Wenn ich HIV positiv bin, welche Krankenversicherung günstig?

    Hallo Leute,


    habe eine Frage,wenn ich mich nicht mehr bei AOK versichern kann,welche private Krankenversicherung besser? %:| bin seit 2008 HIV-positive,aber momentan gesundlich noch normal...


    vielen danke! @:)


    beste grüssen,


    zaggi

  • 23 Antworten

    Weshalb kannst du nicht bei der AOK bleiben?


    Ich würde jede private Versicherung vermeiden! Das dürfte unbezahlbar werden...


    Freiwillig bei einer gesetzlichen kannst Du Dich normalerweise als Student recht günstig versichern, ich bin z.B. mit der TK recht zufrieden - aber vielleicht kommen da noch Spezialtipps für chronisch Kranke... *:)

    @ épine :

    da ich auslandischer bin und gleich in 15. Semester eintrete,man darf mich nicht mehr bei Gesetzliche Krankenversicherung versichern...es gibt vorschrift...


    und welche Versicherung wird z.B. die Gebühren von Blutkontrolle leisten?

    Und Blutuntersuchungen werden bei Weitem nicht Dein größtes Problem sein in Zukunft... :-|


    Ich würd echt noch mal bei den Gesetzlichen nachhaken.

    Keine private Krankenversicherung nimmt HIV-Infizierte auf, das ist ein absolutes KO-Kriterium, da eventuelle Behandlungskosten nicht kalkulierbar sind.


    Es bleibt Dir einzig und alleine die gesetzliche Krankenversicherung, eine andere Wahl hast Du nicht. Und es stimmt nicht, dass Dich diese nicht nimmt; Du wirst allenfalls wesentlich höhere Beiträge zahlen müssen, weil Du Dich nicht mehr als Student versichern kannst.


    Du wirst wohl Hartz IV / Arbeitslosengeld II beantragen müssen oder arbeiten müssen, um Deine Versicherung zu bezahlen.

    @ alle:

    Leute, wenn ihr nichts zur Sache beitragen könnt oder keine Ahnung habt, dann lasst es doch besser bleiben.


    :-(

    @ Zaggi:

    Seit 1.1.2009 müssen die privaten Krankenversicherungen einen Basistarif anbieten, in den jeder unabhängig vom Gesundheitszustand aufgenommen wird. Der Tarif ist natürlich nicht gerade billig, aber bei den Kosten, die die Behandlung der HIV-Infektion verursacht lohnt sich das immer noch. Die letzte Zahl, die ich gehört habe war 285,-Euro - kann sein, dass es in der Zwischenzeit teurer geworden ist. Für "soziale Härtefälle" kann der Beitrag halbiert oder komplett vom Sozialamt übernommen werden.


    Was die Leistungen der Versicherungen angeht, da kann ich nichts zu sagen, aber es gibt bestimmt Unterschiede. Ich würde dir raten, mal bei der nächsten Aidshilfe vorbeizuschauen oder anzurufen, die kennen sich gerade in solchen Fällen in der Regel ziemlich gut aus!


    Außerdem kannst du auch mal in Foren nachfragen wo mehr HIV-Infizierte schreiben als hier, ich schick dir mal ein paar Links per PN.

    Zwischen "müssen" und was sie tuen, da liegt wohl noch ein wahnsinnger Unterschied.


    Ich kann nur sagen, dass es sehr schwer wird eine private Versicherung zu finden, die tatsächlich noch bezahlbar ist. Denn es wird versucht durch einen ehöhten Beitrag die Behandlungskosten zu kompensieren. Außerdem prüfen private Krankenkassenversicherungen einfach ihr Risiko und da a) Medikamente und b) möglicherweise Psychotherapeuten dazu kommen, haben sie ein Risiko, welches sie nicht einschätzen können.


    Folge: die Person wird abgelehnt.


    Sich woanders zu erkundigen klingt sinnvoll, aber meines Erachtens nach wird es schwierig.

    @ Zaggi

    Zitat

    da ich auslandischer bin und gleich in 15. Semester eintrete,man darf mich nicht mehr bei Gesetzliche Krankenversicherung versichern...es gibt vorschrift...

    Da hast du meines Erachtens nach was falsch verstanden: Die Vorschrift besagt, dass du dich nicht mehr zum Studententarif versichern (irgendwas bei 60 EUR im Monat) kannst. Du kannst dich aber weiterhin gesetzlich versichern(z.B. bei der AOK) - es kostet nur viel mehr (bei mir waren's bei der TK damals um die 130 EUR; heute wird es wahrscheinlich noch mehr sein). Damals waren Privattarife für Studierende in der Tat häufig günstiger. Ob das heute immernoch so ist, weiß ich nicht.


