Hallo Leidgenossen,


    ich habe mich soeben im Forum angemeldet um von meiner Geschichte zu erzählen.


    Begonnen hat bei mir alles damit im Alter von ca. 14-15 Jahren.


    Ich hörte am rechten Ohr immer schlechter und langsam machte sich ein Tinnitus bemerkbar. Naja als pubertierender machte ich mir keine großen Gedanken darüber.


    Jahre später, wir schrieben das Jahr 2014 hatte ich plötzlich lärmabhängigen Schwindel, bei jedem lauten Geräusch, zB. ein Hammerschlag hatte ich für ein paar Sekunden Schwindel.


    Tja, ab zum HNO Arzt (Ärztin) Ohren Reinigen und es das wars gewesen, dachte Ich mir.


    2 Jahre später, nun schreiben wir das Jahr 2016, ich bin nun 24 Jahre alt, am 8. Jänner


    So gegen halb 11 in der Arbeit während dem gehen merke ich einen Zug nach rechts als ob mich jemand auf diese Seite drücken würde, verbunden mit starkem drehschwindel. Also ein richtig schwerer Anfall mit Erbrechen und Übelkeit.


    Panik bekommen, Hände haben sich verkrampft und die Gesichtsmuskel auch.


    Ab ins Krankenhaus, dort angekommen wurde es langsam wieder besser. Es wurden Tests mit der Frenzelbrille gemacht, Gleichgewichtstests mir wurde Blut abgenommen und eine Nacht stationär.


    Am nächsten Tag MRT gemacht und danach wieder entlassen Amnese Morbus Meniere. Tja mir hat man nichts erzählt worum es dabei ging oder was es für eine Krankheit ist. Mir wurde nur Betaserc 48mg am Tag verschrieben, 3x. Google sei Dank weiß ich heute mehr nachdem ich auf dieses Forum gestoßen bin.


    Danach hatte ich einen Termin in einem Krankenhaus speziell für HNO "Heilkunde".


    Dort machte ich einen Gehörtest, Gleichgewichtstest, nochmal die Frenzelbrille, rechtes Ohr gereinigt, ein Mittel gespritzt und noch einen Gehörtest eine Stunde danach.


    Tja sie fanden nichts raus, ausser das mein rechtes Gehör stark geschädigt ist.


    Diagnose: Morbus Meniere


    Betahistin 3 Monate so weiter nehmen.


    CT angeordnet.


    CT keine Auffälligkeiten ebenso beim vorhin erwähnten MRT.


    Danach ging ich zu einem HNO Arzt der von der Kassa nicht bezahlt wird bzw nur ein Teil. Und auch ein homäopath(ist das richtig so?)


    Das wichtigste was er machte ist er hat mir Blut abgenommen und untersucht.


    Es waren Antikörper gegen diverse Bakterien und Viren im Blut, unter anderem der Herpes Simplex Virus und der Eppstein Barr Virus(EBV).


    Nach dem zweiten Bluttest welcher Aufschluss geben solle welche Viren noch aktiv sind blieb der EBV übrig welcher auch zur Gruppe der Herpes Viren gehört.


    Naja der Arzt verschrieb mir als Therapie Eigenblut, eine(oder mehrere) Mesotherapien und Karde Muttertrinktur als Tropfen.


    Ich nehm die Tropfen jetzt ca. eine Woche aber noch hat sich nichts gebessert, der Tinnitus ist mal stärker mal schwächer mir ist immer wieder schwindlig.


    Seid dem ersten Anfall hatte ich noch drei jeweils im Monatstakt wobei die letzten 2 die harmlosesten waren. Meine Anfälle dauerten bisher immer ca. 1,5h mit Übelkeit und Erbrechen.


    Jetzt hätte ich gerne eure Meinungen dazu gelesen, vor allem zwecks der besagten Therapie des HNO Arztes.


    MFG Christoph

    Hallo,


    bei mir wurde auch Meniere diagnostiziert....jedoch leide ich meist unter starker Übelkeit und merke nachts oft, wie sich die Augen bewegen. Seid ca. 2 Wochen komme ich fast nicht mehr auf die Beine...diese Dauerübelkeit ist das schlimmste, der Schwindel geht noch.


    Ich sorge mich schon, wg. der Übelkeit, da man sonst immer von "Schwindelatacken" liest..aber nicht von dauernder Übelkeit...hat das noch jemand in der Form?

    Hallo Schweigi, hallo magura!


    Am Besten Ihr schaut euch die letzten paar Seiten in dem Thread an und klärt (mit Eurem Arzt) ab, ob die dort vorgeschlagenen Methoden (Acyclovir/JOH) einen Versuch wert wären. Sie haben offenbar schon recht vielen Leuten geholfen (mir beispielsweise).


    Achtet aber auf die korrekte Dosis und Anwendungsdauer. Bei niedriger Dosis und nur für wenige Wochen wird das ganze nicht viel bringen. Als Heilung dürft Ihr das aber sowieso nicht sehen. Im besten Fall seid Ihr damit zukünftig symptomlos müsst aber die Therapie einen Leben lang fortsetzen (was aber im Normalfall keine nennenswerte Einschränkung darstellen sollte).

