hui, sorry, ich wollte weder den eindruck vermitteln ich wüsste es besser als du, noch wollte ich das es sich nach angriff anfühlt, tut mir echt leid...


    ...ich verzichte also lieber auf eine richtigstellung, es wäre für mich der horror zu denken das ich dir weh tue, anstatt dir zu helfen... :-(


    ich wünsche dir alles gute, und lasse dich in ruhe...

    Zitat

    Auch hat er kein gutes Verhältnis zu seinen Eltern, er kam ins Heim, nicht weil er verhaltensauffällig gewesen wäre, sondern weil seine Eltern sich irgendwann trennten, die Mutter spurlos für eine zeitlang verschwand und der Vater aufgrund der Berufstätigkeit sich nicht ständig um ihn kümmern konnte. Heutzutage herrscht zum Vater so gut wie gar kein Kontakt mehr und zur Mutter nur sehr oberflächlich und eher auf "Bekannten-Ebene", als auf Eltern-Eben. Vielleicht trägt auch diese Info etwas zur Situation bei?

    ich bin weit davon entfernt hier den Psychologen spielen zu wollen, aber so eine Auf-Ab Beziehung spricht oft dafür das mehr dahinter steckt, egal ob es um Liebe oder Freundschaft geht.


    Wie ich darauf komme kann ich dir auch kurz erläutern, ich war 7 Jahre mit einem Mann zusammen mit ähnlichem Hintergrund. Am Anfang war ich Kaiser und irgendwann schwappte es immer hin und her zwischen Prinz und Bettelmann (bildlich). Ich konnte dieses Chaos nie einordnen und war seelisch total angeschlagen, ein Zufall nachdem er einfach verschwand war, dass ich eine Frau kannte bei der er sich eine Wohnung gemietet hatte, sie ist eine ältere Dame und Psychologin. Als wir mal über ihn sprachen sagte sie mir sie hätte nach ein paar Gesprächen mit ihm festgestellt das er Pseudologe ist, sie hat mir etwas über den Hintergrund zu so einer Persönlichkeitsstörung erklärt (zB unzuverlässige Familienatmosphäre, fehlende idealisierbare Elternfiguren ...) und hat mir klar gesagt ich solle froh sein das es jetzt vorbei ist. Er würde nie eine beständige Beziehung führen können und selbst wenn er sein Verhalten als Problem erkennen würde und zu einem Psychologen ginge, wäre das eine langwierige Behandlung ohne Garantie auf Erfolg. Für mich war das eine Erlösung diese Beziehung aus einer ganz anderen Perspektive betrachten zu können und aus diesem "schuld" denken rauszukommen.


    Er hatte mal zu mir gesagt: "du bist ein verwöhntes Muttersöhnchen das nie gelernt hat mal auf die Schnauze zu fallen", was sich bei mir richtig tief eingeprägt hatte, aber aus heutiger Sicht war das vermutlich sein wirkliches und ehrliches Gefühl zu Menschen die nicht erlebt haben was er erlebt hat.


    Nicht jeder Mensch mit so einem Hintergrund muss solche Störungen entwickeln, nicht das ich hier jetzt was falsches vermittel. Zum Lieben gehört sicher auch mal zu leiden, aber das sollte immer in so einer Balance stehen das man nicht anfängt selbstzerstörerisch zu handeln, dann sollte man wirklich einen cut machen. Zumal er deiner Liebe auch nie gerecht werden kann wenn er hetero ist (mit Kumpel hat das was du fühlst nichts zu tun). Klar denkt man dann ständig an ihn, aber sei dir sicher, dass wird mit der Zeit nachlassen und dann wird dich auch ein anderer verzaubern können. Du bist doch noch jung, verschenke nicht deine schönste Zeit mit so einem Heckmeck.

    Zitat

    Es ist so verrückt und klingt so kitschig

    klingt überhaupt nicht kitschig! Nur wäre es nicht Millionenfach besser wenn du deine Gefühle von jemandem genauso erwidert bekämst? Stell dir mal vor wie glücklich du dann bist, wenn dir ein bester Freund auch seine Liebe schenkt, ohne das es kompliziert ist.

    @ crossie

    Zitat

    klingt überhaupt nicht kitschig! Nur wäre es nicht Millionenfach besser wenn du deine Gefühle von jemandem genauso erwidert bekämst? Stell dir mal vor wie glücklich du dann bist, wenn dir ein bester Freund auch seine Liebe schenkt, ohne das es kompliziert ist.

    Das ist, in der Tat, richtig. Nur liegt mein Problem zur Zeit immer noch darin, wie auch im Anfangsthread schon mal erwähnt, dass ich mich aufgrund all dem nicht richtig auf neue Leute einlassen kann. Mir fiel es die ganze Zeit immer schwer, neue Leute über den 0815-Bekannten-Status hinaus an mich ranzulassen, weil ich IHN eben als besten Freund gesehen habe, und niemand anders würde ihn ersetzen können. Ich muss hier allerdings sagen, dass er durchaus ziemlich einzigartige Züge an sich hat, bei denen ich nicht so genau weiß, ob sie bei anderen auch in der Art und Weise vorhanden wären. Auch fühlt es sich für mich so an, als könnte ich in seiner Anwesenheit einfach "ICH" sein, muss keine Rolle spielen und mich nicht verstellen. Wenn ich neue Bekanntschaften in der Uni kennenlerne bin ich natürlich nicht ganz genau so wie wenn ich jetzt mit ihm zusammen abhänge.