    Es ist übrigens durchaus möglich, sich mit HIV privat zu versichern. Es gibt aber bei der privaten Versicherung immer ein Risiko: Solltest du aus - welchen Gründen auch immer - die Beiträge nicht mehr zahlen können, wird's schwierig, da der Versicherer dich sehr schnell kündigen kann. Die gesetzlichen Versicherungen sind da viel kulanter und stunden auch mal Beiträge, bis die entsprechenden Sozialleistungen bewilligt wurden.


    Schau zum Beispiel mal hier:


    http://www.medworld.de/therapiegebiete/hiv/ratgeber/ratgeber/versorgung/versicherung/?id=V00-ddWM_Fx.Obmw0pU

    @ Giinger:

    Auch wenn man es nochmal schreibt wirds dadurch nicht richtiger. Auch die PKVen stehen nicht über dem Gesetz. Tatsache ist:

    Zitat

    Die Leistungen im Basistarif sind verbindlich vorgeschrieben und entsprechen im wesentlichen den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Ebenfalls an die gesetzliche Krankenversicherung geknüpft ist die Höchstbeitragsgrenze im Basistarif. Der Beitrag für den Basistarif darf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung am 01. Januar des Vorjahres nicht überschreiten.


    Kontrahierungszwang: Eine Aufnahme im Basistarif kann wenn die Zugangsvoraussetzungen gegeben sind von Seiten der Versicherung nicht abgelehnt werden. Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse gibt es im Basistarif nicht. Vorerkrankungen spielen quasi keine Rolle, betrachtet man nur die Aufnahme in den Basistarif.

    Quelle: http://www.pkv-basistarif.org/

    @ marvin:

    Das kann sein! Der Studententarif fällt nach einer bestimmten Studiendauer weg - das ging mir auch so :=o . Da wäre dann wohl die gesetzliche Kasse zum Normaltarif die bessere Lösung! Ich weiß aber nicht, ob das für ausländische Studenten evtl. Probleme gibt (nicht deutsch und nicht versicherungspflichtig beschäftigt)...

    Zitat

    Auch wenn man es nochmal schreibt wirds dadurch nicht richtiger. Auch die PKVen stehen nicht über dem Gesetz.

    Schön, dass es da so steht, aber die Wirklichkeit sieht aber anders aus. ;-)

    Zitat

    Du kannst dich aber weiterhin gesetzlich versichern(z.B. bei der AOK) - es kostet nur viel mehr (bei mir waren's bei der TK damals um die 130 EUR

    Das ist der sog. Hausfrauentarif (freiwillige, gesetzliche Versicherung). Wenn das Einkommen unterhalb einer bestimmten Grenze ist, liegt der in etwa bei der Summe, je mehr Einkommen man hat, desto teurer wird es. Freiwillig gestzlich versichern kann sich jeder, egal ob Student, Selbständiger, etc. Ist wohl in diesem Fall das Sinnvollste.

    Runner2005 hat natürlich recht - auf Grund des Basistarifes ist eine private Krankenversicherung theoretisch möglich, aber in der Regel nicht sinnvoll, da diese teurer ist als die freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse, wo der Minimaltarif irgendwo bei € 130,00 liegt.

    @ Runner2005

    Zitat

    Da wäre dann wohl die gesetzliche Kasse zum Normaltarif die bessere Lösung!

    Auch wenn oben alle auf die PKV motzen: gerade bei nicht heilbaren Erkrankungen wie HIV+ finde ich die PKV sogar wesentlich besser. Fast alle GKVen sind extrem konservativ und halten sich peinlich genau an den Katalog - selbst wenn längst neuere und bessere Medis verfügbar wären (dauert halt bis die es in den Katalog schaffen). Wenn man die neuesten Entwicklungen bei den Medikamenten möglichst schnell mitmachen will, ist es besser man zahlt selbst (also entweder bar oder über eine private Versicherung).


    Bei meinem Studienende wäre die PKV sogar günstiger gewesen (ich habe aber auch keine unheilbare Erkrankung). Man muss halt nur wissen, ob man die Kohle für die PKV dauerhaft aufbringen kann.

    Zitat

    Ich weiß aber nicht, ob das für ausländische Studenten evtl. Probleme gibt (nicht deutsch und nicht versicherungspflichtig beschäftigt)...

    Nun, man lernt ja nie aus - insofern: immer her mit den Infos ;-)