• Blutspende

    Ich muss jetzt einfach mal einen Beitrag zur Blutspende schreiben, weil es mich so sehr ärgert wie häufig der Gedanke aufkommt die Spende als HIV-Test zu missbrauchen. Natürlich wird bei der Blutspende ein HIV-Test gemacht. Bei der ersten Untersuchung eines Spenders, ohne dass gespendet wurde, meist ein ELISA, später wenn dann bereits gespendet wurde…
  • 24 Antworten

    Hallo Ruslik,


    ist doch egal, ob deine Spende erst verwendet werden darf, bevor man zwei Monate danach nochmal spendet. Es könnte doch sein, dass du spenden gehst, dann nach 1 Monat und 29 Tagen einen Risikokontakt hast und dann wieder spenden gehst.


    Und da liegt dann auch das große Problem, weshalb Konserven nicht 100 % sicher sind: Die diagnostische Lücke. Das ist die Zeit zwischen Ansteckung und positiv werden des PCR-Tests.


    Bei der Erstuntersuchung wird in der Regel nur ein Antikörper-Test gemacht (wenn das Blut nicht verwendet wird), danach dann auch PCRs. Aber diese ganz, ganz frische Infektion kann auch eine PCR nicht erkennen. Natürlich werden bem Spenden sensible Testsysteme eingesetzt, aber die ganz frische Infektion kann bisher kein Test entdecken.


    Aus diesem Grund gibt es den Zettel mit dem Kreuz "bitte mein Blut nicht verwenden". Wenn du dich sozial gedrängt fühlst zur Spende zu gehen, aber zwei Tage vorher einen Risikokontakt hattest kannst du auf "nicht verwenden" ankreuzen. Die Untersuchungen an deiner Spende werden trotzdem durchgeführt, aber die Konserven werden sofort gesperrt und normalerweise musst du vor der nächsten Spende zu einem Arztgespräch. Und wie du schon richtig erkannt hast, es geht nicht drum dich testen zu lassen: Genau, bei der ganzen Blutspende geht es nicht drum, bei Hypochondern HIV-Tests durchzuführen!


    Und wenn man die Angaben auf den Zetteln richtig macht, hat man eigentlich keine Möglichkeit nach Risikokontakt spenden zu gehen, weil es dafür Ausschlusskreuze gibt. Im übrigen macht man sich für falsche Angaben haftbar, die Zettel müssen dreißig Jahre aufbewahrt werden und falsche Angaben sind lange nachzuvollziehen. Damit meine ich, wenn beim Empfänger eine Infektion auftreten würde.


    Ich habe auch nie dazu aufgerufen nicht mehr zum Spenden zu gehen, sondern nur nicht nach Risikokontakt. Und damit meine ich nicht einen Blutstropfen auf einer Türklinke!


    Nur noch eine kleine Frage an dich: du siehst deine eigene Spende als Gesundheitscheck und denkst ein Verkauf für 100 Euro an Krankenhäuser würde sich lohnen? Dann überlege mal, wieviel schon die HIV-PCR kostet und das ist nicht die einzige PCR die durchgeführt wird. Hier bewegt man sich bei anderen Summen und eine Konserve wegzuschmeißen, bzw. zu sperren ist ein extremer Verlust. Deshalb gibt es ja die ganzen Fragen, damit man schon vorher ev. zu sperrende herausgesiebt hat.

    Zitat

    Deswegen finde ich es eigentlich ganz gut, wenn sie alle spenden gehen anstatt zum Gesundheitsamt mit "Ach eigentlich habe ich mit keinem geschlafen, fühle mich aber immer sehr müde, vielleicht ist es aids??

    In dem Fall, des2. Satzes dieses Zitates sollte man wohl eher zum Psychotherapeuten als zum Blutspenden oder Gesundheitsamt.


    Der 1. Satz ist :(v ( um es mal nett auszudrücken).


