• Nach einmaligem Analverkehr HIV-positiv

    Hey Leute, hab immer mal wieder Diskussionen hier mitverfolgen können, und nun bin ich unwillkürlich mittendrin. Tja, was ist passiert, ich bin gerade erst 20 Jahre alt geworden, Student, jung, sportlich, und, naja, eigentlich nicht voller Lebensenergie, vor allem jetzt nicht mehr, aber was rede ich hier, ich bin schwul und hatte vor 4 Monaten ein…
  • 87 Antworten

    Eure super inteligente Aussagen bez. den Typ anzeigen etc sind doch völlig Fehl am platz, schon sehr einfach so eine Aussage zu machen wenn man vor kurzem ein positives Testergebnis erhalten.


    Als Nichtbetroffener sag ich dazu gar nichts, ihr quatscht einfach und habt keine Ahnung, als NICHT HIV+ ist es sehr einfach daran zu denken den anderen Typen anzuzeigen etc, wärt ihr selbst betroffen hättet Ihr sicherlich andere Gedanken im KOPF!!


    Also besser gar nicht schreiben sondern Fresse halten]:D

    Der Faden war einige Zeit geschlossen damit a) die Gemüter Zeit hatten sich abzukühlen und b) die Moderation Zeit hatte etliche Beiträge zu löschen bzw. zu editieren.


    Selbstverständlich gelten auch in diesem Faden die Regeln. Diese beinhalten -wie eigentlich jedem bekannt sein sollte- ein klares Verbot von Beleidigungen, Herabsetzungen und ähnlichem.


    Desweiteren geht es in diesem Faden um eines bzw. um einen: Um Hanno88. Wer diesbezüglich nicht genug Takt und Empathie aufbringen kann und/oder will, sollte sich vielleicht die Frage stellen, ob dieser Faden der richtige Ort ist. (Gilt selbstverständlich auch für andere Fäden.)


    Der Hinweis die Verantwortung betreffend ist sicherlich legitim. Die eigene Meinung diesbezüglich jedoch zur einzig richtigen machen zu wollen, dies wiederholt und dann auch noch indem noch einer "drauf gesetzt" wird, ist nicht legitim.


    Ich gehe davon aus, dass dies die letzte Intervention der Moderation in diesem Faden war.


    So viel von mir. Zurück zu Hanno88.

    Hallo Hanno88,

    ich sitze hier gerade auf Arbeit, mir gehen in dem Moment 1000 Gedanken durch den Kopf.


    Im Moment ist nicht an arbeiten zu denken, endlich Mittagspause. Steeve und DamjanaM haben alles wichtige schon geschrieben.

    Zitat

    Kein schöner Moment in dem man die Gewissheit hat, das etwa sim Leben passiert ist.. was unabkehrbar eine einschneidende und direkte Auswirkung auf das bisherige Leben hat.


    Ich habe diese Erfahrung mitte 2008 machen dürfen.. und kann dir nur sagen, auch wenn es am anfang wie das Ende der welt wirkt.. es gibt ein Leben danach.

    Die Sätze von Steeve sind in Deinem Thread im Moment das wichtigste. Eigentlich kann ich hier nicht richtig mitreden, ich weiß nicht wie es ist ein positives Ergebnis in den Händen zu halten. In Deinem Text stehen aber mehrere Schlüsselwörter zu denen ich etwas schreiben möchte. Vielleicht liest es auch jemand, der hier die eine oder andere vorwurfsvolle Antwort abgelassen und denkt mal darüber nach. Ich steckte damals in einer Situation in der ich mir die schlimmsten Vorwürfe für etwas machte, dass hätte nie passieren sollen. Ich verurteilte mein Verhalten auf schlimmste… Ich war bis dahin zu leichtsinnig mit dem Umgegangen was ich hatte. Ich bin mit einem blauen Auge davon gekommen. Ich war mir wie viele andere vor mir auch, 100% sicher so das war’s jetzt. Ich malte mir aus, wie es weiter geht. Ich habe mir die allergrößten Vorwürfe gemacht, nicht schon früher an eine mögliche Infektion gedacht zu haben. Das haute mich damals dermaßen aus der Bahn. Nein nicht die Angst um meine eigene Gesundheit, sondern die Tatsache, dass ich mir die schlimmsten Vorwürfe für das geschehene machte. Ich hasste mich dafür, ich hasste mich für meine eigene Dummheit. Ich hasste mein kleines beschissenes leben. Ich hasste mich selbst. Meine Gedanken kreisten nur noch um die Zukunft… Um die Zukunft meiner noch jungen Familie. So denk ich Deine Zukunftsängste auch als negativer ein wenig zu verstehen.