    @ Aelixir

    Zitat

    hui, sorry, ich wollte weder den eindruck vermitteln ich wüsste es besser als du, noch wollte ich das es sich nach angriff anfühlt, tut mir echt leid...


    ...ich verzichte also lieber auf eine richtigstellung, es wäre für mich der horror zu denken das ich dir weh tue, anstatt dir zu helfen... :-(


    ich wünsche dir alles gute, und lasse dich in ruhe...

    Deine Reaktion kann ich jetzt leider nicht wirklich nachvollziehen. Du hast mir doch helfen können, worüber ich auch dankbar bin? Es war zwar manches nicht ganz genau so, wie du es interpretiert hattest, aber das lag ja auch eher daran, dass ich vergessen hatte, diese Dinge so zu erwähnen. Wegen mir musst du dich jedenfalls nicht zurückziehen...

    Zitat

    Nur liegt mein Problem zur Zeit immer noch darin, wie auch im Anfangsthread schon mal erwähnt, dass ich mich aufgrund all dem nicht richtig auf neue Leute einlassen kann.

    verständlich, ein bissl Zeit wirst du dir dann geben müssen. Aber mal Hand aufs Herz, hältst du dein Verhalten dich so sehr auf ihn zu fixieren für normal?

    Zitat

    Ich muss hier allerdings sagen, dass er durchaus ziemlich einzigartige Züge an sich hat, bei denen ich nicht so genau weiß, ob sie bei anderen auch in der Art und Weise vorhanden wären.

    x:) dann leide halt weiter, irgendwann wirst du merken das er nicht Jesus ist ;-D

    Zitat

    Auch fühlt es sich für mich so an, als könnte ich in seiner Anwesenheit einfach "ICH" sein, muss keine Rolle spielen und mich nicht verstellen.

    hattest du nicht sein jetziges Interesse an dir als "zweckgebunden und banales" beschrieben? Wenn du wirklich "Ich" sein kannst, kannst du ihm auch das "wenn ich es je bei jemandem testen oder ausprobieren wollen würde, dann wär er es definitiv, wenn er nur wollen würde" sagen. Dann ist die Katze aus dem Sack und du legst es in seine Hände.


    Mehr fällt mir dazu nicht ein, ich wünsch dir einen richtigen tollen Freund @:)

    Zitat

    hattest du nicht sein jetziges Interesse an dir als "zweckgebunden und banales" beschrieben? Wenn du wirklich "Ich" sein kannst, kannst du ihm auch das "wenn ich es je bei jemandem testen oder ausprobieren wollen würde, dann wär er es definitiv, wenn er nur wollen würde" sagen. Dann ist die Katze aus dem Sack und du legst es in seine Hände.

    Wir hatten da schon mal irgendwann darüber gesprochen. Ich habe es natürlich alles eher auf die "Konjunktivisch-Hypothetische"-Ebene gestellt und gesagt: also wenn ich jemals schwul sein würde bzw. es mal mit jmd ausprobieren wollen würde, dann wohl am ehesten mit dir. Aber keine Angst, ich bin nicht schwul.


    Das war keine unangenehme Situation, wir kennen uns schon so lange, dass wir da ganz frei reden können. Er meinte dann nur, dass es dazu wohl nie kommen würde...


    Ich erwarte ja jetzt auch nicht unbedingt eine Beziehung - so schlau bin ich mittlerweile, dass ich weiß, dass das eh nie was werden wird, und womöglich noch viel mehr kaputt machen würde, als es gut wäre. Ich hätte einfach nur gerne wieder den alten Freund zurück so wie am Anfang, wo ich wirklich fühlte, er brauchte mich (auf eine freundschaftl. Art und Weise) und ich war ihm als (platonischer) Freund wichtig.


    Aber du hast Recht, ich sollte aufhören, mich so stark bloß auf ihn zu fixieren. Der ganze Abnablungsprozess ist ja bereits im Gange, sonst wäre ich ja nicht hier und würde um Rat fragen. Es fällt mir bloß immer noch so schwer. Es gibt Zeiten, da klappts ganz gut, dann gibts wieder Phasen, wo mich eine derartige Niedergeschlagenheit überkommt, weil ich das Gefühl habe, dass wir uns ganz langsam und allmählich von einander wegbewegen - ich merk ja schon, wie der Kontakt deutlich weniger wird. Das Schlimme dabei ist, es ist nicht mal ein großer finaler Streit und jeder geht danach getrennte Wege - es ist ja sogesehen alles "gut" zwischen uns, und dennoch kommt es mir so vor, als würden wir einfach uns mehr und mehr entfernen :°(


    Danke dir jedenfalls für all deine Ratschläge (und auch an alle anderen hier, die kommentieren). Ich hoffe auch, dass ich da möglichst bald draußen bin, und vielleicht schaffe ich es ja doch, ihn auf eine neutrale freundschaftl. Ebene zu ziehen. Es muss ja nicht gleich sofort ein radikaler Cut sein mit Kontaktabbruch, vielleicht einfach auf die gleiche Ebene, wie er mich die ganze Zeit gesehen hat.


