Meiner Meinung nach ist dieses Schubladendenken längst überholt und schon garnicht hilfreich. Der Mensch ist aus meiner Sicht ein Gewohnheitstier. Er passt sich (auch unbewußt) den Gegebenheiten seiner Umgebung an bzw. integriert sich irgendwie in diese. Das trifft auch auf sein sexuelles Verhalten zu. Steckt man zwei vermeintliche Heteros nur lange genug zusammen in einen Raum, würde ich darauf wetten, dass die sich näher kommen – es ist nur eine Frage der Zeit. Des Weiteren denke ich nicht, dass die Zahl der Bi-Männer und Frauen in den letzten Jahren zugenommen hat. Vielmehr bietet das Internet die Möglichkeit, sich erstmal anonym kennzulernen um da auch mehr zu wagen. Daraus resultiert einfach die gestiegene Zahl der Leute, die ihre Sexualität ob homo oder hetero ausleben wollen.

    @ bmed

    Zitat

    Es gibt sehr viele loyale, liebende Menschen, die bisher ein tristes sexuelles Dasein gefristet haben, eben weil sie dem normalen Rollenverständnis gefolgt sind. Und gerade bei denen geht im Moment wohl ein Lichtlein auf :-o , wenn sie so über ihr Leben und ihre "Begehren" nachdenken %:| {:( ]:D

    Du beziehst aufgrund Deiner eigenen Geschichte wirklich grundsätzlich alles auf die sexuelle Ebene. Was Du dabei aber vergisst, ist die Tatsache, dass jede Geschichte (trotz offensichtlicher Parallelen) so individuell ist, dass Pauschalisierungen völlig unangebracht sind. Das ist manchmal paradox, derartiges Schwarz-Weiß-Denken von jemandem zu lesen, der eigentlich mehr Lebenserfahrung hat, als man selbst.


    Übrigens ist es nur eine von vielen Möglichkeiten, aus dem Deinem Zitat, abzuleiten, dass sich jene Menschen, die in ihrer Beziehung sexuell unzufrieden sind, plötzlich dem gleichen Geschlecht zuwenden.

    Hallo,


    nun, in diesem Faden geht es um "offensichtlich mehr Bisexualität als früher".


    Und deshalb wird nach Gründen bzw. Ursachen "geforscht".


    Statt "Es gibt sehr viele" hätte ich auch schreiben können "Es gibt eine ganze Anzahl" ...


    Die Ausdrücke sind unscharf und relativ. Es geht doch darum, dass offensichtlich Männer und Frauen existieren, denen sowas passiert, und die so nach und nach "rauskommen" ...


    Ich trage meine Gedanken dazu bei, Du und Ihr Eure Gedanken ... meine Erfahrungswelt ist anders, Eure Erfahrungswelt ist anders ... gemeinsam werden wir wohl der Realität ein Stück näher kommen ...


    lg.

    Dibelius

    Zitat

    dass sich jene Menschen, die in ihrer Beziehung sexuell unzufrieden sind, plötzlich dem gleichen Geschlecht zuwenden.

    dann entdeckt jemand aus diffusen Gründen das er auf seiner Festplatte etwas versteckt hatte das schon immer da war.

    bmed

    Zitat

    Statt "Es gibt sehr viele" hätte ich auch schreiben können "Es gibt eine ganze Anzahl" ...

    es ist heute Sichtbarer, aber ob es mehr geworden ist kann keiner sagen. Dafür müssten dann wirklich alle mit homosexuellen Anteilen mal einen Tag Grün herumlaufen.

    Bis vor 5 jahren war ich auch noch verheiratet gewesen , nach langen Ehejahren war auch irgendwann alles weg was den sex betraf , auch wurde es wenn wir mal sex hatten immer häufiger das ich dabei an Typen dachte .


    Nun es ist gekommen wie es kommen musste wir haben uns auseinander gelebt und schliesslich Trennung , Scheidung und das ganze drum herum .


    Mittlerweile bin ich wieder Singel und geniesse dieses auch , vor allem muss ich festellen das es relativ unproblematisch ist jemanden für ein Sex date zu finden , bei Frauen habe ich da eher andere erfahrungen da muss es irgendwie schon Funken oder klick machen damit da überhaupt etwas läuft und wenn man bereits in einem gewissen alter ist findet man da irgendwie auch nicht mehr so das was einem interessieren würde .


    Sexuell gesehen finde ich sogar den Sex um einiges besser als wie mit einer Frau .

    Es ist längst bewiesen (per Hirnscan!) , dass es bisexuelle Erregbarkeit/Sexualität bei Menschen gibt. Das (alle!) Männer emotionale & körperliche(nicht-sexuelle) Nähe von anderen Männern brauchen, ist eine Binsenweissheit. Dass es nervige Tussis gibt, die ihren Gatten die Freude an der Heterosexualität vergällen, ist auch traurige Wahrheit.


    Wer sich nicht von Ideolgen seine Bisexualtät ausreden läßt, der findet Unterstützung & Gesellschaft beim "Bisexuellen Netzwerk" - BiNe eV, im "Zentrum für bisexuelle Lebensweisen" - zbi oder bei "Liebe-Leute-Leben".

    Ich hab vor etwa 35 Jahren Psychologie studiert, damals war schon bekannt, dass die Menge der Menschen eigentlich bisexuell ist, aber nur Wenige sich das getrauen einzugestehen.


    Inzwischen ist die Gesellschaft etwas toleranter geworden, also trauen sich mehr aus ihrer Deckung heraus. Mich eingeschlossen.