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    Ich hab vor etwa 35 Jahren Psychologie studiert, damals war schon bekannt, dass die Menge der Menschen eigentlich bisexuell ist, aber nur Wenige sich das getrauen einzugestehen.

    nach der Erklärung eines schwulen Kumpels sitzen am linken Ufer die 100 % Lesben oder Schwulen und rechts die 100 % Heteros. So gesehen ist tatsächlich der ganze See dazwischen bisexuell, während es nur ganz links und rechts kleine Ränder mit einseitiger sexueller Ausrichtung gibt.


    hört sich zwar erstmal logisch an, finde ich aber insgesamt wenig glaubwürdig. Ich denke eher das rechte Ufer ist riesig während links nur ein ganz kleiner Haufer hockt und im See auch ne Minderheit badet.

    Zitat

    hört sich zwar erstmal logisch an, finde ich aber insgesamt wenig glaubwürdig. Ich denke eher das rechte Ufer ist riesig während links nur ein ganz kleiner Haufer hockt und im See auch ne Minderheit badet.

    Und ich vermute, dass viele derer am rechten Ufer einfach nur ein bisschen wasserscheu sind oder aber einfach noch nicht über Badegänge nachgedacht haben. Würde man sie schubsen, fänden mehr als meint Gefallen am kühlen Nass, wenigstens phasenweise.


    Vielleicht liegt es bloß daran, dass ich dazu neige, mir sowohl negative als auch positive Resonanz auf meine Person oft nur einzubilden, aber ich habe schon das Gefühl im alltäglichen Umgang, dass man bei vielen Männern auf sexueller und emotionaler Ebene "etwas herauskitzeln" könnte.


    Aber um Gottes Liebe willen nicht unter dem bösen Etikett "Schwul", denn das verschreckt nur...

    Hallo magnus,


    du wolltest ja eine Frauenmeinung ;-) :


    Also wenn mehr Männer Sex mit Männern ausleben wollen find ich das als Heterofrau völlig in Ordnung.


    Und wenn dabei dann diese Männer feststellen, dass sie lieber eine Beziehung mit Männern haben möchten, weil die Frauen ihnen zu hohe Ansprüche stellen, sehe ich da auch kein wirkliches Problem. Weder für die Männer noch für die Frauen die diese Ansprüche stellen. Für die von Dir beschriebenen Frauen kommen die von Dir beschriebenen Männer ja sowieso nicht in Frage (und umgekehrt).


    Die von Dir beschriebenen Männer wären dann entweder in der Beziehung mit Männern oder mit wechselnden Sexkontakten aller Art glücklich. Für mich klingt das nach einer "Win-Win" Situation für beide Gruppen, die Du beschrieben hast.


    Vielleicht fällt es Dir schwer nachzuvollziehen, dass Frauen häufig dazu tendieren lieber gar keine Beziehung zu haben als die zum falschen Mann. Vielleicht stimmt da mit Deiner Empathie was nicht ;-) .


    Männer für ONS finden sich für die meisten Frauen ja trotzdem noch genug. Du brauchst dich als Frau mit normalem BMI nur mit entsprechendem Profil bei Tinder anzumelden und wirst immer noch mit Sexangeboten im 10 min Takt überhäuft. Wenn die Bilder gut sind tuts auch ein Beziehungsstatuswechsel auf Facebook.


    Ich finde den Trend zur Bisexualität unter den Männern eigentlich sehr positiv, weil das mittelfristig vermutlich Auswirkungen auf die Pornoindustrie hat und langfristig vielleicht zu weniger Sexualstraftaten führen könnte, einfach weil mehr Männer mehr sexuelle Möglichkeiten zur Verfügung haben. Vielleicht geht die Evolution ja in diese Richtung? Wer weiss schon wie sich unsere biologische Programmierung gegen Überbevölkerung zur Wehr setzt?


    Insofern - alles im grünen Bereich :)^


    N

    Es trauen sich inzwischen halt immer mehr Männer dazu zu stehen, bzw. durch das internett wird das auch alles viel einfacher.


