Hui Benita,, ziemlich anmaßend und abfällig Deine Antwort. Aber das ist mir schon mehrmals in diversen Fäden anderer User aufgefallen. Dir antworte ich nicht, ich ignoriere Dich einfach *:)


    Ich denke, ich werde es heute nachmittag nochmal ansprechen, dass ich der Meinung bin, dass er sich einem Hörtest unterziehen sollte. Und wenn das wieder nicht fruchtet, ob ich seinen Hausarzt anspreche.


    Aber es tut schon mal gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die dieselbe Erfahrung gemacht haben in Bezug auf Sturheit, Eitelkeit... und dass sie den anderen trotzdem dazu bewegen konnten, was gegen die Hörprobleme zu tun :-)

    Hier mal einer der selbst lange - aber nicht zu lange - stur abgelehnt hat sich mit HG zu zeigen. Erst ist es die bekannte Eitelkeit.


    Dann kommen aber doch Bedenken wenn man selbst die soziale Isolierung zunehmend wahrnimmt. Das erste Gerät war nur ein verschämtes Innenohrgerät - aber das zeigte gleich den himmelweiten Unterschied zum Wenig(er)hören. Man gewöhnt sich wieder an das bessere Hören und möchte es dann gar nicht mehr missen. Auch die Gesprächspartner werden im gleichen Maße entlastet!


    Heute trage ich offene Hinterohrgeräte und es ist mir schnuppe geworden, werde deswegen auch gelegentlich angesprochen - wegen Erfahrungen damit.

    Ratzefatz, darf ich Dich ein bisschen was fragen, wie weit Deine Schwerhörigkeit schon fortgeschritten war? Bzw. was haben Dir die Menschen in deinem Umfeld gespiegelt, mussten Sie oft was wiederholen oder musstest Du oft nachfragen? Was hat bei Dir den Ausschlag gegeben, dass Du doch ein Hörgerät genommen hast? Wurdest Du unwirsch, wenn Dich jemand auf Deine Schwerhörigkeit angesprochen hat?


    Wäre sehr schön wenn Du mir antworten könntest :-)

    Ich bin auch schwerhörig und ich stelle mir gerade die Frage: Habt Ihr Kinder? Wollt ihr Kinder? Wie würdet ihr das handhaben wollen?


    -Kind in Not und schreit und nur der Papa ist da. Spätestens dann muss er sich mit dem Problem auseinandersetzen......


    Deinen Part stell ich mir nicht einfach vor gerade.

    Horrorvibe, wir haben keine Kinder und wollen auch keine.


    Aber es könnt ja auch mal sein, dass zb ich in einer Notsituation nach ihm rufe und er es nicht hört. Wobei ich nochmal drauf hinweisen möchte, dass es nicht so ist, dass er fast taub wäre undich schreien müsse. Ich muss es in einer etwas erhobenen Lautstärke wiederholen, aber von schreien kann nicht die Rede sein.


    Frage an die Schwerhörigen. Kann es sein, dass das Hörvermögen auch tagesformabhängig ist?

    Zitat

    Ich unterstütze ihn ja so gut es geht, (...) er verlässt sich da auch voll und ganz auf mich (...)

    Fehler, und hier hast Du die Lösung! Tu es nicht mehr, lass ihn halt die Konsequenz seiner Stur- und Eitelkeit spüren und ausbaden. Und sollte er Dir Vorwürfe deswegen machen, ganz lieb darauf hinweisen, dass er nun am Zuge ist.

    Zitat

    Fehler, und hier hast Du die Lösung! Tu es nicht mehr, lass ihn halt die Konsequenz seiner Stur- und Eitelkeit spüren und ausbaden. Und sollte er Dir Vorwürfe deswegen machen, ganz lieb darauf hinweisen, dass er nun am Zuge ist

    es ist vorgekommen, dass ich mal nicht zugehört habe weil mit anderen Dingen beschäftigt war, dann kam die Frage, was genau hat Person X gerade gesagt? und ich dann gesagt habe, weiß ich nicht, ich habe nicht zugehört - da zog er eine Flunsch, aber ob er draus gelernt hat? Und ich bin ja auch nicht bei allem dabei, was er so macht.


    Ich glaube schon, dass es ihn selber stört. Wie gesagt, das lässt sich ja nicht mehr weg ignorieren. Ich glaube wirklich, dass er das Gefühl hat, er sei alt, wenn er ein Hörgerät trägt. Und dass es daran liegt, dass er unwirsch wird, wenn ich ihn darauf anspreche, dass er eins braucht.

    Vielleicht hilft es deinem Partner ja auch zu wissen dass Schwerhörigkeit keine "Alterskrankheit" ist sondern auch viele junge Menschen Hörgeräte brauchen.


