Zusammenhang akute Symptome und Testresultat

    Guten Abend miteinander


    Nachdem ich vielerorts gelesen habe, dass das Resultat der 4. Generations-Tests in einigen Ländern bereits nach 6 Wochen offiziell ist, habe ich mich gefragt, ob es einen Zusammenhang zwischen den akuten Symptomen und diesem Resultat geben könnte; genauer formuliert:


    Wenn die akuten Symptome beispielsweise nach 6 Wochen auftreten und ich eine Woche später, also in der 7. Woche einen Test mache (4. Generation, CMIA, Ak / Ag) , der negativ ausfällt, liegt dann die Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit eines negativen Resultats nach wie vor bei 80%?


    Ich frage dass, weil ich mir überlegt habe, ob noch keine Antikörper da sind, wenn man akute Symptome bekommt.


    Mir ist bewusst dass das Antigen von HIV1 ungefähr ab 2. Woche bis 6. Woche (optimal in der 4. Woche) nachweisbar ist. Somit würde dies in der 7. Woche nicht mehr der Fall sein. Allerdings soll das Antigen durch das Auftreten der Antikörper nicht mehr nachweisbar sein, weil dieses sich an die Antikörper bindet (oder umgekehrt?).


    Ich bin etwas verwirrt und verunsichert.


    In meinem Fall handelt es sich um ein Risikoakt durch Oralverkehr, welchen ich an einer Frau vorgenommen habe. Es war kein Menstruationsblut sichtbar.


    Ich bedanke mich im Voraus für die Antworten.


    LG, EliasE

  • 12 Antworten

    Hallo,


    die akademische Diskussion zur Testsicherheit kann man abkürzen:


    6 Wochen reichen für ein sicheres Testergebnis. Diese Frist wurde in D vom RKI vor rund drei Jahren veröffentlicht. Beteiligt an der Erstellung der Empfehlung waren Ärzte, Laborärzte, Epidemiologen etv.

    Danke für die rasche Antwort


    Die 6 Wochen gelten in der Schweiz allerdings nicht. Hier ist nach wie offiziell 3 Monate das Zeitfenster, welches man abwarten muss. Natürlich ist HIV1 und HIV2 überall dasselbe. Soweit ich weiss geht es aber um die Möglichkeit einer Immunkrankheit, welche bei den 6 Wochen das Resultat verfälschen könnte, weil die Antikörper erst später gebildet werden.


    Nach wie vor frage ich mich, ob die akuten Symptome nach 6 Wochen darauf hinweisen können, dass noch keine Antikörper gebildet wurden.

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    Der Risikokontakt war überschaubar und du meinst jetzt auch noch eine spezielle Krankheit zu haben die das Ergebnis langsamer auftreten lässt?


    Spiele Lotto.

    Nein, ich wollte nur erklären wie es dazu kommen kann, dass 6 Wochen nicht genügen.


    Meine Frage ist nach wie vor dieselbe: weisen akute Symptome nach 6 Wochen darauf hin, dass es noch keine Antikörper im Blut gibt?

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    Das habe ich nicht behauptet. Ich habe kein Problem mit Dir, aber wenn Du die Antwort nicht kennst, ist es unnötig zu schreiben.


    Trotzdem gibt es Symptome, die auf HIV hinweisen und die als Symptome vermehrt bei einer frischen Ansteckung vorkommen. Schlappheit, Schleimhautdefekte, geschwollene Lymphknoten, Durchfall, Kopfschmerzen usw.


    Viele dieser Symptome treten auch bei einer gewöhnlichen Grippe auf.


    Meine Frage ist nicht besonders schwer:


    Können solche Symptome darauf hinweisen, dass keine Antikörper im Blut sind?


    Oder anders herum: Kann jemand, der bereits Antikörper produziert hat noch solche Symptome im Zusammhang mit HIV bekommen?

    Zitat

    In meinem Fall handelt es sich um ein Risikoakt durch Oralverkehr, welchen ich an einer Frau vorgenommen habe. Es war kein Menstruationsblut sichtbar.

    Das ist zum ersten KEIN Risikontakt und Dein Testergbenis kann somit NUR negativ lauten und nach 6 Wochen ist das auch sicher, dass Du negativ bist. Zum zweiten gibt es keine spezifischen HIV-Symptome.


    Und auch Du bist kein spezieller Spezialfall, der keine AK bildet ..

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    Zitat

    Geschwollene Lymphknoten sind ein Immunreaktion. D.h. Antikörper sind da schon gebildet.

    Ja stimmt .. hier in diesem Fall ist eine HIV-Übertragung aber nunmal nicht möglich, es war kein Blut dabei, Vaginalsekret ist zwar eine infektiöse Flüssigkeit, aber der TE kann soviel gar nicht aufnehmen, als dass die Menge für eine HIV-Infektion ausreichen würde.


    ABER... es gibt ja noch mehr auf der Welt als HIV, und andere STI kölnnen hier durchaus möglich sein.. aber die werden ja, wie immer, gerne ignoriert.

    Wie sagt die Werbung so schön? Jede 3 Minuten steckt sich ein Deutsche mit eine Geschlechtskrankheit an.


    Nur sehr wenig davon betrifft HIV. Hauptrisiken sind Grippe, Herpes und Syphilis, weil sie sehr ansteckend sind.


    Hier bestand für HIV gar kein Risikokontakt. Für andere Krankheiten schon (für Syphilis reicht jede Körperflüssigkeit und die Anzahl neue Infektionen ist am steigern, da nicht jedem Mensch Symptome entwickelt).

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