicht gestörtes Geschmacksempfinden und bin allgemein ein wenig müde und abgeschlagen.


    So gilt mein Mitleid allen, die unter der OP wirklich richtig stark und lange (2 Wochen und mehr? *grusel*) zu leiden haben/hatten, ich hatte ja vielleicht großes Glück oder bin doch nicht so ein Weichei, wie ich dachte ;-)))


    Drücke allen fest die Daumen, die den Eingriff noch vor sich haben, soooo übel ist es wirklich nicht, die Angst davor ist viel schlimmer als die OP und das Aua danach, und ich hab im Krankenhaus sogar 'n neuen Kumpel kennen gelernt, lohnt sich also auch irgendwie auch *lach*


    Liebe Grüße aus Bremen,


    Alazais

    Hallo Alazais,


    du weißt aber, dass die richtigen Schmerzen erst zwischen Tag 5 und 10 kommen, wenn die Beläge abgehen? Die ersten tage ging es den meisten hier auch gut....ich drück dir also die Daumen, dass es nicht allzu schlimm wird!

    Huhu Erdbeere,


    verdammt, dann habe ich in der kopflosen Panik wohl nicht gründlich genug gelesen ;-)) *seufz*schon wieder Angst krieg* :P


    Na ja, die Ibuprofen-Tabletten habe ich mir jetzt auch nach Hause geholt, alternativ bitte ich meine Mitbewohnerin, mich fünf bis zehn Tage kontinuierlich k.o zu schlagen, dann kriege ich davon ja vielleicht nichts mit. ^^


    *hofft, in fünf bis zehn Tagen wieder entspannt und leger von quasi null Schmerzen berichten zu können* :,)))


    Liebe Grüße

    Hallo ihr alle!


    Ich hoffe ihr seid alle recht fit. Wünsche euch ein frohes und gesundes 2008!!!!*:)


    Mir geht's seit 2 Tagen echt gut, bis auf ein Zwicken ab und an im Rachen. Gähnen ist natürlich auch noch ein graus, aber wann tut man das schon? Bin auch endlich wieder fitter, nachdem ich meinem Kreislauf immer wieder klar gemacht habe, dass er sich mal ein bisschen bemühen soll;-)


    Weiterhin gute Besserung all denen, die noch leiden müssen!!

    @ ThomasLa:

    Vor meiner ersten eitrigen Angina (Sept. 2007) bin ich ca. 1 Jahr mit den gleichen Symptomen rumgelaufen wie du, es wurden 2 große Blutbilder gemacht, nur 'ne kleine Entzündung war im Blut festzustellen. Kann überall herkommen... 1/2 Jahr später ein Herpes Zoster, auf den ein drittes Blutbild folgte und alles war gut. Nun weiß ich nicht, ob die da auch schon konkret meinen ASL-Titer gemessen haben - vermutlich nicht. Ich hab' denen auch immer gesagt, dass meine Mandeln früher nicht so dick waren wie seit Sommer '06, aber alle Ärzte meinten "die sind ja winzig" (das waren sie kurz vor der OP übrigens auch noch...). Den roten Rachen hatte ich auch, das weiss ich aber erst richtig, seit ich mir nach der OP den Rachen mal genauer betrachtet habe. Jetzt ist er richtig rosa und der "standard" vor der OP - der für mich normal wirkte - war richtig rot!!!:-o


    Das Ende vom Lied war die große Katastrophe im September: verschleppte Streptokokken-Angina incl. Arthritis, Erythema nodosum, Lymphknotenentzündung... ASL über 4000...uiuiuiuiui!!! (normal bei einer schweren Infektion ist ein Wert von 200-800) hammerhart hat's mich da erwischt. Tja, und jetzt sagen die Ärzte, die Mini-Entzündung könnte den Nährboden für das große Übel geboten haben. Da ärgert man sich schon, dass da nicht mal einer früher auf die Idee gekommen ist, das zu behandeln. Jetzt sind die Mandeln im Sondermüll und mir geht's prima mit meinem rosigen Rachen. Wie schon gesagt, es zwickt und zwackt noch, aber das halt ich grad' noch aus...höhö... Wie's mir nach der OP ging, kannst du ja hier nachlesen;-)


    Also alles gute auf der Suche nach dem richtigen HNO!


    :)^:)^

    @ Alazais,

    siehste dann geht es noch jemandem so "gut" wie mir :-D


    Wir sind dann mal ein Beispiel das es auch weniger Horrormäßig zugehen kann !


    Ich hab auch die Medikamente nicht vertragen, ausser Ibuprofen.


    Nehme aber seit dem 7. Tag schon gar nichts mehr.


    Ich hab morgen drei Wochen rum, mein Kreislauf geht auch wieder so langsam, der hatte die letzten Tage etwas schlapp gemacht.


    Beim Gähnen merke ich nach wie vor noch was, aber sonst auch nichts :)^


    Ich freu mich schon aufs Arbeiten nächste Woche, nur der Sport der fehlt mir sehr.


    Ach ja und ich habe auch extrem viel Kaltes Wasser getrunken und viel Eiswürfel gelutscht, das hat super geholfen !

    :-)


    Nun würde ich nur wirklich gern noch wissen, wann mein Geschmackssinn wieder kommt *jammer* *g* ich habe so einen fies-fauligen Grundgeschmack im Mund, der geht auch nach gurgeln und Zähneputzen nicht weg, wenn ich etwas trinke, hat das ebenfalls einen Nachgeschmack und beim Essen ist es ganz übel- entweder sind die Sachen recht geschmacksneutral oder ich schmecke nur die salzigen und, noch eher, die bitteren Stoffe raus. Das ist frustrierend, wenn man in einen Schokokeks beißt und der schmeckt dann bitter wie Medizin :[

    Hallo da bin ich wieder!!!

