Auch uns hats erwischt - trotzdem sex?

    Hi,


    also, wir (2 Frauen - sind zusammen) sind nun auch in den Club der HPVler eingetreten ;o)


    Woher wir es haben, wissen wir nicht, da wir beide vorher noch keinen anderen Partner hatten (Mann und/oder Frau). Wir beide haben am Scheideneingang ein paar Gäste bekommen (innerhalb von 3 Tagen). Sind heute zum FA, und der hat es uns bestätigt und Wartec verordnet.


    Unsere eigentliche Frage ist, ob wir trotz Gastbesuch Sex haben können? Und wie sieht es mit Oralsex aus?


    Danke jetzt schon für die Antworten!

  • 9 Antworten

    ich denke, da kann man euch keine wirklich 100%ige antwort geben!


    Das muss jeder für sich selber entscheiden!


    Allerdings müsst ihr euch das wie ein Ping Pong spiel vorstellen, sollte die Krankheit bei einer von euch abheilen, ist die wahrscheinlichkeit (auch beim oralsex) sehr groß, dass ihr euch gleich wieder ansteckt und so geht das immer hin und her!


    Ich hab damals mit meiner freundin völlig drauf verzichtet und unsere Beziehungs hats nicht überstanden! Daher würde ichs heute wohl anders entscheiden!


    Das bleibt aber echt euch überlassen!


    Für den oralverkehr gibts doch diese "tücher" die man quasi zwischen zunge und zu stimmulierenden Bereich legt...


    hab damit selber keine erfahrung gemacht, aber mal davon gehört!


    Hoffe ich konnt euch wenigstens ein bisschen helfen!


    Ein Mitleidender

    ping - pong ?

    Danke für deine Antwort Jay!


    Bist du dir wirklich sicher, dass man sich gegenseitig immerwieder anstecken kann? Eigentlich ist es doch so, dass man den Virus in sich trägt und ihn vielleicht verdrängen, jedoch nicht loswerden kann.


    Wenn es dann zum Ausbruch kommt, ist es doch eigentlich egal, ob ich mit jemandem Sex hatte, der genau die gleichen HPViren in sich trägt, oder? Der alleinige sexuelle Kontakt kann dem zu Folge nicht der Auslöser sein, sondern ein geschwächtes Immunsystem o.ä. Sehe ich das so richtig?


    Was ich für Gefahren beim Oralsex sehe ist, dass die Warzen sich auch im Mund bilden können... aber eigentlich ist das gar keine Gefahr, weil man die Viren ja ohnehin in sich trägt. WO und OB der Virus ausbricht ist reiner Zufall.


    Bin im Moment ziemlich durcheinander. Sollte ich irgendwo einen Denkfehler haben, dann berichtigt diesen bitte ;-)


    Liebe Grüße

    Das ist glaube ich alles noch nicht wirklich geklärt! aber ich bin mir sicher, dass ein Ping Pong effekt stattfinden kann!


    Wegen warzen im mund würde ich mir jetzt weniger gedanken machen, davon habe ich von fast niemand was gehört und glaube dass ist äusserst selten!


    Da ich dir in der (nur zu gut verständlichen) unsicherheit, aber jetzt keinen entgültigen Rat geben möchte sollten wir mal die antworten anderen Mitglieder hier abwarten!


    Was sagt ihr alle dazu?


    Max

    Allgemeine Infos

    Hallo ihr zwei!


    Ich füge hier einen Artikel eines FA's sein, der hier zwar schon mehrere Male im Forum rumgeistert, aber man stößt irgendwie immer nur zufällig drauf. Vielleicht hilft euch das ein bisschen weiter!


    Liebe Grüße + frohes Kämpfen!


    Das humane Papillomavirus (HPV)


    Durch Medienberichte über Genitalinfektionen mit HPV wurden viele Frauen verunsichert. Die wichtigsten der immer wieder gestellten Fragen meiner Patientinnen möchte ich im Folgenden erörtern.


