Nasenspray (Xylometazolin) Abhängigkeit vermeiden

    Hallo Leute!


    Meine Mutter war Jahrzente lang Xylo-abhängig, ich kenne das Thema als von der anderen Seite. Ich selbst leide seit 2010 von Januar bis Mai und seit 2016 auch im Winter (

    ) unter Heuschnupfen, im besonderen Rhinitis. Ceterizin in Ehren - aber z.Z. hilft es mir nicht. Und so schnell und unvermittelt wie die blöden Rhinitis-Anfälle kommen ist Ceterizin auch viel zu langsam. Dauerhaft mülle ich mich damit auf keinen Fall zu.


    Neulich habe ich durch Zufall entdeckt, dass man so einen Rhinitis-Flash mit Xylometazolin (sogar nur ein halber Sprühstoß, also 0,025 mg) super stoppen kann. Krass. Wußte ich garnicht.


    In der Fachwelt ist stets die Rede davon, dass man das Zeug nicht länger als 3 bis 5 oder schlimmstenfalls 10 Tage nehmen darf, da sonst...usw.


    ABER: es geht um kontinuierliche Gabe. Ich nutze das Spray aber nicht kontinuierlich, sondern nur ganz zur Not. Konkret also etwa alle drei Tage einen halben Sprühstoß pro Loch.


    Fragen:


    * Nach wieviel Tagen o. Wochen kann man es wieder nutzen? Wann steht der "Abhängigkeitszähler" wieder auf Null?


    * Verlängert sich dadurch die mögliche Einnahme ohne Konditionierungseffekt ("rebound") ?


    * Kann ich eh-schon-gekaufte Nasensprays mit Wasser strecken, da die Methode mit dem halben Sprühstoß Nachteile hat ? Ja ich weiß, es gibt Kindersprays..Aber da ich nicht abhängig werden will, kann ich mit den 3 Fläschchen den Rest meines Lebens über die Runden kommen. A propos:


    * MHD: Solange es wirkt kann ich das MHD doch ignorieren oder droht relevantes Unheil, wenn Jahrelang abgelaufen?

  • 2 Antworten

    Oh, ja Xylo macht nicht nur abhängig, weil der Körper es weiter verlangt, wenn er dadurch mehr Sauerstoff bekommt. Xylo schädigt auch die Nasenschleimhaut und man bekommt dadurch eine "Stinknase" (Ozäna), weil sich auf der klaputten Schleimhaut leicht geruchsbildende Bakterien ansiedeln. http://www.nasen-ratgeber.de/krankheitsbilder/stinknase/ Eine Anwendung länger als 1 Woche ist deshalb unbedingt zu vermeiden! Dein Apotheker /-in bietet statt Xylo ein Nasenöl oder anderen Nasenspray ohne Xylo an. Mit Wasser solltest Du es nicht verdünnen, weil es kein keimfreies Wasser gibt. Zwar ist der Keimgehalt sehr gering, er vermehrt sich aber rapide bei längerer Aufbewahrung. Und das Mindesthaltbarkeitsdatum solltest Du schon beachten, weil es ist eine chemische Substanz, deren Stabilität nur durch Zusätze erhalten bleibt. Höchstens der Hersteller weiß, was nach dieser Zeit passiert. Das Problem stellt sich aber auch nicht, weil man den Rest nach jeder Anwendungsperiode wegschütten soll, denn wenn es Kontakt mit der Rotznase kriegt, gelangen auch jedes Mal Bakterien in die Flasche. Bei einer neuerlichen Anwendungen kommen die dann wieder in die Nase und alles geht von vorne los. Ein Fläschchen Nasenspray soll deshalb auch nie von mehreren Personen genutzt werden. So billig wie der Nasenspray ist, sollte das kein Problem sein. Gegen Heuschnupfen gibt es bessere Mittel! Es wäre an Nasendusche oder Inhalation zu denken.

    Zitat

    Kann ich eh-schon-gekaufte Nasensprays mit Wasser strecken, da die Methode mit dem halben Sprühstoß Nachteile hat ?

    Man sollte überhaupt kein Medikament irgendwie strecken .

    Zitat

    MHD: Solange es wirkt kann ich das MHD doch ignorieren oder droht relevantes Unheil, wenn Jahrelang abgelaufen?

    Ich mehme nie Medikamente die abgelaufen sind . Damit entfällt auch schon das jahrelang.


    Soweit mir bekannt ist darf man Nasenspray nach dem öffnen nur wenige Wochen benutzen. Steht auch im Beipackzettel.

    Zitat

    es geht um kontinuierliche Gabe

    Frag den Arzt oder Apotheker - da wird dir geholfen :)z :)^