Tonsilitis - oder doch nicht?

    Hallo :-)


    Bei mir wurde gestern nach zwei Wochen hin und her von einem HNO Arzt ein Verdacht auf Mandelentzündung geäußert. Abstrich wurde gemacht - Ergebnisse bekomme ich leider erst ende nächster Woche. Aber kurz zur Vorgeschichte:


    Alles fing vor mitlerweile über 2 Wochen mit Kopfschmerzen an (die nur bei Bewegung d.h. Kopfschütteln, Nicken, Vorbeugen usw. besonders schmerzhaft hervortraten). Generelles Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit usw. gesellte sich genau wie leichtes Fieber (37,8 - 38,8) in den nächsten Tagen hinzu. Meine Augen taten beim Rollen ziemlich weh aber meine Lymphknoten waren damals noch nich direkt angeschwollen (zumindestens die die ich ertastet habe).


    Naja - nach einer Woche bin ich zum Hausarzt, weil ich es hasse Krankheiten zu haben und nich zu wissen wieso. Er fand dann doch ein paar angeschwollene Lymphknoten im unteren Halsbereich (die Perlenschnur Dinger), machte nen Blutbild und EBV test. EBV test konnte Antikörper finden, aber nicht akut. Blutbild: CRP erhöht (nicht seehr stark), ansonsten meinte er typische Infektionszeichen ... mir gings damals schon wieder besser ... er meinte "nen ausheilender infekt durch irgend ein Wald und Wiesen Virus" ... Im Hals fand er kleinere Beläge auf den Mandeln aber nichts wildes ... hatte ja auch keine Halsschmerzen.


    Ich dachte mir halt ... ok ... schön ... ich hab nen Infekt oder ne Entzündung (CRP) aber wieso merk ich davon ausser den B-Symptomen nichts? weder Atemwegs Infekt (Husten,Schnupfen usw.), noch Magen-Darm noch sonst irgendwas. Da ich 6-7 Wochen vor der Krankheit ne kleine Beziehungsgeschichte gelaufen is zwischen mir und ner Bekannten hab ich ... mehr aus Panik, als aus begründetem Verdacht mal nen (2.) HIV test machen lassen (Direkt nachdem ich negativ auf EBV getestet wurde). Der erste war etwa 3 Wochen nachdem .. ich nenn es mal Risikokontakt. War ein p24 Antigen/Ak test. Der zweite somit etwa 8-9 nach RK ... naja. Wie zu erwarten, waren beide negativ. Aber mir gings eigentlich nich besser und es ist für mich relativ untypisch überhaupt und dann auch noch so lange krank zu sein .. und ein normaler infekt geht nicht über 2 wochen.


    Als nächstes hab ich dann Lymphome und Leukämie ins Fadenkreuz meiner Hypochondrie genommen (ich leide nich übermässig ... ich hasse es nur krank zu sein und dann nichmal zu wissen, was ich hab) und nochmal mit meinem Hausarzt gesprochen. Hauptsächlich aber deshalb, weil bei mir an diesem Punkt seit einigen Tagen die Lymphknoten unter dem Kieferwinkel dick und schmerzhaft angeschwollen waren und ich andeutungen von schmerzen beim schlucken hatte (Das war ungefähr 1 1/2 Wochen nach den ersten Symptomen). Der Arzt meinte anhand des Blutbildes könne man ALL, CLL, Lymphome usw. weitesgehend ausschliessen und hält er für sehr unwahrscheinlich ... ich weiss jetzt nicht direkt auf was er sich da bezogen hat, aber ich hab ihm oberflächlich geglaubt, aber irgendwas in mir hat dann immernoch irgendwo schiss ... :-). Zu den Schluckbeschwerden sagte er nur (nach 2 sekündigem Blick (wenn überhaupt) in den Hals), es sei nichts tragisches. Aha - und woher kommen dann die Symptome? Gute Frage, gute Frage ...


    Nachdem die Schmerzen immer stärker wurden und ich fast nich mehr trinken konnte oder überhaupt Schlucken bin ich dann einfach zu nem HNO Spezialist gegangen. Der Untersucht mich halt mal komplett mit Endoskop und meinte .. tada: ich hätte leicht geschwollene Mandeln (zumindestens auf einer Seite) und weisse, stiftförmige (oder wie auch immer) Beläge ... und hat nen Abstrich gemacht etc. ... Die HNO Untersuchung war etwa 2 Wochen nach den ersten Symptomen und etwa 4 Tage nachdem mein Hausarzt meinte "da sei nichts". Ich nehm jetzt erstmal Antibiotika, obwohl ich davon nich wirklich überzeugt bin.