    Aktuell: Eine Impfung zum Schutz vor einer HPV-Infektion ist jetzt möglich. Weiteres zur Impfung am Textende.Bewiesen ist, dass HPV (high risk) Viren für die Entstehung des Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskarzinom) verantwortlich sind. Ca. 500.000 Frauen weltweit und 7000 Frauen in Deutschland erkranken jährlich daran. Zu etwa 50 % ist das HPV-Virus an seiner Entstehung beteiligt.


    Was sind Papillomaviren? Es gibt bis heute ca. 100 verschiedene Papillomavirenarten, auch Warzenviren genannt, aber nur wenige sind für den Menschen von Bedeutung: Gutartige Papillomaviren kennen wir als Hautwarzen aus dem Kindesalter. Sie treten an den den Händen und den Fußsohlen auf. So schnell wie sie kommen können, sind sie meist auch wieder verschwunden.


    Eine weitere gutartige Art, die allerdings äußerst lästig und unangenehm ist, verursacht die Genitalwarzen, auch Kondylome oder Feigwarzen genannt. Die Infektion erfolgt beim Sexualkontakt. Eine Behandlung ist meist erforderlich. Bei kleineren Warzen reicht eine Pinselungen aus, bei umfangreicherem Befall muss eine Laser- oder operative Entfernung vorgenommen werden.


    Die dritte für den Menschen bedeutsame Art dieser Virengruppe wird auch als "high risk" HPV-Typ bezeichnet und geht mit einem erhöhten Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken einher. Die Übertragung erfolgt ausschließlich sexuell.


    Was bedeuten high + low risk? Die HPV-Viren lassen sich in verschiedene Virustypen unterteilen. Bei den "harmlosen Genitalwarzen" (Feigwarzen) konnten nur Virustypen wie z.B. Typ 6 und 11, 42, 43, 44 nachgewiesen werden. Diese Typen wurden nie als Ursache des Gebärmutterhalskrebses nachgewiesen bzw. gefunden werden. Deshalb: low risk.Dagegen konnten die Typen 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58 bei mehr als 99,7 % der Gebärmutterhalskrebse gefunden werden. Deshalb: high risk.


    Wie verbreitet sich das Virus? Die HPV Infektion ist wahrscheinlich die häufigste sexuell übertragene Erkrankung überhaupt. Bei Frauen unter 30 Jahren liegt die Infektionsrate bei bis zu 25 %. Bei über 30-jährigen beträgt sie immer noch bis 8 %. Die HPV-Infektion heilt häufig innerhalb von Monaten bis hin zu 1 ½ Jahren ab. Auch die generelle Immunitätslage der Frau spielt hierbei eine wichtige Rolle. Bei bis zu 70 % der männlichen Partner bestehen meist nur kleinste Läsionen am Penis, so dass sich diese Männer der Infektion mit dem HPV-Virus gar nicht bewusst sind, d.h. diese gar nicht merken. Studien konnten zeigen, das es bei den Sexualpartnern nicht zu einem Ping-Pong-Effekt kommt. Der weitere Kontakt lässt die Läsion mit dem gelichen Virus genauso abheilen, da die Infektion durch die eigene Körperaabwehr geheilt wird.


    Wie kann man eine Infektion vermeiden? Dies geht nur durch Abstinenz und seit Herbst 2006 auch durch eine Impfung. Kondom bieten nur einen begrenzten Schutz.


    Impfung: Eine Impfung zum Schutz vor einer HPV-Infektion ist jetzt möglich. Der Impfstoff schützt vor den beiden Virentypen, die den Gebärmutterhalskrebs verursachen sowie gegen die beiden Virentypen, die für die schmerzhafte und langwierige Erkrankung an Kondylomen (Feigwarzen) verantwortlich sind. Nach der ersten Impfung sind weitere, nach 2 Wochen und noch mal nach einem halben Jahr, nötig um den Impfschutz zu erreichen. Die Impfung wird bisher noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Nähere Informationen erhalten Sie in meiner Praxis.