    Aber wie genau, das ist mir noch nicht ganz klar :(

    Zitat

    Das war keine unangenehme Situation, wir kennen uns schon so lange, dass wir da ganz frei reden können. Er meinte dann nur, dass es dazu wohl nie kommen würde...

    was du schreibst spricht eigentlich für eine klassische homo liebt hetero verbindung wo man auf sexuelles und alles verzichten würde nur um "ihm" nah zu sein. Wie dem auch sei, pass auf dich auf das es dich nicht zu sehr verletzt.

    Zitat

    Der ganze Abnablungsprozess ist ja bereits im Gange, sonst wäre ich ja nicht hier und würde um Rat fragen. Es fällt mir bloß immer noch so schwer.

    verzichte nicht auf dein Leben um auf irgendwelche Liebeswunder zu warten, wenn du dahin kämst wäre das schon mal viel wert.

    Zitat

    Ich hoffe auch, dass ich da möglichst bald draußen bin, und vielleicht schaffe ich es ja doch, ihn auf eine neutrale freundschaftl. Ebene zu ziehen. Es muss ja nicht gleich sofort ein radikaler Cut sein mit Kontaktabbruch, vielleicht einfach auf die gleiche Ebene, wie er mich die ganze Zeit gesehen hat.

    wenn man es ganz trocken betrachtet hast du einen sensiblen pubertierenden Jungen kennen gelernt der sich jetzt zum spätpubertären Testosteronochsen irgendwo zwischen Junge und Mann entwickelt hat. Man könnte vermuten in +/- 5 Jahren lässt das wieder nach, aber ob dann der erwachsene Mann nochmal auf die gleiche Ebene wie der Teenager zurück kommt? Er ist nun mal in einer Zeit wo man sich verändert und vielleicht musst du dir das als der Freund der du für ihn sein möchtest auch mal vor Augen halten.


    Wenn du an der freundschaftlichen Ebene festhalten möchtest solltest du deine emotionale Abhängigkeit von ihm aber überwinden und dich abkühlen, dann musst du ihm auch zugestehen das er sich jetzt mit Frauen trifft und weniger Zeit für dich hat. Bisher klingst du nicht so. Ich glaube das das sehr schwer ist, zumindest ohne mal eine Zeitlang Abstand zu haben.


    Denk auch mal über deine Sexualität ein bisschen nach.

    Mir ist nochmal diese eine Frage wichtig bevor ich wieder mehr schreibe:


    Wenn Du diesen platonischen Freund aussen vor lässt

    Zitat

    Liebst Du sonst jemanden ausser möglicherweise diesen Kumpel und wenn ja auf welche Art und Weise?

    Oder benutzt Du sonst den Begriff "mögen" für andere Menschen, wie z.B. die Schulfreunde oder Deine Familie oder wie? Oder magst Du auch niemanden, sondern die Gefühle sind eher neutral?

    naja, hab' den eindruck gehabt dir wäre meine meinung in den falschen hals geraten, bzw, hab' noch den eindruck du würdest dich eher dagegen verteidigen, als darüber nachzudenken, und das würde nichts bringen.

    das thema ist zu kompliziert um weitere nebenschauplätze zu eröffnen, bevor ich das ganze unnötig verkompliziere überlasse ich es lieber anderen, die scheinbar besser u/o nebenwirkungsärmer zu dir durchkommen, that's all.

    Hallo NotMichaelCaine

    Ich benutze den Begriff "mögen" durchaus für Leute, die mir wichtig sind. Ich habe neben diesem speziellen Freund zwar nicht sonderlich viele weitere, aber ein paar wenige, die auch nach der Schulzeit immer noch mit mir in Kontaktstehen (gegenseitiger Kontakt) und diese anderen Freunde mag ich auch wirklich.


    Allerdings ist das eine ganz andere Art von "mögen". Wie ich ja schon weiter oben angedeutet bzw. erwähnt habe, bin ich auf diese anderen wenigen Freunde überhaupt nicht so deart fixiert, wie auf den speziellen. Mir macht es nix aus, wenn ich von den anderen Freunden mal längere Zeit nichts höre, ich denke da nicht sofort, jetzt ist alles nicht mehr so wie früher, die Freundschaft lebt sich jetzt auseinander. Ich bin nicht eifersüchtig, wenn sich diese Freunde auch mal mit anderen statt mir treffen und ich habe da auch nicht den Drang, ständig in sozialen Medien wie Facebook oder Whatsapp zu kontrollieren, was diese als letztes gepostet, wen sie befreundet haben, oder wann sie zuletzt online waren.


    All diese Sachen treffen aber in sehr starker Form auf diesen speziellen Freund zu und ich versuche diesen Unterschied im Verhalten mit allen mir möglichen Mitteln rational zu erklären. Ich komme momentan zu dem Schluss, dass es entweder eine sehr viel innigere Definition von "Freundschaft" ist, oder dass tatsächlich richtige Gefühle im Spiel sind, auch wenn ich weiß, dass mich das nie weiterbringen wird, da er ja heterosexuell ist und mich zudem wohl nicht von seinen üblichen Freunden oder Bekannten besonders heraushebt und anders sieht. Im Gegenteil: ich habe eher das Gefühl, dass (basierend auf so manche Verhaltensweisen von ihm) da andere, die er sogar nicht so lange kennt wie mich, schon einen besseren Stand bei ihm haben als ich. Und das tut mir weh, wenn ich an all die gute Zeit am Anfang denke, wo ich scheinbar so eine Art Mittelpunkt für ihn war (das alles natürlich weiterhin auf einer nicht-sexuellen, sondern platonischen Ebene, zumindest aus seiner Sicht).


