Post Nasal Drip - Panik beim Zahnarzt

    Ich leide schon immer (mal mehr, mal weniger) unter Post Nasal Drip. Wirkliche Ursachen wurden trotz verschiedener Tests nicht gefunden, Sinupret und Nasenspülungen helfen meist etwas, und bislang hat es mich nicht so gestört, dass ich mich einer Operation, von der mein Arzt sich nicht mal sicher ist, ob sie was nutzt, unterzogen hätte.

    Heute nun ist was Schlimmes passiert. Ein Zahn hinten oben ist abgebrochen und ich musste dringend zum Zahnarzt, und das obwohl ich gerade einen PNDS-Schub habe. Während der Behandlung im Liegen, als ich nicht schlucken konnte/durfte und das Sekret trotzdem runterlief und ich das Gefühl hatte, es gerät gleich in die Luftröhre, bekam ich eine ganz schlimme Panikattacke. Sowas hatte ich noch nie in der Form. Sooo schlimm, wir hätten fast die Behandlung abbrechen müssen. Irgendwie haben wir das doch noch hingekriegt, aber ich will das nie nie wieder erleben (und mein Zahnarzt auch nicht). Aber irgendwann wird wieder mal was in der oberen Zahnreihe sein.
    P.S. Nein, ich habe keine Zahnarztangst, ich gehe seit vielen Jahren 2 x im Jahr zur Zahnreinigung und Kontrolle.

    Meine Fragen an Euch:
    Ist das jemandem von Euch schon mal passiert?
    Wie löst Ihr seitdem das Problem?

  • 27 Antworten

    Hand heben, ZA unterbricht Behandlung, auf Klo ausrotten. Weitermachen.


    Und nun mal logisch. Rotz von oben kommt evtl. aus der Stirnhöhle, ist hinterm Siebbein oder der Keilbeinhöhle.


    Warst Du jemals zum CT, in einer Ambulanz einer HNO Uniklinik ?


    So ein Gerotze ist widerwärtig. Nicht nur für einen selbst sondern ein Ekelfaktor auch für andere.

    Der Zahnarzt weigerte sich, als ich die Hand hob, mit "Jetzt geht es nicht". Dann kam die Panikattacke.
    Und auf die Toilette und "ausrotzen" wäre nicht mal nötig gewesen, schlucken hätte gereicht.
    Was aber nicht ging, wenn der Mund wegen diverser Gerätschaften zum Aufbau des abgebrochenen Zahnes über einen längeren Zeitraum ganz weit auf sein muss.
    Nein, in einer Klinik war ich noch nicht, da ich eine OP scheue. Normalerweise schniefe ich nur ab und mal und muss halt regelmäßig schlucken. "Ekelhaft rumrotzen" und andere damit belästigen tue ich bestimmt nicht; wenn es mal schlimm kommt, gehe ich auf die Toilette.

    BenitaB. schrieb:

    So ein Gerotze ist widerwärtig. Nicht nur für einen selbst sondern ein Ekelfaktor auch für andere.

    ??? Andere kriegen das doch gar nicht weg. Die TE hat nichts davon gesagt, dass sie es ständig überallhin ausspuckt.

    Schniefel schrieb:

    schlucken hätte gereicht.

    Ja, daher nochmal die Frage, wo da das Problem war. Man kann bei Behandlungen schlucken, der Schluckvorgang spielt sich ab, wo der Arzt eh nicht rumfuhrwerkt.

    Schniefel schrieb:

    Hm, dann habe ich vielleicht noch ein anderes Problem, von dem ich bislang gar nichts wusste:
    Ich kann nicht mit weit geöffnetem Mund schlucken. Könnt ihr das?

    Nein, kann ich auch nicht - und ich hab jetzt hier grad gelernt dass ich offenbar etwas habe das sogar einen Namen hat... :_D

    Ich kenne das Problem, meine Nase läuft so gut wie immer - und wenn ich liege natürlich auch zurück in den Hals. Nur neige ich im Gegensatz zu dir nicht zu Panikattacken und kann mich soweit kontrollieren dass ich zwar spüre dass da was runterläuft - ich aber ganz genau weiss dass mir das niemals die Atemluft nehmen kann!