    Krebsvorsorgeuntersuchung: Das Bestehen einer HPV-Infektion wird in erster Linie im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung entdeckt. Dabei wird mit einem Watteträger ein Abstrich am Muttermund vorgenommen. Der Frauenarzt nimmt dazu eine sog. Spekulumeinstellung vor. An der Prädilektionsstelle am Muttermund, d. h. am Übergang von der Scheiden- zur Gebärmutterhalshaut, wird der normalerweise völlig schmerzlose Abstrich durchgeführt. Nach der Färbung wird das Abstrichpräparat von einem Zytologen mit der entsprechenden Zusatzausbildung untersucht. Er nimmt die Einstufung des Abstrichs in die sog. PAP-Stufen vor. Dabei steht PAP für den Farbstoff Papanikoblau, mit dem das Präparat eingefärbt wurde, um die Zellen des Muttermundes gut sichtbar und beurteilbar zu machen.


    Die Skala für den PAP-Befund reicht von I und II für Normalbefunde über III (unklarer Befund) und III D (sog. Dysplasie, nochmals unterteilt in III D leicht und mittel) bis IV und V bei schwerer Dysplasie mit nachgewiesenen Krebszellen. Der häufigste Befund ist eine leichte Dysplasie. In 70% der Fälle ist diese rückbildungsfähig (dies gilt insbesondere für die "low risk" Fällen).


    Dank der gesetzlichen Einführung der Krebsvorsorgeuntersuchung (KVU) konnte durch diesen PAP-Test weltweit die Rate an Gebärmutterhalskrebs drastisch gesenkt werden. Erst bei auffälligen PAP-Abstrichen ist eine weitere HPV-Testung nötig. Dann werden die Zellen speziell auf ihren Befall mit HPV Viren, und bei positiven Ausfall weiter auf "high risk" oder "low risk" Viren, untersucht. Durch den Nachweis der HPV-Infektion ist es heute möglich, die weitere Behandlung einzuleiten und spezifisch zu planen.


    Bei positiven Testergebnis:


    Als erstes gilt: Keine Panik !!


    - dies sollte beherzigt werden, um unnötige Aufregung zu vermeiden.


    Denn:


    Ein "high risk" positives Ergebnis besagt zunächst noch nichts.


    Ein positiver HPV-Test gibt uns keine Aussage über Lage, Ausdehnung und mögliche Dignität (Bösartigkeit) einer virusbedingten Zellveränderung.


    Der Nachweis dieser Viren bedeutet keinesfalls, dass eine Krebserkrankung vorliegt oder eine Krebsvorstufe besteht. Nur in 0,2 - bis 1 % der Fälle kommt es zur Krebsentstehung. Dieser wiederum entsteht auch nicht über Nacht sondern über Monate. Bei entsprechendem zytologischem Befund (PAP-Test) kann also das weitere Vorgehen mit der Patientin besprochen und geplant werden.


    Im Juni 2001 wurden von der Arbeitsgemeinschaft für Zervixpathologie allgemeine Richtlinien zum Vorgehen bei bestimmten Konstellationen erarbeitet.


    Partnerinfektion bei positivem Befund


    Bei positivem Nachweis besteht keine Gefahr für ihren Partner, an einem durch HPV-Viren Infektion verursachten Krebs zu erkranken.


    Jedoch kann der Sexualpartner durchaus zum Überträger der Infektion auf eine andere Frau werden.


    Noch einige immer wieder gestellte Fragen:


    Kann man dem Partner "Untreue" beim positiven HPV-Test vorwerfen?


    Nein, denn die HPV-Infektion kann schon Jahre vor dem Nachweis stattgefunden haben.


    HPV - Infektion beim Mann / Partner


    Ist der Partner (meist der Mann) auch gefährdet? Muss er auch zum Arzt?


    Eine Therapie steht heute weder für die Frau noch für dem Mann zur Verfügung.