    @ Magura

    Noch zu deiner Frage wegen Dauerschwindel. Also ich hatte so etwas ähnliches. Als MM bei mir zum zweiten Mal ausgebrochen ist (vor ca. 7 Jahre) hat sich mein Gleichgewichtsorgan nicht mehr richtig erholt und ich hatte einen permanenten leichten Schwindel. Beim Schlafen im Dunkeln haben sich meine Augen praktisch immer langsam bewegt. Übel war mir aber deshalb nicht. Mir wurde dann erst bei heftigen Anfällen, die ich dann auch ab und zu hatte, richtig übel. Der leichte Drehschwindel war halt lästig.


    Grundsätzlich klingt das bei Dir schon auch nach MM und man darf auch nicht vergessen, dass die Symptome durchaus unterschiedlich sein können.

    Hey hey, ich habe die Acyclovir jetzt drei Wochen 3 Tabletten.. Zwei Wochen 2 Tabletten und eine Woche 1 Tablette genommen.


    Seid dem Ende nehme ich täglich eine L-lysin.


    Habe jetzt aber gerade gelesen ihr meint die Acyclovir muss man länger nehmen????


    Was ist die richtige Dosis und Anwendungsdauer?


    LG

    @ A_ndrea

    Also wenn Acyclovir bei dir (jetzt schon) hilft und du keine (nennenswerten) Nebenwirkungen hast, würde ich persönlich noch eine Weile weiter eine Tablette nehmen (das sind 800mg Tabletten nehme ich an?). Natürlich nur unter Absprache mit deinem Arzt.


    Parallel dazu würde ich (auch unter Absprache) 3g L-Lysin pro Tag nehmen.


    Das alles würde ich dann für ein halbes Jahr oder ein Jahr lang nehmen und dann das Acyclovir weglassen versuchen.


    Alles nur unter der Voraussetzung, dass es bei dir bereits hilft.


    Falls es nach dem Absetzen von Acyclovir schlechter wird sofort wieder Acyclovir dazugeben. Evtl. wär auch ein Wechsel zu Valacyclovir (wie auch von Morb-US69 auf Seite 43 beschrieben langfristig sinnvoll.)


    Eine Alternative wäre ansonsten die volle JOH Ration zu nehmen pro Tag und parallel dazu versuchen viel Sport zu machen (das hat bei mir geklappt). Aber die Acyclovir Variante ist sicher die Effektivere.

    Hallo,


    Danke für deine schnelle Antwort.


    Also ich habe bis Ende April die Kur mit 500mg Tabletten gemacht.


    In der Zeit ging es mir supi...... Jetzt habe ich wieder öfters den Druck und das hören wird zeitweise schlimmer!


    Meinst du wenn man mit einer Tablette am Tag weiter macht,dass das ok wäre?


    Oder muss man der der kompletten Kur wieder starten?


    Ohh und dann noch eine Frage was ist die JOH RATION ":/????


    LG Andrea

    @ A_ndrea

    Sorry, bin erst jetzt wieder dazu gekommen rein zu schauen.


    Ja also, wenn es dir geholfen hat würd ich jetzt einfach wieder 1g pro Tag nehmen (und zusätzlich 3g L-Lysin, welches später evtl. auch auf 1g/0.5g reduziert werden kann). Grundsätzlich ist das alles keine Heilung sondern nur eine Symptomunterdrückung, weshalb du das auch praktisch lebenslang (oder bis es eine Heilung gibt) nehmen musst. Wichtig ist dabei viel, viel Wasser zu trinken und wenn es geht Sport zu machen.


    Das JOH (John of Ohio) Regimen ist ein leicht anderer Ansatz der aber auf die selbe anti Herpes Wirkung abzielt. Dabei musst du relativ viele und hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel schlucken (hauptsächlich L-Lysin, Bioflavonoide und Vitamin-C). Das ist eine etwas ältere Anleitung die der besagte John aus Ohio für sich selber entwickelt hat. Als ich von der Krankheit befallen worden bin, bin ich darauf gestoßen, hab es ausprobiert und wurde dadurch symptomfrei. Eine Heilung ist das natürlich auch nicht, da man die Mittel auch ständig nehmen muss, aber mir hat es geholfen.


    Eine aktuelle Version (auf Englisch) findet man dazu hier:


    http://www.zoominternet.net/~kcshop/JOH.PDF


    Die Valacyclovir Variante ist aber wahrscheinlich die effektivere, nur vielleicht auch die körperlich belastendere. Aber das kann ich selber nicht gut beurteilen, da müsste man einen Arzt zu Rate ziehen.

    Hallo bcc2k,


    Danke für deine Antwort.


    Ich lebe sehr ländlich und es ist schwer nen guten Doc zu finden.


    Ich habe das Gefühl mein HNO Arzt verdient sich ne goldene Nase seid Jahren mit mir und ist mir bei der Therapie keine große Hilfe. Weiß echt net welchen Doc ich wegen der richtigen Dosierung fragen kann.