    Ich wohne recht ländlich ( also nicht Berlin7FFM etc) : wenn hier Blutspenden sind, dann in Turnhallen etc, wo Ehrenamtliche, also Leute, die Freizeit opfern ( und oft auch Geld, um vom Dorf in die Kreistsadt z.b. zu kommen) mithelfen. Hier z.b. gibts nach der Spende lecker Kuchen von den Landfrauen kostenlos, kostenlos arbeiten Medizinstudenten mit an der Blutspende etc.


    Von den Kosten, dass ein Grundlospaniker, der keinen RK hatte und seine mächtige Stange Geld für einen PCR selber zahlen muss oder wenn er beim Arzt ist und dort kein RK bestand auch zahlt - im Gegensatz dazu Blutspende kostenlos ( woanders bekam man dafür sogar noch Geld >:(:(v ) mal abgesehen.


    So, nun der Schlimmste Fall, der theoretisch passieren könnte : vor 2 Tagen hatte einer Sex mit einem Positiven, weiß nicht, dass die Person positiv ist und hat sich angesteckt, geht heute Blut spenden, es wird untersucht, noch nichts gefunden. Der Typ war an einer Uniklinik oder weiß der Geier, wo noch Geld gezahlt wird und danach bekommt er noch lecker was zu essen.


    Er ist also reicher, satt und in einigen Monaten wird ein neuer Bürger HIV-positiv getestet werden.


    Gibts nicht ? Tja, gibts zwar seeeeeeeeeeeeeeeeehr selten. Weil ja wirklich die diagnostische Lücke erhalten sein muss und dann muss man erstmal den Virus in sich tragen ( was bei uns ja auch nicht so viele Leute sind). Aber es kann vorkommen. Habe erst gestern so nen Fall gelesen und war schockiert ( wenn das so stimmt wie es da stand).


    Unter dem Deckmäntelchen " ich tu ja was Gutes" seine gesundheit checken zu lassen ist abartig.


    Entweder ist man wirklich so sozial und geht vorher sich checken ( kosten für die Kasse bzw das Gesundheitssystem entstehen eh) und wirklich reinen Gewissens "was für andere zu tun" oder man läßt es.


    Das ist für mich die Mentalität : ich gebe nur, wenn ich auch was zurück bekomme. ( Spenden gegen Spendenquittung, was ich von der Steuer absetzen kann).


    Wenn du nie einen RK hattest und keine Gefahr auf Hepatitis etc bestand, du nur selbst ab und zu denknst : irgendwas habe ich doch, aber auch beim klar denken weißt, dass du o.g. Infektionen nicht haben kannst, dann ist es okay. Dann sehe ich es nicht als Missbrauch der Blutspende.


    Aber wenn man einen RK hatte und hier im Forum jammert ( oder zumindest denkt einen gehabt zu haben), dann bin ich schnell auf 180, wenn ich solche Geschichten höre ! Weil mein Exfreund wurde durch ne KOnserve infiziert - zwar noch zu Zeiten, wo die Kontrollen nicht so waren wie heute ( 1984), aber wenn man Leute persönlich kennt, die Geschichten, wie die Mutti weint und trauert, als sie hörte ihr Kind ist infiziert ( und damals war es noch das sichere und schnelle Todesurteil), dann wird man aggressiv gegenüber solchen Aussagen

    Zitat

    Wenn du nie einen RK hattest und keine Gefahr auf Hepatitis etc bestand, du nur selbst ab und zu denknst : irgendwas habe ich doch, aber auch beim klar denken weißt, dass du o.g. Infektionen nicht haben kannst, dann ist es okay.

    Ja genau den Fall habe ich gemeint. Also wenn ich hier die Threads durchblättere, sehe ich fast nur solche Paniker mit ein paar Ausnahmen.

