• 28 Antworten

    Hi.

    @ Tenson:

    Zitat

    Es ist aber weniger als bei Männern, aber BEWIESEN wurde es nie!

    Darf ich fragen, was du mit "bewiesen wurde es nie" meinst? Das es weniger Frauen als Männer gibt?


    Falls ja, da spielt auch die Wahrnehmung eine Rolle. Frauen leben ihre Sexualität ja anders aus als Männer. Deshalb geht man auch davon aus, daß es tätliche Übergriffe (also erzwungen evtl. mit Gewalt) durch Frauen eher seltener gibt. Auch ist die gesellschaftliche Sicht etwas geschlechtlich gestaltet. Immer wieder gerne genommen, der "erzwungene" Kuß von einem Kind durch eine Frau wird anders bewertet als wenn es ein Mann tut. Das ganze lässt sich aber auch auf andere Dinge des Alltags ausweiten. Noch ein Beispiel: Wenn eine Frau mit einem 12-Jährigen zusammen badet, ist es evtl. nicht alltäglich aber niemand würde dann sofort "Missbrauch" rufen. Wenn aber ein Mann mit einer 12-Jährigen zusammen badet ...... . Der kann doch froh sein, wenn er nicht im Knast landet, während die Frau im Grunde unbehelligt weiter machen kann.


    Und dieses Märchen, daß es Jungs doch eher Spaß macht als zB Mädchen, kommt wohl eher von denen, welche ihre eigenen Phantasien auf die Kinder projizieren. Auch bei Jungs hinterlässt sowas spuren.


    Tschuldigung, wenn ich mich jetzt eingemischt habe aber bei dem Thema fühle ich mich eben genötigt etwas bei zu tragen.

    Man kann nur dazu sagen, dass Frauen in allen Beratungssituationen, Selbsthilfeorganisationen und Forschungsprojekten, die sich an Pädophile richten, praktisch nicht auftauchen. Und selbst wenn, sind sie eher theoretisch am Thema interessiert, engagieren sich ohne selbst im engeren Sinne pädophil zu sein. Es scheint so zu sein, dass Frauen keine Neigung zur Pädophilie haben.

    Zitat

    Es scheint so zu sein, dass Frauen keine Neigung zur Pädophilie haben.

    Ich persönlich kann nur sagen, daß dies nicht stimmt.

    Zitat

    Forschungsprojekten, die sich an Pädophile richten, praktisch nicht auftauchen.

    Wieviele Forschungen und Untersuchungen gibt es, die in Bezug zum Kindesmissbrauch auch Frauen als Täter einschließen? Sind die meisten Untersuchungen nicht so ausgelegt, daß es Täter gibt und die Täterinnen garnicht erst bedacht werden?




    "Der Missbrauch von Frauen an Kindern ist in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabu. Und das Bild der fürsorglichen, liebevollen Mutter gilt als unantastbar."




    "Warum wird es weniger gesehen als der Missbrauch durch Männer? Weil sogar offensichtliche massive Grenzüberschreitungen meist als Überfürsorglichkeit interpretiert werden, als mütterliche Strenge oder offenherzige Sexualaufklärung. Auch haben Frauen durch ihre traditionelle Rolle mehr und intensiveren Körperkontakt zu Kindern. Daher gelten selbst intime Verrichtungen als unverdächtig."




    "Sexueller Missbrauch wird im hegemonialen feministischen Diskurs als Form patriarchaler Gewalt interpretiert und es werden primär Männer als Täter identifiziert.


    Seit den 1990er Jahren steht zur Disposition, ob Frauen, die Kinder sexuell missbrauchen, einen zu vernachlässigenden "Einzelfall" darstellen: "Frauen als Täterinnen" rücken ins Zentrum einer feministischen Debatte."




    "Geschlechtsstereotype bei der Wahrnehmung von Situationen als <sexueller Missbrauch>


    Eine experimentelle Studie"


    Arnold Hinz


    in: "Zeitschrift für Sexualforschung" 2001; 14: 214-225


    Übersicht: 670 Jugendliche und junge Erwachsene beurteilten fiktive Szenen, in denen eine Interaktion eines Erwachsenen mit einem Kind oder einer abhängigen Person (Schüler/Schülerin, Patient/Patientin, Sohn/Tochter, Neffe/Nichte usw.) geschildert wird, unter dem Gesichtspunkt, ob die Handlung/Annäherung einen "sexuellen Missbrauch" darstellt. In der Hälfte der Szenen sind Männer Akteure und Mädchen Adressaten der Kontakte, in der anderen Hälfte sind Frauen Akteure und Jungen Adressaten. Die Mann-Mädchen-Szenen werden sehr viel häufiger als Missbrauch wahrgenommen als die Frau-Junge-Szenen, das heißt, in der Beurteilung der Probanden werden Männer häufiger als Frauen zu Tätern, Mädchen häufiger als Jungen zu Opfern. Die Ergebnisse werden nach Szenen (Art der Handlung/Annäherung) und nach dem Geschlecht der Befragten differenziert und die Implikationen der Befunde für die Missbrauchsdebatte diskutiert."




    Der ganze Text


    Ich gebe zu, nicht das aktuellste aber das was ich als Beispiel schnell zur Hand hatte. Man findet im Internet aber noch mehr.


    Schönen Tag noch.

    @ Daniel Jg.1967 :

    Schon wieder Du mit einer abweichenden Meinung!


    Anscheinend bist Du in Wirklichkeit eine männerhassende Frau,


    oder ein gehirngewaschener Feminist.


    Sicher gibt es Frauen die pädophile Impulse haben. Und es ist egal


    ob sie echte Pädophile sind oder "nur" pädophile Impulse haben und sonst


    auf Männer stehen.


    Das Kind ist bei einem Übergriff gleichermassen geschädigt.

    Zitat

    Da ich als Kind oder Jugendlicher nie in den "Genuss" gekommen bin, von einer Frau (oder auch einem Mann) in sexueller Hinsicht etwas erlebt zu haben, muss ich Pädophilie leugnen (ist sicher nicht strafbar, wie die Leugnung anderer Vorkommnisse).

    aber sonst gehts dir noch gut?