    Sag mal nimmst du eigentlich auch noch was an Betahistin.....Aequamen z.b?


    Ich habe ja net das Problem mit dem Schwindel..... Ich leide eher unter sehr starken Druck.... Tinitus... Und vor allem dem Hörverlust.


    Der ist auf beiden Ohren soooo stark und geht über Monate.


    Am schlimmsten ist es bei mir im Winter 😀


    Auf drängen der Ärzte habe ich Hörgeräte aber die helfen mir überhaupt net......Sie verstärken nur bestimmte Geräusche soooo unerträglich.


    Aber Stimmen im Tieftonbereich geht überhaupt net.


    Aber niemand versteht das, oh das ist echt nervig!!!!!


    Ich freue mich sehr für dich!!!!!


    Und wünsche dir das alles gut bleibt.


    LG Andrea

    Hallo A_ndrea,


    nach dem ich mich jahrelang mit Morbus Menière herrum gequält habe, die Schwindelanfälle langsam nachließen, bekam ich aus heiterem Himmel einen sogenannten Tumarkin-Anfall (DropAttack)! Dieser kam aus völligen Wohlbefinden, wenn man als MM-Erkrankter überhaupt von Wohlbefinden sprechen kann. Dieser Anfall stellte alle bislang erlebten Schwindelanfälle in den Schatten. Plötzlich bekam ich einen unheimlichen Druck im Kopf,gleichzeitig fiel ich zu Boden. Dieser unheimliche Schmerz und Druck im Kopf hielt ungefähr 20 Sekunden an, danach war der Spuk vorbei!


    Nachdem ich mich von diesem Anfall einigermaßen erholt hatte, suchte ich im Internet nach Informationen. Ich bin dann auf diesen Tumarkin-Anfall gestoßen.


    Wenn Du mehr Informationen dazu suchst, im Internet wirst Du sicher fündig!


    Alles Gute


    Jürgen

    Hallo undeinen guten Morgen an alle.


    Ich hatte gestern schon in einem anderen MM Thread auf dieser seite meine Geschichte geschildert , Jürgen44 war so nett mir zu antworten , jetzt habe ich auch diesen hier gefunden :).


    Bin Torsten 25 J und habe erst vor kurzem die Diagnose MM bekommen , ich bin erleichtert endlich zu wissen was ich habe und woher der ganze Mist kommt.


    Meine Diagnose ist wie gesagt MM beidseitig und die Diagnose Thulio-Phänomen.


    Da ich auch durch zu starke Lautstärken oder Geräusche vibrationen im Ohr bekomme und Schwindel.


    Ich werde ab Montag mit 6x täglich 24 Mg Betavert N starten und nochmals zu meinem Neurologen gehen um zu fragen ob eine Medikamentöse Therapie mit Flunarizin Sinn macht.


    Desweiteren habe ich mir jetzt alle posts hier durchgelesen weil ich schon sehr früh wach war und bin überrascht.


    Ich werde meinen HNO auch darauf ansprechen ob ich zum Betavert N auch dieses Herpes-Medikament nehmen kann wenns anderen schon geholfen hat , einen versuch ist es allemal wert.


    Hat jedoch einer einen Tipp was ich gegen das schlechte Hören machen kann ??


    Ich habe auf beiden Seiten sehr starke einschränkungen im Tieftonbereich.


    Wünsche einen Schwindelfreien Sonntag.


    MFG


    Torsten

    Hallo Torsten,


    zu Deiner Frage ob jemand einen Tipp gegen das schlechte hören hat: Einen seriösen Tipp gibt es nicht!


    Bei jeden Morbus Menière Anfall, werden die Haarzellen, welche für das gute hören verantwortlich sind, vergiftet, dh. sie werden geschädigt!


    Anfangs, nach den Anfällen erholen sie sich noch, doch je länger diese Haarzellen durch die Kaliumvergiftung geschädigt werden, wird das Hörvermögen geschädigt! Die einzige, nach meinem dafürhalten wirksame Hilfe ist ein Hörgerät.


    Da bei Dir beide Ohren betroffen sind, ist auch eine beidseitige Versorgung mit einer Hörhilfe notwendig!


    Hallo Torsten, dies sind meine ganz persönlichen Vorschläge, letztendlich ist die Diagnose eines guten, ich wiederhole nochmals, eines guten HNO-Arztes maßgeblich!


    Alles Gute


    Jürgen

    Hallo Jürgen ,


    Ich bin mittlerweile froh das ich an einen netten und kompeteten HNO geraten bin alle die ich davor kennenlernen musste, konnte man getrost in die Tonne kloppen , von Äußerungen seitens der HNO Ärzte es sei alles eingebildet bis hin zu ist doch nicht so schlimm jeder hat seine Probleme hab ich alles erlebt :-/ .


    Ja das mit den Hörhilfen ist so ne Sache meine Befürchtung ist das ich durch die Hörhilfen alles nur noch lauter höre aber nicht verständlicher.


    Aber trozdem Danke für die Anregungen und Ratschläge


    Alles Gute


    Torsten