Statistiken zur Homosexualität?

    Es gibt sicherlich einige, aber ob die wohl stimmen ?


    Ich hab immer öfter das Gefühl dass so gut wie jeder sich in seinem Leben sexuell experimentiert. Und ich merke, dass Männer sich anscheinend viel öfter sexuell austesten. Unter meinen Klassenkameraden weiß ich z.b. von 5 Jungs und nur 3 (anschließlich mir) Mädels, dass sie sich auch mal anderweitig fortgebildet haben. Aber das mal nebenher:


    Hat irgendjemand eine gute Statistik darüber ?

  • 13 Antworten

    ehrlich gesagt dachte ich immer, dass das bei frauen viel lockerer gehandhabt wird, weil Mann ja seine "männlichkeit verlier, wenn er was mit nem anderen hat". zumindest isses doch so, dass frauen viel öfter und eher mal ne andere frau küssen, als männer einen anderen mann, oder?


    mit einer statistik kann ich leider nicht dienen, hast du denn irgendeine, ich würd gern mal eine sehen... hab nur mal gehört, dass es sich bei homos wohl so um 10% handeln soll, aber hab 0 ahnung.... würde mich auch mal interessieren, aber vermutlich gibt es keine wirklich gute statistik, eher schätzwerte, weil viele es bestimmt nicht zugeben. ich sag auch immer ich wär bi xD

    Statisken sind meisten sehr wenig aussagefähig, da sich noch viel zu wenig zu irgendwelchen sexuellen Ausrichtungen bekennen. Abgesehen davon, dass das Schubladendenken ist. Hier mal ein Statistikversuch der Uni Magdeburg:


    Prozentual sind 4 % aller Männer in Deutschland homosexuell, bei Frauen beträgt die Quote 2%.


    Ausgehend von allen homosexuellen Lebensgemeinschaften in Deutschland sind 59 % schwule Gemeinschaften und 41 % lesbische.


    Da der Anteil schwuler Männer ca. das Doppelte der lesbischen Frauen beträgt, lässt sich sagen, daß homosexuelle Frauen häufiger in Lebensgemeinschaften leben als Männer.


    Die meisten Lebensgemeinschaften werden mit durchschnittlich mit Ende 30 eingegangen. Gründe dafür sind vorallem das späte äußere Coming-Out. Oftmals wurden auch schon verschiedengeschlechtliche Lebensgemeinschaften geführt.


    Allgemein gesehen gibt es zum Thema homosexuelle Lebensgemeinschaften, wenig brauchbare statistische Informationen, sodaß die Datenlage sehr unsicher und oftmals veraltet ist.Desweiteren ergeben sich Unterschiede durch Interview-Verfälschungen.


    Es gibt zwei gängige Statistiken: auf der einen Seite den Mikrozensus (Europas grösste Bevölkerungsstichprobe) und auf der anderen die Statistiken und Schätzungen des statistischen Bundesamtes


    Mikrozensus: 19,5 Mio. eheliche verschiedengeschlechtliche Lebensgemeinschaften


    2,1 Mio. nichteheliche verschiedengeschlechtliche Lebensgemeinschaften.


    43.000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften


    ↓


    Anteil der homosexuellen Lebensgemeinschaften 0,2 %


    21 Mio. Kinder aus verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften


    8300 Kinder aus gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften


    ↓


    Anteil der Kinder aus homosexuellen Lebensgemeinschaften 0,04 %


    Statistisches Bundesamt: 146.000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften


    25.000 Kinder aus gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften


    Die relative Wahrscheinlichkeit lesbischer Lebensgemeinschaften mit Kindern ist größer als die bei Männern.

    Für eine Belegarbeit brauchten wir auch die Statistiken über HS, nachfolgend Zahlen und Quellen


    Wissenschaftliche Studien belegen dass 2-5 % der Männer und


    1-2% der Frauen ausschliesslich homosexuell veranlagt sind.


    Diamnod, M. (1993) Homosexuality and bisexualityin different populations.


    Archives of Deual Behavvior,22. 291-310


    Friedman, R.C. and Downey, J.I. (1994) Homosexuality, New England Journal


    of Medicine,331, 923-930


    Rahman, Q and Wilson, G.D. Born gay ? The psychologiy of human


    sexual orientation. Personality and Individual Differences., 34, 1337-1382

    Hallo,


    jaja, die lieben Statistiken.


    Hätte mich vor einem Monat jemand nach meiner sexuellen Ausrichtung gefragt, ich hätte ohne zu zögern "hetero" angekreuzt. (Verheiratet, Frau, Kinder, ...)


    Aber wenn ich genau nachdenke, habe ich immer schon Jungs und Männern nachgeschaut.


    Und das Internet erleichtert seit ca. 14-15 den Zugriff auf Bildchen und Filme.


