Überblick: AK-, PCR- u.nd p24-Antigen-Test

    Den folgenden Beitrag habe ich schon einmal in einem anderen Forum geposted. Nach dem was ich hier gelesen habe, halte ich es jedoch fuer sinnvoll den Beitrag hier auch noch mal einzustellen.:


    "Da ja immer wieder Fragen nach den heutigen Teststandards und deren Sicherheit aufkommen, dachte ich mir, dass ich den momentanen Stand der Dinge mal allgemeinverstaendlich in einem Posting zusammenfasse.


    Wesentlicher Standard in der HIV-Diagnostik ist der bekannte HIV-Antikoerper-Test (AK-Test, bzw. ELISA Suchtest). Dieser Test ist 12 Wochen nach dem Risikokontakt zu 99,9% sicher (Wann ist eigentlich mal was zu 100% sicher? ). Dies ist die einhellige Meinung der Schulmedizin. In der Mehrheit der Faelle (ca. 60%) schlaegt der hochsensitive ELISA-Test aber bereits nach 4-6 Wochen an.


    In vielen Faellen (besonders wenn man sich wegen angeblicher Symptome einer "akuten HIV Infektion" Sorgen macht... dazu spaeter mehr) ist aber auch zu einem so genannten "PCR-Test" (PCR = 'P'olymerase 'C'hain 'R'eaction) zu raten. Dieser Test untersucht nicht, ob sich Antikoerper gebildet haben, sondern versucht Fragmente der identifizierten HI-Virus DNA direkt nachzuweisen (vereinfacht gesagt). Bereits ca. 14 Tage nach dem RK ("Risikokontakt") bekommt man hier sehr zuverlaessige Ergebnisse. Noch sicherer ist der Test nach 3 Wochen.


    Der PCR Test ist in den letzten Jahren deutlich praezisiert, bzw. verbessert worden, so dass die Info, es handele sich dabei um einen "zu ungenauen" Test heutzutage eigentlich nicht mehr haltbar ist. Die Ungenauigkeit eines PCR Tests nach 21 Tagen ist vergleichbar mit der geringen Ungenauigkeit eines AK-Tests nach 12 Wochen. Jedenfalls dann, wenn man ein negatives PCR-Testergebnis bekommt. Der Ausschluss der Infektion kann also sehr praezise mit dem PCR-Test nach ca. 21 Tagen bestimmt werden.


    Leider ist der PCR-Test bei einem positiven Ergebnis nicht ganz so praezise, da es in seltenen Faellen vorkommen kann, dass sich HIV aehnliche DNA-Fragmente im NICHT-HIV-INFIZIERTEN Blut befinden (z.B. durch einen anderen Virus, der im Aufbau dem HI-Virus aehnelt), die von dem PCR-Test in dem Fall "falsch interpretiert" werden und daher zu einem FALSCHEN positiven Ergebnis fuehren (also einem POSITIV-Ergebnis, obwohl man gar nicht HIV infiziert ist). Auch die Moeglichkeit ein falsch positives Ergebnis zu bekommen, weil mit nicht-100%-sterilem Labormaterialien gearbeitet wurde, ist beim hoch sensitivem PCR-Test nicht voll auszuschliessen. Im Falle eines postiven PCR-Tests sollte unbedingt nachgefragt werden, ob der Test bereits zur Bestaetigung des Ergebnisses laborintern wiederholt wurde.


    In dem seltenen Fall eines falsch-positiven Ergebnisses ist die psychische Belastung des PCR-Getesteten bis zu dem Zeitpunkt, an dem er/sie einen "sicheren" AK-Test machen koennen leider extrem hoch, weswegen die meisten Gesundheitsaemter und Aids-Hilfen auch kategorisch vom PCR-Test abraten (OBWOHL sich das Risiko eines falsch-positiven PCR-Ergebnisses deutlich eingrenzen liesse, wenn man den PCR-Test nur in Verbindung mit dem p24-Antigen-Test empfehlen wuerde... aber dazu spaeter mehr).


    Nach ca. 6 Wochen nimmt die Genauigkeit des PCR-Tests allerdings auch fuer die HIV-Negativ-Bestimmung wieder ab, da durch die Bildung von Antikoerpern die Viruslast (Viral Load) im Blut absinkt (im Laufe der Zeit evtl. sogar wieder bis unter die Nachweisgrenze). Daher ist (besonders ab ca. 10 Wochen nach dem RK) der AK-Test die sicherere Alternative, denn auch wenn die Viruslast im Blut unter die Nachweisbarkeitsgrenze sinkt, so bleiben die Antikoerper doch ueber den gesamten Verlauf der Infektion nachweisbar... und somit fuer den AK-Elisa-Suchtest IMMER aufspuerbar.