    Und um deine letzte Frage zu beantworten: Verliebt war ich bislang in noch überhaupt niemanden, auch nicht in einer Beziehung. Wenn man das, was ich bei diesem speziellen Freund empfinde, wirklich als eine Art Liebe bezeichnen kann, dann wäre das sozusagen die "erste".


    Leider muss ich nun dazusagen, war er womöglich (ohne es zu wissen oder absichtlich herbeizuführen) gar nicht ganz so unschuldig an diesem Ausmaß, denn er hat manchmal eine ziemlich eigene und besondere Art an sich, wodurch es hin und wieder (am Anfang mehr als nun in letzter Zeit) zu, ich sage es mal, "semi-intimen" Momenten gekommen ist, die definitiv (sofern ich das nach all dedm Gefühlschaos noch rational beurteilen kann) NICHT üblich wären zwischen einer anderen rein-normalen platonischen Jungen-Freundschaft.


    Die Umstände dieser "semi-intimen" Momente waren meist immer aus gegenseitigen "Fun-Fights" bzw. "Fun-Wrestling"-Aktivitäten hervorgegangen, wobei er mich meistens immer am Ende auf dem Boden fest-pinnte mit dem sogenannten "Schoolboy Pin" (ein Begriff aus dem Wrestling-Sport), nur dass er meine Arme nicht mit seinen Händen festhielt, sondern mit seinen Knien, wodurch er seine Hände frei hatte und mich dann manchmal auch kitzelte oder auch mal sehr sanft mit seinen Fingern über's Gesicht fuhr.


    Das mögen jetzt sicherlich für euch eindeutige und unmissverständliche Anzeichen sein, aber ich kann nur noch einmal betonen, dass er wirklich nicht homosexuell ist. Ich vermute, dass diese Aktionen vielleicht eher Phasen waren, wo er sich in der Richtung mal etwas ausprobieren wollte, aber ich weiß sicher, dass er nicht schwul ist und auch nicht bisexuell.


    Intimer als diese beschriebenen Momente wurde es allerdings nie, auch waren wir natürlich bei diesen Fun-Fights auch nie entkleidet, aber trotzdem konnte ich diese Momente nie ganz einordnen, aber ich befürchte, dass diese Aktionen, die aus seiner Sicht wohl völlig harmlos und ohne tiefere Bedeutung waren, meine Fixierung und meine starken Gefühle zu ihm nur noch verstärkt haben. Vielleicht ist es vor diesem Hintergrund tatsächlich "Liebe", was ich empfinde, aber ich bin mir eben nicht sicher.


    Aber nochmals:

    Danke für die Ausführungen zu Liebe.


    Ich verstehe das jetzt mal so, dass Du "Liebe" und "lieben" mit nur einer Person im Leben in Verbindung bringst. Es scheint für Dich unabhängig von verlieben nicht zu existieren und ist auf romantische Zweierbeziehungen beschränkt, ja?


    Nochmal zurück zu Deiner vorherigen Antwort:

    Zitat

    Also eine ehemals wirklich sehr enge Freundin von mir hat sich, seit sie ihren Partner kennen gelernt hat, nur noch total auf ihn fixiert und der Kontakt zu ihren Freunden (darunter auch mir) hat deutlich spürbar nachgelassen.


    Aber komischerweise hat mich das nie wirklich so stark berührt. Klar, ist es schade, dass der Kontakt zu ihr nun nachgelassen hat, aber das scheint mich irgendwie nicht groß zu kümmern.

    Würdest Du sagen Deine Gefühle ihr gegenüber haben sich verändert oder war sie Dir immer schon eher gleichgültig: Da wenn sie da war und nicht besonders vermisst, wenn sie weg war?

    Zitat
    Zitat

    weil ich ihn damals einfach so stark emotional und freundschaftlich an mich gebunden habe,

    Zitat

    Wenn Du zweimal tief durchatmest und das was ich in Deinem Text markiert habe konzentriert liest... Merkst Du dann dass da was nicht stimmt? Das gehört zu Deinem eigenen Eindruck der Abhängigkeit, den Du ausdrückst. Realisierst Du das?

    Ich fürchte, ich kann dir hier gerade leider nicht so ganz folgen. Natürlich habe ich erkannt, dass ich hier in einer Art emotionalen Abhängigkeit drin bin, das war mir vorher bereits klar.

    Ja. Du hast durch die Art wie Du Dich unbewusst ausgedrückt hast gezeigt wie diese Abhängigkeit funktioniert. Du drückst aus, dass Du in der Lage bist ihn an Dich zu binden. Unbewusst gehst Du möglicherweise auch davon aus, dass er diesselbe Fähigkeit hat. Das entspricht aber nicht dem was in der Realität statt findet. Statt dessen drückt es ein wegschieben der Verantwortung für eigene Gefühle und die "Macht" über die Gefühle des anderen aus, die nicht existent ist. In der Realität brauchst Du immer ein Gegenüber was sich aktiv emotional von sich aus auf Dich einlässt und umgekehrt braucht Dein Gegenüber das von Dir auch, wenn eine gegenseitige Bindung entstehen soll.


