Mandel OP - meine Erfahrungen

    (Urspr. Titel: "Mandel OP")




    Hallo lieber Leser ubd Leserinnen,


    Erstmal möchte ich für die Rechtschreibfehler und Satzbau entschuldigen. Ich befinde mich Zurzeit im Krankenhaus und habe noch ziemlich unter den Nachwirkungen der Nakosemittel zu kämpfen.


    Die Entscheidung mir die Mandeln entfernen zu lassen, entstand im September, da ich schon länger mit wiederkehrenden Erkrankungen und Schluckbeschwerden zu leiden habe.


    Der Termin stand fest, der 9. November sollte es werden. Ich hatte mir den Termin ausgesucht, da ich der Meinung bin, sowas doch besser in einer kalten Jahreszeit durch zu führen. Die OP verlief recht unkompliziert, sodass ich schon nach 30-40 min im Aufwachraum das Ergebnis der Amerikanischen Wahlen im TV zur Präsidentschaft erblicken konnte.


    Die ersten Zwei Tage hatte ich wenig Schmerzen und die angebotenen Schmerzmittel wie Voltaren und Novalgin Tropfen halfen sehr gut ( Und viiieeel Wassereis natürlich). Leider bin ich dann auf die schlechte Idee gekommen mich bereits am 3 Tag zu entlassen (12.11.16) und das wurde auch gleich in der Nacht auf den 4 Tag mit heftigen Nachblutungen bestraft. Ich habe sofort mein Nacken gekühlt ubd den Rettungsdienst Alamiert. Auf dem Weg zum Krankenhaus haben die Blutungen gestoppt und konnten auch vor Ort nicht mehr festgestellt werden, wo die Blutung statt fand. Man hat mich natürlich gleich Dort behalten und ich konnte mir einigen Spott der Krankenschwestern anhören ( JA, ich hatte es wohl auch verdient). Nun nach insgesamt 3 weiteren störungsfreien Krankenhausübernachtungen mit viel Trash Tv war der Tag der entlassung endlich gekommen. ( 15.11.16)


    Leider war die Freude der neu gewonnene Freiheit nicht von langer dauer und die nächste Nachblutung hat mitten in der Nacht im Schlaf begonnen. ( 17.11.16). Diese war aber nicht so stark wie die Erste und ich konnte es durch das Kühlen des Nackens schnell in den Griff bekommen. Gleich am Morgen darauf habe ich diese natürlich gleich vom HNO Arzt kontrollieren lassen, der aber nichts verdächtiges sehen konnte. Weitere Nachblutungen ca. 1 Schnapsglas hatte ich am 18.11 und 20.11.16 die bei guter Kühlung irgendwann aufhörtenund bei der Nachkontrolle leider zu keinem Ergebnis führten.


    Danach hatte ich die Woche ruhe. Die Beläge waren verschwunden und das Essen klappte wieder sehr gut. Bis am 27.11.16 wieder eine Nachblutung aufgetreten ist. Gleiche intensität wie die Blutungen davor, so das ich es nicht für nötig gehalten habe, den Rettungsdiens zu alamieren. Ausserdem trat auch diese Blutung mitten in der Nacht auf und war nach ausreichender Kühlung vorbei und die Praxis öffnete bereits in 3 Stunden. Bei der Kontrolle wurde leider wieder nichts gefunden "Der Heilungsverlauf schaut sehr gut aus" !!!. Ich wurde mit einer erneuten Krankschreibung und mit dem Hinweis falls eine erneute Nachblutung auftritt ich sofort den Rettungsdienst alamieren soll, nach Hause geschickt.


    Wir schreiben den 20. Tag nach der OP 29.11.16 ca. 1:30 Uhr. Wieder bemerkte ich im Schlaf, dass ich viel Schlucken musste und wachte auf. Im Badezimmer dann der Schock, Blut ! Viel Blut ! Schnell holte ich mir ein Kühlpack als erste Maßnahme und wählte die 112. Da ich die Situation schon einmal durchlebte war ich sehr ruhig und der Rettungswagen war auch innerhalb von 5-10 min schnell vor Ort und wir fuhren ab ins Krankenhaus. Auf dem weg zum KH scherzte ich noch, dass ich wusste wohin und was gleich auf mich zukommt. Nach den üblichen Untersuchungen wie beim Ersten mal, hat der Arzt diesmal entschieden, die Stelle unter Vollnakose erneut zu "verschliessen" (nach eigenen Angaben die ich mit der Taschenlampe vor dem Spiegel erforschte.)


    Die Nakose wurde wie gewöhnlich eingeleitet und man sagte mir, bis in 30 min, dann wecken wir sie wieder auf. Aus den 30 min wurden dann 13 Stunden und ich erwachte auf der Intensivstation voll mit Infusionen an beiden Armen und Blasenkatheter wieder auf. (30.11.16)


    Zurzeit liege ich auf der normalen Station und man möchte mir erst Angaben was falsch gelaufen ist geben, wenn ich mich von der Nakose erholt habe. (30.11.16 / 22:35 Uhr)


    Was genau alles passiert ist, kann ich bzgl. der aktuallität des Textes leider nicht beschreiben. Was ich sagen kann, Tonsillektomie ist kein Kinderspiel auch wenn ich ein krasses Beispiel bin, würde ich mir den Eingriff genau überlegen.


    Beschreibung bzgl. Schmerzen, essgewohnheit, Belagverlust (Fibrinbelag) ablösung hab ich verzichtet, da er dem normalen Heilungsprozess enspricht und schon x mal beschrieben wurde.


    Ich bin übrigends 28 Jahre.


    Viel Glück bei der Entscheidung und weniger Pech als bei mir.

  • 3 Antworten

    Hallo.Erstmal gute Besserung.Bei dir is das wirklich ziemlich krass gelaufen.In den meisten Fällen ist das ja Gott sei Dank anders.Mich würde brennend interessieren,was bei dir schief gelaufen ist,weil ich so was nich nie gehört habe.Sowohl mur als Kind und meiner Tochter mit 5 Jahren wurden die Dinger entfernt,alles ging gut.Zum Glück.Von ganzem Herzen wünsche ich dir nun erstmal gute Besserung @:)

    Ergänzung 01.12.16


    Die Ursache für die 13 Std Bewusslosigkeit/koma konnte ich in Erfahrung bringen. Ich habe eine Sauerstoff unterversorgung erlitten, da die Nakoseärztin nicht in der Lage war, mir den Schlauch für die Luftversorgung in den Hals zu stecken.


    Die Wahl des Krankenhauses und etwas Glück fähiges Personal zu bekommen, scheint der wichtigste Faktor zu sein.

    Hallo Felix, das klingt ähnlich chaotisch wie bei mir. Habe mittlerweile 3 Vollnarkosen wegen Mandel-op und nachblutungen. Mich würde interessieren, ob die Mandeln bei dir mittlerweile gut verheilt sind, d.h. Keine nachblutungen?


    Lg


    Tobias