    Zitat

    Weil mein Exfreund wurde durch ne KOnserve infiziert

    Tut mir Leid, das ist echt schrecklich ( Aber ich glaube, zumindest, ich hoffe, dass sowas heute in Deutschland nicht mehr passieren kann =]

    Zitat

    Es könnte doch sein, dass du spenden gehst, dann nach 1 Monat und 29 Tagen einen Risikokontakt hast und dann wieder spenden gehst.

    Also bei der Blutzentrale ist es so, dass sie deine letzte Spende erst verwenden dürfen, wenn deine nächste Spende untersucht wurde, und das jedes Mal, also nicht nur bei der ersten Blutspende. Deswegen kriege ich regelmäßig Post, dass ich bitte nochmal spenden komme, sonst können sie mein Blut vom letzten Mal nicht verwenden. Also wenn die zweite Spende in deinem Beispielt infiziert wurde, kann die erste ja noch verwendet werden, und in der dritten kommt dann das positive Ergebnis, so dass die zweite nicht verwendet werden darf, obwohl sie negativ getestet wurde. Wenn es beim Roten Kreuz anders ist, dann ja, es ist ein großes Problem. Aber die müssen da doch gemeinsame Richtlinien haben, oder?

    DamjanaM

    DamjanaM als ich meinen Text verfasste, hast Du zwischenzeitlich schon geantwortet. Warst mal wieder schneller.

    Zitat

    Von den Kosten, dass ein Grundlospaniker, der keinen RK hatte und seine mächtige Stange Geld für einen PCR selber zahlen muss oder wenn er beim Arzt ist und dort kein RK bestand auch zahlt -

    Das steht außer Frage, da geh ich absolut mit.

    Zitat

    Unter dem Deckmäntelchen " ich tu ja was Gutes" seine gesundheit checken zu lassen ist abartig.

    Ich habe die Sätze von Rusilk irgendwie anders gelesen…

    Zitat

    Wenn du nie einen RK hattest und keine Gefahr auf Hepatitis etc bestand, du nur selbst ab und zu denknst : irgendwas habe ich doch, aber auch beim klar denken weißt, dass du o.g. Infektionen nicht haben kannst, dann ist es okay.

    Genauso hab ich den Text von Rusilk interpretiert.

    Zitat

    dann wird man aggressiv gegenüber solchen Aussagen

    bitte hau mich jetzt nicht…

    Amiri

    Das Thema ist schon so oft durchgekaut, Ruslik schreibt:

    Zitat

    Ich muss zugeben, dass ich die Blutspende auch "missbrauche", also nicht direkt als einen AIDS-Test, aber um zu gucken, ob allgemein alles in Ordnung ist. Ich finde es aber gar nicht schlimm.. man macht sich manchmal einfach zu viele Sorgen und nach der Spende ist man beruhigt

    Das ist doch absolut legitim. ich gebe Dir Recht, dass die Blutspende nicht zum abklären eines Risikos missbraucht werden darf, das meinte Rusilk auch nicht, aber ein allgemeiner Gesundheitscheck geht doch vollkommen in Ordnung…

    Zitat

    Gesundheits-Check inklusive


    Was erfahren Sie über Ihre Gesundheit bei der Blutspende?


    Viele Menschen fragen sich, welchen direkten Nutzen sie durch das Blutspenden haben. Nicht nur das Erfahren der Blutgruppe und der Erhalt des Unfallhilfe- und Blutspende-Passes oder auch der Imbiss nach jeder Spende sind Vorteile für Sie als Blutspender.

    Quelle: http://www.blutspende.de


    ….das Rote Kreuz selbst wirbt damit.

    Zitat

    Nur noch eine kleine Frage an dich: du siehst deine eigene Spende als Gesundheitscheck und denkst ein Verkauf für 100 Euro an Krankenhäuser würde sich lohnen? Dann überlege mal, wieviel schon die HIV-PCR kostet

    Meines Wissens nach werden die Blutspenden im Pool mit der PCR getestet und nicht jede einzeln, deshalb kann der Satz so nicht stehen bleiben. Ich weiß zwar nicht wie viel der Kosten durch Veräußerung der Spende gedeckt werden, aber dennoch sind die Kosten pro Spende durch die PCR nicht so extrem wie Du sie darstellst.

