Warum reinigt sich mein Ohr nie von selbst?

    Hallo *:)


    Ich habe schon seit Jahren (Pubertät) erhöhte Schmalzproduktion, die sich auch noch verhärtet... Das heißt selbst Wärmeauflagen bringen nichts, geschweige denn einfaches Auf-dem-Ohr-Schlafen. Die dummen Dinger wollen sich einfach nicht selbst reinigen! Das klappt doch sonst überall!


    Dazu muss ich sagen, ich benutze KEINE:


    - Ohrenstöpsel


    - Ohropax


    - Wattestäbchen im Ohrinneren


    - auch sonst stecke ich da nichts rein


    - ich gehe auch nicht (mehr) viel schwimmen bzw. tauchen


    Bin allerdings ein Angstpatient und daher ständig unter Stress/Anspannung. Zudem hatte mein Vater das trotz Hygenie auch, bei ihm ging es aber irgendwann mal weg (mit der Warmwasser-Seitenlage Methode, die bei mir nicht wirkt).


    Seit Jahren muss alle 3 Monate der HNO ran, weil ich sonst auf beiden Ohren Propfen bekomme. Aber so gesund kann es doch nicht sein, dass die Ohren dauernd mit einem starken Wasserstrahl gespült werden?


    Das Ohrenschmalz ist zudem nicht nur dunkelgelb sondern manchmal auch rötlich? Dabei habe ich keine Infektionen bzw. Schmerzen im Ohr, die letzte Entzündung hatte ich als Kind im Alter von 9 oder so ":/ Allerdings sticht es selten mal und fühlt sich oft sehr trocken an. Mein HNO hat nie etwas zur Farbe gesagt, also denke ich das ist normal?


    Fragen dazu:


    Kann es an der chronischen Angst liegen? Bei mir sind auch andere Schleimhäute z.T. sehr trocken.


    Kann es an einem Vitaminmangel liegen? Allerdings wurde bei mir nur grenzwertiges Ferritin und Vit D Mangel fest gestellt.


    Wie gefährlich sind Ohrentropfen wirklich? Mir wurde davon abgeraten, da es bei mir chronisch ist.


    Kann mir ein Heilpraktiker besser helfen? Klingt doof, aber mein Vater, der sonst ein realistischer Typ ist, war derart "verzweifelt", dass er einen aufsuchte. Angeblich half es.


    Grüße,


    Eneraia

  • 17 Antworten

    Stimmt. Deswegen empfehle ich sie auch niemandem. Und jemandem Wattestäbchen vorzuschlagen, der eh schon Probleme mit zu viel Ohrenschmalz hat, ist halt nicht sehr schlau. Da muss man Berichtigungen schon aushalten können.

    Zitat

    Wofür sind die Dinger sonst da? Wieso klappt es bei so vielen damit? Nur weil es auf der Packung steht?

    Was denkst du, machst du mit einem - möglichen - größeren Klumpen Ohrenschmalz, wenn du ein Wattestäbchen benutzt. Es raus kitzeln? Im schlimmsten Fall schiebst du es noch weiter ins Ohr. Also lieber die Finger davon lassen!

    @ Verhueter

    watte im ohr ist extrem schmerzhaft. und das kann nun mal passieren.


    außerdem drückt man mit wattestäbchen das ohrenschmalz lediglich ins ohr rein. hilft also nicht.

    @ eneraia

    Zitat

    Seit Jahren muss alle 3 Monate der HNO ran, weil ich sonst auf beiden Ohren Propfen bekomme. Aber so gesund kann es doch nicht sein, dass die Ohren dauernd mit einem starken Wasserstrahl gespült werden?

    ganz so oft ist es bei mir nicht, aber als zu problematisch habe ich das nicht empfunden.


    was sagt denn dein HNO zur häufigkeit?

    @ Verhueter

    Bei Kinderstäbchen ist, in dem Zusammenhang, extra eine Verdickung damit man nicht tief ins Ohr geraten kann. ;-) Ich weiß nicht genau was mit 'im Ohr' gemeint ist - aber wenn es um Pfropfen und ausspülen geht, dann müsste man wohl schon recht tief rein. Und das ist definitiv nicht gesund. Das Ohr ist ja nunmal so angelegt das möglichst

    rein kommt. *:)

    Wattestäbchen waren bei mir in der Kindheit vermutlich Auslöser für mehrere Mittelohrentzündungen, weswegen ich letztlich operiert werden musste, weil ich fast nichts mehr gehört habe. Manche vertragen sie, ich halte nichts mehr davon.

    @ eneraia,

    ich habe das öfters im linken Ohr. Früher habe ich auch immer beim HNO reinigen lassen, bzw. auch beim Hausarzt. Beim Hausarzt wird mittels lauwarmen Wasser und Betaisodona mit einer großen Spritze ausgespült. Vorher kommen Ohrtropfen rein zur Loslösung des Propfens. Bei mir ist das aber vielleicht alle 3/4 Jahre oder einmal im Jahr soweit, dass das Ohr zu ist. Der/die HNO saugt meistens mit einer dafür vorgesehen Vorrichtung aus. Eine HNO-Ärztin meinte mal, dass ich im linken Ohr einen Knick und Engstelle habe, so dass es nicht verwunderlich sei, dass sich bei mir häufiger so ein Pfropfen bildet.


    Wattestäbchen: Man soll sie zwar nicht verwenden, aber bei geschickter Anwendung habe ich damit schon größere Brocken Ohrschmalz raus geholt. Eine Entzündung habe ich mir nie geholt. Wenn aber sich ein Pfropfen gebildet hat, dann bekommt man den mit einem Wattestäbchen nicht raus. eher tritt die Wirkung ein, dass der Propfen noch verdichtet wird. Bzw. ich habe den Eindruck die Anwendung könnte tatsächlich die Pfropfen-Bildung fördern. Warum trotzdem mit Wattestäbchen ins Ohr? Manchmal juckt's einfach im Ohr und es ist ein gutes Gefühl da mal mit so einem Stäbchen rein zu gehen. Mache ich aber nicht regelmäßig, sondern äußerst selten. Und ich empfehle es hiermit niemanden.


    In der Apotheke gibt's aber Otowaxol Kombi-Packung. Ich weiß nicht ob's noch andere Produkte gibt. Das sind Tropfen zum Aufweichen und eine kleine "Gummiball-Pumpe". Nach 10 Minuten Einwirkzeit spritze ich mir damit lauwarmes Wasser ins Ohr und meist kommt der fette Pfropfen nach zwei, drei Spülungen raus. Der Kopf ist mit dem betroffen Ohr seitlich nach unten über's Waschbecken geneigt. Das ist für mich eine super Lösung und erspart mit seither den Gang zum HNO.


    Das sich da ein Pfropf gebildet hat merke ich daran, dass nach jedem Duschen es länger dauert bis ich auf dem Ohr wieder richtig höre, so bis es zuletzt gar nicht mehr "aufgeht". Spätestens dann ist's Zeit für eine Spülung.