    Tja, ich hatte euch doch geschrieben, dass ich nach meiner Nachblutung am 1. Weihnachtsfeiertag nochmals am 31.12 zur Nachuntersuchung musste.


    Schon wie ich an diesem Tag in der früh aufstand, merkte ich, dass mir die ganze Zeit über Blut den Hals hinunter lief...


    Also kühlte ich, lutschte Eiswürfel und fuhr sofort in das HNO Zentrum, da mein operierender Arzt noch Urlaub hatte.


    Der Arzt der sich dass dort anschaute, meinte ich müsste sofort wieder in das Krankenhaus und rief mir einen Krankentransport.


    Ich durfte vorher nicht mal mehr heimfahren.


    Somit verbrachte ich mein Silvesterfest, insgesamt 3 Tage und zwei Nächte im Krankenhaus.


    Kann euch sagen, dass war echt anders geplant, toll....


    Naja dort bekam ich Infusionen und blutdrucksenkende Mittel, da der von der ganzen Aufregung angestiegen war.


    Jetzt bin ich seit gestern wieder zu Hause.


    Mein HNO Arzt meinte, dass jetzt die nächsten 5-7 Tage, wieder die kritischen sind.


    Da sie ja jetzt neuer Belag über der Wunde gebildet hat.


    Kann euch sagen, jetzt habe ich wieder ziemliche Schmerzen, brauche mehr Schmerzmittel wieder.


    Hab jetz eine Woche absolute Schonung verordnet bekommen und wurde noch für unglaubliche 3 Wochen krank geschrieben.


    Versteh ich gar net, noch so lange!!!!


    Möchte echt niemanden Angst machen, der es noch vor sich hat. Bin da ein Ausnahmefall, normalerweise läuft alles glatt.


    Also scheut euch nicht vor der OP, sondern Augen zu und Kopf durch...


    Nun ja hoffe jetzt geht es nur noch berg auf mit mir...


    Grüße an Euch alle und hoffe Erdbeere hat OP gut überstanden.

    @ Wurschthaut:

    bei dir war die Mandel - OP ja echt heftig! Hoffentlich hast du es bald überstanden, und bekommst keine Nachblutung mehr und das die Beläge bald bei dir ab sind. Alles Gute!!! Hoffentlich passiert mir so was net - nach 2 Wochen muss ich wieder halbwegs fit sein! Vielleicht weiß das jemand: ich habe schon seit längerem einen höheren Blutdruck - ist da dann die Blutungsgefahr höher? Ich nehme auch ein Medikament dagegen.

    @ mandelqueen:

    schön, das du das schlimmste schon überstanden hast. ich wünschte ich wäre auch schon soweit - den manche Berichte auf dieser Seite sind nicht gerade beruhigend :-D , wenn du das alles noch vor dir hast.

    @ alazais:

    Und wie geht es dir jetzt so? Beläge schon runter? Was machen die Schmerzen

    @ elbenstern:

    ist dein Kreislauf wieder ok? Ich hoffe bei mir dauerts net 3 Wochen :-) Und Schmerzen hast du auch nicht so schlimm gehabt, oder?

    @ amarena-kische:

    Du hast es auch noch vor dir? Dann bin ich ja nicht die einzige in 2008 *:) Bin froh wenn es endlich geschafft ist!!! und wie geht es dir so bei den Gedanken an die OP???


    Man bin ich FROH wenn die OP überstanden ist. Ich glaube ich mache alle verrückt hier :-)


    Liebe Grüsse,


    Jule

    @ Julchen,

    also Schmerzen waren bei mir aushaltbar, am 5. +6. Tag waren sie am schlimmsten, aber ich habe auch kaum Schmerzmittel genommen, weil ich Angst hatte das mir davon wieder schlecht wird.....mir war ja 2 Tage ganz übel und ich hatte Angst vorm Erbrechen.


    Der Kreislauf war die ganze Zeit gut, ausser jetzt diese Woche 3 Tage. Ich denke aber das ich einfach schon zuviel gemacht habe an Weihnachten und so.


    Ich wurde ja auch noch die ganze Woche ( also es ist heute genau 3 Wochen her, die OP ) krank geschrieben. Ich denke das schonen sollte man nicht unterschätzen.

    @ Wurschthaut:

    Oh man du hast ja echt einen Streifen mit gemacht !


    Hab im Krankenhaus oft an dich gedacht, wurde ja einen Tag nach die operiert.

    @ alazais,

    das hatte ich auch mit dem Geschmackssinn und gerochen hab ich auch irgendwie anders. Ist aber schon fast wieder normal jetzt.

    Oje Wurschthaut, das klingt aber wirklich heftig :-o hoffe, das wird schnell besser mit dir! gute Besserung dir und allen anderen Geplagten und *daumendrück* an Erdbeere. :-)

    @ Julchen,

    dankeschön der Nachfrage, ich gebe zu, heute morgen hat es ziemlich gezwiebelt, bin davon auch aus einem wunderbaren Traum aufgewacht, aber eine Ibuprofen hat schnell wieder alles gut gemacht ;-) ich gurgel jeden Abend mit Salbeitee, wirklich was "raus" kommt nicht, und ich habe auch noch dieses kratzende Kloßgefühl im Hals, ebenso den leicht fauligen Grundgeschmack plus Nachgeschmack oder eben so gut wie gar keinen Geschmack. Ich hoffe ja weiterhin, dass in ein paar Tagen ein Schokoladenkeks wieder wie ein Schokoladenkeks und nicht bitter schmeckt ;-D


    Und Elbensterns Worte wirken da ja auch nochmal beruhigend. *geduldig abwart*