    Ich persoenlich wuerde aber unbedingt IMMER zu einem PCR-Test raten, wenn man der Ueberzeugung ist, an sich selbst (vermeintlich eindeutige) Anzeichen einer akuten HIV Infektion zu erkennen (wie z.B. geschwollene Lymphknoten, Schluckbeschwerden, Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Fieber... und/oder aehnliche, eigentlich unspezifische Symptome) und man vor Angst kaum noch in den Schlaf kommt, weil man auf den Ablauf der "12-Monate-Wartefrist" fuer den sicheren AK-ELISA-Test wartet.


    Warum ich dazu rate? Ganz einfach: Wenn man sich so sicher ist, dass man deutliche Symptome einer akuten HIV Infektion aufweist, so MUSS der Virus auch im Blut nachweisbar sein, damit sich ueberhaupt entzuendliche Reaktionen (= klinische Symptome) entwickeln koennen. Schliesst der PCR-Test zu diesem Zeitpunkt eine HIV-Infektion aus, so kann man sich zumindest sicher sein, dass die an sich selbst beobachteten Symptome auf keinen Fall auf eine HIV-Infektion zurueckzufuehren sind.


    Dieser Ratschlag sollte vielen Menschen helfen, die sich sicher sind, Symptome einer akuten HIV-Infektion an sich zu erkenen und die die Zeit bis zum AK-Test daher nur unter unzumutbaren psychischen Druck ertragen koennten.


    In vielen Faellen muss der PCR-Test jedoch selbst bezahlt werden und er ist im Verhaeltnis zum ELISA-AK-Suchtest leider unverhaeltnismaessig aufwendiger (und daher teurer): Je nach Labor kommen fuer einen PCR-Test in Deutschland ca. 100-150 Euro an Kosten auf den Patienten zu. Der einfachere (aber nach 3 Monaten mindestens ebenso sichere) AK-Test kostet hingegen in den Labors nur ca. 20-30 Euro und wird in den meisten Gesundheitsaemtern sogar umsonst angeboten. Auch dies ist, neben dem minimal erhoehtem Risiko ein "falsch positives" Ergebnis zu erhalten, sicherlich ein Grund dafuer, warum sich der PCR-Test (noch) nicht als Primaertest fuer die Erstdiagnose durchgesetzt hat.


    Will man die Sicherheit beider Testverfahren (AK-Test vs. PCR-Test) weiter erhoehen, so bietet sich auch ein ergaenzender Test auf das p24 Antigen (ein Eiweiss des HI-Virus) an, welches innerhalb eines kurzen Zeitfensters nach der Infektion im Koerper nachweisbar ist.


    Meines Erachtens bietet sich der p24-Antigen-Test aber eben AUSSCHLIESSLICH als Ergaenzung zu entweder PCR- oder AK-Test an, da das alleinige Resultat des p24-Antigen-Tests (zumindest im Falle eines negativ Ergebnisses) nur wenig aussagekraeftig ist.


    Er eignet sich aber hervorragend dazu, das Risiko eines falsch positiven PCR-Ergebnis im Zeitraum von 3-9 Wochen nach dem RK einzugrenzen, da im Falle eines ZUSAETZLICH positiven p24-Tests eine erfolgte HIV-Infektion tatsaechlich extrem wahrscheinlich ist. Faellt der Test jedoch negativ aus, so besteht nur aufgrund des p24-Test-Ergebnisses noch keinerlei Gewissheit: Prinzipiell ist es in dieser Situation moeglich, dass sich trotz erfolgter Infektion entweder A) noch keine (oder nur wenige) p24-Antigen Einheiten im Organismus gebildet haben oder das B) die koerpereigenen Antikörper das Antigen bereits neutralisiert haben. Schliesslich besteht natuerlich noch Moeglichkeit C), dass tatsaechlich keine Infektion stattgefunden hat.


    Man sieht klar, dass sich der p24-Antigen Test am ehesten als Ergaenzung zu einer der beiden vorgenannten Test-Methoden eignet, fuer sich allein aber im Falle eines neg.-Befundes nur wenig Aussagekraft hat.