    Die Frage ist jetzt halt ... woran kann es liegen, dass diese Angina oder was auch immer erst solange nach den ersten Symptomen aufgetreten ist? Vielleicht weil ich Ibuprofen genommen hab (1-2 pro Tag)? Ich mein ich hab mich mal bissl unterhalten mit der Ärztin und naja passt schon alles ganz gut ... die Schmerzen beim Schlucken sind wirklich direkt bei den Mandeln und strahlen bis hin zu den Ohren aus (besonders beim schlucken ... manchmal auch direkte Ohrenschmerzen) ... Die Ohren sind aber ok. Meine Stimme is teilweise bisschen belegt oder klossig einfach weil ich den Speichel nur schwer "weg"schlucken kann ... Wäre auch eine Erklärung dafür, wieso mir diese Dobendan Lutschtabletten rein gar nichts gebracht haben. Es ist jetzt ungefähr 16 Stunden her seitdem ich damit begonnen habe, Antibiotika (Amoxi-Clavulan 875/125 mg) zu nehmen ... ab wann sollte ich nich mehr damit rechnen, dass noch was passiert? Weiss nich obs wirklich besser geworden ist gerade, oder ob ich mir das nur einbilde ... zumindestens tuen die Lymphknoten seit gestern kaum noch weh und sind ... (VIELEICHT) etwas abgeschwollen ... schwer zu sagen.


    Ich trau dem ganzen braten irgendwie nicht ... weil entweder diese Beläge haben sich so rasend schnell entwickelt, dass es wirklich die 4 tage vorher noch nich "tragisch" war ... oder die HNO Ärztin hat mit der Information im Hinterkopf, dass ich Privatversichert bin, gleich mal die ganz dicke Keule ausgepackt. Wäre nicht das erste mal ...


    Also was meint ihr? Spinne ich wirklich nur rum oder gibts einen begründeten Verdacht?


    PS: Kopfschmerzen, Fieber (hin und wieder noch BISSCHEN erhöht) und die Schmerzen in den Augen sind weg. Müdigkeit und Appetitlosigkeit (Die macht mich am meisten verrückt - kann aber auch gut psychisch sein, weil ich mir dann phasenweise alles mögliche reinschlingen könnte) sind eigentlich noch da ... generell fühl ich mich halt immernoch total schwach und körperlich völlig unfähig ... lieg halt auch seit 2 wochen irgendwie nur rum ... mein Kreislauf ist davon auch völlig begeistert.

  • 5 Antworten

    Re: ...

    Ach bezüglich Fieber weg ... stimmt nich so ganz ... es war einige Tage weg, aber seit gestern fühl ich mich regelmässig wieder fiebrig ... vor allem abends ... die Temperatur zeigt das nich unbedingt an ... gestern abend war sie nur leicht erhöht mit 38,1 ... vielleicht auch wegen dem ibuprofen

    Hallo,


    ich fasse mich kurz: Wenn du ibuprofen nimmst, nimmst du ein starkes schmerz.- und entzündungshemmendes mittel, was sowohl eben die schmerzen als auch teilweise das fieber unterdrückt!!! du hast die eigentliche mandelentzündung also erstmal weggedrückt - darum der verzögerte mandelentzündungsbeginn. dein körper hat durch fieber, lymphknotenschwellung usw gezeigt: hier stimmt was nicht! ich brüte was aus! - und das ibuprofen hat das weggemacht (erstmal), bis das nicht mehr ging und die entzündung doch kam.


    sei froh u entspann dich: das antibiotikum wird helfen und bald ist alles wieder gut! und nächstes mal: nicht unkontrolliert solche mittelchen nehmen...

    Re: ...

    hm in der Packungsbeilage stand bei "leichten und mittleren" Schmerzen ... kenn Ibuprofen halt noch ausm Krankenhaus (als Zivi) und habs anfänglich immer mal wieder genommen um die Kopfschmerzen wegzubekommen (weil Aspirin bei mir chronisch versagt) ... ich hab das ja auch nich stark dosiert ... vielleicht eine maximal zwei tabletten am tag ... manchmal auch gar keine ... je nachdem halt

    Re: ...

    aber wenn ich da so drüber nachdenke ... glaub der Kram mit den Halsschmerzen hat angefangen als ich Ibuprofen einige tage nich mehr genommen hab ...


    wie dem auch sei ... nehm jetzt die 3. Antibiotika Tablette ... bilde mir zumindestens ein das die Lymphknoten abgeschwollen sind, weh tun sie jedenfalls nich mehr und auch die Rachenschmerzen sind ... etwas ... abgeschwächt ... kann aber auch einfach so sein ...

    Na, dann wirkt das wohl, das antibiotikum...musst es aber trotzdem bis gaaaaaanz zu ende nehmen, auch wenn alles weg ist...aber das weißt du ja sicher....wünsche noch gute besserung@:)