    Ich habe ein einziges mal eine "hetero"-Sexseite angesehen. Es hat mich abgetörnt und irgendwo war ein Link zu GAY oder ähnlich. Seit dem bevorzuge ich diese Art von Seiten.


    Jetzt habe ich mich unsterblich in einen Mann verliebt. Zum ersten Mal weiß ich, was Schmetterlinge im Bauch sind. Bisher dachte ich Gedichte, Liebesbriefe, Schwärmereien, das wäre alles ausgedacht, alles Schmalz, alles garnicht echt. DOCH!! es ist echt.


    Da dieses Gefühl, der Drang, einen Mann zu umarmen, zu küssen etc. sooo stark wurde, habe ich nach einer Woche des Ringes mit mir, meiner Frau reinen Wein eingeschenkt. Jetzt ist der Knoten geplatzt und unsere Ehe ist erstmal gerettet. Sie wäre wegen "emotionaler Kälte" (kein Sex, er denkt sie will nicht, sie denkt, er will nicht etc.) sowieso demnächst in die Brüche gegangen.


    Seit dem ich das weiß, entdecke ich immer mehr verheiratete Männer, die ich mit dem Attribut "süß" bezeichne.


    Von daher glaube ich der Aussage eines befreundeten Schwulen, der übrigens im Öffentlichen Dienst arbeitet und mit seinem Freund zusammenlebt.


    Er meint, es sind eher gefühlte 10% der männlichen Population dem männlichen Geschlecht zugeneigt.


    Ich selbst hätte mich ggf. noch zu "BI" gezählt, aber nach allem was ich nun durchgemacht habe, glaube ich, BI gibt es nicht, das sind bloß Männer, die es sich nicht eingestehen wollen.


    Ich hatte bis jetzt noch nichts mit einem Mann. Sehne mich aber furchtbar danach. Möchte mich aber erstmal nicht zu sehr in One-Night-Stands verzetteln ...


    Seit das mit mir klar ist, und ich mit meiner Frau geredet habe, haben wir wieder Sex miteinander. Wäre mir das vor 2 Monaten passiert, ich hätte mich wieder als "hetero" bezeichnet. Wir können jetzt über Vorlieben sprechen, einander fragen was wir wollen.


    Ich verlange endlich nicht mehr von mir, Frauen zu begehren, zu wissen, was Frauen wollen. Wenn meine Frau und ich Lust auf Zärtlichkeit haben, dann geben wir uns diese jetzt. Und wenn wir Lust auf Befriedigung haben, dann tun wir uns die Liebe und haben Spaß dabei. Ich muß nicht mehr "kommen" wenn ich nicht will, ich muß nicht mehr hinein ...


    Und hinterher denke ich wieder an meinen SCHWARM, der das Faß zum überlaufen gebracht hat (er ist mittlerweile ein guter Freund ... und ich habe immer noch Liebeskummer ...))


    Von daher gehe ich davon aus, daß der "homo"-Anteil viel größer ist, als jede Statistik ausweist.


    Liebe Grüße


    bmed

    Ähnliches denk ich mir auch des öfteren. Und mir kommt es vor als wären Männer wesentlich offensichtlicher homosexuell als Frauen. Mit Ausnahme von Butches, denen sieht man es an, aber weiblicheren Frauen sieht man ja nichts an, während man Männern meiner Meinung nach öfter anmerkt dass sie schwul sind.


    Was nicht heißt, dass ich denke jeder Schwule wär weiblich, selbstverständlich gibts auch welche die dem Stereotyp "Mann" entsprechen.

    Hallo,

    @ lava_lampe

    das hört sich ja an, als spräche da eine Expertin.


    Damit könntest Du einfach die Leute ansehen und ankreuzen, ob sie homosexuell sind oder nicht. Puhh, das ist top.


    Meine Frau kann das auch, entdeckt die Schwulen hier und da, bloß mich hat sie übersehen ...


    Weibische, männliche, typische und was weiß ich nicht alles für "homos". Da gibt es genauso viele Facetten wie bei Heteros.


    Nein, ganz allein der Focus auf den "Erotikpartner", Zärtlichkeitspartner, auf den Typ Mensch, bei dem die "Schmetterlinge im Bauch" von der Stange sind. Das entscheidet. (Habe ich bis vor 6 Monaten auch nicht gewußt.) Jetzt weiß ich es.

    @ Marco8

    Ja, ich glaube, wenn der Umgang und die Akzeptanz von verschiedenen Möglichkeiten der erotischen Liebe etwas toleranter wäre, dann würden viel mehr Leute zu ihrer eigenen Neigung stehen können.


    Homosexuell fühlende Menschen sind akzeptiert, zumindest wenn sie alleine leben, unter sich leben, oder den entsprechenden Partner haben.