    Tatsaechlich entwickelt sich der Test auf HIV-Antikoerper (ELISA Suchtest) in Kombination mit dem p24-Antigen Test zum aktuellen Standard (der so genannte HIV-Duo-Test), um das so genannte "diagnostische Fenster" (= der Zeitraum zwischen RK und einer sicheren Diagnose) weiter zu verkleinern.


    Die Kombination PCR-Test und p24-Antigen Test wird hingegen nach wie vor nur in seltenen Faellen empfohlen, obwohl gerade diese Kombination den PCR-Test meines Erachtens zur ersten Wahl in der fruehen Erstdiagnose (3 bis 6 Wochen nach RK) macht.


    Zu guter letzt sollte noch erwaehnt werden, dass jeder Test mit positivem Befund in Deutschland erst dann als "verlaesslich positiv" gilt, wenn er durch einen weiteren Test nach dem "Western Blot"-Verfahren bestaetigt wurde. Dieser Test spielt in der Erst-Diagnostik aber so gut wie keine Rolle und ich moechte es mir (und Euch) deshalb ersparen, diesen komplexen und aufwendigen Test hier nun auch noch im Detail zu erklaeren.


    Nach erfolgter Bestaetigung durch den Western-Blot Test, wird der HIV-Infizierte automatisch (anonym!) durch den behandelnden Arzt an das Robert Koch Institut, Berlin (http://www.rki.de) gemeldet und geht somit in die Statistik der in Deutschland HIV-Infizierten ein.


    So, ich hoffe, dass dieser Ueberblick dem ein oder anderen ein bisschen Ueberblick im "Test-Dschungel" verschafft hat und wuensche Jedem, der diese "Teststrecke" vor sich hat, dass ihm am besten gleich der "Western Blot"-Bestaetigungstest durch ein fruehes, verbindliches negativ-Ergbenis erspart bleibt."

  • 12 Antworten

    Sehr gut Info. Leider sind sich so viele Beratungsstellen und Labors nicht über alle Dinge einig... mal ist ein PCR nach 3 Wochen absolut sicher, während andere kategorisch davon abraten. Mal ist ein p24- Antigentest nach 2 Wochen absolut sicher, mal absolut herausgeworfenes Geld. Diese ganzen verschiedenen Meinungen verunsichern jemanden in der "12-Wochen-Wartephase", da bleibt Panik dann nicht aus... Also ich würde jetzt, nach meinem negativen 12-Wochen-Test auf jeden Fall auch zu einem PCR raten (wenn man total panisch wird), hat sich auch bei mir gezeigt, das dieser korrekt war (auch wenn mein RK vielleicht nicht ganz so kritisch war). Ist zwar nicht ganz billig, aber für ein bißchen Gewißheit wäre mir das wert. Dr. Lust von http://www.virushotline.at meint sogar, daß dieser Test wohl vermutlich irgendwann als Standard in der Frühphase eingesetzt wird.


    Zitat: "Dass es bezüglich des PCR-Tests so unterschiedliche Aussagen gibt, liegt wohl daran, dass das Verfahren an sich noch relativ neu ist und für einen ganz anderen Zweck (nämlich zur Verlaufskontrolle der Infektion bzw. zur Kontrolle des Behandlungserfolgs) entwickelt wurde. Da der Test auch recht aufwändig und dementsprechend teuer ist, wird es auch noch einige Zeit dauern, bis sich der PCR-Test zur Frühdiagnose als Standard durchsetzt und dementsprechend wird es auch noch einige Zeit Unsicherheiten geben bei Leuten (beratungstellen und Labors), die mit dieser Testmethode noch keine Erfahrung haben. Da hast du als Ratsuchender jetzt einfach die Schwierigkeit, dass du entscheiden musst, welcher Aussage du vertraust."

    Ein Fall für

    spider-mans Leitfaden und die FAQ, würde ich sagen.


    Ich werde die beiden Herren lebaron und spider-man mal per PN befragen, ob wir nicht einen Link oder vielleicht direkt Marx Beitrag in ihre beiden Fäden aufnehmen sollten.


    Wäe schade, wenn diese komprimierte Information (die sich im Übrigen mit dem, was ich mir über die Zeit zusammengesucht habe, deckt) bald in den Tiefen des Archivs verschwunden wäre.


    Vielen Dank für Deine Mühen Marx!


    KG

    der gesamte Beitrag ist für die FAQ gut, weil spezifisch und detailliert.