    Zitat

    Hier bewegt man sich bei anderen Summen und eine Konserve wegzuschmeißen, bzw. zu sperren ist ein extremer Verlust.

    Wenn Du schon versuchst eine Rechnung aufzustellen, dann sollte eine gesetzlich versicherte Familie auch nicht zum Arzt gehen, das lohnt sich für die Kassen auch nicht.

    Zitat

    Und wenn man die Angaben auf den Zetteln richtig macht, hat man eigentlich keine Möglichkeit nach Risikokontakt spenden zu gehen

    Wie Du selbst schreibst, gibt es Ausschlusskriterien und wenn diese wahrheitsgemäß beantwortet werden und man zugelassen wird, besteht doch überhaupt kein Grund jemand zu verurteilen der eigentlich davon ausgeht gesund zu sein aber trotzdem aus der persönlichen Motivation des Gesundheitschecks zur Blutspende.


    Gruß

    Zitat

    Ja genau den Fall habe ich gemeint. Also wenn ich hier die Threads durchblättere, sehe ich fast nur solche Paniker mit ein paar Ausnahmen.

    Ja eben. Aber diese denken ja von sich, sie hätten einen Risikokontakt, deswegen sind die ja hier. Und wenn man das von sich selbst denkt ( auch wenns unlogisch ist), dann sollte man auch andere nicht gefährden ( auch wenn man es eigentlich nur in seiner Psyche tut). Das heißt für mich : kein Sex mit jemanden anderen ungeschützt, so lange man von sich selbst glaubt HIV zu haben und kein Blut spenden.

    Zitat

    Aber ich glaube, zumindest, ich hoffe, dass sowas heute in Deutschland nicht mehr passieren kann =]

    Irgendwo hatte ich letztens hier mal einen Link reingestellt ( bin grad zu faul zum suchen), da stand, dass seitdem so hart kontrolliert wird ( bestimmte Gruppen/Alter nicht spenden dürfen, dieses und jenes Ausschlussverfahren und die diversen Tests) von ein paar Millionen Blutkonserven gerade 6 Fälle aufgetreten seien ( Link war schon etwas älter, nicht von 2009). Also rein theoretisch könnte es natürlich doch auftreten. 100% gibts nie und nirgends.


    Und das wünscht man natürlich keinem - auch wenn HIV heute gut behandelt werden kann ( in unseren Breitengraden). Denn gerade wenn man immer geschützt oder sogar sexuell enthaltsam gelebt hat und dann trifft es einen ohne eigene Schuld, dann ist das noch härter zu ertragen, als wenn man sich selbst durch die Betten deutschlands gerobbt hat.


    Und hier gibts ( wie auch draußen in der realen Welt) sehr oft Sprüche wie : selber schuld, bist wohl schwul oder f*** alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.... man sollte alle Positiven namentlich nennen, um Negative zu schützen.....einer wollte KZ-ähnliche Einrichtungen wieder haben.


    :(v


    Läßt sich alles leichter verkraften, wenn man z.b. sich jahrelang schon in der Schwulenszene bewegte, schon vor seiner eignen Infektion mit dem Thema konfrontiert war, genug Leute kennt, die ebenfalls positiv sind und man das "gemeinsam" durchstehen kann.


    Nehmen wir jetzt nochmal ein ganz krasses Beispiel : dummerweise ist so ein Fall von einer verseuchten Blutkonserve ( kann ja auch im Urlaub im Ausland sein, nicht in deutschland) aufgetreten. Junge Muslimin, noch Jungfrau, nie Sex gehabt, sehr religiöse Familie im Hintergrund.Eine Familie, wo über solche Dinge und so ein "Schmutz" nie geredet wird. Dieses Mädel bekommt so ne Konserve um ihr Leben zu retten - und hat plötzlich HIV.


