"Geständnisse" von Kanae Minato - HIV-Übertragung durch Blut in Getränk

    Hallo,

    ich habe heute das Buch "Geständnisse" von Kanae Minato gelesen. Darin geht es um eine Lehrerin, die sich an zwei Schülern rächen möchte und ihnen heimlich Blut eines Aids-Kranken in ihre Milch mischt. Als die beiden dies erfahren, bekommen sie panische Angst, mit HIV infiziert zu sein.


    Meiner Meinung nach ist eine Übertragung auf so eine Weise doch überhaupt nicht möglich. ":/ Ich habe das ganze Buch über darauf gewartet, dass dies klargestellt wird, am Ende des Buches ist jedoch zu lesen:


    "Ich habe mich nie der Illusion hingegeben, Sie mit Aids anstecken zu können. Wie Sie es dann ja selbst erfahren haben, ist die Ansteckungsrate in solchen Fällen äußerst gering. Doch da die Chancen immerhin nicht bei null liegen, hatte ich das Gefühl, für eine angemessene Strafe gesorgt zu haben."


    Was sagt ihr dazu?

  • 9 Antworten

    Auf der Seite der Aids-Hilfe Salzburg steht:


    Zitat

    Kann ich mich über Getränke und Lebensmittel mit HIV infizieren?

    Antwort

    Nein! Dazu ist HIV im Gegensatz zu anderen Krankheiten schlicht zu wenig infektiös. Nicht zu bemerkende oder zu schmeckende Blutreste (oder andere infektiöse Körperflüssigkeiten) auf Lebensmitteln werden durch Nahrung bzw. Getränke und Speichel nämlich zu sehr verdünnt. Im Gemisch aus Nahrungsbrei bzw. Getränken, Speichel und Körperflüssigkeiten wird die Virenkonzentration von HIV viel zu dünn, weswegen es zu keiner Übertragung kommen kann. HIV kann nur übertragen werden, wenn die Virenkonzentration sehr hoch ist, was aber nicht der Fall ist, wenn nicht erkennbare Blutmengen durch Speichel verdünnt werden.

    Mich ärgert es, dass das im Buch nicht klargestellt wurde. Gerade weil es ja in Bezug auf HIV noch immer so viele Vorurteile gibt. :|N

  • Anzeige

    Ja, die Begriffe Aids und HIV sind in dem Buch auch öfters verwechselt worden. Wobei bei dem Mann, dem das Blut abgenommen wurde, schon Aids ausgebrochen war. Dabei war das Buch ansonsten ganz gut. Deshalb ärgert es mich gleich doppelt. :(v

    Man kann sich normalerweise nicht über das Essen mit HIV infizieren, wegen der o.g. Gründe - das stimmt. Wenn man aber eine offene Wunde im Mund hat, kann es theoretisch sein, dass man sich was einfängt, wobei man sich schneller eine Hepatitis-Infektion zuziehen kann, als HIV. HIV ist nicht so leicht übertragbar!

    Schmetterling42 schrieb:

    Wenn man aber eine offene Wunde im Mund hat, kann es theoretisch sein, dass man sich was einfängt, wobei man sich schneller eine Hepatitis-Infektion zuziehen kann, als HIV.

    Aber wenn das infektiöse Blut mit einer Flüssigkeit stark verdünnt wurde, dann besteht doch auch in diesem Fall zumindest kein Risiko für HIV?

  • Anzeige

    Ja, das stimmt - über Flüssigkeiten, wie in dem Buch beschrieben, über Milch, kann man sich nicht mit HIV anstecken. :)zFür eine Ansteckung müsste die Blutmenge sehr groß sein und der Milchanteil sehr gering. Und da würde man das Blut sofort rausschmecken und gar nicht mehr weitertrinken.

    1) kann man niemanden mit "AIDS" anstecken,allerhöchstens mit HIV, und die HIV-Infektion kann unbehandelt irgendwann zu AIDS führen


    2) eine Ansteckung über Getränke und Lebensmittel ist unmöglich, egal was die Dame da für einen Unsinn zusammenfaselt


    Das Buch ist von 2008 ... mittlerweile haben 2020 ... von daher ist dieses Buch allerletzter Müll und ganz gewiss nicht mehr zeitgemäß !!


    Aber Hauptsache wir erregen uns über Mohrenköpfe beim Bäcker, weil die sind ja so vorsintflutlich und so rassistisch und so menschenfeindlich und so gar nicht mehr zeitgemäß !!

    Ja, ich war mir eh ziemlich sicher, dass es so ist, wollte aber zur Sicherheit nachfragen, nicht dass ich mich zu Unrecht so aufrege. Und das Buch hab ich gestern noch aussortiert ;-)

  • Anzeige