    Es sind in diesen Fohren aber auch viele Männer unterwegs die sich als Bi bezeichnen, aber noch nie was mit einem Mann hatten, sie sind einfach nurneugierig oder suchen auf diesem Wege Befriedigung da sie Zuhause von der Frau keinen Sex mehr bekommen, oder halt nur noch 0815

    Es ist gerade mal zwanzig Jahre (1993) her, daß Homosexualität von der Liste der Krankheiten gestrichen wurde. Das heisst ein erheblicher Teil der heutigen Gesellschaft ist noch mit dem Bild von der "krankhaften" Homo- /Bisexualität großgeworden. Vorher war es straffrei, aber trotzdem galt es als Krankheit. Nicht verwunderlich, daß es in unserer Gesellschaft noch immer Vorbehalte gibt. 20 Jahre sind relativ kurz in dieser Hinsicht.


    Mit allerlei Therapieansätzen konnte versucht werden, jemand "umzudrehen". Wie grausam. Und jetzt bessert es sich langsam. In dem Sinn daß es normaler wird, wenn sich jemand zu seiner sexuellen Orientierung bekennt. Und daher werden es wohl mehr als früher sein, die das tun, denke ich. Daß sich an der Verteilung der Sexuellen Orientierung etwas geändert hat, ist eher nicht anzunehmen.


    Wenn immer mehr Leute sich zu ihrer Sexualität bekennen, dann deshalb, weil sie ihre Wahrheit gefunden haben. Das ist schön und dürfte auch die Gesellschaft beleben.

    Zitat

    Daß sich an der Verteilung der sexuellen Orientierung etwas geändert hat, ist eher nicht anzunehmen.

    Da stimme ich dir zu. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass die Verteilung über die Jahrhunderte relativ konstant ist (ich finde die Quelle nicht mehr).


    Wenn wir die Verteilung als konstant annehmen, gibt es heute nicht mehr schwule, lesbische oder bisexuelle Frauen und Männer als früher.


    Was aber zugenommen hat im Vergleich zu früher ist die Sichtbarkeit: heute trauen sich viel mehr Leute zu ihrer Identität zu stehen. Und es wird mehr darüber geredet, das war früher verpönt oder wurde totgeschwiegen.


    Um den Bogen zum Ursprungsthema zu schließen: Eben das ist es was man heute sieht, dass sich viel mehr bisexuelle Frauen und Männer trauen das offen zu sagen und dadurch sichtbarer werden.

    Es gibt, ja auch meiner Meinung nach immer noch verschiedene Arten von Bisexuell. Die einen sind einfach Bisexuell und haben auch Sex mit Männern. Ja und dann gibt es noch solche Männer, wie mich. Ich bin ein bisschen Bi. Ich habe schon mal mit einem Mann rum geknutscht. Ich habe auch schon mal mit einem Mann Selbstbefriedigung gemacht, also nicht gegenseitig sondern jeder für sich und wir waren nur im gleichen Raum. Ich könnte mir, aber nicht vorstellen mit einem Mann zusammen zu sein oder Sex zu haben. Ich bin einfach nur neugierig was das betrifft, aber nicht zu 100% Bi.

    Bi-Sexuell als Mann ist heute zutage sehr einfach in fast jeder Stadt gibt es einschlägige etablismangs, Kinos Oder Saunen, oder gewisse Parkplätze wobei ich das Kino vorziehe. Je nach Stimmung.


    Es ist doch ein unterschied ob ich nur Zeit mit einem Mann verbringe oder ob ich nur Sex mit einem Mann haben möchte. Ich für meinen teil suche den Sex mit einem Mann. Gerade wenn man wie ich es bevorzugt den Sexpartner zu befriedigen ist diese Art einfach und unkompliziert, vor allen ist es sehr sparsam. Man zahlt einmal eintritt und bleibt solange wie man möchte.


    Da dort unterm strich alle das selbe wollen ist dort auch so gut wie alles möglich. Doch die ganze Sache ist dann doch nicht ganz so einfach, so mancher sucht sein vergnügen nur im zuschauen, so gehört dort auch eine Portion Exibezianismus dazu, was aber auch ein besonderer reiz sein kann.


