Blutwerte nicht OK oder normale Reaktion der Sprechstundenhilfe?

    Ich mache mir grade Sorgen. Gestern wurde mir beim Hausarzt Blut abgenommen für ein großes Blutbild, weil ich seit einiger Zeit ziemlich häufig erkältet bin.


    Ich hatte schon häufiger ein großes Blutbild machen lassen, und bisher war es so, dass ich nach ein paar Tagen anrief und mir die Sprechstundenhilfe sagte, dass alle Werte ok sind.


    Heute Mittag hatte ich einen verpassten Anruf der Hausarztpraxis auf dem Handy, und als ich zurückrief, sagte man mir, dass ich morgen früh anrufen soll, damit die Ärztin mit mir telefonisch das Ergebnis besprechen kann. Vorher ist es leider nicht möglich.


    Seitdem schiebe ich Panik. Ist das normal, dass der Arzt persönlich die Blutwerte mit einem bespricht oder bedeutet das automatisch schlechte Nachrichten?


    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht, hat schonmal jemand mit dem Arzt sprechen müssen, ohne schlechte Nachrichten zu kriegen, oder kann ich schonmal mein Testament aufsetzen? ;-)

  • 44 Antworten

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das in den Praxen unterschiedlich gehandhabt wird; es muss also kein schlechtes Zeichen sein, wenn die Ärztin dir die Ergebnisse erklären will.


    Im übrigen weiß ich nicht, ob medizinische Fachangestellte überhaupt etwas mitteilen dürfen. Manche Werte können ja noch der Norm entsprechen, aber grenzwertig sein, und dann bedarf es vielleicht doch einer ärztlichen Einschätzung.


    Gruß

    Es gibt solche Ärzte, ich kenne beides. Bei meinem alten Hausarzt, haben die mir das am Telefon gesagt, wenn was war, mußte ich halt nochmal hin.


    Bei meinem jetzigen bekomme ich immer direkt einen Termin für die Besprechung.


    Mein Hautarzt teil die Ergebnisse nach der Entfernung eines Muttermals auch nur persönlich mit. Ich hab da letztes Jahr auch einen richtige Schrecken bekommen, als man mir sagte, ich sollte später nochmal anrufen, wenn die Ärztin da ist..Diese hat mir dann nur gesagt, dass alles okay ist....Ich finds auch unnötig, aber wer weiß welche Erfahrungen die Praxen schon gemacht haben.

    Bei meinem Arzt ist es immer so, dass er mir selber die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen mitteilt – egal bei welchem Ergebnis. Als ich deshalb auch einmal verunsichert war, habe ich die Sprechstundenhilfe direkt gefragt, ob das heißt, das etwas nicht in Ordnung sei. Sei meinte dann, dass das bei ihnen grundsätzlich so ist, dass der Arzt die Ergebnisse übermittelt. Sie selbst habe gar keine Einsicht in meine Ergebnisse.

    Bei mir waren es zwar keine Blutwerte, aber bei meinem EKG war etwas nicht in Ordnung.


    Ich bekam dann eine Konsultierung über Telefon, bei der die Ärztin sagte, dass sie gerne weitere Tests machen möchte & mir erst mal ein Medikament verschrieb.


    Jede Praxis wird das aber auch etwas unterschiedlich handhaben, vermute ich.


    Alles gute, mach dir keine zu großen Sorgen.:)*

    Danke für die Antworten, dass macht mir ein bisschen Mut, das vielleicht es doch nichts Dramatisches ist.


    Ich habe in der jetzigen Hausarztpraxis schon mehrmals Blut kontrollieren lassen und bisher hat mir die Sprechstundenhilfe immer Auskunft geben dürfen. Aber bisher war halt auch immer alles ok. Sie müssten also die internen Gepflogenheiten geändert haben.


    Bei einem großen Blutbild erkennt man aber ja sowieso keine eindeutigen Krankheiten, oder? Nur Auffälligkeiten? Also wenn ein Wert erhöht wäre, heißt das nicht gleich, dass man Krebs hat oder sowas, richtig?

    Na, ein ordentlicher Hypochonder denkt natürlich zunächstmal an das Schlimmstmögliche. ;-D Was wäre das wohl? Krebs!


    Wäre ja auch langweilig, wenn es mal wieder heißen würde "Sie sind gesund, essen Sie mehr, machen sie mehr Sport, und sorgen Sie für weniger Stress".


    Ich finde es halt schwer, hinzunehmen, dass ich so oft erkältet bin (3-4 mal Pro Jahr, laut meiner Ärztin noch im Normalbereich und die Ursache sei "Pech". Hoffe immernoch, dass mal etwas gefunden wird. Natürlich nicht Krebs oder sowas.


    Hatte da eher an etwas harmloses gedacht, Vitaminmangel oder sowas. Aber das könnte mir die Sprechstundenhilfe doch am Telefon sagen?!


    Naja, morgen um 9 Uhr bin ich schlauer.

    Ich habe bei ein- und derselben Ärztin beide Versionen erlebt – und war auch erst einmal alarmiert, als es hieß, ich solle später nochmal zurückrufen, um mit Frau Dr. x zu sprechen. Soweit ich mich richtig erinnere, war da aber nichts Aufregendes im Blutbild!


    Also erst einmal ruhig Blut ;-)

    Soweit ich weiß, darf nur der Arzt Befunde weitergeben. Bei meinem Arzt ist es auch immer so, dass ich entweder einen Termin bei ihm habe, um die Ergebnisse zu besprechen oder ich anrufen muss, und dann stundenlang in der Leitung hänge, bis er endlich persönlich drankommt, nur um dann in 5 Sekunden mitzuteilen, dass alles okay ist.


    Im normalen, großen Blutbild werden meines Wissens keine Tumormarker geprüft. Die müssen, bei entsprechendem Verdacht, gesondert beauftragt werden. Und selbst dann bedeutet z.B. eine Erhöhung noch lange nicht, dass man Krebs hat. Um diese Diagnose gesichert zu stellen, sind eine ganze Reihe von Untersuchungen notwendig.


    Vielleicht ist nur ein Wert außerhalb der Norm und bedarf einer entsprechenden Maßnahme (Medikament, Ernährungsumstellung, erneute Untersuchung nach X Tagen, Wochen, Monaten, weitere Untersuchungen). So etwas darf eine Sprechstundenhilfe nicht weitergeben.


    Aber das heißt auch noch lange nicht, dass etwas Schlimmes ist. Mach Dich nicht verrückt und warte den Anruf ab. In den allermeisten Fällen ist es wirklich harmlos.

    Zitat

    Eine Krebsdiagnose nach Blutbild, das angefertigt wurde, weil du oft erkältet bist? – da geht aber gerade die Phantasie mit dir durch.

    Wie wahr. Wenn ich meine Bedenken lese, kommt es mir selbst lächerlich vor. Es gibt natürlich keine rationalen Anzeichen dafür, dass ich Krebs habe.


    Wahrscheinlich ist es ganz harmlos, eben so, dass die Sprechstundenhilfe keine Informationen mehr rausrücken darf.


    Es klang halt berdohlich, dass sie mir nichts sagen wollte und auf die Ärztin verweist. So nach dem Motto "DIE schlimme Diagnose sagt ihnen die Ärztin besser selbst".


    Aber wie gesagt, wahrscheinlich ist nichts dran an der Angst und ich mach mich mal wieder verrückt um nichts.