    Vielleicht ein doofes Beispiel, aber man sollte mal die Schicksale sehen, die es dahinter geben könnte.


    Vielleicht denkt manch einer dann weniger eigennützig. *:)

    Zitat

    ich habe die Sätze von Rusilk irgendwie anders gelesen…

    @ nobody :

    ich meinte auch nicht ruslik und wie sie das macht. Was sie von sich schreibt, finde ich in Ordnung. Ich meinte das ( ein altbekanntes Thema) :

    Zitat

    Ja eben. Aber diese denken ja von sich, sie hätten einen Risikokontakt, deswegen sind die ja hier. Und wenn man das von sich selbst denkt ( auch wenns unlogisch ist), dann sollte man auch andere nicht gefährden ( auch wenn man es eigentlich nur in seiner Psyche tut). Das heißt für mich : kein Sex mit jemanden anderen ungeschützt, so lange man von sich selbst glaubt HIV zu haben und kein Blut spenden.

    Die Paniker hatten zwar auch keinen RK, könnten also spenden gehen - aber die hier im Forum denken ja von sich, sie hätten HIV ( und bisher haben die Tests versagt, weil sie ne neue Virusform hätten %-| ). Die denken also von sich selber, dass sie krank sind, HIV haben - aber wollen dann Blutspenden ? Logisch, reell betrachtet ist da nichts, aber wenn man es von sich denkt, sollte man nicht spenden ( deshalb auch das mit der "Psychotherapie", was ich zuallererst schrieb.

    Zitat

    bitte hau mich jetzt nicht…

    >:( Danke auch. Ich scheine ja nen guten Ruf zu haben ]:D

    @ Nobody:

    Nur Plasmen und Thrombozytenkonzentrate werden im Pool getestet, Vollblut nicht! Da werden einzelne PCRs gemacht.

    @ ruslik:

    Manche Konzentrate haben überhaupt keine Lagerungszeit von 2 Monaten, das geht nur bei Plasma. Selbst Vollblut sind meistens nur sechs Wochen


    Gegen einen generellen Gesundheitscheck habe ich nie was gesagt, aber gegen den HIV-Test nach Risikokontakt.

    Zitat

    Da werden einzelne PCRs gemacht.

    hmmmmmmmmmmm:-/

    Quelle: www.st.roteskreuz.at

    Zitat

    Die im Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen in Frankfurt seit Januar 1997 durchgeführte PCR zum Spenderscreening auf die Viren HCV, HBV und HIV-1 konnte durch Einführung der TaqMan-PCR für die Viren HBV und HIV weiter entwickelt werden. Bei der TaqMan-PCR handelt es sich, im Gegensatz zur konventionellen PCR, um ein sogenanntes homogenes Assay, bei dem Amplifikation und der Nachweis des PCR-Produktes simultan in einem Reaktionsgefäß erfolgen. Durch das erhöhte Automatisierungsniveau der TaqMan-PCR-Technologie wurde der Zeitbedarf bis zur Befundung der PCR-Ergebnisse für die Viren HBV und HIV von 8 auf 6 Stunden reduziert. Bei einem Aufkommen von ca. 600.000 Proben pro Jahr müssen täglich zwischen 2.000 und 3.000 Proben getestet werden. Dieses Probenaufkommen macht eine Zusammenfassung von Einzelspenden in Minipools zu 96 Mitgliedern, die gemeinsam in der PCR getestet werden, notwendig

    Quelle: http://www.blutspende.de/


    Da müsst ich mich jetzt echt schwer täuschen :-/

    Ja, und wenn einer davon pos. ist muss man entweder alle nochmals machen oder alle wegkippen. Meines Wissens wird es unterschiedlich gehandhabt. Die einen Testen erst im Pool und wenn alles ok ist nicht mehr einzeln. Und andere testen direkt einzeln.