    Tatsächlich passiert folgendes: Du bindest Dich selbst (unbewusst) emotional / freundschaftlich an ihn und in eurem Fall er sich anfangs umgekehrt auch an Dich. Diese Bindung ist - auch wenn Dir das nicht bewusst ist - nichts was Du für ihn und er für Dich entscheiden kann. Sondern etwas was Du für Dich und er für sich entscheidet basierend auf der Person und den Interessen die ihr beide unabhängig voneinander habt wenn ihr euch kennen lernt. Immer. Für alle. Deshalb kannst Du Deinen Teil der Bindung auch nur selbst wieder beenden oder lockern - genau wie er das für sich auch tun kann. Wenn Du das natürlich nicht willst sind wir Menschen in der Lage unseren Teil einer Bindung ewig aufrecht zu halten oder sogar noch durch "uns selbst einreden" zu verstärken, ganz ohne dass der andere daran beteilligt ist. Das passiert häufig dann, wenn eine Form von Angst im Spiel ist, die nichts mit Liebe und wenig mit dem Gegenüber selbst zu tun hat.


    Sicher kann jeder Mensch sich "in Szene" setzen wenn er jemanden kennelernt und möchte, dass da ein Kontakt entsteht. Er oder sie kann werben und manche tun das mit Täuschung, was für beide sehr negative Folgen haben kann. Er oder sie kann sich also bemühen mit allen möglichen Mitteln zu erreichen, dass der andere sich bindet. Aber das "sich binden" ist - egal wie unbewusst es statt findet - immer eine Aktion die nur derjenige der es tut selbst ausführen kann. Die gute oder schlechte Nachricht dabei ist, dass wir das was wir aktiv eingehen auch nur selber wieder lösen können, auch wenn uns unsere Gefühle manchmal etwas anderes vorgaukeln und das sich lösen uns eben sehr schwer fallen kann. Hier kommt das Selbstbewusstsein ins Spiel: Wenn ein stabiles Selbstbewusstsein vorliegt, hilft das dem Selbstwert was uns wiederum normalerweise hilft eine Beziehung die uns selbst schädigt entweder zu verlassen oder zu verändern.


    Dazu kommt dass Gefühle sich verändern können. Ich kanns nicht wissen, aber ich denke nicht, dass Dein platonischer Freund anfangs gelogen hat. Er hat etwas ausgedrückt was zu dieser Zeit tatsächlich für ihn vorhanden war. Er war 16. Er hat sich verändert, seine Gefühle haben sich verändert und er ist auf der Suche geblieben, während Du festhalten willst und nicht suchen. Das kann seinerseits mit dem zusammenhängen was crossie angesprochen hat. Dein Freund hat schliesslich auch keine einfache Lebensgeschichte und muss da selbst einiges auf die Reihe kriegen - ganz unabhängig von Dir. Gut möglich das er unbewusst versucht das zu tun indem er immer wieder mit jemand anderem neu anfängt auf der Suche nach der Person die ihm gibt was er braucht, genau wie Du übrigens auch - nur meintest Du das in ihm gefunden zu haben und versuchst deshalb das festzuhalten, während er noch sucht.


    Nochmal zurück auf die allgemeine Ebene. Oft passiert uns allen sowas unbewusst: Wir treffen jemand, finden den irgendwie interessant und suchen wieder dessen Nähe. Dabei ist völlig egal ob wir uns verlieben oder uns mit jemandem anfreunden oder eine Person einfach nur (z.b. fachlich) bewundern: Etwas in uns bereits existierendes erkennt etwas im anderen, was wir irgendwie in unserem Leben haben wollen (wir interessieren uns für Aspekte der Person - das ist etwas aktives was von uns ausgeht, was wir selbst abstellen und anstellen!). Die treibende Emotion ist dabei unterschiedlich und damit natürlich auch die Dringlichkeit: Beim verlieben haben die meisten eben eine starke sexuelle Anziehung und der Wunsch nach Nähe ist überdimensional größer als wenn uns jemand nur interessiert, weil er vielleicht faszinierendes über ein von uns geschätztes Fachgebiet zu sagen hat.


    Deine Freundschaften scheinen von dem was Du erwähnst bislang meistens von der Bauart "schön mal miteinander was zu unternehmen" zu sein. Da gehts ja auch um ähnliche Interessen (gemeinsame Vergangenheit, zusammen reisen, sporteln, wandern whatever). Das bedeutet es geht in erster Linie etwas was aktiv ein Teil Deiner Selbst ist was sich mit dem verbinden kann was der andere anbietet. Warum reite ich da so drauf rum? Weil das was mit "Bewusstseinsbildung" zu tun hat - also mit Selbstbewusstsein.