    Noch einfacher ist es in der Sauna, dort findet jeder was er sucht, ob mit 18 oder 80 dort sind alle Altersgruppen vertreten ob Dick oder Dünn hier verbindet alle der Sex. In den besseren Lokalitäten ist auch für alles gesorgt.


    Grusse

    Ja, wer kennt das nicht?!


    Ich halte mich ja auch für latent bi und meinen Freund auch.


    Ich zB war schon mehrfach in Frauen verknallt. Wissen tun das nur wenige und niemals meine Familie. Oh, ich hätte keine Mutter mehr.


    Ich zB bin mehr in einer Beziehung als Single. Längste ZEIT alleine waren 2 Jahre. Und ich bin eifersüchtig und teile überhaupt nicht gerne.


    Etwas im Kopf haben ist das eine, es tun etwas VÖLLIG anderes.


    Und selbst wenn man es schafft, den ersten Schritt (Kontaktbörse zb) zu gehen, findet man wohl noch gebug Gründe, es doch auslaufen zu lassen und dem Drang nicht nachzugeben.


    Bei mir ist es so, dass ich meine Beziehungen immer über ein "Bi-sein" gestellt habe. Mir war die Verbindung zu zweit bisher immer wichtiger. Darum vermisse ich (bis jetzt) nichts.

    Wenn man hier so mitliest, könnte man meinen alle Männer wären zumindest bisexuell. ???


    Das glaube ich ganz und gar nicht. Also ich würde mich nie im Leben mit einer Frau einlassen. Ich habe wirklich 0 Interesse an dem weiblichen Geschlecht (in sexueller Hinsicht).


    Und für mich ist es wirklich befremdlich, wenn verheiratete Männer "es gerne mal mit nem Typen probieren wollen" :-/

    @ sammyw

    Merkst du eigentlich, wie absolut herablassend du dich ausdrückst?


    "Er war den ganzen Tag glücklich, ich war glücklich! DAS brauchen wir! Kann uns eine FRAU garnicht geben! NULL!"


    Ja, liegt dann vielleicht wohl daran, dass ihr schwul seid, ganz einfach. Oder bisexuell mit eindeutig mehr homosexuellen Neigungen. Oder Bisexuell, aber nur sexuell an Frauen interessiert und romantisch nicht. Oder oder oder.


    Es liegt aber nicht, anders als du es gerade aussehen lässt, daran, dass Frauen Männern das generell nicht geben können.


    "Der ein Geschrei macht, wenn man(n) im Stehen pinkelt... und der sowieso keine Ahnung hat oder haben will, wie wir Männer ticken! ;-D Und dann noch entrüstet sagen: "Wir wären primitiv"!"


    Nicht jede Frau tut das. Vielleicht kannst du dir das aber auch einfach nur nicht vorstellen, weil deine Menschenkenntnis zu beschränkt ist oder du dich immer nur mit einer bestimmten Art von Mensch (Frau) umgeben hast.


    "Wir haben den ganzen Tag unzählige Pärchen gesehen, die nebeneinander hergetrottet sind, sich nichts zu sagen hatten!"


    Wer sagt, dass das nicht auch bei Homosexuellen oder Bisexuellen passieren kann? Nur weil du Pärchen gesehen hast, die sich, deiner absolut subjektiven Wahrnehmung nach, nichts zu sagen hatten, heißt das nicht, dass das immer so ist. Ich kenne viele heterosexuelle Pärchen, die sich sehr viel zu sagen haben. Und auch homosexuelle Pärchen, die sich viel zu sagen haben. Heißt aber nicht, dass das IMMER und bei JEDEM so ist. Nicht jeder Mensch ist gleich, for fuck's sake!


    "Jungs die uns wehleidige Blicke zugeworfen haben, die sich am liebsten zu uns gesetzt hätten..."


    Aha, das sieht man natürlich sofort schon an den BLICKEN. Dass die gerne euch mit euch gevögelt oder rumgemacht hätten. Hmm ja nee, ist klar.