    Dennoch gehört auch die Untersuchung des Mannes mit zur "Partnerdiagnostik".


    Beim Vorliegen bzw. Nachweis einer HPV-Infektion der Frau, ist es sinnvoll, auch den Partner zu untersuchen.


    Bei HR-HPV positiven Frauen kann man bei etwa 75% der Männer die Infektion ebenfalls nachweisen. Doch ist der Nachweis schwierig. Häufig (bis zu 70%) finden sich winzige kleine Läsionen (Wunden) am Penis die nur durch eine Peniskopie und einen "Essigsäuretest" nachgewiesen werden können.


    Übrigens kann man diese Läsionen häufiger bei nicht beschnittenen Männern nachweisen.


    Ein Peniskarzinom ist jedoch sehr selten.


    Die Peniskopie, das Betrachten des Penis mit einem Mikroskop, ist bei den Fachkollegen, Dermatologen und Urologen, nicht sehr verbreitet, so dass die Partner häufig keinen kompetenten Arzt finden.

    jo der wichtigste satz ist ja schon fett!


    Es gibt KEINEN Ping-pong. Das heißt zwei Partner die es haben brauchen sich auch nie wieder gedanken um schutz davor zu machen. Man kann nur leute anstecken die es bisher nicht haben!!

    Zwischenbericht

    Hallo,


    Hier mal ein kleiner Zwischenbericht. Wir haben am Freitag begonnen mit Wartec zu behandeln. Leider bleibt bei uns beiden bis jetzt der gewünschte Erfolg noch aus. Besonders bei mir. Die Warzen sehen jetzt so aus, als wären sie breit gelaufen. Dazu habe ich auch noch eine zusätzlich bekommen. ARGHHH... ich möchte doch einfach nur schön da unten sein und nicht aussehen, wie ein Schlachtfeld!


    Es ist schon erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit sich diese Mistviecher ausbreiten.


    Ist denn Aldara stärker in seiner Wirkkraft, als Wartec? Falls ja, werde ich sehen, dass unser Frauenarzt uns das das nächste Mal verschreibt.


    Ach, es bleibt mir ohnehin ein Rätsel, wie die Creme auf den betroffenen Stellen haften soll, wenn sich die Stellen direkt am Scheideneingang befinden. Da da ohnehin eine generelle "Grundfeuchte" ;-) herrscht, verwischt sich das doch. Was macht ihr, damit die Creme dort bleibt, wo sie sein soll


    Liebe Grüße

    aldara wirkt völlig anders als wartec. Während wartec die dinger selber verätzt und austrocknet produziert aldara ne gewollte Entzündung in der Gegend und bringt so das Immunsystem und die Abwehr auf den Trichter mal was gegen die FWs und die Viren zu unternehmen... lächel


    Aber ihr könnt da gut zusammen durch, ist doch auch ein vorteil *lächel*

    AUA!!!

    @ beetlejuice21:

    Wenn ich das so lese, scheint ja Aldara wirklich die bessere Alternative zu sein. Es ist ja schließlich immer besser, wenn das eigene IS dazu angeregt wird die Viecher zu vertreiben. Und, ob es besser ist, wenn beide das haben? Ich weiß nicht. Wir machen uns da eher gegenseitig verrückt.


    Wir haben übrigens noch wunderschöne Nebenwirkungen von Wartec:


    Alles wund und entzündet, obwohl wir die Regionen außen herum mit Wundcreme behandelt haben. Ich habe richtige Risse bekommen :-(. Sitzen geht auch nur zur Not - tut echt weh.


    Ach, die Sache mit dem Sex haben wir auch über Bord geschmissen. Bei den Schmerzen hat ja wohl keiner Lust dazu.

    naja mit aldara wirds genauso wund wenn du pech hast *das mal vorweg*


    Und ja besser aus 3 Gründen: 1. man macht sich keine Sorgen den anderen nicht anzustecken. 2. man versteht auch den anderen und 3. beide wollen keinen Sex ;o)