    Im Leitfaden reicht der Link aus, denk ich mal... :-)

    Wobei man sagen muß, dass beim AK der IV Generation ein P24 AntiGen dabei ist und somit die Sesibilität noch einmal gesteigert wird.


    Die 100% kommen aufgrund falsch positiver Ergebnisse zustande.


    Bei der PCR denke ich sind die drei Wochen doch sehr hoch gegriffen, weil bei der quantitativen ja die Viruslast gemessen wird und der Andockprozess des Virus nach wenigen Tagen bzw. meistens nach den berühmten 72 Stunden beginnt. Deshalb nimmt man ja z.B. auch eine PEP um den Andockprozess des Virus an die Wirtszelle zu verhindern.


    Normalerweise kann man bei frisch infizierten nach 7 Tagen relativ sicher eine Diagnose anhand der PEP stellen, da dann zu 100% der Virus angedockt hat und sich vermehrt hat.


    Statistische Ausreißer gibt es immer wieder und dadurch kommt es zu diesen komischen Prozentzahlen.

    Vielen Dank fuer die netten Worte. Hoffe, dass ich damit vielen einen moeglichst kompletten Ueberblick liefern konnte. :-)


    Zitat Angst2005: "Wobei man sagen muß, dass beim AK der IV Generation ein P24 AntiGen dabei ist [...]"


    Das stimmt. Habe ich aber oben auch schon erwaehnt und mich oben wie folgt ausgedrueckt:


    "Tatsaechlich entwickelt sich der Test auf HIV-Antikoerper (ELISA Suchtest) in Kombination mit dem p24-Antigen Test zum aktuellen Standard (der so genannte HIV-Duo-Test)"


    Der Begriff "Duo-Test" wird haeufig synonym fuer den aktuellen AK/P24AG-Test verwendet.


    Zitat Angst2005: "Bei der PCR denke ich sind die drei Wochen doch sehr hoch gegriffen, weil bei der quantitativen ja die Viruslast gemessen wird und der Andockprozess des Virus nach wenigen Tagen bzw. meistens nach den berühmten 72 Stunden beginnt."


    Die Angabe von 3 Wochen ist ein guter Mittelwert aus den verschiedenen Lehrmeinungen, die sich insgesamt im Bereich von 2-3 Wochen einschiessen. So weit ich mich erinnere, empfehlen einige Quellen (leider) sogar 4-5 Wochen fuer den PCR-Test. 72 Stunden halte ich fuer ein verbindliches Ergebnis jedenfalls fuer wesentlich zu knapp. Bitte dran denken: Es geht ja eben darum die Zweifel maximal auszuschliessen. Da bringt es m.E. nicht viel, 3 Tage nach dem RK ins Labor zu gehen, wenn sich eigentlich alle Quellen sehr einig sind, dass diese eben noch nicht ausreichen. Um endgueltige Klarheit zu haben, wuerden Betroffene dann hoechstwahrscheinlich nach dem Ablauf von insg. 3 Wochen dann wahrscheinlich eh noch einmal den gleichen Test machen.

    @ spiderman:

    Bezuegl. Deines Kommentares im Leitfaden, dass das Risiko eines falsch-positiven PCR-Testergebnisses evtl. hoeher ist, als dass einer tatsaechlichen Infektion nach einem "kleinen" RK, moechte ich noch hinzufuegen, dass falsch-positive PCR-Ergebnisse meist nur eine (fuer eine tatsaechliche Infektion) extrem geringe Viruslast ausweisen. Somit mag ein Testergebnis zwar per Definition falsch-positiv sein, jedoch trotzdem (wegen der geringen Viruslast) untypisch und daher eigentlich eher als indifferent betrachtet werden. Will sagen: Wer 3 Wochen nach einem RK ein postives PCR-Testergebnis bekommt, welches eine Viruslast z.B. knapp ueber der Nachweisgrenze ausweist, so sollte das Ergebnis eigentlich als "indifferent" bezeichnet werden.


    Ein guter Arzt sollte seinen Patienten im Falle eines solchen Ergebnisses darueber aufklaeren, dass das Ergebnis nicht wirklich verwertbar ist. Schliesslich sollte gerade in der fruehen Phase einer HIV-Infektion die Virsulast massiv, bzw. in extrem hoher Konzentration via PCR nachweisbar sein.