    Wie Du betonst ist die Freundschaft zu IHM anders. Ob Du verliebt bist oder nicht kann Dir hier allerdings wirklich niemand sagen. Du bist der Einzige der das ganz sicher wissen kann. Das ist etwas was Du Dir eingestehen musst, wenn es so ist, oder auch nicht, wenn es nicht so ist. Wäre es für Dich schwierig tatsächlich schwul zu sein? Hast Du ein Umfeld was Homosexualität ablehnt? Wie stehsts mit Dir selbst? ( Das geht in Richtung die crossie Dir geraten hat: Werde Dir über Deine Sexualität klar - Stichwort: werde Dir über Dich selbst bewusst)


    Die Art wie eure spezielle Freundschaft entstanden ist lässt viele verschiedene Möglichkeiten zu. Es klingt anfangs etwas verliebt, aber dann noch sehr viel mehr abhängig Deinerseits - abhängig von positivem Feedback durch ihn und eher so als hättest Du ihn phasenweise fast vergegenständlicht: er gehört Dir - jeder der ihm zu Nahe kommt und etwas von dem bekommt was in Deinen Augen Dir zusteht, ist eine Bedrohung und das darf eigentlich nicht sein: Du hast recht - mit Liebe hat speziell das nichts zu tun. Es ist am ehesten angstbesetztes Besitzdenken und dass sich jemand dagegen wehrt, vor allem wenn offiziell gar keine Beziehung definiert ist, ist völlig klar und sehr gesund seinerseits.


    Gefühle anderer Menschen sind nicht "besitzbar". Auch Deine Gefühle für andere können andere nicht besitzen. Wenn Du - wie oben beschrieben - Dich in der Vergangenhti von einem Freund abgewendet hast, der seiner neue Beziehung Dir gegenüber den Vorzug gegeben hat, haben sich Deine Gefühle für diesen Freund gewandelt: Vielleicht warst Du erst wütend und dann wurde er Dir gleichgültiger, Du hast Dich durch sein Verhalten verletzt gefühlt und irgendwann war er - nach Deinem Beschluss - nicht mehr Dein Freund. Ist Dir das bewusst? Du legst Deine Wertmassstäbe an und gehst auf Abstand.


    Dein platonischer Freund hat vermutlich nichts anderes getan, als Du geklammert hast und Dich so eifersüchtig aufgeführt hast: Seine Wertmassstäbe angelegt und beschlossen er ist nicht Dein Besitz, was dazu führte, dass er innerlich auf einen gewissen Abstand ging, um in Sicherheit vor Deiner emotionalen Übergriffigkeit zu sein, die Du an den Tag legst wenn Du versuchst ihm vorzuschreiben was er für andere fühlen darf und was nicht und was er für Dich zu fühlen hat. Das tust Du indem Du eine Rechtfertigung von ihm verlangst wenn er andere Dir vorzieht - als hättet ihr eine Beziehung in der ihr euch ausschliessliche gegenseitige emotionale Treue geschworen hättet, was nicht der Fall ist.V ielleicht hast Du diesen Treueschwur einseitig unbewusst geleistet. Er aber nicht.


    In einer "normalen" Freundschaft fällt es meistens leicht sich für den anderen zu freuen, wenn der z.B. glücklich verliebt ist. Das bedeutet nicht, dass man nicht ansprechen kann, wenn derjenige sich dann verändert, aber das Grundgefühl ist in einer normalen emotional stabilen konstruktiven Freundschaft eher:"Ich freue mich, wenns dir gut geht." Und nicht " ich will beschränken wie Du Dich wohlfühlen darfst".

    Teil II

    Zitat

    Hier muss ich nun doch aber nachfragen: inwiefern versuche ich ihm dafür Verantwortung zuzuschieben, dass er mir mein Selbstbewusstsein nimmt?

    Das hab ich Dir anhand von der einen Formulierung jetzt schon gezeigt. Hier noch ein paar Beispiele wo es nicht ganz so direkt, aber erkennbar durchklingt:

    Zitat

    Ich muss wohl auch richtig intensive Anzeichen für "Klammern" zeigen, aber auch die nimmt er zumindest nicht so wahr, dass ihm etwas "komisch" vorkommen würde. Andere würden bei diesen Umständen wohl alle Puzzelteile zusammensetzen.

    Hier deutest Du an, dass er quasi in der Pflicht steht etwas zu tun, aber ignorant ist. Merkst Du das? Er ist zuständig - nicht Du. In Deinen Augen. Warum ist das so?


    Hier auch: Du wirst nicht konkret, denn wenn Du konkret würdest - was würde er den tun müssen? Dich "lieben"? Dich weiter bestätigen? Auch wenn er jetzt nicht mehr so empfindet? Du spürst vermutlich instinktiv, dass Du ihn nicht zwingen kannst anders zu fühlen als er das tut, also sprichst Du es nicht aus. Sonst müsstest Du Dir eingestehen, dass Du hier etwas forderst unmöglich ist: Zwang zur Liebe geht nicht. Dann ist Liebe nicht mehr Liebe, sondern nur noch Verstellung. Dadurch verliert sie völlig ihre sinn und glücksspendende Wirkung.

    Zitat

    Ich habe ihn durch seine (ganz sicher unbeabsichtigt und unbewusst) manipulative mich-lobende und auf mich fixierende Art als den besten Freund fürs Leben für mich eingestuft und heute leide ich sehr darunter, dass ich ihn emotional so sehr an mich gebunden habe.

    Wieder diesselbe Art der Formulierung die ich oben schon mal ausgeführt habe und die schlicht unrealistisch ist. Wenn jemand tatsächlich frei eigene Gefühle ausdrückt, wie er es vermutlich damals getan hat, ist das eben nicht zwangsläufig manipulativ. Eine Botschaft braucht immer einen Sender und einen Empfänger. Er konnte sicher auch nicht wissen, dass bei Dir da so ein großes Vaccum herrschte was vor ihm noch keiner gefüllt hatte.