    Bei Leuten, die aus welchen Gründen auch immer einen "Versuch" mit dem "anderen Typ" gemacht haben, und sich dann erst klar werden, was sie sind, haben es viel schwerer.


    Dabei scheint es wieder einfacher zu sein, wenn sich die "versehentlichen" Partnerschaften trennen, scheiden, alles (auch die Kinder) aufteilen und auseinandergehen. Dann passt wenigstens alles in die Schublade.


    Daß man aber zusammenbleibt, sein offizielles Familienleben immer noch miteinander organisiert (kleines Unternehmen zum Wohle der Kinder!!!) und noch ein wenig weiterführt, bis die Kid's aus dem Haus sind, scheint mir nicht soooo akzeptiert zu sein.


    Irgendwo habe ich gelesen, daß 10 - 20% der schwulen Männer mit einer Frau verheiratet sind. Viele davon haben Kinder. Und viele viele Schwule wünschen sich Kinder, oder haben einen Erziehungsberuf (Kindergärtner, Lehrer, Sportlehrer, Trainer ...)


    Die Welt ist vielfältiger, als wir sie in unseren engen Gedanken einteilen ...


    Wir können in Umfragen und Statistiken nur das abfragen was wir bereits wissen:


    - Alternative1


    - Alternative2


    - Alternaitve2


    der Rest ist


    - SONSTIGES....


    Viele Grüße


    bmed

    Nein. Ich denke. Es gibt keine sicheren Statistiken. Die sind schwer zu erstellen. Trotzdem glaube ich , dass Homosexuelle /usw. keine Minderheit mehr sind. Es wird nur nich gerne drüber geredet.


    Jungs sind nicht sooo oberflächlich wie mädchen und suchen deshlab auch schon mal Kontakte zu nicht sooo gut aussehenden Jungs , weil es ihnen egal ist wie man aussieht..od. fast egal is wie man aussieht , wenn man Lust auf Sex od. Zärtlichkeiten hat , sich einsam fühlt.


    Mädchen legen mehr Wert auf Ordnung und kritisieren jeden neuen Punkt an dir (Pickel od. balbalabla Unreinheiten , Haare , Bäart...) die dinge die wir Jungs halt gerne mögen und sehehn ans uns.


    Fakt ist für mädels muss man viel Opfern und sich verstellen, damit irgendeins mal denkt , dass man ihr Traumprinz ist.


    Die Vorstellungen von vielen Mädchen ist nicht so realistisch was Jungs betrifft.


    Die meisten denken es gebe mehr perfekte Jungs , als Jungs mit Macken oder so.....

    bmed, es ist eben auch eine Frage der Doppelmoral. Oft genug vergreifen "gestandene" Familienväter und Ehemänner an jungen Girls oder Kerlen. Sonst erklären sie wie schlimm Schwule und Kinderschänder sind. So lange das so ist, bleiben derartige Statistiken eben ungenau.

    Hallo Marco8


    schade, da ist es wieder, das Vorurteil: Schwule und Kinderschänder in einem Satz, in einem Gedanken aus einem Mund.


    Ich bin schwul, liebe aber meine Kinder über alles und arbeite gerne mit und für Kinder. Ich habe kein Verständnis für Leute, die nach Kindern lechzen, mit Kindern Sex oder erotische Berührungen austauschen möchten. Es ekelt mich an. Als Vater sowieso!!!!


    Bitte tue mir, Dir und allen anderen den Gefallen und trenne das deutlicher.


    Ich hoffe, Du verstehst mich.


    Dank und Gruß


    bmed

    Die manchmal noch zu lesende Häufigkeitszahl von Homosexuellen von 10% ist ein Überbleibsel eines Schätzwert aus der nicht repräsentativen McKinsey-Studie von 1948 und gilt unter seriösen Forschern als überholt.


    Wissenschaftlich gesehen sind 1-2% realistisch.


    Laut repräsentativer Emnidumfrage in Deutschland (2000) schätzen sich 1,3% der Deutschen als schwul bzw. 0,6% als lesbisch ein.


    Laut kanadischer Studie sind 1% homosexuell.


    Laut australischer Studie 1,6%.


    Laut einer Auswertung von 11 amerikanischen und internationalen Studien sind 2,2% der Männer schwul bzw. 1,1% der Frauen lesbisch.


    Aktuellste Studien:


    2010: Norwegen: 0,7% homosexuell


    2010: Großbritannien: 1,0% homosexuell


    Quellen:


    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14696704


    http://www.statcan.gc.ca/daily-quotidien/040615/dq040615b-eng.htm


    http://www.ons.gov.uk/ons/dcp171778_280451.pdf


    http://www.cdc.gov/nchs/data/nhsr/nhsr036.pdf


    http://williamsinstitute.law.ucla.edu/wp-content/uploads/Gates-How-Many-People-LGBT-Apr-2011.pdf