    Warum mach ich hier gerade diesen Seelen-Striptease? Ich möchte Dir mitgeben, dass Du dich für Dein Verhalten nicht selbst verurteilst oder Dir Selbstvorwürfe machst und somit nicht in einen verdammten Teufelskreis hineinrutschst. Das wichtigste ist jetzt eine einigermaßen gesunde Psyche.

    Zitat

    aber bin auch depressiv

    Zitat

    ich habe es einfach verbockt und versagt und war, als hätte ich meinen Verstand in dem Moment ausgeschaltet....

    Ein weiterer Satz von Dir...

    Zitat

    Ja, die Psyche spielt da eine große Rolle...

    ...achte auf Deine Psyche :)* in dem Sinne... viel Kraft *:)


    Liebe Grüße

    Hallo zusammen,


    wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein.


    In diesem Sinne sollten wir tatsächlich niemanden hier verurteilen.


    Ich denke, es macht uns alle betroffen, was Hanno passiert ist.


    Aber: es ist geschehen!


    Für mich als 'Normalo' war es allerdings mal ein vielleicht notwendiger Alarm:


    Es kann jeden, überall erwischen, auch beim 'ersten Mal'.


    Vermutlich denkt ein jeder, mich erwischt es schon nicht. Und wir leben ja in einer ach so aufgeklärten Welt.


    Vielleicht ist sie zu abgeklärt!


    Das Thema Aids/ HIV+ ist noch lange nicht vom Tisch und jeden Tag aufs neue präsent.


    Danke Dir Hanno für Deinen ehrlichen Beitrag und Dein Wachrütteln von uns allen, die all zu leichtfertig mit dem Thema umgehen.


    Ich wünsche Dir trotzdem alles erdenklich Gute in Deinem neuen Leben und den Mut, auch weiterhin Deinen Weg zu gehen!


    edsel

    Hey ihr, ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die mir gegenüber ihre Zuversicht zugesprochen haben und mir gezeigt haben, dass man neuen Mut schöpfen sollte, auch wenn es erstmal aussichtslos erscheint. Und vor allem Verständnis für mein derzeitiges Handeln bzw. Nichthandeln demonstriert haben. Natürlich wird nichts mehr so sein wie vorher, weil es das ganze Leben beeinträchtigen wird, aber bevor es so derart krass kommt, werde ich sicherlich einen Ausweg finden, denn auf einen elenden Leidensweg kann ich gut und gern verzichten. Wie man später darüber denkt, weiß man nicht, mir selbst kreisen natürlich unheimlich viele Gedanken durch den Kopf, aber momentan überlege ich erstmal, wie ich ein wenig mehr Selbstvertrauen schöpfen kann, es ist eben nicht einfach, sich zu sagen, es ist passiert, man kann es nicht ändern, aber du bist trotzdem noch ein liebenswürdiger Mensch, weil jeder mal "Fehler" macht, wie gravierend sie dann sein mögen. Es ist natürlich richtig, dass ich diesen Beitrag verfasst habe, auch um andere zu warnen, dass es jeden treffen kann, egal wann und egal wo. Man darf seinen Verstand nicht ausschalten, wo immer man sich gerade befindet. In den letzten Tagen hatte ich viele Träume, grässliche Vorstellungen, dass ich am liebsten ausbluten würde, oder dass ich mit einem Auto gegen eine Wand gequetscht wurde, was vielleicht verdeutlicht, dass ich mich einfach nicht mehr akzeptieren kann. Sicherlich wird es sich mit der Zeit geben, aber es ist momentan einfach so, dass ich mich frage, warum ich mich zum Teufel darauf eingelassen habe. Vor allem habe ich den Eindruck, dass ich kurz vorher ein Zeichen bekommen habe, dass ich dieses Treffen hätte absagen müssen, weil ein guter Freund spontan bei mir vorbeigeschaut hat, den ich dann aber vertrösten musste, weil ich ja dieses andere Treffen vereinbart hatte. Im Nachhinein interpretiert man sicherlich einiges so, wie man es gerne sehen würde oder auch nicht, aber ich kann jedem nur raten, dass man nicht blind auf etwas vertrauen sollte bzw. NIE seinen Verstand ausschalten sollte. Ob ich verführt wurde oder nicht, kann man nicht so genau rekonstruieren, ich habe es im Bett noch einmal gesagt, dass er ein Kondom benutzen sollte, und ich habe im ersten Augenblick auch gar nicht gemerkt, dass er keines benutzt hat, aber als er dann noch einmal nach einer Minute raus ist, habe ich gesehen, dass er das Gummi nicht übergerollt hatte, und dann war es mir einfach nur noch egal. Das schlimmste aber sind nicht Schuldgefühle mir gegenüber, sondern gegenüber meinen engste Freunden, der Familie, denn irgendwie komme ich mir so unendlich blöd vor, dass es so gekommen ist, wie es passiert ist. Ja, nun frage ich mich natürlich selbst, warum ich das hier alles geschrieben habe, also von gestern zu heute, nicht um Selbstmitleid zu ernten, ich wollte anderen Leuten von meinem Schicksal in Kenntnis setzen, auf Gleichgesinnte treffen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben, und so meine Gedanken nachvollziehen können (was hier auch Negative bereits getan haben). Klar, ich habe meine Grenzen in dem Moment ausgetestet und bin zu weit gegangen, nun ist es leider so, wie es ist, und man muss sich damit abfinden, weil man sich sonst selbst zerstört. Das weiß ich auch. Nur das ist verdammt hart, weil man sich eben diese Selbstvorwürfe macht, die ich hier noch gar nicht so recht dargelegt habe, vor allem deshalb, weil einem dann eh zu psychologischer Betreuung geraten wird, aber ich kann noch nicht einmal mit mir selbst über meine Sorgen und Nöte sprechen, sodass ich mich derzeit noch nicht in der Lage fühle, mich mit einer wildfremden Person darüber auseinanderzusetzen. Bestimmt werde ich mir in den nächsten Wochen ärztliche Unterstützung zwecks Therapie einholen. Trotzdem mache ich mir gerade auch Momentan ganz banale Gedanken wie, dass ich Staatsanwalt werden wollte (Jurastudium) und mit HIV-Infektion sicherlich nicht verbeamtet werden kann. Ok, denkt jeder, ist doch nicht so schlimm, aber vom Prinzip her wirft das die ganzen bisherigen Zukunftsvorstellungen über Bord. Ist ja klar. Und das zermürbt mich momentan einfach.... So frage ich mich, wie andere es geschafft haben, ob sie es nur durch fremde Hilfe erreicht haben, sich selbst wieder so zu nehmen, wie man ist, oder ob es nicht vielleicht auch anders geht. Es ist einfach zum K*n!