    "Männer die sich bemüht haben ihre Frauen/Freundinnen glücklich zu machen... für was? Für (vielleicht) SEX? ;-D"


    Oder weil sie sie lieben. KÖNNTE auch sein. Nicht jeder Mann ist schwul oder bisexuell. Nicht jeder Mann teilt DEINE bi- oder homosexuellen Gefühle! Nicht jeder Mensch ist gleich und präferiert die gleichen Dinge wie du es tust. SOWAS aber auch!


    "Gut, es ist nicht jeder Mann SCHWUL ;-D ;-D"


    Du hast es erfasst. Nicht jeder Mann ist schwul, nicht jeder Mann ist bisexuell.


    "Aber ich bin mir sicher, dass ettliche da draußen rumstiefeln, die sich zu Männern hingezogen fühlen und sich lediglich bemühen den "Schein" zu wahren oder Angst davor haben als "schwul" abgestempelt zu werden."


    Kann sehr gut sein. Aber du stellst es gerade so hin, als ob das bei einem Großteil der Fall wäre, ohne dafür irgendwie Be- oder Nachweise zu haben.


    Meine Güte. Nur weil es für DICH das Richtige ist, ist es nicht automatisch für JEDEN das Richtige.


    Komm mal von deinem hohen Ross runter. Ist schon so ein bisschen ätzend grad, solch undifferenzierten Kram zu lesen, der auch noch so tut, als ob alle FRAUEN so und so wären und immer nur nerven würden blablablalaberrhabarber.


    Ist schon ziemlich sexistisch. Und genau das kannst du dir bitteschön sparen.

    jokerfreak

    auch wenn der Beitrag von sammyw schon 4 Jahre her ist kann man sich natürlich noch darüber aufregen, why not. Aber da er ihn mit zig ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D Smilies bedacht hatte lässt sich davon ausgehen das er ihn selber nicht so ganz bitterernst gemeint hat. Vielleicht war er etwas überschwänglich weil er mit 51 den zu engen Mantel in einen passenden getauscht hat, eher ein Grund sich mit ihm zu freuen.

    ein Mann hat nicht aus Frust über die Frauen eine Neigung zu anderen Männern, sondern die Ursache dafür dürfte tiefer liegen. Wäre für meine Begriffe viel zu einfach. Die Ursachenforschung ist auch viel zu oft mit der Schuldfrage verknüpft. Das führt aber nicht weiter bei der Frage des Umgangs damit, sondern findet nur (falsche) Sündenböcke.


    Wenn einer der beiden Partner das Sagen über das Verhalten des anderen haben möchte, so führt das ganz unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit stets zu Ärger und Verdruß. Dies ist eine Frage der Macht innerhalb der Beziehung, das hat mit der sexuellen Orientierung wenig zu tun.


    Nicht wenige Männer könnten sich auch dann alsbald wieder zum "coming-in" entscheiden, wenn ihnen das Verhalten in der Schwulenszene einfach nur noch auf den Wecker geht. So einfach ist es aber wohl nicht.


    Mit seiner Neigung nicht nur fertigzuwerden, sondern damit auch glücklich zu sein, ist meiner Meinung nach eine Kunst, die viel von einem fordert. Von einem selbst, nicht zuerst vom anderen. Sonst dreht man sich im Kreis. Drei Jahre nach meinem coming-out und Beschäftigung damit sehe ich das so.


    Leider bezeichnen sich viele als "nicht schwul" , aber Lust auf einen Orgasmus mit einem anderen Mann haben sie doch. Ist klar-Und was machen die Schwulen in dieser Weltsicht? Das sind die echten Frauenfeinde, oder was?


    Jeder Mann hat wohl homosexuelle Anteile, ausser den John Wayne's dieser Welt. Das ist keine Schande, nur wenn es so ist, sollte man es auch so nennen dürfen. Es hat etwas mit Identität zu tun.


    Früher war es eine Schande, deshalb gab es wenig Bisexuelle. Selbst die Psychologie bestritt die Existenz von Bisexualität. Gut, daß es nun anders ist. Es werden mehr, ob sie es ausleben oder nicht.