    Da solltest du wohl ansetzen - dir klarzumachen dass es zwar unangenehm aber nicht wirklich gefährlich ist...

    Danke, Lieselotte40.
    Es tut gut zu lesen, dass es anderen zumindest zum Teil genauso geht.
    Bist Du sicher, dass da nichts in die Luftröhre laufen kann, wenn man, während es runterläuft, gleichzeitig einatmet?

    Jedenfalls wohl keine Mengen die Einem gefährlich werden können - ich denke es fühlt sich durch die Konzentration darauf deutlich mehr an als es wirklich ist. Und absaugen könnte der Zahnarzt es da hinten sowieso nicht...:=o

    Die Mengen die da eventuell runterlaufen sind jedenfalls nicht geeignet dich zu ersticken - und irgendwie kommt es immer wieder raus! Ich hab's als Jugendliche mal geschafft einen grossen Schluck Cappy einzuatmen (frag nicht wie ich das geschafft hab! ;-DIch sag nur heisser Tag, Durst - und ein verdammt guter Witz eines Arbeitskollegen...]:D)

    Ich hab stundenlang gelb gehustet....umgebracht hat es mich nicht....

    Ich atme da dann bewusst "drüber" - so ähnlich wie wenn man einen Würgereiz hat (z.B. durch die Zahnbürste) und man atmet ein paarmal bewusst ganz tief durch den Mund ein ein um das zu unterdrücken.....kennst du das?

    Das hat mich sogar mal gerettet als ich eine Gräte in der Speiseröhre stecken hatte - und der Doc mir mit dem Endoskop runtergefahren ist....

    Man muss sich nur klarmachen dass da gerade nichts Bedrohliches passiert ...

    Jetzt kommen wir der Sache schon näher ... nein, Todes-/Erstickungsangst hatte ich nicht.

    Die Angst vor einem großen Hustenanfall, verursacht durch minimale Flüssigkeit, die in die Luftröhre gelangt, war die Hauptursache für die Panikattacke.
    Da ist dann keine Zeit für Handzeichen. Und wenn ich stark hustend unkontrolliert schnell hochsausen würde, während der Zahnarzt gerade bohrt und schleift, das wäre nicht gut. Und genau deshalb die Panik.

    Ich habe es gerade mal ausprobiert. Einen großen Schluck lauwarmen Kaffee, dann Kopf in Nacken. Der gesamte hintere Rachenraum war flüssigkeitsgefüllt. Ich kann dabei problemlos durch die Nase atmen, egal ob mit geschlossenem oder weit geöffnetem Mund. Schlucken geht auch.

    Glaube nicht das dies etwas besonderes ist. D.h. in einer ruhigen Minute mal üben

    Ein solcher Hustenanfall lässt sich aber genauso wie Würgereiz unterdrücken, eben durch die Konzentration aufs tiefe Einatmen. Ein bisschen Räuspern hilft auch...weil es sich dann gleich anders anfühlt...

    Vielleicht kannst du es ja in einer Art "Trockenübung" ausprobieren....setz dich wie beim ZA hin, lass den Kopf nach hinten hängen und versuch das Drüberatmen...irgendwann geht es, glaub mir....


    Ich versteh dich, ich hab auf dem Zahnarztstuhl einen extrem starken Fluchtreflex, der hat mit einer Misshandlung im Kleinkindalter zu tun....ist ein bisschen ein anderes Problem aber nicht weniger nervig.

    unkompliziert schrieb:

    Ich habe es gerade mal ausprobiert. Einen großen Schluck lauwarmen Kaffee, dann Kopf in Nacken. Der gesamte hintere Rachenraum war flüssigkeitsgefüllt. Ich kann dabei problemlos durch die Nase atmen, egal ob mit geschlossenem oder weit geöffnetem Mund. Schlucken geht auch.

    Glaube nicht das dies etwas besonderes ist. D.h. in einer ruhigen Minute mal üben

    Es ist aber ein Unterschied ob die Flüssigkeit "von vorne" rein kommt oder sich heimlich, still und leise im Rachen sammelt...

    Ich kann in der Situation auch nicht schlucken, dazu müsste ich den Mund schliessen...

    Nur weil du das kannst kann es nicht automatisch Jeder....*:)