    Anhand dessen wie er sonst handelt - jetzt mit deinen Onlinebeziehungen und seiner offen geschriebenen Begeisterung auf Facebook und so weiter - siehst Du doch mittlerweile, dass das ein Teil seiner Persönlichkeit ist: Gefühle wenn sie da sind auszudrücken! Es ist keine Maske - nur sind seine Gefühle offensichtlich nicht so beständig wie Du es erwartest?! Wenn Du ihn sehen willst wie er ist und nicht so wie Du in haben willst (Realitätsbezug!) bist Du in der Position des Älteren, der diese Information für sich richtig verarbeiten muss ( Deine Verantwortung).


    Ich geniesse es auch mit Menschen zusammenzusein die leicht zu begeistern sind. Aber spätestens wenn ich jemanden ein paar Wochen kenne weiss ich doch "welche Art" von Begeisterung derjenige an den Tag legt. Wie drückt derjenige Begeisterung aus?


    In meinem ersten Praktium hatte ich einen Chef, der mir relativ früh gesagt hat: Sie sind die beste Praktikantin die ich je hatte. Ich hab mich gefreut, aber natürlich war ich eine Woche später "völlig hirnlos" und dachte in seinen Augen nicht mit - ein typischer Choleriker eben.


    In solchen Fällen hilft die "Art und Weise" der Begeisterung anzuschauen - was übrigens wieder das Selbstbewusstsein unterstützt. Wenn Dir ein Chef beispielsweise sagt "Sie sind ein fantastischer Mitarbeiter." ist das zwar nett sagt aber eigentlich nur etwas über seine momentane Stimmungslage aus. Die kann ja andauern, aber die kann auch wieder vorbei gehen. Wenn er Dir statt dessen sagt: "Die Lösung die sie da für den Geschäftsfall A erarbeitet haben war für uns im Zusammenhang B bahnbrechend. An dieses Lösungsansatz hatte keiner von uns gedacht." ist das sehr viel mehr wert, weil es Dir konkret zeigt wie Du zu etwas beigetragen hast was für Deinen Chef bzw alle die Fall B bearbeitet haben enorm wichtig war. Es spiegelt Dir wieder, dass Du Dich auf Dein fachliches Denken verlassen kannst, sogar in diesem Fall herausragend fachlich gedacht hast. Das nimmt Dir keiner.


    "Sie sind toll" kann nach zwei Jahren auch "sie sind mies" sein. Beides klingt nach fremdbestätigung ( positiv/negativ) ist aber nur eine leere beurteilende Momentaufnahme, die nichts über Dich als Person aussagt, sondern nur darüber wie der andere sich Dir gegenüber gerade fühlt ;-).


    Wenn Dir jemand sagt was Du bist ist das eigentlich inhaltsleer, weil Du eigentlich immer mehr bist als das was diese Person Dir in dem moment gibt. Wenn Dir jemand sagt wie Du sein Leben bereicherst ( das hat dein Freund früher getan) gibt er Dir die Möglichkeit etwas was Du geleistet hast in einen Gesamtzusammenhang zu stellen und Dir bewusst zu werden: Stimmt ich habe diesen und jenen Anteil geleistet und das war für andere auf die von ihnen ausgedrückte Weise wichtig - ganz unabhängig davon wer ich sonst noch bin.


    Zum Schluss möchte ich Dir - wie auch schon andere angedeutet haben - noch bewusst machen wo Du Dir momentan etwas vormachst... Das ist sehr schwer für Dich, aber es würde Dir helfen die Realität wie sie ist nicht mehr zu verdrängen. Im Grunde genommen schreibst Du es selbst und ich muss nur die Zitate in einer anderen Reihenfolge anordnen:

    Zitat

    Auch fühlt es sich für mich so an, als könnte ich in seiner Anwesenheit einfach "ICH" sein, muss keine Rolle spielen und mich nicht verstellen.

    Zitat

    Das Schlimme: er hat von all dem Ausmaß, was diese Freundschaft für mich angenommen hat, vermutlich wirklich keine Ahnung. Leider ist er aber auch nicht jemand, mit dem man sich mal ruhig und ernsthaft hinsetzen könnte, um dies alles zu beichten. Ich fürchte, das würde ihn eher noch verstören.

    Du bist eben nicht Du selbst. Du hälst zurück. Das sind nicht die einzigen Zitate in der Richtung aber zwei sollten genügen und irgendwo deutest Du auch an, dass Du vermutest ihn zu verlieren wenn Du tatsächlich offen mit ihm reden würdest. Du verdrängst hier Realität zugunsten einer Wunschvorstellung.


    Vermutlich aus gutem Grund - siehe euer angedeuteter Streit mit der zeitweisen Kontaktsperre. Wenn Du Du bist - eben auch mit den Ängsten und Fragen die Du hast wäre weg. Er wäre weg, weil er eben nicht so ist wie Du ihn gern hättest sondern anders. Das ist eine bereits existierende Realität, die Du aufzuhalten versuchst anstatt sie mitzugestalten.


    Deshalb bist Du eben nur eine sehr abgeschwächte Form Deiner selbst *um ihn zu halten* ( das ist - sicher unbewusst - manipulativ nicht nur ihm gegenüber, sondern auch Dir selbst gegenüber) Sich seiner selbst bewusst zu werden bedeutet eben auch authentisch zu dem stehen zu können was tatsächlich da ist - auch zu den eigenen negativen Anteilen.


