• hiv gegenmittel

    Wie weit ist eigendlich die forschung in sachen gegenmittel. Gibt es da schon erfolge, oder eher nicht. Irgendwann muss doch dieses Vierus mal ausgerottet werden können. :[]
  • 18 Antworten

    Na ja, pep und prep sind aktuell Schlagworte, die halt durch die Presse Geistern, die beste Möglichkeit dieses Virus auszurotten ist aktuell dass möglichst viele Menschen ihren Status kennen und wenn positiv eine Therapie machen. Die Meckerei über das Pharmasytem, die ja nur Geld mit der Dauermedikation verdienen wollen, ist genauso fehl am Platz, glaub mir, wer da ein echtes Gegenmittel erfindet, würde sich eine derart Goldene Nase verdienen, das wäre schneller auf dem Markt, als du HIV schreien kannst.


    Und nochmal zur Therapie, das sind sicher keine Smarties und die Tabletten können schon Nebenwirkungen haben, inzwischen ist das aber längst nicht mehr so übel, wie die ersten Medikamente, die es da gab. Hier sind es ab und an Kopfschmerzen, die Fettverteilungsstörung ist inzwischen im Griff, die gelegentliche Übelkeit nach der Einnahme lässt sich bei gleichzeitigem Essen auch ganz gut ertragen, laut Aussage meines Mannes. Also alles sehr weit weg von einer Chemotherapie.

    Zitat

    HIV Therapie= Chemotherapie? Sag mal geht's noch? Wir leben damit, dass mein Mann zwei Tabletten am Tag nehmen muss! Ja, ist nicht toll, aber weit weg von dem, womit Chemopatienten leben müssen, ich seh das gerade bei meinem Vater!

    huch, mal ganz langsam. Die antivirale HIV-Therapie ist eine Chemotherapie, das heißt ganz einfach so. Chemotherapie bezeichnet nicht nur das, was man gegen Krebs geben kann. Und auch die zytostatische Chemotherapie bei Krebs wird, je nach Mittel und Mensch, ganz unterschiedlich gut vertragen. Da sollte man Patienten nicht noch unnötig Angst vor der Therapie machen.

    Du, dass die ART Therapie auch unter den Bereich der Chemotherapie fällt, ist mir klar, genauso wie die Tatsache, dass nicht jeder bei zytostatischer Chemotherapie bei Krebs die gleichen Nebenwirkungen hat, aber das ich da ein bissl hoch gehe hat auch Gründe.


    Ich will genausowenig jemandem Angst vor der Therapie machen, wie du, ganz im Gegenteil, aber ich bin ehrlich gesagt auch ein bisschen müde, ständig wieder erklären zu müssen, dass nicht jeder HIV+ aussieht wie die letzten Aufnahmen von Freddy Mercury und den ganzen Tag kotzend in der Ecke liegt und das aus zwei Gründen, der erste ist ganz einfach, solange in den Köpfen der Leute diese Bilder existieren, solange wird es auch immer Menschen geben, die sich anstecken, weil "das sieht man doch, ob jemand positiv ist!" Nein, tut man nicht und auch, wenn die Therapie heute längst nicht mehr mit der Quälerei von vor 15-20 Jahren vergleichbar ist, schön ist anders!


    Womit wir beim zweiten Grund wären, ich habe immer weniger Lust, mich mit dieser Art von Vorurteilen herum zu schlagen, ehrlich, wir haben ein ganz normales Familienleben, in der die Infektion zwar eine Rolle spielt, aber eine sehr kleine und untergeordnete, bis eben diese Vorurteile es wieder groß machen, wenn die Kinder aus der Schule kommen und fragen, ob der Papa Weihnachten noch lebt, oder Ärzte uns verweigern uns die Hand zu geben, ich habe z.B. Ewig gebraucht einen Gynäkologen zu finden, der mir nicht zur Abtreibung unserer Wunschkinder geraten hat, auch das aus schlichter Unwissenheit.


    So, ich hoffe, es ist ein wenig deutlicher geworden, was ich meinte.