    Und es ist korrekt, dass Vollblut max. 6 Wochen bei optimalen Lagerbedingungen gelagert werden kann. In der Regel braucht man aber das Blut aufgrund von Engpässen viel früher.


    Ich persönlich nerve mich auch gewaltig wenn einer Blutspenden als HIV- oder Hepatitistest missbraucht. Wer nicht guten Gewissens sagen kann, dass er gesund ist d.h. kein Risiko bei diesen Krankheiten einging kann spenden… und die anderen sollen es lassen. Ein Test beim Gesundheitsamt ist besser – zumal man auch eine Beratung bekommt.


    Blut spenden sollte man weil man den Mitmenschen helfen will. Und wer Risiken einging soll zum Hausarzt, GA, Labor oder sonst wo hin.


    In der Regel kriegt man heute fürs Blut spenden noch ein Danke - mehr nicht. Manchmal gibt es noch was zu beissen danach.... aber es ist nicht die Regel. Chemiefirmen (Labors, Pharma etc) bezahlen ihren Mitarbeitern die Spende.... aber diese wird direkt in der Firma für Tests verwendet und geht nicht in den OP bzw. die Rettung etc.


    Gruss


    Alexandra

    Hab ein bisschen zum Thema gegoogelt...

    Zitat

    Ein Beispiel der zahlreichen Testverfahren für Blutprodukte, die im Zentralinstitut für Transfusionsmedizin und Blutspendedienst des Klinikums Stuttgart zum Einsatz kommen, ist die Nukleinsäure-Amplifikations-Technik. Dabei werden Blutprodukte gleichzeitig auf HCV (Hepatitis-C-Viren) und HIV (Aids-Viren) untersucht. Das Verfahren arbeitet mit einer sehr kleinen Probenzahl je Pool (zur Untersuchung werden mehrere Blutproben, in diesem Fall maximal acht, zu einem Pool zusammengeführt) und ist daher äußert sensitiv (es wird eine rund 30fach höhere Sensitivität erreicht, als vom Paul-Ehrlich-Institut vorgeschrieben ist).

    Außerdem wie ich verstanden habe, wird das Vollblut gar nicht eingesetzt.. Laut Wikipedia:

    Zitat

    In den Anfängen der Transfusionsmedizin wurde den Patienten das gespendete Blut als sogenanntes Vollblut von den Krankenhäusern übertragen. Heutzutage werden aus einer Spende meist mehrere Blutprodukte hergestellt, um dem Patienten auf diese Art nur die Blutbestandteile zu verabreichen, die dieser speziell benötigt. Dadurch wird zum einen das Risiko von Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten stark gesenkt, und zum anderen können durch die Auftrennung des Blutes in seine Bestandteile optimale Bedingungen für Haltbarkeit und Wirksamkeit erreicht werden.

    Die Seite der Blutzentrale sagt auch:

    Zitat

    Bis ein Blutprodukt einem Empfänger zugeführt werden kann, hat es einen langen Weg hinter sich. Am Anfang steht natürlich die Blutspende. Das Blut kommt dann in einen Entnahmebeutel und wird zentrifugiert. Dabei trennen sich Plasma, Buffycoat (weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) und Erythrozyten (rote Blutkörperchen) voneinander und werden in unterschiedliche Beutel geleitet.

    Also ich glaube schon, dass es stimmt, dass sie mein Blut (bzw. Komponente davon) erst verwenden, nachdem ich nochmal gespendet habe.. Auf jeden Fall schreiben sie mich bis ein Jahr nach der Spende regelmäßig an, danach nicht mehr. Weiß nicht, ob sie danach mein Blut nicht länger aufbewahren können und entsorgen oder davon ausgehen, dass ich ehe nicht mehr komme und deswegen an Briefmarken sparen wollen.. ;-D