    Ein Weg da raus ist wirklich zu erkennen was da ist und ihn nicht mehr als "Ausrede" zu benutzten Dich nicht mit Dir selbst auseinandersetzen zu müssen. Um Selbstbewusstsein zu erarbeiten ist Fremdbestätigung toll, aber sie ist nur die halbe Miete - sozusagen. Solange Du die Arbeit nicht machst - solange Du Dir nicht wenn Dir jemand von aussen etwas gibt innerlich darüber klar wirst: "stimmt da sieht er eine gute Eigenschaft, die ich tatsächlich habe und die ich auch sonst an anderen Stellen einsetzte", oder aber auch "mh - schön, dass er das so sieht aber ganz so ist es dann eigentlich doch nicht" ( das gibts ja auch und ich hoffe dass Du meine Texte so liest und nur das nimmst was Du brauche kannst ,) ) baust Du kein Selbstbewusstsein auf und dadurch hast Du schwerer Zugang zu Deinem Selbstwert und wankst mit Fremdbestätigung und dem Entzug derselben sehr viel stärker hin und her als andere - dieses nicht Entwickeln von Selbstbewusstsein ist der Nährboden für Fremdbestimmung bzw des Abhängigkeitsverhaltens was Du hier an Dir selbst feststellt.


    In Deiner Beziehung mit ihm ( egal ob wie Du die nennst: ob Freundschaft oder anders) bist Du eben momentan nicht wer Du bist. Ergreif die Chance die sich Dir in dieser zugegeben sehr schweren Realitätserkenntnis zeigt und fang an Dich selbst besser kennenzulernen. Eigentlich geht es nicht um ihn sondern um Deine Angst davor, dass es Dir um Dich gehen sollte und die Frage: Wenn Du Verantwortung für Dich selbst, Deine körperliche Gesundheit übernimmst - was ist Dein nächster Schritt?

    @ NotMichaelCaine

    Ich weiß gerade überhaupt nicht was ich sagen soll und darüber hinaus, wie ich dir danken soll dafür (aber auch allen anderen hier), dass ihr euch so wahnsinnig viel Zeit nehmt und so lange Texte schreibt, um mir zu helfen.


    NotMichaelCaine:


    Ich weiß nicht, ob du Psychologin oder ähnliches bist, aber ich habe mich besonders in deinen "Analysen" über mich selbst in so vielen Punkten wiedergefunden, ohne es dir jedes mal konkret zu sagen. Auch im letzten Beitrag (bzw. den letzten beiden) sprichst du so vieles an, was ich selbst an mir wieder erkenne und analysierst es in meinen Augen 100% zutreffend (und das selbst nur auf Grundlage dieser verhältnismäßig wenigen Infos, die ich über mich hier bislang preisgeben konnte). Ich kann momentan leider gerade gar nicht darauf eingehen, weil mich deine letzten 2 Beiträge innerlich etwas aufgewühlt und nachdenklich gemacht haben (versteh das jetzt bitte nicht als negativ!! Es war nur so vieles so total treffend und es ergibt so vieles Sinn. Manches habe ich schon längere Zeit genauso gesehen, anderes wird mir jetzt erst nach Lesen des Beitrags klar).


    Ich werde noch tiefgründig darauf antworten, bloß jetzt gerade geht das momentan nicht.


    Interessant hätte ich auch gefunden, was du zu meinem letzten Beitrag zu sagen gehabt hättest.


    Nichts desto Trotz: ein rießen rießen rießen großes herzliches Dankeschön!! An ALLE hier, die mir helfen wollen, aber insbesondere an dich, NotMichaelCaine.


    Ich kann aufgrund meiner momentanen Berufsausbildung nicht zu einem Psychologen/Psychiater, sonst hätte ich das schon längst getan, weil ich selber schon seit sehr langer Zeit spüre, dass da einiges nicht in die richtige Richtung geht in mir. Aber da es bei mir auf eine amtsärztliche Untersuchung hinauslaufen wird bezüglich einer Verbeamtung auf Lebenszeit muss ich schauen, dass meine "Akte" so "clean" wie möglich gehalten wird, bis dieses Ziel erreicht ist. Danach ist das dann nicht mehr relevant.


    Daher bin ich umso mehr überwältigt gerade, dass ich vielleicht hier eine Art gemeinsame Problemanalyse + -bewältigung kriegen kann, um mich einfach wieder auf die richtige Spur zu bringen!


    Nochmals, ganz ganz herzlichen Dank!! @:) @:) @:)

    Ich bin froh wenn es Dich unterstützt. :)_ Die Grundsituation kennen wirklich die meisten in unterschiedlichem Ausmass und das ist "manageable".


    Eine Bitte: Falls Du jetzt anfängst an Dir selbst rumzuurteilen (kann gern passieren in so einer Situation) - versuch zweimal tief durchzuatmen und das einzuschränken. Urteile über Dich selbst verhindern in dieser Situation gern Entwicklungen. Das will keiner.


    Und nein - ich bin in dem Sinn nicht vom Fach. Ich kam nur selbst mit 17 in Therapie, bin danach interessiert geblieben und hab einen Zen Backround. Nur als Stichpunkte für Dich zum einordnen.