    Ich kann auch noch nicht ganz offen damit umgehen (privat schon) aber die Scheu wird immer weniger je mehr man sich an das Tragen gewöhnt.


    Ein Grund Hörgeräte zu probieren war die Hoffnung die Tinnitustöne weniger wahrzunehmen. Der Hauptgrund war die Verständigung im Berufsleben. Viele Störgeräusche im Büro, viel Kommunikation mit Kunden, oft kommt es auf Nuancen in der Stimme an um zu wissen was der andere meint oder sagen will. Ich wollte nicht als dumm oder begriffsstutzig gelten. Wenn man oft nachfragt oder auf etwas nicht reagiert oder 3 sekunden nachdenkt was der andere nun gefragt hat ... dann erweckt man den Eindruck im Kopf "ein bisschen langsam" zu sein. Und das wollte ich nicht.

    Fährt er denn Auto? Falls ja, wäre persönlich meine erste Konsequenz, nicht mehr bei ihm mitzufahren. Liebe zum Partner, alles gut und schön, aber ich würde ungern mich selber gefährden oder unterstützen, dass er andere gefährdet. Und: Wärst du bei einer Brille auch so nachsichtig und geduldig? Sicher, ein Hörgerät ist jetzt kein Modeaccessoire, aber auch kein Holzbein und in unserer Zeit und Welt, in der wir nachlassende Sinnesleistungen optimal korrigieren können, etwas völlig Alltägliches.


    Bei seinen heftigen Reaktionen auf dieses Thema kommt mir schon der Eindruck, dass er durchaus unter seinem schlechten Gehör leidet und dass ihn dieses Thema sehr beschäftigt. Und vielleicht hofft er insgeheim sogar auf eine "härtere Gangart" und einen Tritt in den Allerwertesten.

    Zitat

    Ich glaube wirklich, dass er das Gefühl hat, er sei alt, wenn er ein Hörgerät trägt. Und dass es daran liegt, dass er unwirsch wird, wenn ich ihn darauf anspreche, dass er eins braucht.

    Das war mal so, als es noch Hörrohre gab. ]:D


    Jedenfalls liegt es nicht in Deiner Veranwortung. Bei aller Liebe, Du bist nicht seine Mutter und nicht seine Aufsichtsperson.


    Solange Du das aber selbst anzweifelst - wenn auch nur unterschwellig - übernimmt er das quasi von Dir und macht Dich haftbar für sein Gebrechen.


    Es gibt heute fast unsichtbare Hörhilfen.

    Hallo Alias,


    sorry, daß ich erst jetzt wieder zurück bin ...


    Also, leicht schwerhörig bin ich schon von Geburt an gewesen. Aber nicht so störend, daß ich in den Schulen nicht mitgekommen wäre - bin halt immer eher in den vorderen Rängen gesessen.


    Im späteren Berufsleben ging es auch, hatte da nicht so viel Publikumsverkehr und die Gespräche waren meist in kleinem Umfeld.


    Wobei die Stimmlage und die mehr oder weniger klare Aussprache des Gegenübers schon eine Rolle spielt, ob er in den Bart hineinredet! Sichtkontakt zu den Lippen ist immer gut.


    Mit dem Alter über 50 begann dann natürlich noch die so genannte Altersschwerhörigkeit zusätzlich einzuwirken. Langsam wurde es mir selbst zu dumm, immer mehr schätzen zu müssen, was der/die Andere sagt/e.


    Wenn jemand - eigentlich nur innerhalb der Familie, oder Freundeskreis - sich lustig machte über meine resultierende Begriffstutzigkeit, konnte ich schon 'narrisch' werden.


    Inzwischen sind auch in der Verwandtschaft etliche schwerhöriger geworden, aber alle sind über 70 Jahre und wollen sich mit der Situation nicht anfreunden - und einem HG noch weniger. Ist aber sehr lebenserleichternd, wirklich. Aber bis es soweit ist, ist mehr oder weniger ein Kampf ... Mit der ersten Brille ist oder war es bei vielen ja ebenso ergangen! ":/

    Je länger er mit den Hörgeräten wartet, um so mehr wird die Hörleistung abnehmen.


    Und Leute die schlecht hören, werden von anderen Leuten oft als nicht ganz so helle wahrgenommen. Fremde bemerken die Schwerhörigigkeit oft nicht, die denken der ist blöde und begriffsstutzig. Unbehandelte Schwerhörigkeit führt auf Dauer zu sozialer Ausgrenzung.


    Geh mit ihm einfach mal zu einem Hörgeräteakustiker.