    Wie schon geschrieben Hanno.. in den anderen Foren sind viele Positive die mit beiden Beinen im Berufsleben stehen. Mit den richtigen Medikamenten ist HiV auch bei weitem nicht mehr der Schrecken der es in den 80ern mal war.


    Es kann natürlich immerder Fall sein das alles scheiße läuft und der Worste Case eintritt.. aber wie du schon richtig geschrieben hast.. das wichtigste ist das du nun selbstvertrauen tankst und dich mit der neuen Situation vertraut machst.


    Wenn du mal wen zum reden brauchst, oder einfach nur mal frust ablassen willst.. schick einfach ne PM dann können wir reden.. oder ev per telefon.. wichtig ist.. du bist NICHT allein.. und vor allem.. das Leben geht WEITER ! :)_:)*:)^

    :)^ :)*


    Steck den Kopf nicht in den Sand,sprich mit einem Therapeuten darüber,wenn du soweit bist,das wird dir sicher helfen!


    Wünsch dir ganz viel :)*, du schaffst das!

    Meinen Beistand hast du.


    Finde auch gut das du so gelassen reagierst. Ich würde ihn noch am nächsten Tag nach dem positiven Ergebnis die Bortsteinkante fressen lassen. Bin zwar nicht schwul, jedoch musste er wissen, dass er positiv ist und dich damit gefährdet.


    Unverantwortlich sowas, du solltest schon stutzig sein als er kein Kondom benutzen wollte.


    Nun ist's zu spät, viel Erfolg im weiteren Verlauf deines Lebens ;-)


    Sterben tust du nicht davon :)^

    Suche etwas wo du etwas "schaffen" kannst, was auch immer das ist. Und sehe zu das du kontinuierlich dran arbeitest.


    Das kann einiges an Motivation geben.

    hallo hanno,


    ich habe deinen beitrag eben gelesen und kann von meiner seite aus auch nur sagen, wie leid mir das tut.


    dein verhalten finde ich, hingegen auch weniger anders lautender meinungen, weder verantwortungslos noch sonst etwas. du musst dich jetzt um dich kümmern und nicht um andere leute.


    und zu steeve kann ich nur sagen; respekt zu deinem angebot :)^