    Unterstellt man also eine fachgerechte Beratung und "sortiert" man dementsprechend die falsch positiven Ergebnisse (mit eigentlich indifferenten Ergebnis) heraus, so kann man m.E. durchaus allgemein zum PCR-Test raten.

    Hier eine interessante HP:


    http://www.fennerlabor.de/2__Diagnostik_und_Mo.347.0.html


    HIV-PCR ab 10. - 15. Tag Nachweis des Erreges


    HIV p24-Antigen ab 15. - 20. Tag Nachweis von HIV-Produkten


    HIV-Antikörper ab 28. - 42. Tag Nachweis der Immunantwort


    Die Zeitangaben dienen lediglich zur Orientierung und weichen im Einzelfall davon ab. In jedem Fall sollte daher die Auswahl der Laborverfahren unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände individuell erfolgen.


    Für mich stellt sich jetzt die Frage, ist ein kombinierter AK/p24 AG Test genauso aussagekräftig wie ein reiner p24 AG-Test? Also im Hinblick auf das P24-Antigen?

    Ich finde diese Aussage als sehr wichtig.


    Hat die Aussage auch noch heute in 2009 Bestand ?


    <Warum ich dazu rate? Ganz einfach: Wenn man sich so sicher ist, dass man deutliche Symptome einer akuten HIV Infektion aufweist, so MUSS der Virus auch im Blut nachweisbar sein, damit sich ueberhaupt entzuendliche Reaktionen (= klinische Symptome) entwickeln koennen. Schliesst der PCR-Test zu diesem Zeitpunkt eine HIV-Infektion aus, so kann man sich zumindest sicher sein, dass die an sich selbst beobachteten Symptome auf keinen Fall auf eine HIV-Infektion zurueckzufuehren sind. >

    Hallo, an die Experten im Forum...


    kann es sein dass ich der Autor hier vertan hat und eine ** 12-Wochen-Wartefrist meinte ?




    ich persoenlich wuerde aber unbedingt IMMER zu einem PCR-Test raten, wenn man der Ueberzeugung ist, an sich selbst (vermeintlich eindeutige) Anzeichen einer akuten HIV Infektion zu erkennen (wie z.B. geschwollene Lymphknoten, Schluckbeschwerden, Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Fieber... und/oder aehnliche, eigentlich unspezifische Symptome) und man vor Angst kaum noch in den Schlaf kommt, weil man auf den Ablauf der "12-Monate-Wartefrist" fuer den sicheren AK-ELISA-Test wartet.

    Hör auf hier schon wieder Panik zu schieben - das ist ganz klar ein Verschreiber, im ersten Absatz zum AK-Test steht doch 12 Wochen.


    :|N


    Was sagt Dein Therapeut dazu, daß Du immer noch nach Wegen suchst, Dein Testergebnis anzuzweifeln?

    mein Therapeut sagt daszu gar nichts, weil ich nämlich seit er in Urlaub gegangen ist nicht mehr hin bin...


    Stattdessen hab ich noch einen AK-Test gemacht (jezt sind's 20 Wochen nach RK) – negativ... Die Beruhigung nach dem Test war


    schon mal nicht schlecht und auch länger als beim letzten mal, und auch die Rückkehr der Zweifel nicht mehr so heftig... ich denke ich werde den Therapeuten wohl noch mal wieder aufsuchen müssen.... und leider wohl auch noch einen 6Monatstest machen....


    - würde viel lieber abschließen... aber ...........

    @ Marx:

    Kleine, hier fast unerhebliche Korrektur:


    HIV ist kein DNA-, sondern ein RNA-Virus, es wird also RNA mittels der PCR nachgewiesen.

    Das Robert-Koch-Institut sagt :


    Eine PCR-Untersuchung (direkter Nachweis von viraler Nukleinsäure im Blut), die bei einer Infektion ggf. ein bis zwei Wochen früher positiv ausfällt als der Antikörpertest, wird bei Personen ohne klinische Symptome ausdrücklich nicht zur Diagnostik empfohlen, da dieser Test weniger genau ist als der Antikörpernachweis, d.h. das Risiko ist größer, dass ein solcher Test fälschlicherweise positiv oder fälschlicherweise negativ ausfällt. Darüber hinaus ist die PCR-Untersuchung sehr viel kostspieliger als eine Antikörperuntersuchung.


    Stand dabei ist allerdings 2004, insofern möchte ich hier nicht die gleiche Panik schüren, die ich grade erlebt habe :)